Canan Bayram (SPD)
Kandidatin Abgeordnetenhauswahl Berlin 2006
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Canan Bayram
Jahrgang
1966
Berufliche Qualifikation
Kauffrau, Juristin
Ausgeübte Tätigkeit
Rechtsanwältin
Wohnort
-
Wahlkreis
Friedrichshain-Kreuzberg WK 5
Ergebnis
28,0%
Landeslistenplatz
5, Friedrichshain-Kreuzberg
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Persönliche Website
www.friedrichshainerin.de
Fragen an Canan Bayram
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Frage zum Thema Verkehr
30.08.2006
Von:

Sehr geehrte Frau Bayram,

ich habe 2 Fragen zur Verkehrspolitik, ich trenne diese, damit sie einfacher Antworten können:

Bei anderen Parteien liegen Konzepte vor, den Boxhagener Platz zur Fussgängerzone zu machen.

Wie stehen Sie dazu? Ist es förderlich, hier eine Einschränkung des Individualverkehrs klar durchzusetzen oder geht es nur um eine Begrenzung des Parksuchverkehrs?

Wäre nicht auch eine zeitliche Parkbegrenzung z.B. von Freitag bis Sonntag oder auch eine Parkraumbewirtschaftung wie in anderen Bezirken sinnvoll?

Mit freundlichem Gruß

Antwort von Canan Bayram
bisher keineEmpfehlungen
14.09.2006
Canan Bayram
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihr Interesse. Die Parkraumbewirtschaftung wurde bereits von den Anliegern des Boxi abgelehnt. Daher macht es keinen Sinn, darüber nachzudenken. Eine zeitliche Parkbegrenzung erscheint mir ebenfalls nicht zielführend, da es eben keine Zeiten gibt, in denen der Boxi in der hier interessierenden Hinsicht entspannter wäre.

Grundsätzlich bin ich für Verkehrkonzepte, die den Umweltbelangen und den Bedürfnissen der Schwächeren im Straßenverkehr gerecht werden. Auffallend ist es schon, dass es in Friedrichshain im Unterschied zu anderen Bezirken kaum Fußgängerzonen oder Spielstraßen gibt. Dabei steht fest, dass die Zahl der Familien mit Kindern stetig zunimmt und Kinder mehr öffentlichen Raum benötigen. Hier gibt es noch sehr viel zu tun. Als Mutter eines Kleinkindes kenne ich die Schwierigkeiten in unserem Kiez und werde dieses Wissen dort einbringen, wo Entscheidungen getroffen werden. Ich will mich als Abgeordnete so im Abgeordnetenhaus einbringen, dass es den Menschen in meinem Wahlkreis zum Vorteil gereicht.

Auf dem Boxhagener Platz haben wir aktuell ein ganz anderes Problem, das die Nutzung des Platzes erschwert. Die friedliche Koexistenz der verschiedensten Bevölkerungsgruppen mit ihren gegensätzlichen Interessen ist derzeit vorrangig zu lösen. Dies kann meines Erachtens nur im Gespräch aller Beteiligten miteinander erfolgen. Ein erster Schritt hierzu wurde letzten Dienstag getan. Weitere müssen folgen.

Für weitere Fragen stehe ich gerne zur Verfügung

Mit freundlichen Grüssen

Ihre Canan Bayram
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Frage zum Thema Verkehr
30.08.2006
Von:

Sehr geehrte Frau Bayram,

meine zweite Frage zum Thema Verkehr:
Sie werden die Diskussion zur Einstellung der Straßenbahnlinie 21, wie sie in den Medien, auch in den Veröffentlichungen der Fahrgastverbände dokumentiert wurden, sicherlich angenommen haben. Auch die Tatsache, das diese Linie im Berufsverkehr ausgedünnt wurde und als einzige Linie Berlins selbst am Wochenende um 22.00 Uhr ihren Betrieb einstellt.

Würden Sie sich als Abgeordnete für diese Linie, die ja Ihren gesamten Kiez betrifft, in der Linienführung eine richtige Kiezlinie ist, für diese Straßenbahn einsetzen?

Hätten Sie Möglichkeiten und was könnten Sie dort konkret tun, damit eben auch der sog. Samariter Kiez nicht abends vollständig vom ÖPNV abgehängt wird?

Mit freundlichem Gruß

Antwort von Canan Bayram
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14.09.2006
Canan Bayram
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Frage. Ich finde es falsch, die Linie 21 ganz einzustellen und unterstützte jede Initiative, die sich dagegen wendet. Sie sagen selbst, dass es gerade für den Nordkiez eine wichtige Anbindung darstellt. Aber auch für den Südkiez ist die Linie 21 von Bedeutung und sollte erhalten werden. Die Straßenbahn ist ein wichtiges Verkehrsmittel im öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) und sollte meines Erachtens eher aus-, denn abgebaut werden.

Mit freundlichen Grüssen

Ihre Canan Bayram
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Frage zum Thema Gesundheit
08.09.2006
Von:

In unserem Kitz gib es bald.
mehr Hunde als Einwohner.Keiner entsogt auf Strassen und Plaetzen den Hundekot.Hunde werden nicht in Naehe von Kinderspielspaetzen angeleint.Polizei und Ordnungshueter uebersehen das alles Eas gedenken sie zu tun?
Viele Gruesse eine Anwohnering von Auerdreieck
Antwort von Canan Bayram
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14.09.2006
Canan Bayram
Sehr geehrte Frau ,

vielen Dank für Ihre Frage, die sehr viele Menschen beschäftigt und mir so oder in ähnlicher Form häufig vorgetragen wird. Tatsächlich könnte man bei dem Anblick der Straßen denken, dass niemand die Hundehinterlassenschaften entsorgt. Wahr ist aber und ich habe es selbst beobachtet, dass es Hundehalter gibt, die sich ordnungsgemäß verhalten. Diese verdienen unsere Wertschätzung und Unterstützung; denn dadurch kann der größte Effekt erzielt werden. Ich kann Ihren gerechten Zorn, ob der Zustände sehr gut verstehen. Wenn meine Kleine auf der Straße läuft, wird mir beim Anblick der Hundehaufen und zerbrochen Scherben ebenfalls übel. Besonders schlimm war es als sie gerade das Laufen lernte.

Wie Sie bestimmt wissen, fällt die Aufsicht über die Ordnungsbehörde in die Zuständigkeit des Baustadtrates Schulz. Dieser hat auf eine Anfrage der SPD zu dem Thema lapidar geantwortet, dass es für die Feststellung eines Verstoßes erforderlich wäre, dass die Ordnungsamtsmitarbeiter den Hund samt Halter über einen längeren Zeitraum verfolgten.

Dies ist eines der drängenden Probleme unseres Kiezes, dass ich mit all meinen Möglichkeiten angehen werde, sobald ich im Abgeordnetenhaus bin.

Für weitere Fragen stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.

Mit herzlichen Grüssen

Canan Bayram
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Frage zum Thema Städtebau und Stadtentwicklung
08.09.2006
Von:

Sehr geehrte Faru Bayram, der Bezirk Friedrichshain ist in einigen Gebieten leider trotz Sanierungsmaßnahmen und Grünflächen fast völlig verdreckt. Hundekot, Abfall, Sperrmüll, Schmierereien und sogar Ecken die als "öffentliche Toiletten" benutzt werden. Leider wird es immer Menschenunfreundlicher im Bezirk. Niemand schaut hin- und niemand hat mit Strafen zu rechnen. Ist Ihnen dieses Problem aufgefallen und wie sehen Ihre Vorschläge aus, um diese Zustände zu ändern? Viele Grüße
Antwort von Canan Bayram
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14.09.2006
Canan Bayram
Sehr geehrte Frau ,

vielen Dank für Ihre Frage. Ich selbst wohne und arbeit im Nordkiez in meinem Wahlkreis und kenne die von Ihnen beschriebenen Umstände sehr gut. Ich kann Ihren gerechten Zorn über die von Ihnen beschriebenen Zustände sehr gut verstehen.

Wie Sie bestimmt wissen, fällt die Aufsicht über die Ordnungsbehörde in die Zuständigkeit des Baustadtrates Schulz. Dieser hat auf eine Anfrage der SPD zu dem Thema lapidar geantwortet, dass es für die Feststellung eines Verstoßes erforderlich wäre, dass die Ordnungsamtsmitarbeiter den Hund samt Halter über einen längeren Zeitraum verfolgten.

Dies ist eines der drängenden Probleme unseres Kiezes, dass ich mit all meinen Möglichkeiten angehen werde, sobald ich im Abgeordnetenhaus bin. Zunächst müssen mehr Tütenspender und Mülleimer zur Verfügung gestellt werden. Daneben ist es wichtig, dass die unterschiedlichen Interessen an der Nutzung des öffentlichen Raums in einen gerechten Ausgleich gebracht werden. Hierzu bedarf es der Kommunikation zwischen den Akteuren.

Für weitere Fragen stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.

Mit herzlichen Grüssen

Canan Bayram
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Frage zum Thema Städtebau und Stadtentwicklung
09.09.2006
Von:

Ich habe grade die Fragen im allgemeinen durchgelesen und dabei ist mir wieder eine typische Sache aufgefallen. Seit vielen Jahren wohne ich in Friedrichshain, ja und ich habe auch einen Hund. Für diesen bezahl ich Unmengen an Steuern (ich kenne keine andere Stadt, in der dieses so teuer ist), besorge mir außerdem noch Tüten, damit ich den Kot entfernen kann (nein, ich finde allzuviel Hundesch.. auch nicht toll, aber es gibt extrem wenig Tütenspender im ganzen Kiez ußer in den Straßen in denen auf Grund des Kaufpreises und nicht Mietpreises nur die Créme de là créme wohnt), dann muss ich die Tüten auch noch ewig durch die Gegend tragen, weil es kaum Mülleimer gibt ... aber es gibt keinen offiziellen Hunde-Auslaufplatz im Kiez ... HunderBesitzerInnen werden mit Mißachtung gestraft ... was gedenken Sie in dieser Richtung zu tun?
Antwort von Canan Bayram
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16.09.2006
Canan Bayram
Sehr geehrte Frau ,

vielen Dank für Ihre wichtige Frage. Sie sprechen ein wichtiges Thema in unserem Wahlkreis an. Ich habe selbst Freunde, die als Hundehalter, obwohl Sie sich ebenso wie Sie vorschriftsmäßig verhalten, diskriminiert fühlen. Aufgrund der Situation auf den Straßen ist der Unmut auf allen Seiten groß und nimmt auch immer mehr zu. Daher gilt es einen Weg zu finden, der ein gegenseitiges aufeinander Zugehen und gemeinsames Lösen ermöglicht.

Als Abgeordnete will ich ein Wahlkreisbüro einrichten, indem gerade solche praktischen alltäglichen Probleme erörtert und befriedigenden Lösungen zugeführt werden können. Aufgrund meiner täglichen Praxis als Anwältin weiß ich, dass solche Prozesse Zeit und guten Willen brauchen.

Liebe Frau , aus eigener Erfahrung weiß ich, dass man nicht immer eine Tüte zur Hand hat und es auch nicht immer leicht ist einen Mülleimer in nächster Nähe zu finden. Dies sind praktische Probleme, die ich gerne angehen werde. Auch hinsichtlich der Auslaufplätze will ich mich im Rahmen meiner Möglichkeiten einsetzen. An Sie als Hundehalterin appelliere ich, sich dafür stark zu machen, dass auch andere Hundehalter die Hinterlassenschaften entsorgen und danke Ihnen für Ihr vorbildliches Verhalten.

Für weiter Fragen stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.

Mit herzlichen Grüssen

Ihre Canan Bayram
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