Britta Ernst (SPD)
Abgeordnete Hamburg 2004-2008
Dieses Profil dient zu Archivzwecken, eine Befragung ist nicht mehr möglich. Besuchen Sie das aktuelle Profil.

Grunddaten
Britta Ernst
Jahrgang
1961
Berufliche Qualifikation
Diplom-Sozialökonomin
Ausgeübte Tätigkeit
wissenschaftliche Angestellte bei der Behörde für Bau und Verkehr, seit März '03 beurlaubt, Parlamentarische Geschäftsführerin der SPD-Bürgerschaftsfraktion
Wohnort
-
Bezirk
Hamburg-Altona
Landeslistenplatz
9, über Liste eingezogen
weitere Profile
(...) Die SPD-Bürgerschaftsfraktion wird sehr genau darauf achten, dass die Einführung der Stadtteilschule nicht auf Kosten der Beteiligung der betroffenen Eltern und Kollegien oder schlecht vorbereitet und deshalb überstürzt erfolgt. Bestehende Klassenverbände dürfen dann eben nicht zerrissen werden, im Gegenteil, "Brüche" dieser Art sollen weniger werden. (...)
Parlamentarische Arbeit
Fragen an Britta Ernst
Auswahl der Fragen und Antworten
Nachricht an folgende Adresse schicken, sobald eine Antwort eintrifft:


An diese Adresse den abgeordnetenwatch.de-Newsletter bestellen
Bitte loggen Sie sich hier ein.
Frage zum Thema Schulen
03.12.2007
Von:

Sehr geehrte Frau Ernst,

Meine Tochter geht zur Zeit in die 4. Klasse der Chemnitzschule in Altona. Nun steht der Schulwechsel bevor. Ich bevorzuge als Schulform die Gesamtschule, suche aber, auch auf Anraten der Lehrer , eine Schule mit gymnasialer Oberstufe. Da meine Tochter einen französisch-spachigen Vater hat, möchten wir auch gern, dass sie eine Schule besucht, auf der sie ab Klasse 7 Französich lernen kann. Damit scheidet die GS Bahrenfeld aus. In die Max-Brauer-Schule zu kommen, ist auch nahezu unmöglich, zumal dieses Konzept für meine Tochter von den Lehrer nicht empfohlen wurde. Auch bei der GS Blankenese fallen wie nach Auskunft eines Lehrers am Tag der offenen Tür unter das Ausschlusskriterium "örtliche Nähe". Bleibt nur die Ida-Ehre GS.

Ich möchte meine Tochter auf keinen Fall in eine Integrierte Haupt-und Realschule schicken. Sie hat sich im letzten Schuljahr gut entwickelt (als ehemaliges "Frühchen" hatte sie in einigen Bereichen Entwickungsverzögerungen) und ist jetzt sogar Klassensprecherin. Sie hat aber trotzdem noch Unsicherheiten und das soziale Klima ist sehr wichtig.

Im letzten Schuljahr sollen etliche Eltern, die sich für die Max-Brauer GS, GS Blankenese und Rudolf-Ross GS (die aber wegen des sprachlichen Profils für uns ebenfalls nicht in Betracht kommt) entschieden hatten, keine der drei Wunschschulen bekommen haben.

Dass es überhaupt die Möglichkeit, nach der Anmelderunde ohne Schule da zu stehen, schockiert mich und bereitet mir große Sorge. Es kann doch nicht angehen, dass die Kinder unseres Stadtteils, wenn sie denn keine Gymnasialempfehlung haben, auf eine HR-Schule müssen und darauf vertröstet werden, dass ja die Stadtteilschule ohnehin komme. wo bleibt da die viel beschworene Wahlfreiheit der Eltern?

Liebe Frau Ernst, ist Ihnen diese prikäre Situation unseres Stadtteils bekannt ? Welches Vorgehen empfehlen sie mir, um auch für meine Tochter eine wirkliche Schulwahl treffen zu können?

Mit freundlichen Grüßen,
Antwort von Britta Ernst
1Empfehlung
19.12.2007
Britta Ernst
Sehr geehrte Frau ,

ich kann Ihre Sorgen gut nachvollziehen und kenne auch die Ausgangslage in Altona gut. Alle Eltern erkundigen sich zurzeit, welche Schule einen guten Ruf hat. Das führt dazu, dass auch bei der nächsten Anmelderunde im Februar 2008 einige begehrte Schulen viel mehr Anmeldungen haben werden als sie Schülerinnen und Schüler aufnehmen können.

In Hamburg gilt der Elternwille mit der einen Einschränkung, dass schon aus Kapazitätsgründen nicht jedes Kind an der Wunschschule aufgenommen werden kann. Der Elternwille ist nach dem Hamburgischen Schulgesetz jedoch bindend für die Frage der Schulform. Wenn Sie Ihre Tochter z. B. für eine Gesamtschule anmelden, so werden Sie eine Gesamtschule genannt bekommen.

Die Hamburger Schulstruktur soll jedoch geändert werden, allerdings unterscheiden sich die Konzepte der Parteien, so dass in der Tat die Wählerinnen und Wählern im Februar auch ein Votum über die künftige Schulstruktur geben werden. Die SPD tritt für gut ausgestattete Stadtteilschulen als Ganztagsschulen ein. Die SPD will Haupt-, Real- und Gesamtschulen zu Stadtteilschulen weiterentwickeln, die als Ganztagsschulen geführt werden und die alle einen direkten Zugang zum Abitur anbieten - nach 13 Jahren. Auch Gymnasien sollen Stadtteilschulen werden können, allerdings ist dafür Voraussetzung, dass die Eltern diesen Weg auch mit gehen wollen. Die Hamburger Schulen werden sich also verändern. Wir wollen ein Schulsystem schaffen, in dem der Bildungsweg nicht früh festgelegt wird, um allen Kindern besser gerecht zu werden.

Eine so veränderte Schulstruktur würde Ihnen die Entscheidung eventuell leichter machen, da alle Schulen direkt zum Abitur führen, die Gymnasien nach 12 Jahren und die Stadtteilschulen nach 13 Jahren. So kann länger offen gehalten werden, welcher Abschluss angestrebt wird.

Leider ist vom CDU Senat bisher wenig über die Umsetzung der Beschlüsse der Enquete-Kommission zu hören, die sich ja mehrheitlich für Stadtteilschulen ausgesprochen hat. Das verstärkt natürlich die Unsicherheit vor Ort. Die SPD will eine regionale Schulentwicklung, um vor Ort die besten Lösungen für die Stadtteile zu finden. Daher haben wir in die letzte Bürgerschaft am 12./13. Dezember einen Antrag eingebracht, in dem wir die notwendigen Voraussetzungen für die Einrichtung von Stadtteilschulen benannt haben:
  • eine regionale Schulaufsicht
  • das Offenlegen regionaler Schuldaten
  • der Beginn einer Entwicklungsplanung
  • die Einberufung örtlicher Bildungskonferenzen
  • ein konkreter Zeitplan, auf den sich alle einstellen können.

Die richtige Schule zu finden, ist nicht leicht. Trotzdem empfehle ich, sich ein persönliches Bild von verschiedenen Schulen zu machen, bevor eine Entscheidung getroffen wird. Die Tage der offenen Tür sind ja auch dafür da, sich diesen Eindruck zu verschaffen. Liebe , rufen Sie mich auch gern direkt an (30 68 23 0), um über die Situation in Altona zu sprechen.

Mit freundlichen Grüßen

Britta Ernst
X
Antwort empfehlen
Lesezeichen
Frage zum Thema CDU-Wahlrecht
26.02.2008
Von:

Sehr geehrte Frau Ernst,

wo kann ich die Listen über Wahlpannen einsehen, aus denen hervorgeht, wie viele Stimmen verloren gingen, weil Wahllisten/Wahlverzeichnis oder Wahlschein nicht korrekt waren?

Ich weiß von mehreren Fällen, in denen die WählerInnen unverrichteterdinge wieder nach Hause gingen, nach dem sie zunächst zwischen Wahllokalen hin- und hergeschickt wurden und keine Antwort erhielten, wo sie denn nun wählen könnten. Eine Antwort eines Wahllokalleiters: Sie können ja später die Wahl anfechten. Das kann ja wohl so nicht angehen - ich möchte wissen, wie oft und wo und vor Allem: WARUM das passiert ist. Die Verantwortlichen sollten genannt werden, denn immerhin ging es hier um unser Bürgerrecht. Jede Stimme zählt. Diejenigen, die hier nicht wählen durften, werden so schnell nicht wieder ein Wahllokal aufsuchen....

Mit freundlichen Grüßen

Antwort von Britta Ernst
bisher keineEmpfehlungen
27.02.2008
Britta Ernst
Sehr geehrte Frau ,

ich hoffe sehr, dass es sich Hamburgweit nur um extrem wenige Fälle handelt, in denen Wählerinnen und Wähler durch fehlerhafte Wahlverzeichnisse daran gehindert wurden, ihre Stimme abzugeben.

Bitte wenden Sie sich mit Ihrer Frage zu Wahlpannen an den Landeswahlleiter Willi Beiß bzw. an das Landeswahlamt Hamburg, Behörde für Inneres, Johanniswall 4, 20095 Hamburg, Telefon 42839 2444, Landeswahlamt@bfi-a.hamburg.de. Die zentrale Wahl-Hotline hat die Telefonnummer 427 428.

Wenn Sie es wissen, teilen Sie bitte dem Landeswahlamt auch mit, wer wann in welchem Wahllokal wählen gehen wollte und seine Stimme nicht abgeben konnte.

Mit freundlichen Grüßen

Britta Ernst
X
Antwort empfehlen
Lesezeichen
Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
26.02.2008
Von:
Ulf

Sehr geehrte Frau Ernst,

"Eine demokratische Partei sollte mit jeder demokratischen Partei reden können", da stimme ich Herrn Naumann und Frau Goetsch vorbehaltlos zu, empfinde auch die CDU-GAL Gespräche als politische Bereicherung. Wieso denn aber wurde eine demokratisch gewählte und erlaubte Partei ausgegrenzt?

Ich finde es tragisch, dass die Hamburger SPD und Grünen sich selbst und uns die Chance Naumann als Bürgermeister zu haben nicht geben will, nur weil sie mit einer Partei links von sich selbst nicht reden wollen.

Lieber geben sie der CDU den Wahlsieg, als mit einer ihrem eigenen Programm sehr viel näher stehenden Partei Gespräche über eine Koalition einzugehen.

Können Sie mir das erklären? "Hauptgegner" wie Herr Naumann sagte, war die SPD sicherlich auch für die CDU, und da scheint niemand Angst zu haben, miteinander zu reden.

Warum die Linken mit niemanden reden wollten, naja, ist eine eigenartige Partei, aber das die Grünen und die SPD sich auf dasselbe Niveau herablassen und sogar noch einen drauflegen und den mehrheitlich gewollten und gewählten Wechsel verspielen wollen, das kann ich nicht verstehen.

Mit freundlichen Grüßen,

Ulf
Antwort von Britta Ernst
1Empfehlung
06.03.2008
Britta Ernst
Sehr geehrter Herr ,

unser Hamburger Spitzenkandidat Michael Naumann und die Hamburger SPD haben vor der Wahl ganz klar die Entscheidung getroffen, dass eine Zusammenarbeit mit der Linken nicht in Frage kommt. Michael Naumann hat auch vor der Wahl gesagt, dass er sich nicht mit den Stimmen der Linken zum Bürgermeister wählen lassen würde. Die Partei die Linke hat im Übrigen ja sehr deutlich ebenfalls gesagt, dass sie für eine Koalition nicht zur Verfügung steht. Aus meiner Sicht bestätigt das meine Einschätzung, dass hier seitens der Partei DIE LINKE nur die Rolle der Opposition gesucht wird. Damit war doch ganz eindeutig die Grundlage für eine Zusammenarbeit nicht gegeben. Wir stehen daher auch nach der Wahl zu unserem Wort. Viele Wählerinnen und Wähler haben uns auch im Vertrauen darauf ihre Stimme gegeben.

Daher kann ich zwar ihr Bedauern gut nachvollziehen, dass trotz fehlender CDU Mehrheit nicht die SPD den Bürgermeister stellt. Für einen Wechsel bräuchte man jedoch eine Mehrheit, die auch regieren will, und die gibt es leider nicht. Insofern bewahrheitet sich leider, dass Stimmen für die Partei DIE LINKE dazu beitragen, dass von Beust Bürgermeister bleibt. An dieser Einschätzung hat sich bei uns auch nach der Wahl nichts geändert.

Mit freundlichen Grüßen

Britta Ernst
X
Antwort empfehlen
Lesezeichen
Ihre Frage an Britta Ernst
Die Fragefunktion wurde inzwischen geschlossen.