Bernd Althusmann (CDU)
Kandidat Landtagswahl Niedersachsen 2008
Dieses Profil dient zu Archivzwecken, eine Befragung ist nicht mehr möglich. Besuchen Sie das aktuelle Profil.

Grunddaten
Bernd Althusmann
Jahrgang
1966
Berufliche Qualifikation
Diplom-Betriebswirt / Diplom-Pädagoge
Ausgeübte Tätigkeit
MdL, Parlamentarischer Geschäftsführer der CDU-Fraktion
Wohnort
-
Wahlkreis
Lüneburg
Ergebnis
37,1%
Landeslistenplatz
7
weitere Profile
(...) Grundsätzlich gilt für mich, dass natürlich das bestehende Recht zunächst in seinem Rahmen voll ausgeschöpft werden sollte und Präventions- Integrations- und Bildungsmaßnahmen parallel genutzt werden müssen um jugendliche Straftäter von ihrem Handeln abzubringen. Einsichtig ist mir jedoch nicht, warum junge und ansonsten volljährige Mehrfachstraftäter nach Jugendstrafrecht verurteilt werden sollen. (...)
Fragen an Bernd Althusmann
Auswahl der Fragen und Antworten
Nachricht an folgende Adresse schicken, sobald eine Antwort eintrifft:


An diese Adresse den abgeordnetenwatch.de-Newsletter bestellen
Bitte loggen Sie sich hier ein.
Frage zum Thema Verkehr / Infrastruktur / Stadtentwicklung
25.01.2008
Von:

Wie setzen Sie sich für ÖPNV, Bus und Bahn ein oder wollen Sie dort weiter zu Gunsten von Autobahnen kürzen?
Helfen Sie dazu Niedersachsen zum Elektroautoland zu machen (ähnlich wie in Israel), werden Sie bei VW-Porsche, ein kostengünstiges Elektroautoangebot beauftragen?
Antwort von Bernd Althusmann
1Empfehlung
26.01.2008
Sehr geehrter Herr ,

im Gegensatz zum Bund hat das Land Niedersachsen bei der Förderung des ÖPNV nicht gekürzt, sondern stattdessen 15 Mio.Euro in diesem und weitere 15 Mio. Euro im nächsten Jahr zusätzlich zur Verfügung gestellt. Damit konnten insbesondere auch die guten Nahverkehrsverbindungen im Raum Lüneburg gestärkt werden. Da wir ebenfalls mit Unterstützung des Landes nunmehr seit einiger Zeit zum HVV gehören, sind auch hier die Verbindungen im Nahverkehr deutlich verbessert worden. Die A 39 ist eine Bundesautobahn und wird vom Bund finanziert. Die morgige Wahl hat mit der grundsätzlich richtigen Entscheidung für die A39 eigentlich nichts zu tun.

Mit freundlichem Gruß
Ihr
Bernd Althusmann
X
Antwort empfehlen
Lesezeichen
Frage zum Thema Bildung
25.01.2008
Von:

Sehr geehrter Herr Althusmann,

ich besuche zur Zeit die Fachoberschule Wirtschaft der BBS I in Lüneburg. In unserem Politikunterricht behandeln wir aus aktuellem Anlass die Landtagswahlen bei uns in Niedersachsen.

Ich möchte von Ihnen gerne wissen, wie Sie zur Dreigliedrigen Schulform bzw. zu den Ganztagsschulen (IGS) stehen, denn Ihre Partei hat sich immer für das Dreigliedrige Schulsystem starkgemacht. Und laut PISA (s. Finnland, Sieger der Studie und "Anwender" von Gesamtschulen) ist es offensichtlich das lehrreichere Bildungssystem.

Vielen Dank im Voraus für Ihre Stellungnahme.

Mit freundlichen Grüßen

P. Nörenberg, N. , J.-U. Eschenbach
(FOW07A)
Antwort von Bernd Althusmann
1Empfehlung
26.01.2008
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für die Gelegenheit, kurz vor der Wahl noch zur Schulpolitik des Landes Stellung nehmen zu dürfen. Leider muss ich Ihnen bei der grundsätzlichen Frage nach einer angeblichen Überlegenheit von Gesamtschulen, insbesondere intergrierten Gesamtschulen, deutlich widersprechen. Unter den PISA-Siegerländern befinden sich Einheitsschulsysteme und ebenso gegliederte Schulsysteme wie bei uns. Ein Blick nach Singapur oder die Niederlande zeigt, dass es in Wahrheit nicht auf die Systemgfrage ankommt, ob eine Schule erfolgreich ist oder nicht. Dort herrscht das drei- und viergliedrige Schulsystem vor. Die sog. "gemeinsame Schule" in Finnland hat in erster Linie etwas mit der geringen Bevölkerungsdichte auf großer Fläche zu tun. Schulen in Finnland haben meist gerade nur 50 Schüler und nahezu keine Kinder mit Migrationshintergrund mit den entsprechenden Sprachschwierigkeiten. Umfangreiche Forschungen des Max-Plank-Instituts aus 2004 haben ergeben, dass Gesamtschulen in der Regel schwächere Leistungen erbringen als Schulen des gegliederten Schulwesens. Natürlich gibt es auch hier Ausnahmen wie in Hildesheim. Gerade aber die deutschen Ergänzungsuntersuchungen zu PISA zeigen, dass die süddeutschen Bundesländer erfolgreicher sind als Länder, die auf ein Einheitsschulsystem, siehe z.B. Bremen, setzen. PISA sagt an keiner Stelle etwas zur kontrovers diskutierten Systemfrage. Diese Debatten stammen aus den bildungsideologischen Debatten der 70er Jahre. Entscheidend ist die Motivation von Schülern und Lehrern, ob GUTE SCHULE praktiziert wird. Entscheidend ist die inhaltliche Qualität von Untericht.
Unser bildungspolitisches Alternativprogramm zur Einheitsschule der SPD können Sie auch im Internet unter www.cdu-niedersachsen.de nachlesen.

Mit freundlichem Gruß
Ihr
Bernd Althusmann
X
Antwort empfehlen
Lesezeichen
Ihre Frage an Bernd Althusmann
Die Fragefunktion wurde inzwischen geschlossen.