Angelika Schorer (CSU)
Abgeordnete Landtag Bayern

Grunddaten
Jahrgang
1958
Berufliche Qualifikation
Bankkauffrau, Landwirtin
Ausgeübte Tätigkeit
MdL
Wohnort
-
Stimmkreis
Marktoberdorf
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(...) Bei Subventionen handelt es sich um Ausgleichszahlungen, die strukturelle Nachteile auf europäischer oder nationaler Ebene ausgleichen sollen. (...)
Parlamentarische Arbeit
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Frage zum Thema Inneres und Justiz
02.04.2011
Von:

Sehr geehrte Frau Landtagsabgeordnete Schorer,

als Bayerische Beamte haben wir über Jahre hinweg durch Gehaltsverzicht, Verlängerung der Arbeitszeit und Beförderungsstopp unseren Beitrag zur Sanierung der Staatsfinanzen geleistet. Durch die Sparwut der letzten Jahre besteht ein personeller Notstand in allen Bereichen, speziell möchte ich aber den Bereich der Bayerischen Polizei anführen. Schon absehbar war die zukünftig stiefmütterliche Behandlung, da die innere Sicherheit in der mehrseitigen Regierungserklärung nicht einmal mehr Erwähnung fand. Jetzt kommt auch noch die Bayerische Landesbankenaffaire dazu, die wir offensichtlich mit einer Nullrunde für den Doppelhaushalt 2011/2012 finanzieren sollen.
Bayern brüstet sich als sicherstes Bundesland, aber Sicherheit zum Nulltarif ohne Investitionen in mehr Personal und den Sachhaushalt werden dazu führen, dass wir diese Spitzenposition verlieren, zum Nachteil aller.

Der Umgang, den die derzeitige Staatsregierung mit ihren Beamten, vor allem im Bereich der Alimentation pflegt, ist Hohn und Spott gegenüber dem Verzicht auf ein Grundrecht, das Streikrecht. Sollte die Übernahme des abgeschlossenen Tarifvetrages für die bayerische Beamtenschaft nicht erfolgen, käme das einer Aufkündigung der Fürsorgeverpflichtung durch den Freiststaat Bayern gleich.

Bei den Abstimmungen für die sofortige Umsetzung des Dienstrechtes, was zur Folge eine Verminderung der wöchentlichen Arbeitszeit gehabt hätte, stimmten sie dagegen. Dem Nachtragshaushalt stimmten sie zu, was zur Folge für die Beschäftigten des Freistaates Bayern eine Nullrunde bedeutet.

  • Werden sie dieses Mal (03-04.04.11 Beratungen und Beschlußfassung)für die Erhöhung der Beamtenbezüge stimmen ?
  • Werden sie sich dafür einsetzten?
  • Welche Maßnahmen werden sie unterstützen, um die innere Sicherheit nicht weiterhin zu gefährden ?

Mit freundlichen Grüßen

G.

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Frage zum Thema Wirtschaft
15.08.2011
Von:

Sehr geehrte Frau Schorer,

wie stehen Sie zur Einführung der Eurobonds?

Mit freundlichen Grüßen

Antwort von Angelika Schorer
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30.08.2011
Angelika Schorer
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Frage vom 15.08.2011.
Als Bundesangelegenheit wird das Thema Eurobonds im Bundestag behandelt und über eine Zustimmung Deutschlands entschieden. Ich persönlich stehe dem Thema eher kritisch gegenüber, da es sich hierbei um eine weitere Kompetenzverlagerung hin zur EU handelt. Ich halte es für fraglich, ob EU-Anleihen ein geeignetes Mittel sind, um verschuldeten Staaten aus der Krise zu helfen.

Mit freundlichen Grüßen

Angelika Schorer
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Frage zum Thema Finanzen
31.08.2011
Von:

Sehr geehrte Frau Schorer,

herzlichen Dank für Ihre schnelle und aussagekräftige Antwort. Es tut gut zu sehen, dass es auch noch Politiker gibt, die sich nicht um eine klare Positionierung herumdrücken.
Ich hätte noch eine Frage, die mit der EU und unserer Zukunft als eigenständigem Land im Zusammenhang steht:
Wie stehen Sie zu dem Vertrag zur Einrichtung des Europäischen Stabilitätsmechanismus (ESM), der ja die Bundesrepublik Deutschland jeglicher Souveränität in Finanzfragen berauben wird?

Mit freundlichen Grüßen

Antwort von Angelika Schorer
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01.09.2011
Angelika Schorer
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Anfrage vom 31.08.2011.

Die Stabilität unserer Währung ist ein hohes Gut. Das gilt gerade für Deutschland als größte und im weltweiten Wettbewerb erfolgreichste europäische Volkswirtschaft. Rund 41 Prozent trägt der Euroraum zum deutschen Exporterfolg und damit zu Wachstum und Arbeitsplätzen in Deutschland bei. Der Euro hat maßgeblichen Anteil daran, dass wir die Finanz- und Wirtschaftskrise im internationalen Vergleich gut bewältigt haben.

Die Staats- und Regierungschefs der Eurozone haben sich auf ihrem Sondergipfel am 21. Juli dieses Jahres auf ein umfassendes Gesamtpaket zur Stabilisierung der Eurozone verständigt. Zu den wesentlichen Elementen dieses Pakets gehören die Flexibilisierung und Ertüchtigung der Europäischen Finanzstabilisierungsfazilität (EFSF) und des Europäischen Stabilisierungsmechanismus (ESM), die angestrebte Stärkung des Stabilitäts- und Wachstumspakts und der wirtschaftspolitischen Koordinierung sowie die Verpflichtung der Eurostaaten auf haushaltspolitische Konsolidierung. Diese Maßnahmen schaffen die Voraussetzung dafür, dass künftige Haushaltskrisen in der Eurozone frühzeitig abgewendet werden beziehungsweise überhaupt nicht erst entstehen können.

In diesem Paket finden sich zentrale deutsche Anliegen wieder. So ist es der Bundesregierung in den Verhandlungen beim Europäischen Rat gelungen, die - von einigen etwa durch die Einführung von Euro-Bonds durchaus angestrebte - Schaffung einer Transferunion bzw. die Etablierung einer dauerhaften Haftungsgemeinschaft zu verhindern. Hilfen aus der EFSF und dem ESM sind weiterhin an strikte Kriterien und Auflagen gebunden. Wichtige Entscheidungen im Rahmen von EFSF und ESM werden einvernehmlich getroffen, sodass Deutschland über ein volles Vetorecht verfügt. Die Vergabe kurzfristiger Stabilisierungskredite entspricht der gängigen Praxis des Internationalen Währungsfonds (IWF).

Das Paket enthält darüber hinaus neue Maßnahmen zur Überbrückung der Refinanzierungsprobleme Griechenlands. Diese sehen erstmals eine - vom Deutschen Bundestag und der CSU-Landesgruppe geforderte - angemessene Beteiligung des Privatsektors vor. Das neue Programm gibt Griechenland Zeit, die notwendigen Strukturreformen zur Wiederherstellung seiner Wettbewerbsfähigkeit durchzuführen und seine Haushaltskrise zu überwinden. Nun liegt es an den Griechen selbst, diese Gelegenheit zu nutzen.

Klar ist, dass sich die über Jahre entstandenen Schuldenprobleme in Griechenland und anderen Ländern der Eurozone nicht mit einem Federstrich beheben lassen, sondern Zeit benötigen. Es ist im Interesse aller Eurostaaten, diesen Prozess im Rahmen ihrer Möglichkeiten zu unterstützen. Eine ungeordnete Staatsinsolvenz in der Eurozone würde unkalkulierbare Folgen für die Stabilität des Euro sowie europäische Banken und Unternehmen nach sich ziehen und damit auch die Menschen in Deutschland ganz unmittelbar betreffen.

Mit freundlichen Grüßen

Angelika Schorer, MdL
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Frage zum Thema Land- und Forstwirtschaft
01.11.2011
Von:

was würde passieren wenn landwirte keine subventionen bekommen würden.
gebe es dann landwirte die grund und boden verkaufen müssen oder die grund und boden verkaufen lassen müssen
sind das nebenerwerbslandwirte
sind das zukunftsbetriebe
oder gibt es keine betriebe in diesem system das wir jezt haben
Antwort von Angelika Schorer
bisher keineEmpfehlungen
08.11.2011
Angelika Schorer
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Anfrage.
Bei Subventionen handelt es sich um Ausgleichszahlungen, die strukturelle Nachteile auf europäischer oder nationaler Ebene ausgleichen sollen. Aktuelle Informationen zur GAP-Reform und den Vorschlägen der EU-Kommission finden Sie unter folgendem Link:
www.stmelf.bayern.de


Mit freundlichen Grüßen

Angelika Schorer, MdL
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Frage zum Thema Land- und Forstwirtschaft
20.11.2011
Von:

meine frage vom 1.11.2011 wurde nicht beantwortet

ich wollte nicht wissen was subventionen (ausgleichszahlungen)sind oder wie sie sich zusammensetzen sondern die folgen die sich daraus ergeben wenn es keine zahlungen mehr gibt und zwar für die oben aufgeführten gruppen (haupterwerbslandwirte nebenerwerbslandwirte) ich dachte meine frage war eigentlich verständlich !

mfg

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