Annette Widmann-Mauz (CDU)
Kandidatin Bundestagswahl 2009
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Grunddaten
Annette Widmann-Mauz
Geburtstag
-
Berufliche Qualifikation
-
Ausgeübte Tätigkeit
-
Wohnort
-
Wahlkreis
Tübingen , über Wahlkreis eingezogen
Ergebnis
38,9%
Landeslistenplatz
4, Baden-Württemberg
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(...) Mit der sog. "Schweinegrippepandemie" ist das weltweite Auftreten einer großen Zahl von Influenza-Erkrankungen gemeint, die durch einen im Jahr entdeckten Influenzavirus-Subtyp hervorgerufen werden. Das Virus der Schweinegrippe wurde erstmals 1930 isoliert. (...)
Kandidaten-Check
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Annette Widmann-Mauz hat sich am Kandidaten-Check beteiligt und zu allen von 32 Thesen Position bezogen.
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Frage zum Thema Rolle der Regionen und Kommunen
16.09.2009
Von:

Sehr geehrte Frau Widmann-Mauz,

Halten Sie die "Aufteilung" der Bundesländer für angemessen, oder sollten kleinere Länder wie etwa das Saarland mit ihren größeren Nachbarn fusionieren? Geschichtliche Gründe können eigentlich keine Rolle spielen, da zur Gründung der BRD auch Länder willkürlich geschaffen wurden, die außer ihrer geographischen Nähe wenig gemeinsam haben.

Und wie stehen Sie zum Bildungsföderalismus? Ich bin mit meiner Familie aus Bochum hierher gezogen, und meine Kinder hatten enorme Probleme (in der 3. und 8. Klasse), den Anschluss in der Schule zu finden. Sie sind in einigen Fächern weit voraus, in anderen hängen sie hinterher. Wann wird endlich der gesteigerten Mobilität Rechnung getragen?

Mit freundlichen Grüßen,

M.

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Frage zum Thema Bürgerrechte, Daten und Verbraucherschutz
17.09.2009
Von:

Sehr geehrte Frau Widmann-Mauz,

sie haben Anfang des Jahres auf eine Frage einer ihrer jetzigen Mitbewerber um das Direktmandat in Tübingen zum Thema bundesweiter Volksentscheid eine sehr ausführlich Antwort gegeben ( www.abgeordnetenwatch.de ).

Ich habe einige Nachfragen, wobei ich mich aber auf die mir wichtigsten beschränken will. Ich stimme in vielem nicht mit Ihnen überein: Minderheiten setzen sich gerade ohne Volksentscheid durch (Lobbyismus), ihr Vergleich mit der Schweiz hinkt gewaltig und Populismus finden Sie doch gerade auch im Parlamentarismus.

1) Wie begründen Sie Ihre Ansicht, dass trotz eines Länderquorums (Doppeltes Mehr) das Föderalismus-Prinzip in Deutschland durch bundesweite Volksentscheide ausgehöhlt würde? Schließlich hat die Schweiz ja auch einen Föderalismus, der sogar viel strikter geregelt ist als bei uns.

2) Warum glauben Sie, dass Sachfragen auf eine simple Ja/Nein-Entscheidung reduziert werden? Auch im Parlament stimmen Sie doch mit JA oder NEIN ab. Meiner Meinung nach bieten Volksinitiative, Volksbegehren und Volksentscheid genügend Kompromiss- und Exit-Möglichkeiten. Zusätzlich werden Initiativen nicht aus dem Nichts heraus Volksentscheide initiieren wollen, sondern ihr Anliegen zuerst mit Ihnen im Parlament besprechen.

3) Haben Sie Beispiele dafür, dass direktdemokratische Verfahren in anderen Ländern aktuellen Stimmungen unterliegen und damit Bauchentscheidungen gegen die Vernunft getroffen werden? Oder anders gefragt: Glauben Sie, dass der Vorfall in Afghanistan keinen Einfluss auf die WAHLentscheidung vieler Menschen haben wird?

Vielen Dank für Ihre Antwort und mit freundlichen Grüßen


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Frage zum Thema Gesundheit
18.09.2009
Von:

Sehr geehrte Frau Widmann-Mauz,

mich interessiert Ihre Meinung zur Gesundheitspolitik Ihrer Partei.
Als Mitarbeiterin einer gesetzlichen Krankenkasse schaue ich besonders auf die Ausrichtung der einzelnen Parteien bzgl. neuer Reformoptionen.
Im Wahlprogramm spricht sich die CDU für ECHTE WAHLFREIHEIT aus. Daneben bekennen Sie sich zu einer leistungsfähigen PKV! Erklären Sie mir bitte, wie das zusammengeht?
Echte Wahlfreiheit kann nur bedeuten, dass jeder Versicherte gleichermaßen zw. PKV und GKV wählen kann. Wie ist denn der Versichertenkreis und der Zugang zu den Systemen aus Ihrer Sicht und unter CDU-Führung geplant?
Für den Fall, das CDU/CSU zusammen mit der FDP in die Regierungsverantwortung geht würde ich gern zusätzlich wissen, wie Sie Ihre unterschiedlichen Vorstellungen zur Finanzierung der Gesundheitsausgaben auf einen Nenner bringen könnten, ohne dass erneut so ein wenig akzeptierter Kompromiss (Thema Gesundheitsfonds) dabei herauskommt?

Viele Grüße
Antwort von Annette Widmann-Mauz
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25.09.2009
Sehr geehrte Frau ,

gerne beantworte ich Ihre Frage zum Thema Wahlfreiheit in der Krankenversicherung.

Sowohl die gesetzliche Krankenversicherung wie die privaten Krankenversicherungen gehören zu unserem Gesundheitssystem und sind Teil seines Erfolges. Es handelt sich um gewachsene Systeme, die sich aus dem Grundgedanken, dass diejenigen, die aus eigener Kraft für ihre Gesundheit einstehen können, sich privat absichern sollen und für diejenigen, die auf die Solidargemeinschaft angewiesen sind, die gesetzliche Krankenversicherung eintritt. Die Union ist der festen Überzeugung, dass ein fairer Wettbewerb dieser zwei Versicherungssäulen einen wesentlichen Beitrag zur Lösung der Probleme aufgrund der älter werdenden Bevölkerung und des medizinischen Fortschritts bietet. Denn die Union will, dass auch in Zukunft jeder in Deutschland – unabhängig von Einkommen, Alter, sozialer Herkunft oder gesundheitlichem Risiko – eine qualitativ hochwertige, wohnortnahe medizinische Versorgung erhält und alle am medizinischen Fortschritt teilhaben können.

Eine Bürgerversicherung würde die Probleme nicht lösen, sondern über eine Nivellierung von Qualität und Engagement eine Verschlechterung für die Gesundheitsversorgung bedeuten. Die Union steht für mehr Wahlmöglichkeiten, damit jeder eine Krankenversicherung entsprechend seiner individuellen Bedürfnisse erhält.

Der Gesundheitsfonds in der gesetzlichen Krankenversicherung ist der Einstieg in eine nachhaltige Finanzierungsstruktur. Wir müssen weiter daran arbeiten, die Finanzierbarkeit der gesundheitlichen Versorgung zu sichern und die GKV auch im Hinblick auf mehr Generationengerechtigkeit weiterzuentwickeln. Die Steuerfinanzierung versicherungsfremder Leistungen ist dabei ein wichtiges Element. Gerade in der gegenwärtigen wirtschaftlich schwierigen Lage sichert der Fonds die finanzielle Stabilität der gesetzlichen Krankenversicherung.

Die Schnittmenge mit den Vorstellungen der FDP zur Gesundheitspolitik ist durchaus groß. Die Union will, dass die Beteiligten in einem selbstverwalteten Gesundheitswesen als Partner auf gleicher Augenhöhe handeln und lehnen eine Staatsmedizin genauso wie eine reine Kassenmedizin ab. Die Union steht für Freiheit, Transparenz, Wettbewerb und Leistungsgerechtigkeit.

Mit freundlichen Grüßen

Gez. Annette Widmann-Mauz MdB
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Frage zum Thema Gesundheit
22.09.2009
Von:

Sehr geehrte Frau Widmann-Mauz,

seit der Gesundheitsreform von 2004 müssen Patienten in vielen Fällen für die Kosten zwingend medizinisch notwendiger Fahrten vollständig selbst aufkommen. ( www.g-ba.de )

Eine Begrenzung der finanziellen Belastung ist nicht vorgesehen, insbesondere ist ein niedriges Einkommen unbeachtlich. Auch Leistungen anderer Sozialversicherungssysteme sind per Gesetz ausdrücklich ausgeschlossen.

Laut Ihrer Kollegin Fr. Dr. Carola Reimann habe die SPD in diesen und anderen Fällen bereits das Problem erkannt und entsprechende Vorstöße für eine Änderung unternommen, sei jedoch am Widerstand der Union gescheitert.
( www.abgeordnetenwatch.de )

Daher meine Frage an Sie:

Wovon sollen Grundsicherungsempfänger Fahrkosten, die weit über den im Regelsatz vorgesehenen Teil hinausgehen, dauerhaft tragen?

Mit freundlichen Grüßen,

Antwort von Annette Widmann-Mauz
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02.10.2009
Sehr geehrter Herr ,

gern beantworte ich Ihre Anfrage zum Thema Regelsatzerhöhung bzw. Ausweitung des Mehrbedarfes.

Wie Sie wissen, wurde die Pauschalierung der Regelsätze unter der rot-grünen Bundesregierung im Rahmen der Hartz IV – Gesetzgebung beschlossen. Im Übrigen ist die Aussage von Frau Dr. Reimann MdB schlichtweg falsch. Die SPD hat während der 16. Legislaturperiode keinen Antrag für weitere Kostenübernahmen durch die Arbeitsagentur bzw. die Krankenversicherung gestellt. Die Behauptung seitens der SPD zeigt, dass sie kurz vor der Wahl ihre eigens beschlossenen Regelungen aushöhlen will bzw. ihre eigenen Gesetzesmaßnahmen verneint.

Frau Dr. Reimann MdB irrt auch in einer zweiten Sache. Mehrbedarfe - und dazu gehört auch die Anrechnung medizinisch notwendiger Fahrten – können gegenüber der ARGE gemäß § 23 SGB II geltend gemacht werden. Der Grundsicherungsträger entscheidet dann nach Ermessen, ob eine Entlastung von den Kosten möglich ist.

Derzeit läuft die vom Bundesamt für Statistik durchgeführte Einkommens- und Verbrauchsstichprobe, die auch die Angemessenheit der Regelsätze und den adäquaten Umfang zusätzlicher Bedarfe prüft. 2011 wird die Erhebung abgeschlossen sein. Daraus ergibt sich dann für die Politik gegebenenfalls Handlungsbedarf für Nachbesserungen und Korrekturen.

Ich rate Ihnen dringend: Nehmen Sie Kontakt mit Ihrem Arbeitsamt auf, und machen Sie für Ihre medizinisch notwendigen Fahrten einen entsprechenden Mehrbedarf geltend.

CDU und CSU wollen, dass auch in Zukunft jeder in Deutschland – unabhängig von Einkommen, Alter, sozialer Herkunft oder gesundheitlichem Risiko – eine qualitativ hochwertige, wohnortnahe medizinische Versorgung erhält und alle am medizinischen Fortschritt teilhaben können. Im Mittelpunkt der Gesundheitspolitik von CDU und CSU stehen die Patienten und Versicherten.

Mit freundlichen Grüßen

Gez. Annette Widmann-Mauz MdB
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