Bernhard Schmitt (ÖDP)
Kandidat Landtagswahl Bayern 2008
Dieses Profil dient zu Archivzwecken, eine Befragung ist nicht mehr möglich.

Bernhard Schmitt
Jahrgang
1966
Berufliche Qualifikation
Diplom-Kaufmann (Univ.)
Ausgeübte Tätigkeit
Geschäftsführer
Wohnort
-
Stimmkreis
Aschaffenburg-West
Landeslistenplatz
7, Unterfranken
(...) Vielen Dank für Ihre Frage. Da wir eine ökologische Partei sind, ist es für uns ein vorrangiges Anliegen, den Verbrauch der Natur zu reduzieren. (...)
 
Persönliche Website
www.besser-waehlen-bayern.de
Fragen an Bernhard Schmitt
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Frage zum Thema Verkehr, Infrastruktur und Stadtentwicklung
23.09.2008
Von:

Sehr geehrter Herr ,
vor wenigen Tagen kam ich von einem Frankreichurlaub zurück.
Dort: Gleichmäßiger Verkehrsfluss, hohe Durchschnittsgeschwindigkeit, weitgehend stressfreies Fahren. Kaum in Deutschland: Raser, Drängler, auffallende Unruhe im Verkehrsfluss, wesentlich niedrigere Durchschnitts-geschwindigkeit. Frühere Ermüdung. Wie stehen Sie zu einem generellen Tempolimit auf deutschen Autobahnen? (Ideal fände ich 130 km/h).
Gruß: K. H.
Antwort von Bernhard Schmitt
5Empfehlungen
24.09.2008
Bernhard Schmitt
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Frage. Die Lobby der Autokonzerne hat bei uns bisher verhindert, was fast überall auf der Welt selbstverständlich ist: Ein allgemeines Tempolimit. Neben den von Ihnen treffend geschilderten Konsequenzen bedeutet hohes Tempo auch Energieverschwendung und größere Unfallrisiken, also Gefährdung des Gemeinwohls. Auch die langfristigen Exportchancen und die Sicherung der Arbeitsplätze bei den bayerischen Autofirmen erfordern eine andere Produktausrichtung, als die am unzeitgemäßen Tempowahn. Wir plädieren für ein realistisches Tempolimit auf Autobahnen von 120 km/h. Bei der fast überall praktizierten Tempoüberschreitung von durchschnittlich 10 km/h sind wir genau bei Ihrem Vorschlag.

Freundliche Grüße

Bernhard
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Frage zum Thema Bürgerbeteiligung und Bürgergesellschaft
23.09.2008
Von:

Guten Tag Herr Schmitt,

warum sträubt sich Ihre Partei so sehr einer Zusammenarbeit mit den ebenfalls wertkonservativen Republikanern entgegenzukommen?
Zwei Parteien, bei denen jede auf gerade mal 2 % der Stimmen kommt, zudem sind die Republikaner der ÖDP auch noch meist stimmenmässig weit voraus. Gerade auf kommunaler Ebene könnte eine gemeinsame Listenverbindung reiche Früchte tragen. Was bringt es bei jeder Wahl zusehen zu müssen, wie andere Parteien, dieses Mal voraussichtlich die Freien Wähler, in die Parlamente einziehen und Sie wiedermal ein niedriges Ergebnis haben?
MfG
F.
Antwort von Bernhard Schmitt
5Empfehlungen
24.09.2008
Bernhard Schmitt
Sehr geehrter Herr ,

die Republikaner haben sich als fremdenfeindliche Gruppierung positioniert. Dies passt denkbar schlecht zu einer Partei wie der ödp, die sich in erster Linie dem christlichen Leitbild verpflichtet sieht.

Freundliche Grüße

Bernhard Schmitt
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Frage zum Thema Energie
24.09.2008
Von:

Sehr geehrter Herr Schmitt,
1998 wurde die Ökosteuer eingeführt. Dies führte zu einer Verteuerung nahezu sämtlicher Energieträger. Zur Entlastung der Arbeitnehmer wurde die Entfernungspauschale eingeführt. Diese Entlastung wurde ab 2007 weitreichend beschnitten. Wie stehen Sie zum Werbungskostenabzug für Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte?
Antwort von Bernhard Schmitt
4Empfehlungen
25.09.2008
Bernhard Schmitt
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Frage. Mit der Pendlerpauschale subventionieren wir Verkehr. Wenn heute jemand täglich von Aschaffenburg nach Frankfurt in die Arbeit fährt, bekommt er die Fahrtkosten über die Pendlerpauschale vergütet. Wenn er sich aber in Frankfurt eine teurere Wohnung mietet, bekommt er nichts. Statt der Pendlerpauschale plädiere ich für eine Erhöhung des pauschalen Werbungskostenfreibetrages. Dadurch hat jeder die Freiheit zu entscheiden, ob er pendeln oder eine eventuell höhere Miete zahlen möchte.

Freundliche Grüße

Bernhard Schmitt
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Frage zum Thema Energie
24.09.2008
Von:

Sehr geehrter Herr Schmitt,
die Liberalisierung der Telekommunikationsbranche führte zu einem drastischen Preisverfall. Die Liberalisierung des Energiesektors führte zur Oligopolbildung und Preisdiktat. Grund hierfür dürfte sein, daß im Bereich Energie die Bundesregierung auf freiwillige Vereinbarungen mit der Industrie setzte. Wie sieht Ihre Partei die Entwicklung des Energiemarktes? Wie stehen Sie zu einer "freiwilligen Vereinbarung mit der Industrie"?
Antwort von Bernhard Schmitt
4Empfehlungen
25.09.2008
Bernhard Schmitt
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Frage. Wenn Stromerzeugung und Stromnetz in der Hand der gleichen Eigentümer sind, kann kein Wettbewerb entstehen. Wirtschaftlicher Schaden entsteht dann auch noch, weil die Stromkonzerne zwar viel Geld mit dem Stromtransport verdienen, aber immer weniger in die Stromnetze investieren. Dieser Missstand muss schnellstmöglich abgestellt werden. Stromnetz und Stromerzeugung müssen getrennt werden und um indirekte Einflussnahme zu minimieren gehört das Stromnetz genau wie Straßen- und Schienennetz in öffentliche Hand.

Freiwillige Vereinbarungen, die eventuell noch mit positiven Anreizen unterstützt werden, sind grundsätzlich prüfenswert. Sie können in keinem Fall ein Ersatz für marktwirtschaftliche Rahmenbedingungen sein.

Freundliche Grüße

Bernhard Schmitt
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Frage zum Thema Finanzen
24.09.2008
Von:

Guten Tag Herr Schmitt,

mit Interesse habe ich "Über 100 gute Gründe, die ÖDP zu wählen" gelesen und kann diesen weitestgehend zustimmen. Vieles davon ließe sich ohne finanzielle Belastung realisieren (z.B. Tempolimit, Sonntagsschutz...), manches würde sich nach einer Anfangsinvestition langfristig bezahlt machen (Erneuerbare Energien, Energiesparkonzepte,...), doch einige Maßnahmen werden auf Dauer Geld kosten (Betreuungsgeld, kleine Schulklassen,Rente für Erziehungsleistung,...). Welches Konzept hat die ÖDP, um diese Finanzierung zu gewährleisten, ohne - wie andere Parteinen - auf Verschuldung zu Lasten dieser und folgender Generationen zu setzen?
Antwort von Bernhard Schmitt
7Empfehlungen
26.09.2008
Bernhard Schmitt
Sehr geehrter Herr Reidenauer,

vielen Dank für Ihre Frage. Die ödp nimmt als einzige Partei keine Spenden von Konzernen und Verbänden. Wir brauchen aber einen unabhängigen Staat, der die Spielregeln aufstellt, innerhalb derer sich die Kräfte des Marktes frei und zum Wohl der Gesamtheit entfalten können. Im anderen Fall verschaffen sich Interessengruppen einen Vorteil auf Kosten der Gesamtheit. Beispiel: Allein im Jahr 2006 haben die etablierten Parteien von Stromkonzernen und den Verbänden der Elektroindustrie über 1 Mio. € an Spendengeldern angenommen. Vor diesem Hintergrund überrascht es nicht, dass sich deutsche Politiker sehr zurückhalten, wenn es um die Trennung des Stromnetzes von den Energieversorgern geht. Was die EU bereits seit längerer Zeit fordert, um mehr Wettbewerb auf dem Energiemarkt zu erwirken. Resultat: Wir haben in Europa die höchsten Strompreise und spektakuläre Gewinne bei den Stromkonzernen. Die hohen Strompreise belasten jedoch Verbraucher und Mittelstand. In der Folge entwickelt sich die deutsche Konjunktur immer etwas schwächer als der europäische Durchschnitt. Dies wiederum kostet Arbeitsplätze und Steuereinnahmen. Zudem bremsen die Stromkonzerne durch ihre Marktabschottung auch die Entwicklung der billigen Windenergie zu Gunsten des letztlich teuren Atomstroms.

Die ödp ist deswegen der einzige Garant für Markwirtschaft und ökonomische Effizienz. Nur mit der ödp kommt der Staat in die Lage, seine dringenden sozialen und ökologischen Aufgaben leisten zu können, die, wie sie richtig erkannt haben, viel Geld kosten.

Freundliche Grüße
Bernhard Schmitt
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Ihre Frage an Bernhard Schmitt
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