Björn Sänger (FDP)
Abgeordneter Bundestag

Grunddaten
Björn Sänger
© FDP-Bundestagsfraktion
Geburtstag
10.04.1975
Berufliche Qualifikation
Diplom-Ökonom
Ausgeübte Tätigkeit
MdB
Wohnort
Ahnatal
Wahlkreis
Waldeck
Ergebnis
9,6%
Landeslistenplatz
7, Hessen
weitere Profile
(...) Gesetzliche Regelungen für den Umgang mit Waffen halte ich für sehr wichtig, jedoch ist es fraglich, ob weitere Verschärfungen im Waffenrecht wirksam sind. In Deutschland haben wir bereits eines der schärfsten Waffengesetze und sollten uns auf den Vollzug des bestehenden Rechts konzentrieren. (...)
Parlamentarische Arbeit / Nebentätigkeiten
Redebeitrag vom 11.11.2011

28.) Beratung BeschlEmpf u Ber (7.A)
zum Antrag CDU/CSU, FDP
Effektive Regulierung der Finanzmärkte nach der Finanzkrise
- Drs 17/6313, 17/7250 -
ZP.8) Beratung Antrag CDU/CSU, FDP
Ratingagenturen besser regulieren
- Drs 17/7638 -
ZP.9) Beratung Antrag SPD
Neuer Anlauf zur Finanzmarktregulierung erforderlich
- Drs 17/7641 -
ZP.10) Beratung BeschlEmpf u Ber (7.A)
zum Antrag B90/GRÜNE
Einsetzung einer Kommission des Deutschen Bundestages zur Regulierung der Großbanken
Dauer: 05:26
Redebeitrag vom 30.06.2011

5.) Beratung Antrag DIE LINKE.
Verursacher der Krise zur Kasse bitten - Neue Bankenabgabe einführen
- Drs 17/6303 -
Dauer: 06:35
Redebeitrag vom 09.06.2011

4.) Beratung Antrag SPD
Finanztransaktionssteuer in Europa einführen - Gesetzesinitiative jetzt vorlegen
- Drs 17/6086 -
Dauer: 06:03
Redebeitrag vom 08.04.2011

28.) Zweite und dritte Beratung Bundesregierung
Gesetz zur Umsetzung der Richtlinie 200 9/65/EG zur Koordinierung der Rechts- und Verwaltungsvorschriften betreffend bestimmte Organismen für gemeinsame Anlagen in Wertpapieren (OGAW-IV-Umsetzungsgesetz - OGAW-IV-UmsG)
- Drs 17/4510, 17/4811, 17/5403, 17/5417 -
Dauer: 06:40
Redebeitrag vom 07.04.2011

15.) Beratung Beschlussempfehlung und Bericht (7. A)
zu der Vorordnung der Bundesregierung
Verordnung über die Erhebung der Beiträge zum Restrukturierungsfonds für Kreditinstitute (Restrukturierungsfonds-Verordnung - RStrukFV)
- Drs 17/4977, 17/5122 Nr. 2, 17/5401, 17/5405 -
Dauer: 06:16
Redebeitrag vom 27.01.2011

11.) Erste Beratung Bundesregierung
Umsetzung der Richtlinie 200 9/65/EG zur Koordinierung der Rechts- und Verwaltungsvorschriften betreffend bestimmte Organismen für gemeinsame Anlagen in Wertpapieren (OGAW IV-Umsetzungsgesetz)
- Drs 17/4510 -
Dauer: 05:30
Redebeitrag vom 28.10.2010

ZP.10) Zweite und dritte Beratung BReg
Restrukturierungsgesetz
Hinweis: Die Aufsetzung dieses ZP ist noch nicht endgültig im Sinne des § 20 Abs 1 der Geschäftsordnung
- Drs 17/3024, 17/3362, 17/3407 -
Dauer: 03:37
Redebeitrag vom 01.10.2010

27.) Erste Beratung Bundesregierung
Restrukturierung und geordnete Abwicklung von Kreditinstituten, zur Errichtung eines Restrukturierungsfonds für Kreditinstitute und zur Verlängerung der Verjährungsfrist der aktienrechtlichen Organhaftung (Restrukturierungsgesetz)
- Drs 17/3024 -
Dauer: 05:15
Redebeitrag vom 08.07.2010

12.a) Zweite und dritte Beratung Bundesregierung
Umsetzung der geänderten Bankenrichtlinie und der geänderten Kapitaladäquanzrichtlinie
- Drs 17/1720, 17/1803, 17/2472 -
12.b) Beratung Beschlussempfehlung und Bericht (7. A)
zum Antrag B90/GRÜNE
Stabilisierung des Finanzsektors - Eigenkapitalvorschriften für Banken angemessen überarbeiten
zur Unterrichtung Bundesregierung
Bericht über die Umsetzung der neu gefassten Bankenrichtlinie und der neu gefassten Kapitaladäquanzrichtlinie
- Drs 17/1756, 16/13741, 17/2472 -
Anmerkung: 18:45:47 Zwf: Dr. Gerhard Schick, B90/GRÜNE
Dauer: 07:14
Redebeitrag vom 02.07.2010

19.a) Zweite und dritte Beratung CDU/CSU, FDP
Zur Vorbeugung gegen missbräuchliche Wertpapier- und Derivatgeschäfte
- Drs 17/1952, 17/2336 -
19.b) Beratung BeschlEmpf u Ber (7.A)
zum Antrag DIE LINKE.
Banken regulieren - Spekulationsblasen verhindern
- Drs 17/1151, 17/2336 -
19.c) Beratung BeschlEmpf u Ber (7.A)
zum Antrag DIE LINKE.
Kreditausfallversicherungen (CDS) und deren Handel vollständig verbieten
- Drs 17/1733, 17/2097 -
Dauer: 09:14
Redebeitrag vom 18.06.2010

31.) Beratung BeschlEmpf u Ber (7.A)
zum Antrag SPD
Die Lasten der Krise gerecht verteilen, Spekulation eindämmen - Internationale Finanztransaktionssteuer einführen
zum Antrag DIE LINKE.
Finanzstransaktionssteuer international vorantreiben und national einführen
zum Antrag DIE LINKE.
Die Banken sollen für die Krise zahlen
zum Antrag B90/GRÜNE
Finanzumsatzsteuer auf EU-Ebene einführen
- Drs 17/527, 17/518, 17/471, 17/1422, 17/2133, 17/2187 -
Dauer: 05:54
Redebeitrag vom 17.06.2010

15.a) Zweite und dritte Beratung Bundesregierung
Gesetz über die aufsichtsrechtlichen Anforderungen an die Vergütungssysteme von Instituten und Versicherungsunternehmen
- Drs 17/1291, 17/1457, 17/2181 -
15.b) Beratung Beschlussempfehlung und Bericht (7. A)
zum Antrag SPD
Maßnahmenbündel gegen Spekulationen auf den Finanzmärkten und ungerechtfertigte Banker-Boni
zum Antrag DIE LINKE.
Dem Vorbild Großbritanniens und Frankreichs folgen - Boni-Steuer für die Finanzbranche einführen
zum Antrag B90/GRÜNE
Gehaltsexzesse nicht länger auf Kosten der Allgemeinheit
- Drs 17/526, 17/452, 17/794, 17/2181 -
Dauer: 06:31
Redebeitrag vom 10.06.2010

3.a) Erste Beratung CDU/CSU, FDP
Vorbeugung gegen missbräuchliche Wertpapier- und Derivatgeschäfte
- Drs 17/1952 -
3.b) Beratung Antrag DIE LINKE.
Banken regulieren - Spekulationsblasen verhindern
- Drs 17/1151 -
Dauer: 05:30
Redebeitrag vom 22.04.2010

7.) Erste Beratung Bundesregierung
Aufsichtrechtliche Anforderungen an die Vergütungssysteme von Instituten und Versicherungsunternehmen
- Drs 17/1291 -
Dauer: 06:25
Redebeitrag vom 25.02.2010

8.) Beratung Antrag DIE LINKE.
Dem Vorbild Großbritanniens und Frankreichs folgen - Boni-Steuer für die Finanzbranche einführen
- Drs 17/452 -
ZP 2.) Beratung Antrag B90/GRÜNE
Gehaltexzesse nicht länger auf Kosten der Allgemeinheit
- Drs. 17/794 -
Dauer: 06:19
Redebeitrag vom 25.02.2010

5.a) Erste Beratung Bundesregierung
Entwurf eines Ausführungsgesetzes zur Verordnung (EG) Nr.10 60/2009 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 16.09.2009 über Ratingagenturen (Ausführungsgesetz zur EU-Ratingverordnung)
- Drs 17/716 -
5.b) Beratung Beschlussempfehlung und Bericht (7. A)
zur Unterrichtung der Bundesregierung
Vorschlag für eine Entscheidung des Rates zur Übertragung besonderer Aufgaben im Zusammenhang mit der Funktionsweise des Europäischen Ausschusses für Systemrisiken auf die Europäische Zentralbank (inkl. 13648/09, 13652/09, 13653/09, 13654/09 und 13658/09)
- KOM (2009) 500 endg.; Ratsdok. 13645/09 -
zur Unterrichtung der Bundesregierung
Vorschlag für eine Verordnung des Europäischen Parlaments und des Rates über die gemeinschaftliche Finanzaufsicht auf Makroebene und zur Einsetzung eines Europäischen Ausschusses für Systemrisiken (inkl. 13645/09, 13652/09,13653/09, 13654/09, 13658/09)
- KOM (2009) 499 endg.; Ratsdok. 13648/09 -
zur Unterrichtung der Bundesregierung
Vorschlag für eine Verordnung des Europäischen Parlaments und des
Rates zur Einrichtung einer Europäischen Bankaufsichtsbehörde (inkl. 13648/09, 13645/09, 13653/09, 13654/09, 13658/09)
- KOM (2009) 501 endg.; Ratsdok. 13652/09 -
zur Unterrichtung der Bundesregierung
Vorschlag für eine Verordnung des Europäischen Parlaments und des
Rates zur Einrichtung einer Europäischen Aufsichtsbehörde für das Versicherungswesen und die betriebliche Altersversorgung (inkl. 13648/09,13645/09,13652/09, 13654/09,13658/09)
- KOM (2009) 502 endg.; Ratsdok. 13653/09 -
zur Unterrichtung der Bundesregierung
Vorschlag für eine Verordnung des Europäischen Parlaments und des Rates zur Einrichtung einer Europäischen Wertpapieraufsichtsbehörde (inkl. 13648/09, 13645/09, 13652/09, 13653/09 und 13658/09)
- KOM (2009) 503 endg.; Ratsdok. 13654/09 -
zur Unterrichtung der Bundesregierung
Arbeitsdokument der Kommissionsdienststellen - Zusammfassung der Folgenabschätzung (inkl. 13648/09, 13645/09, 13652/09, 13653/09, 13654/09)
- SEK (2009) 1235 endg.; Ratsdok. 13658/09 -
zur Unterrichtung der Bundesregierung
Vorschlag für eine Richtlinie des Europäischen Parlaments und des Rates zur Änderung der Richtlinien 19 98/26/EG, 200 2/87/EG, 200 3/6/EG, 200 3/41/EG,
200 3/71/EG, 200 4/39/EG, 200 4/109/EG, 200 5/60/EG, 200 6/48/EG, 200 6/49/EG und 200 9/65/EG im Hinblick auf die Befugnisse der Europäischen Bankaufsichtsbehörde der Europäischen Aufsichtsbehörde für das Versicherungswesen und die betriebliche Altersversorgung und der Europäischen Wertpapieraufsichtsbehörde (Text von Bedeutung für den EWR)
- KOM (2009) 576 endg.; Ratsdok. 15093/09 -
- Drs 17/136 Nr. A35 - A 40, 17/178 Nr. A.10, 17/509 -
Dauer: 05:14
Redebeitrag vom 10.02.2010

4.) Beratung Antrag DIE LINKE.
Die Banken sollen für die Krise zahlen
- Drs 17/471 -
Anmerkung: 11:35:53 Zwf: Dr. Gerhard Schick, B90/GRÜNE
Dauer: 05:45
Redebeitrag vom 29.01.2010

19.a) Beratung Antrag SPD
Maßnahmenbündel gegen Spekulationen auf den Finanzmärkten und ungerechtfertigte Banker-Boni
- Drs 17/526 -
19.b) Beratung Antrag SPD
Die Lasten der Krise gerecht verteilen, Spekulationen eindämmen - Internationale Finanztransaktionssteuer einführen
- Drs 17/527 -
19.c) Beratung Antrag DIE LINKE.
Finanztransaktionssteuer international vorantreiben und national einführen
- Drs 17/518 -
Anmerkung: Antwort auf Kurzintervention
Dauer: 01:00
Redebeitrag vom 29.01.2010

19.a) Beratung Antrag SPD
Maßnahmenbündel gegen Spekulationen auf den Finanzmärkten und ungerechtfertigte Banker-Boni
- Drs 17/526 -
19.b) Beratung Antrag SPD
Die Lasten der Krise gerecht verteilen, Spekulationen eindämmen - Internationale Finanztransaktionssteuer einführen
- Drs 17/527 -
19.c) Beratung Antrag DIE LINKE.
Finanztransaktionssteuer international vorantreiben und national einführen
- Drs 17/518 -
Anmerkung: 12:17:29 Zwf: Dr. Barbara Hendricks, SPD
Dauer: 08:25
Redebeitrag vom 04.12.2009

14.) Beratung Antrag DIE LINKE.
Kreditklemme überwinden - Privatbankensektor in öffentliche Hand überführen
- Drs 17/118 -
Dauer: 05:34
Erläuterungen
  • Stand vom 23.11.2011
Fragen an Björn Sänger
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Frage zum Thema Finanzen
06.09.2011
Von:

Sehr geehrter Herr Sänger,

haben Sie vielen Dank für die schnelle und ehrliche Antwort.
Ich muss dann aber auch noch mal nachfragen, was Sie unter "temporäre Lösung in einer Extremsituation" verstehen. Die Griechen werden ihren Haushalt und ihre Wirtschaft in absehbarer Zeit nicht in den Griff bekommen. Zeus sinkt und auf seinem Rücken Europa ebenfalls. Die Extremsituation, von der Sie schreiben, wäre beendet, wenn beide abgesoffen sind. Und mit Ihnen das deutsche Geld.

Oder um konkret zu fragen: Wann findet die griechische Tragödie ihr Ende? Welches wird das sein? Was wird es Europa und Deutschland kosten? Und finden Sie dies wirklich vertretbar?

Mit freundlichen Grüßen
Antwort von Björn Sänger
bisher keineEmpfehlungen
09.09.2011
Björn Sänger
Sehr geehrter Herr ,

temporär bedeutet, dass wir auf Schirme verzichten können, wenn wir die regulatorische Schieflage, die uns die Probleme bereitet, beseitigt haben.

Im Kern bezieht sich die Angst auf das Übergreifen des Zusammenbruchs des Finanz(Banken-)Systems eines Staates auf weitere Staaten. Hier gilt es, wie es die christlich-liberale Bundesregierung z.B. mit dem Bankenrestrukturierungsgesetz bereits getan hat, Regeln einzuziehen, die diese Gefahr eindämmen. Dies kann relativ schnell umgesetzt werden.

Wann die Probleme ihr Ende finden und ob und ggf. in welcher Höhe Kosten entstehen, kann ich an dieser Stelle und zu diesem Zeitpunkt schlicht nicht sagen. Tatsache ist aber: es gibt jetzt keine gute Lösung mehr. Die Probleme haben mit der Gründung der Währungsunion begonnen, sind durch die Entscheidungen der damaligen Rot-Grünen Bundesregierung zur Aufweichung der Stabilitätskriterien und der Aufnahme Griechenlands verschärft worden und stehen nun zur Lösung an. Und da halte ich den derzeit eingeschlagenen Weg, wenn man sich bereits Gedanken über die Post-Krisenzeit macht, für das geringste Übel und daher auch für vertretbar.

Mit freundlichen Grüßen

Björn Sänger
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Frage zum Thema Finanzen
07.09.2011
Von:

Sehr geehrter Herr Sänger,

wo ist das sogenannte liberale Sparbuch? Wo sind ihre Pläne zur Sanierung des Haushaltes? Und wie wollen Sie aus diesem Haushalt, bei dem Sie nicht ernsthaft sparen, auch noch auf Einnahmen verzichten?

MfG
B.
Antwort von Björn Sänger
bisher keineEmpfehlungen
13.09.2011
Björn Sänger
Sehr geehrte Frau ,

Sie fragen in Ihrer E-Mail nach dem Liberalen Sparbuch. Gerne möchte ich darauf eingehen.

Aus der Opposition heraus hatten wir konkrete Kürzungsanträge für den Haushalt gemacht und im Liberalen Sparbuch dokumentiert. Nun stehen wir in Regierungsverantwortung, haben aber das Liberale Sparbuch durchaus nicht vergessen.

Bitte bedenken Sie, dass die hohe Neuverschuldung auch eine Folge der schwersten Wirtschafts- und Finanzkrise der Nachkriegsgeschichte ist.

In der letzten Woche hat der Bundestag in erster Lesung den Etat 2012 beraten. Der Kurs der christlich-liberalen Koalition der erfolgreichen Haushaltskonsolidierung wird unverändert beibehalten. Mittelfristiges Ziel ist ein ausgeglichener Haushalt, um dann den Abbau des angehäuften Schuldenberges anzugehen. Insbesondere dank des stabilen Aufschwungs und des im vergangenen Jahr umgesetzten Zukunftspakets wird die Neuverschuldung nach den Plänen der Bundesregierung im Jahr 2012 mit rund 27 Milliarden Euro um rund 13 Milliarden Euro geringer ausfallen als in der bisherigen Finanzplanung vorgesehen war.

Auch wenn wir nicht mehr über das Liberale Sparbuch sprechen, so lebt doch sein Geist auch im neuen Bundeshaushalt weiter.


Mit freundlichen Grüßen

Björn Sänger
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Frage zum Thema Finanzen
21.09.2011
Von:

Sehr geehrter Herr Sänger,

Bundesfinanzminister Schäuble hat gestern weitere Finanzmarktreformen angemahnt. In diesem Zusammenhang sprach er davon, dass wir uns weiter in einem Krisenmodus befinden. Als Bürger ihrer Wahlkreises, der mal große Hoffnungen hatte als er der FDP seine Stimme gab, muss dem Finanzminister Recht geben. Sie haben in den letzten zwei Jahren wenig bis nichts auf die Beine stellen können, was den Krisenmodus beendet und weitere verhindert. Sie diskutieren über eine Finanztransaktionsteuer ohne wirkliche Rezepte zu entwerfen oder gar umzusetzen.

Deshalb meine Fragen: Was konkret planen Sie mit dem Bundesfinanzminister? Bis wann soll dies in Kraft treten? Was versprechen Sie sich davon (eine volle sozialistische Kontrolle können Sie als Liberaler ja nicht ernsthaft anstreben).

Mit freundlichen Grüßen
B.
Antwort von Björn Sänger
bisher keineEmpfehlungen
23.09.2011
Björn Sänger
Sehr geehrte Frau ,

vielen Dank für Ihre Frage, die ich Ihnen gern beantworte.

Nachdem in den Jahren 1998 bis 2005 sehr viele Vorschriften für die Finanzmärkte gelockert wurden, hat die christlich-liberale Bundesregierung und die sie tragenden Fraktionen die Herausforderung, die Finanzmärkte neu zu ordnen, angenommen. Viele der Regelungen erfordern eine hohe internationale Abstimmung, um effektiv wirken zu können. Leider ist dies mit einer teilweise erheblichen Zeitverzögerung infolge zahlreicher Abstimmungsgespräche verbunden. In einigen Fällen, z.B. bei der Regelung der Kreditverbriefungen, die ja, wie Sie wissen, krisenursächlich waren, haben wir einen nationalen Alleingang vollzogen. Dies werden wir in Zukunft verstärkt tun.

Einen Überblick über die bislang verabschiedeten Regelungen erhalten Sie im Antrag "Effektive Regulierung der Finanzmärkte nach der Finanzkrise" den Sie sich dipbt.bundestag.de herunterladen können. Dieser gibt Ihnen auch einen Ausblick auf die anstehenden Themen.

Ich hoffe, Ihre Frage zur Zufriedenheit beantwortet zu haben. Sofern Sie weitere Fragen haben, können Sie gern auf mich zukommen.

Mit freundlichen Grüßen

Björn Sänger
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Frage zum Thema Finanzen
13.10.2011
Von:

Sehr geehrter Herr Sänger,

Kontostände sind nichts anderes als Zahlungsversprechen, von denen bereits im Voraus feststeht, dass sie nicht eingehalten werden können. Vom praktischen Standpunkt her gesehen könnte man es als ungedeckten (bzw. kaum gedeckten) Scheck sehen. Wenn Sie als Privatperson einen ungedeckten Scheck ausstellen, dann fällt das unter (schweren) Betrug (StGB §147 Abs. 1). Banken machen das mit jeder Kreditgewährung. Banken haben somit das Recht zum schweren Betrug ohne Rechtsfolgen. Prof. Franz Hörmann drückt es so aus: "Es gibt ein systemisches Betrugsmodell einer Institution, der in unserem Wirtschaftssystem das Monopol zur Geldschöpfung über Kredite eingeräumt wird."

Prof. Franz Hörmann: "Wenn man Geld aus Luft erfindet und das, was vorher noch nicht existiert hat, verzinst weitergibt und dinglich absichern lässt, dann ist das, wenn das Geschäftsmodell schief geht, in Wahrheit ein Enteignungsmodell. Das ist auch der Hintergrund des Bankgeheimnisses. Banken können überhaupt nicht offen legen, wo beispielsweise die Zinsen für Sparbücher, Bausparverträge oder Sonstiges herkommen. Denn wenn sie das täten, müssten sie zugeben, dass das alles in Wirklichkeit verkettete Pyramidenspiele sind."

Wieso ist das in unserem Land möglich?
Mfg.
P.
Antwort von Björn Sänger
1Empfehlung
02.11.2011
Björn Sänger
Sehr geehrter Herr ,

ehrlich gesagt kann ich Ihren Ausführungen nicht folgen. Ich glaube nicht, dass das Bankgeheimnis dazu dient, verkettete Pyramidenspiele zu decken. Ich bin der Meinung, dass wir durchaus ein gut funktionierendes Banken- und Kreditwesen in Deutschland haben. Die Bankenaufsicht wird in Deutschland auf Grundlage verschiedener Gesetze wie dem Kreditwesengesetz und dem Bundesbankgesetz sicher gestellt.

Mit freundlichen Grüßen

Björn Sänger
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