Caren Marks (SPD)
Abgeordnete Bundestag 2005-2009
Dieses Profil dient zu Archivzwecken, eine Befragung ist nicht mehr möglich. Besuchen Sie das aktuelle Profil.

Grunddaten
Caren Marks
Jahrgang
1963
Berufliche Qualifikation
Diplom Geographin
Ausgeübte Tätigkeit
Mitglied des Deutschen Bundestages
Wahlkreis
Hannover - Land I
Landeslistenplatz
14, Niedersachsen
weitere Profile
(...) Bisher sind Waffenschränke mit Doppelbart- oder Zahlenschlössern ausgestattet. Beabsichtigt ist, dem Bundesministerium des Innern zu ermöglichen, im Wege der Rechtsverordnung technische Systeme der Absicherung von Waffen und Waffenschränken zu verlangen. Dies betrifft insbesondere biometrische Sicherungssysteme. (...)
Parlamentarische Arbeit / Nebentätigkeiten
03.07.2009
Bundestagswahlrecht
NEIN
02.07.2009
AWACS-Einsatz in Afghanistan
JA
18.06.2009
Internetsperren
JA
18.06.2009
Patientenverfügung (Stünker-Antrag)
JA
29.05.2009
Schuldenbremse
JA
28.05.2009
Abgabe von künstlichem Heroin an Schwerstabhängige
JA
28.05.2009
Verlängerung Kosovo-Einsatz
JA
13.05.2009
Anbauverbot von Genmais
NEIN
13.05.2009
Beratungspflicht bei Spätabtreibungen
NEIN
20.03.2009
Enteignung von Banken
nicht beteiligt
22.01.2009
Mindestarbeitsbedingungen
JA
22.01.2009
Mindestlohn für sechs weitere Branchen
JA
19.12.2008
Kampf gegen Piraten
JA
04.12.2008
Familienleistungsgesetz
NEIN
28.11.2008
Haushalt 2009
JA
26.11.2008
Erbschaftssteuerreform
JA
13.11.2008
Verlängerung des Anti-Terror-Einsatzes (OEF)
JA
12.11.2008
BKA-Gesetz
JA
17.10.2008
Banken-Rettungspaket
JA
16.10.2008
Verlängerung Afghanistan-Einsatz (ISAF)
JA
25.09.2008
Rückkehr zur alten Pendlerpauschale
NEIN
17.09.2008
Fortsetzung des Darfur-Einsatzes
JA
17.09.2008
Verlängerung Libanon-Einsatz
JA
05.06.2008
Verlängerung Kosovo-Einsatz
JA
30.05.2008
Bahnprivatisierung
JA
24.04.2008
EU-Vertrag von Lissabon
JA
06.02.2008
Änderung des Stammzellgesetzes
JA
14.12.2007
Postmindestlohn
JA
16.11.2007
Diätenerhöhung
JA
15.11.2007
Verlängerung des Anti-Terror-Einsatzes (OEF)
JA
09.11.2007
Vorratsdatenspeicherung
JA
12.10.2007
Verlängerung Afghanistan-Einsatz (ISAF, Tornado)
JA
12.09.2007
Verlängerung Libanon-Einsatz
JA
22.06.2007
Emissionshandel
JA
21.06.2007
Verlängerung Kosovo-Einsatz
JA
14.06.2007
Aufenthalts- und Asylrecht
NEIN
14.06.2007
Fortsetzung des Bundeswehreinsatzes in Darfur
JA
14.06.2007
Mindestlöhne (Antrag Die Linke.)
NEIN
25.05.2007
Unternehmenssteuerreform
JA
09.03.2007
Rente mit 67
JA
09.03.2007
Tornado-Einsatz
NEIN
02.02.2007
Gesundheitsreform
JA
10.11.2006
Verlängerung des Anti-Terror-Einsatzes (OEF)
JA
26.10.2006
EU-Beitritt Bulgariens und Rumäniens
JA
28.09.2006
Verlängerung des Afghanistan-Einsatzes (ISAF)
JA
30.06.2006
Föderalismusreform
JA
29.06.2006
Antidiskriminierungsgesetz
JA
01.06.2006
Anpassung u. Veränderung von Hartz IV
JA
01.06.2006
Bundeswehreinsatz im Kongo
JA
19.05.2006
Erhöhung der Mehrwertsteuer
JA
Fragen an Caren Marks
Auswahl der Fragen und Antworten
Nachricht an folgende Adresse schicken, sobald eine Antwort eintrifft:


An diese Adresse den abgeordnetenwatch.de-Newsletter bestellen
Bitte loggen Sie sich hier ein.
Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
13.09.2009
Von:

Sehr geehrte Frau Marks,

könnten Sie mir bitte erklären, warum ich zur Bundestagswahl gehen soll?

In einer Demokratie, in der es möglich ist, dass - wie in Niedersachsen - ein Augenarzt (!) Wirtschaftsminister eines Bundeslandes wird, erscheint mir das wirklich sinnlos.

Man sollte erwarten, dass solche Spitzenämter durch die kompetentesten Fachleute für die jeweiligen Ressorts besetzt werden.
Wenn Augenärzte Wirtschaftsminister werden können, ist das für mich eine Perversion der Demokratie.

Wenn nicht die Kompetenten Minister werden, kann ich auch gleich zu Hause bleiben.

Für eine aussagekräftige Antwort wäre ich Ihnen dankbar.
Antwort von Caren Marks
bisher keineEmpfehlungen
16.09.2009
Caren Marks
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Frage, die ich gern beantworte. Minister leiten ein Fachressort. Dabei geben sie in Abstimmung mit der Regierung und dem Parlament die politische Richtung und den Rahmen vor. Ein Ministerium besteht aus vielen Fachabteilungen, die dem Minister oder der Ministerin inhaltlich zuarbeiten. Die Kompetenz des Ministers besteht in erster Linie darin, ein solches Ministerium führen zu können, die fachlichen Erkenntnisse politisch bewerten und in praktische Politik bzw. Gesetzgebung umsetzen zu können. Dazu muss man selbst nicht unbedingt das Fach studiert haben. Peter Struck zum Beispiel war ein auch innerhalb der Bundeswehr hoch anerkannter Verteidigungsminister, obwohl er selbst nicht einmal den Grundwehrdienst absolviert hat, da er zu den so genannten "weißen Jahrgängen" gehörte (wie auch andere Verteidigungsminister vor ihm). Zweifellos hat er über die erforderliche politische Kompetenz verfügt. Dieses Beispiel steht auch für andere Ministerinnen und Minister. Bundeskanzler übrigens kann jeder werden, unabhängig von seiner beruflichen Ausbildung. Auch das Parlament, das sich ja mit den unterschiedlichsten Problemen und Fachgebieten beschäftigt und darüber entscheidet, setzt sich aus Vertreterinnen und Vertretern sehr unterschiedlicher Berufe zusammen. Welche Ausbildung würden Sie denn voraussetzen für ein Amt wie den Außenminister, Entwicklungshilfeminister oder Umweltminister? Ich stimme mit Herrn Rösler inhaltlich nicht überein. Das liegt aber nicht daran, dass er Augenarzt ist, sondern dass er neoliberale FDP-Positionen vertritt. Diese würde er auch vertreten, wenn er Wirtschaftswissenschaftler wäre und nicht Augenarzt.

Gerade die Wirtschafts- und Finanzkrise hat gezeigt, dass die Experten und Fachleute sich in vielerlei Hinsicht geirrt haben und dass Banker, die von Finanzmärkten etwas verstehen sollten, diese Krise mit verursacht haben. Wollen Sie einen dieser so genannten Experten nun ein Ministerium führen lassen?

Als weiteres Beispiel nenne ich das Gesundheitsressort. Ich hielte es eher für bedenklich, wenn dieses Ministerium von einem Mediziner, Apotheker oder Pharmazieunternehmer geleitet würde, da die Gefahr bestünde, dass sich einseitige Interessen durchsetzen.

Ich bin davon überzeugt, dass wir mit unserem politischen System in den vergangenen Jahrzehnten gut gefahren sind und dass unsere Demokratie gut funktioniert. Das ist auch Ministerinnen und Ministern zu verdanken, die vielleicht fachfremd sind, aber doch mit politischem Sachverstand gute Arbeit geleistet haben.

Sie fragen, warum Sie zur Bundestagswahl gehen sollten, wenn z.B. in Niedersachsen ein Augenarzt Wirtschaftsminister werden kann. Die Antwort ist: Das eine hat mit dem anderen nichts zu tun. Sie wählen weder Minister/innen noch den Bundeskanzler. Sie wählen mit Ihrer Zweitstimme, welche Partei die Mehrheit im Deutschen Bundestag stellt und mit Ihrer Erststimme, wer Wunstorf im Deutschen Bundestag vertritt.

Abschließend möchte ich Sie bitten, von Ihrem Wahlrecht Gebrauch zu machen. Finanzminister Peer Steinbrück hat kürzlich bei einer sehr guten Veranstaltung in Wunstorf gesagt: "Wenn du dich nicht um mich kümmerst, verlasse ich dich. Deine Demokratie." Wer seine Stimme verschenkt und damit die Demokratie schwächt, verspielt auch die Chance, mit zu entscheiden, wohin sich die Gesellschaft entwickelt.

Mit freundlichen Grüßen

Caren Marks, MdB
X
Antwort empfehlen
Lesezeichen
Ihre Frage an Caren Marks
Die Fragefunktion wurde inzwischen geschlossen.