Arnold Vaatz (CDU)
Abgeordneter Bundestag 2005-2009
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Grunddaten
Arnold Vaatz
Jahrgang
1955
Berufliche Qualifikation
Diplom Mathematiker
Ausgeübte Tätigkeit
Mitglied des Deutschen Bundestages
Wahlkreis
Dresden II - Meißen I
Landeslistenplatz
1, Sachsen
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Ich werde den Dresdnern nicht unterstellen, sie hätten beim Volksentscheid über den Bau der Waldschlößchenbrücke 2005 aufgrund verkürzter oder fehlerhafter Angaben und nicht aufgrund eigener Motive und Anschauungen für oder gegen die Brücke gestimmt. (...) Das Ergebnis des Volksentscheides ist eindeutig, die Rechtmäßigkeit ist gerichtlich bestätigt und Sie täten sich und unserer Heimatstadt einen Gefallen, wenn Sie endlich akzeptieren, dass es damals wie heute eine Mehrheit für die Waldschlößchenbrücke gibt. (...)
Parlamentarische Arbeit / Nebentätigkeiten
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Frage zum Thema Diätenerhöhung
15.05.2008
Von:

Guten Tag Herr Vaatz,

heute las ich in meiner Zeitung, dass CDU und SPD die Diäten drastig und in einer unverschämt gierig anmutenden Schamlosigkeit (schon wieder) erhöhen wollen. Gleich darunter stand der Artikel: "Finanzamt warnt vor Milliardenloch". Ein scharfer Kontrast tut sich da auf. Das grenzt schon an Sarkasmus.

Da Sie der letzten Erhöhung zugestimmt haben und ihre Partei zu den Hauptdrahtziehern gehört, nehme ich an, dass Sie der nächsten Erhöhung - unabhängig von den Annehmlichkeiten, die das mitbringt - auch so wohlgesonnen sind.

Deshalb frage ich Sie:

Wie ist es zu vereinbaren,

- dass Bürger von Lohnerhöhungen wie 9 % und 6 % innerhalb weniger Monate nur träumen können, ganz zu schweigen von etwaigen Zuschlägen, die Parlamentarier erhalten, sich die Volksvertreter offensichtlich nach Gutdünken bedienen ohne eine plausible Argumentation vorzuweisen?

  • dass die BRD bei 1,5 Billionen (!!!) EURO Schulden bei sonst wem - informationen darüber bleibt der Staat schuldig - anghäuft hat? Dieser Schuldenberg steigt exorbitant. Der ist in 600 Jahren nicht abzubezahlen. Und mit dem Konzept der CDU/SPD gleich überhaupt nicht.

  • dass viele Bürger an der Armutsgrenze leben - manche Berufsgruppen verdienen sogar genau so viel, als bezögen sie Hartz-IV (z.B. Friseure)? Der heiß proklamierte Aufschwung scheint - nein ist - rein virtuell. Ein Blick in die Gesichter - oder noch besser in die Herzen der Menschen genügt. Eine verlorengegangene Praxis.

Einem normalen Menschen überkommt bei solchem Verhalten ein schlechtes Gewissen,... sollte man meinen.

Ich möchte Ihnen persönlich sagen, wie abstoßend und widerwärtig ich das finde. Aber wozu muss man sich noch im Spiegel anschauen, wenn der Blick eh am verheißungsvollen Kontoauszug kleben bleibt?

Dennoch:

Alles Gute auch für Ihre Familie.
Antwort von Arnold Vaatz
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02.06.2008
Arnold Vaatz
Sehr geehrter Herr ,

Ihre Anfrage dürfte sich mit dem Diätenstopp erledigt haben.

Mit freundlichem Gruß
Arnold Vaatz
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Frage zum Thema Inneres und Justiz
17.05.2008
Von:

Wie stehen Sie zur aktuellen Diskussion um Gewalt in Videospielen und deren Verbot?
Finden Sie nicht das hier alles etwas vereinfacht wird, indem man behauptet Videospiele wären daran Schuld, das Jugendliche Amok laufen und nicht die aktuelle Schulsituation?
In Erfurt und Emsdetten waren es beidemal Schüler die ausgegrenzt und diskriminiert wurden. Ich weiß, das die CDU gern zu Schnellschüssen neigt, aber wie sehen Sie das?
Antwort von Arnold Vaatz
1Empfehlung
02.06.2008
Arnold Vaatz
Sehr geehrte Frau ,

wir brauchen konkrete Vorschläge, wie der Konsum von gewaltverherrlichenden Computer- und Videospielen wirkungsvoll eingedämmt werden kann. Der Staat sollte ein klares Zeichen setzen, dass Spiele, in denen auf eine realitätsnahe und häufig brutale Art und Weise das massenhafte Töten von Menschen simuliert wird, mit unserer Werteordnung nicht vereinbar sind. Dies hat nichts mit "Schnellschüssen" zu tun.

Bereits im Koalitionsvertrag wurde die Notwendigkeit der Abstimmung von Bund und Ländern im Hinblick auf ein Verbot von sog. Killerspielen vereinbart. Diese reicht von einer Überprüfung der Wirksamkeit des Jugendmedienschutzes bis hin zu einer Präzisierung des Strafrechtstatbestands der Gewaltverherrlichung.

Unabhängig von der Überlegung, welche Wege am sichersten die Verbreitung solcher Computerspiele verhindern, können diese Forderungen jedoch nicht die Kontrolle der Eltern und Erziehungsberechtigten ersetzen. Diese sollten den Medienkonsum ihrer Kinder im Blick haben. Die geforderten Verschärfungen können die gewissenhafte Wahrnehmung der Erziehungsverantwortung nur flankieren.

Bitte lassen Sie mich noch folgendes anmerken. Natürlich wird nicht jeder, der derartige Spiele konsumiert, zum Amokläufer, mittlerweile ist jedoch unstrittig, dass mediale Gewalt geeignet ist, langfristige Effekte auf das Verhalten von Kindern und Jugendlichen zu bewirken. Dies äußert sich z.B. durch eine weitestgehende Akzeptanz von Gewalt bei Jugendlichen. So war es bei den Amokläufen der letzten Jahre häufig so, dass die Täter in großem Ausmaß brutale Computerspiele konsumierten. Wenn noch bestimmte Faktoren, wie z.B. eine labile psychische Verfassung und angestaute Wut hinzukommen, oder eine Ausgrenzung und Diskriminierung in der Schule, können Killerspiele als verhängnisvolle Initialzünder wirken.

Mit freundlichem Gruß

Arnold Vaatz
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Frage zum Thema Städtebau und Stadtentwicklung
18.05.2008
Von:

Sehr geehrter Herr Vaatz,

Sie setzen sich ja für die Demokratie ein, was auch sehr glaubhaft herüberkommt.

Würden Sie aber zustimmen, dass 2005 Plakate wie "unescogeprüft", mit dem Kenntnisstand damals auch zutreffend, latente Zweifler an der Sinnhaftigkeit der Waldschlösschenbrücke in geplanter Form, in durchaus sehr hoher Anzahl demoralisiert haben, zum Bürgerentscheid zu gehen, und die Disksussion Elbflorenz oder Sächsisches Leverkusen hochwirksam abgekürzt haben ?

Nicht unter Politikern, aber bei der 25-jährigen Singlemutti oder im durchschnittlichen Haushalt, wo ein Familienoberhaupt dafür ist, und eines dagegen, und man am Wahlsonntag gemeinsam das Gleiche einwirft. Sonst könnten sich ja beide den Weg sparen.

Das hätte ich einfach mal eingestanden, in der Gewissheit, dass bei einer Wahlwiederholung noch einmal noch deutlicher genauso abgestimmt wird, wie die Eigenarten des Dresdner OB-Rechts lehren. Andererseits, 67% sind genau 17% mehr als 50%.
Antwort von Arnold Vaatz
2Empfehlungen
10.06.2008
Arnold Vaatz
Sehr geehrter Herr ,

ich werde den Dresdnern nicht unterstellen, sie hätten beim Volksentscheid über den Bau der Waldschlößchenbrücke 2005 aufgrund verkürzter oder fehlerhafter Angaben und nicht aufgrund eigener Motive und Anschauungen für oder gegen die Brücke gestimmt. Ich glaube an die Vernunft im Menschen und kann daher auch Ihre Einschätzung bezüglich des Wahlverhaltens in keiner Weise teilen. Diese zeigt ein mangelndes Demokratieverständnis, welches ich auch all jenen unterstelle, die das Ergebnis des Volksentscheides noch immer nicht akzeptieren wollen. Vermutungen über die Position derer, die an der Abstimmung nicht teilgenommen haben, sind rein spekulativer Natur und damit gegenstandslos.

Außerdem hat das Informationsheft zur Abstimmung, welches von Gegnern und Befürwortern der Brücke gemeinsam erstellt und über die Landeshauptstadt in alle stimmberechtigten Haushalte verschickt wurde, jeden interessierten Dresdner die Argumente beider Seiten näher gebracht und damit eine gute Basis für eine persönliche, objektive Entscheidung geschaffen. Auch der weitere Umgang mit dem Dresdner Weltkulturerbegebiet wurde darin thematisiert.

Das Ergebnis des Volksentscheides ist eindeutig, die Rechtmäßigkeit ist gerichtlich bestätigt und Sie täten sich und unserer Heimatstadt einen Gefallen, wenn Sie endlich akzeptieren, dass es damals wie heute eine Mehrheit für die Waldschlößchenbrücke gibt.

Mit freundlichem Gruß
Arnold Vaatz
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Frage zum Thema Soziales
20.05.2008
Von:

Sehr geehrter Herr Vaatz,

die Beitragsbemessungsgrenze zur gesetzlichen Rentenversicherung wurde 2008 im Westteil angehoben und gleichzeitig in den neuen Ländern um den gleichen Betrag gesenkt. Was hat die Abgeordneten des Deutschen Bundestages veranlasst, nach zehn Jahren erstmalig diese Schere zwischen Ost und West wieder zu öffnen?

Mit freundlichen Grüßen

Dr.
Antwort von Arnold Vaatz
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10.06.2008
Arnold Vaatz
Sehr geehrter Herr Dr. ,

die Beitragsbemessungsgrenze stellt den Grenzwert des zu versicherten Einkommens dar, also den Höchstbetrag, bis zu dem Arbeitsentgelt und Arbeitseinkommen bei der Berechnung des Versicherungsbeitrags berücksichtigt werden. Die Beitragsbemessungsgrenzen folgen dabei der Einkommensentwicklung. Steigen die Löhne und Gehälter in ausreichendem Maße, steigen Jahr für Jahr auch die Beitragsbemessungsgrenzen. Der Gesetzgeber ist verpflichtet, die Bezugsgrößen, die vom statistischen Bundesamt übermittelt werden, entsprechend der Entgeltentwicklung anzupassen.

Eine unterschiedliche Entwicklung zwischen Ost- und Westdeutschland ist dabei nicht ungewöhnlich. So stieg z.B. die Beitragsbemessungsgrenze Ost in der Rentenversicherung von monatlich 4.400 Euro (jährlich 52.800 Euro) im Jahr 2006 auf monatlich 4.550 Euro (jährlich 54.600 Euro) im Jahr 2007. In den alten Ländern blieb die Beitragsbemessungsgrenze hingegen unverändert.

Manchmal kann es also vorkommen, dass die Lohnentwicklung nicht stark genug ist, um zu einer Anhebung zu führen. So stieg z.B. in diesem Jahr die Beitragsbemessungsgrenze in den alten Bundesländern aber wieder auf monatlich 5.300 Euro (2006, 2007: 5.250 Euro), während sich die Beitragsbemessungsgrenze Ost gegenüber dem Jahr 2007 aufgrund einer geringen Lohnzuwachsrate diesmal von 4.550 Euro auf 4.500 Euro (jährlich 54.000 Euro) reduziert. Im Ergebnis war die Lohnentwicklung in den neuen Bundesländern im Jahr 2007 nicht hoch genug, um die Beitragsbemessungsgrenze wie im vergangenen Jahr anzuheben, bzw. konstant zu halten.

Ausführliche Informationen sowie die genauen Berechnungsgrundlagen entnehmen Sie bitte dem beigefügten Vorblatt der Verordnung über maßgebende Rechengrößen der Sozialversicherung für 2008, Paragraph 3 (Sozialversicherungs-Rechengrößenverordnung).

Mit freundlichem Gruß
Arnold Vaatz
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Frage zum Thema Arbeit
20.05.2008
Von:

Sehr geehrter Herr Vaatz,

in letzter Zeit hört man immer öfter vom Konzept des bedingunglosen Grundeinkommens (auch aus Ihrer Partei). Was ist von diesem Konzept zu halten?

Mit freundlichen Grüßen
Antwort von Arnold Vaatz
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02.06.2008
Arnold Vaatz
Sehr geehrter Herr ,

ich halte die Idee eines bedingungslosen Grundeinkommens für einen interessanten Vorschlag. Für Aussagen über die Möglichkeiten einer Realisierung müssten Sie sich aber an die Verfasser der verschiedenen Konzepte wenden.

Mit freundlichem Gruß
Arnold Vaatz
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