Angelika Krüger-Leißner (SPD)
Abgeordnete Bundestag

Grunddaten
Angelika Krüger-Leißner
Geburtstag
13.08.1951
Berufliche Qualifikation
Dezernentin
Ausgeübte Tätigkeit
MdB
Wohnort
Schönwalde-Glien
Wahlkreis
Oberhavel - Havelland II
Ergebnis
29,2%
Landeslistenplatz
6, Brandenburg
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(...) Was ich aber nachvollziehen kann, ist Ihr Wunsch nach einer einfachen Lösung für einen finanziell abgesicherten Freiraum für Künstler. In diesem Zusammenhang sprechen Sie von einer Umverteilung des Kulturetats mit dem Ziel, für Künstler eine Grundsicherung bereitzustellen. (...)
Parlamentarische Arbeit / Nebentätigkeiten
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Frage zum Thema Internationales
12.12.2012
Von:

Schön guten Tag,

wie stehen Sie zum Bundeswehr Einsatz in der Türkei? Sehen Sie die Möglichkeit das die Bundesrepublick in den Krieg in Syrien verwickelt werden könnte? Welche Möglichkeit sehen Sie für Frieden in Syrien?

Mit freundlichen Grüßen
Antwort von Angelika Krüger-Leißner
bisher keineEmpfehlungen
12.12.2012
Angelika Krüger-Leißner
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihr Schreiben. Ich möchte Ihnen heute auf Ihre Fragen antworten. In den letzten Tagen bekomme von vielen Menschen Post zum NATO-Einsatz in der Türkei und Beteiligung der Bundeswehr. Das zeigt mir, wie sehr dieses Thema die Menschen bewegt. Und ich teile die von vielen geäußerte Sorge, dass unsere Soldaten und die Bundeswehr in den bewaffneten Konflikt in Syrien hineingezogen werden. Nach dem Ersuchen der Türkei, beantragt die Bundesregierung Patriot-Flugabwehrsysteme in das NATO-Partnerland zu verlegen. Damit soll eine befürchtete Bedrohung durch syrische Raketenangriffe auf türkische Städte abgewehrt werden. Das Mandat, welches am Freitag, den 14. Dezember 2012, durch den Bundestag erteilt werden soll, sieht eine Obergrenze von bis zu 400 Soldatinnen und Soldaten vor. Es hat eine Laufzeit bis Ende Januar 2014. Darin enthalten sind auch deutsche Besatzungsmitglieder in AWACS-Überwachungsflugzeugen der NATO, die zur Aufklärung und Überwachung in der Region eingesetzt werden können. Wir haben frühzeitig gefordert, dass der AWACS-Einsatz aus Gründen der Mandatsklarheit und -wahrheit enthalten sein muss. Außerdem haben wir darauf hingewirkt, den defensiven Charakter der Mission klar zu stellen. Ausdrücklich ausgeschlossen sind im Mandat jetzt die Einrichtung oder Überwachung einer Flugverbotszone über syrischem Territorium oder andere offensive Maßnahmen. Die Unterstützung der Türkei hat klar defensiven Charakter und zielt ausschließlich auf militärische Abschreckung. Damit wollen wir vermeiden, dass die NATO und die Bundeswehr in den Bürgerkrieg in Syrien hineingezogen werden. Nur drei Länder - USA, Niederlande und Deutschland - verfügen innerhalb der NATO über die modernste Ausbaustufe der so genannten PAC 3-Raketen, die auf den Abschuss ballistischer Raketen ausgerichtet sind. Alle drei Länder haben sich bereit erklärt, Patriot-Einheiten zu liefern. Die NATO-Außenminister hatten der türkischen Bitte bereits am 4. Dezember einstimmig entsprochen. Der Oberbefehl über den möglichen Einsatz dieser Flugabwehrsysteme bleibt beim NATO-Oberbefehlshaber. Für den Betrieb der zwei deutschen Patriot-Einheiten werden ca. 170 Soldaten benötigt. Die übrigen bis zu einer Grenze von 350 (weitere 50 sind als Reserve vorgesehen) dienen zur Unterstützung, von Logistik bis zu Sanitätern, und als deutscher Anteil im AWACS-Kontingent. Die türkische Bitte um Schutz und Solidarität ist berechtigt und nachvollziehbar. Dennoch wird es am Freitag keine leichte Entscheidung. Ich werde dem Mandat am Freitag aber zustimmen. Wir haben innerhalb der SPD-Bundestagsfraktion auch lange und intensiv diskutiert. Es gibt nur ganz wenige Kolleginnen und Kollegen, die diese Maßnahme für nicht notwendig ansehen und sich enthalten werden.

Mit freundlichen und weihnachtlichen Grüßen Angelika
Krüger-Leißner, MdB
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Frage zum Thema Kultur
14.01.2013
Von:

Sie sind im Vorsitz des Bundestagsausschusses für Kultur.

Auch renommierte Verlage fordern Druckkostenzuschüsse, auch nominierte Ausstellungen werden nicht honoriert, Künstler können wegen fehlenden Honorarmitteln Zuarbeiten anderer Künstler nicht bezahlen... Künstler müssen im Gegensatz zu Angestellten im Öffentlichen Dienst, Ärzten, Rechtsanwälten, Notaren... ohne Tarifschutz, ohne Gebührenordnung, ohne Rechtsschutz und ohne Grundsicherung als Grundvergütung unbezahlt in Anspruch genommener Arbeitsleistungen in Kommunikations- und Sozialisierungsprozessen leben und arbeiten. Warum? Ein Sonderangebot ist die Künstlersozialversicherung.

Mitarbeiter der Künstlersozialkasse sagten, dass die Vorgaben der Bundestagspolitiker so restriktiv sind, dass Beuys und van Gogh nicht versichert würden, es dürfen nur Honorareinnahmen im Bereich "leere Kunst" (Zitat) angerechnet werden. Der Bereich Fluxuskunst (Sozial engagierte Kunst) wird ausgegrenzt. Ich fühle mich als Opfer Ihrer Politik.

Welche Problemlösung bieten Sie und Ihre Partei mir und anderen an?
Antwort von Angelika Krüger-Leißner
bisher keineEmpfehlungen
19.02.2013
Angelika Krüger-Leißner
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Anfrage, mit der Sie die Zugangsbedingungen von Künstlern und Publizisten zur Künstlersozialkasse (KSK) ansprechen.
Ihrer Mail habe ich entnommen, dass ihrem Antrag auf Aufnahme in die Künstlersozialversicherung nicht entsprochen wurde. Deshalb habe ich mich an die Leitung der Künstlersozialkasse gewandt und nach der näheren Begründung gefragt. Keinesfalls ist es so, wie sie annehmen, dass bestimmte Kunstarten, wie in Ihrem Fall die Fluxuskunst "ausgegrenzt" werden. Selbstverständlich sind auch Fluxuskünstler in der KSK anerkannt. Allerdings müssen Sie nachweisen, dass Sie als Haupteinnahmequelle mindestens 3.900 Euro Jahreseinkommen als Künstler oder durch eine entsprechende Lehrtätigkeit erreichen. Das sind 325 Euro im Monat. Diese Untergrenze dient der Abgrenzung von Hobbykünstlern, die keinen Anspruch auf Versicherung in der KSK haben. Die Prüfung der KSK hat ergeben, dass Ihre pädagogische Tätigkeit eher sozialpädagogisch im Bereich der Jugendarbeit angelegt ist und ganz allgemein der der Persönlichkeitsbildung dient. Damit erfüllen Sie eine ganz wichtige Aufgabe, von der insbesondere sozial benachteiligte Jugendliche oder Jugendliche mit Migrationshintergrund profitieren können. Allerdings steht dabei nicht eine künstlerische Ausbildung bzw. die Vermittlung von künstlerischen Fertigkeiten im Vordergrund. Dies wäre eine Voraussetzung für eine Mitgliedschaft in der KSK. Sollten Sie die Beurteilung Ihrer Tätigkeit durch die KSK als nicht zutreffend empfinden, steht Ihnen der Weg frei, Widerspruch bei der KSK einzureichen. Eine Entscheidung würde dann der Widerspruchsausschuss fällen, der mit unabhängigen Vertretern aus allen Kulturbereichen besetzt ist.

Ich hoffe, Ihnen mit meinen Ausführungen, hilfreiche Hinweise gegeben zu haben.

Mit freundlichen Grüßen

Angelika Krüger-Leißner, MdB
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Frage zum Thema Kultur
25.02.2013
Von:

Kunst wirkt auf Menschen verändernd! Sowohl Antragsstellung, Durchführung und Präsentation des Projektes "Job ist ein Rollenspiel" als Teilobjekt der Kunstlandschaft Spandau war Aktionskunst, ich bin keine Pädagoge, Pädagogen waren Partner. Die Künstlersozialkasse ging auf Sachargumente nicht ein und lehnte den Widerspruch ab.
Ich muss als Künstler, infolge von Ihnen verursachten Arbeitsbedingungen, Gerichtsprozesse um ein Recht auf Künstlersozialversicherung führen!?

Als wir gebeten wurden, Berliner Künstler zu werden, sagte ein Mitarbeiter des Senats, Künstler würden hoch dotierte Eindrittelstellen vermittelt, so dass sie künstlerische und Brotarbeit vereinbaren können. Dieses Unterstützungsprinzip wurde abgeschafft. Warum?

Verwertungsgesellschaften sichern sich Monatsgehälter und geben Künstlern fast kein Geld ab. Künstler erhalten auch im Fall jurierter Veranstaltungen keine Honorare, keine Grundsicherung als Grundvergütung, keine fachspezische Arbeitsberatung und Jobvermittlung, keinen Sozialpass (auch wenn sie weniger Geld verdienen - können als das Existenzminimum und wegen Psychoterror in Jobcentern nicht ins Hartz4Ghetto gehen - können), sie müssen zusätzlich Gerichtsprozesse für Teilhabe an der Künstlersozialversicherung führen!?

Diese Art Bürokratie wirkt wie eine Zersetzungsmaßnahme a la DDR: de.wikipedia.org Psychoterror. Der Kulturetat beträgt 10 Milliarden. Gelder könnten fairer verteilt werden.

Wie können Sie mir im Konflikt mit der Künstlersozialversicherung umgehend helfen? Welche grundsätzliche und tragfähige Problemlösung wollen Sie als Stellvertretende Vorsitzende des Kulturausschusses des Bundestagsund Ihrer Partei zur Absicherung von respektiert arbeitenden Künstlern realisieren?

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Frage zum Thema Familie
11.05.2013
Von:
Uwe Joe

Werte Frau Krüger-Leißner,

wie stehen Sie und die SPD zum gemeinsamen Sorgerecht für alle Väter (unverheiratet oder verheiratet) in Deutschland?

Wann wird, hoffentlich unter starker SPD Beteiligung, endlich eine einheitliches Sorgerecht für alle Eltern (Mütter wie Väter) im BGB hergestellt? (Abschaffung des §1626 a (Abs. 2) BGB)

Wann wird das "Paritätische Doppelresidenzmodell" Standard in Deutschland für den Umgang mit Kindern von getrennt-lebenden und geschiedenen Eltern? Dies hat, oft für die Väter, auch finanzielle Entlastung zur Folge, da sich der Kindesunterhalt u das Kindergeld dann teilt - so wie es sein sollte.

Setzten Sie sich für diese Themen in Ihrer Arbeit als Abgeordnete ein ?

Als Vater eines 4-jährigen Sohnes, dem das gemeinsame Sorgerecht selbst nach Klage beim FamG in Oranienburg nur durch die "Nicht-Kommunikation" der Mutter verweigert wurde und weiter verweigert wird, bitte ich Sie, in der SPD dafür zu sorgen, dass das Thema - Gemeinsames Sorgerecht - Beide ELTERN für alle Kinder in Deutschland - weiter auf der Tagesordnung bleibt.

Auf Ihre Antwort freue ich mich und verbleibe.


MfG

Uwe J.

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Frage zum Thema Kultur
24.05.2013
Von:

Betrifft: Verwaltungsakte der GEZ/Beitragsservice

Sehr geehrte Frau Krüger-Leißner,

da ich von der ehemaligen GEZ (ich nenne sie hier weiterhin GEZ) keine Antwort erwarten kann, versuche ich es über die politische Ebene. Hier stellen sich zwei Fragen, die zu einer weiteren Frage am Ende führen.

1.) Der nunmehr "Beitragsservice" genannte Verwaltungsapparat der ÖR (öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten in Deutschland) hat sich sehr bemüht, durch einen neuen Internetauftritt und eine neue "Corporate Identity" freundlicher zu wirken. Unfreundlich ist jedoch nach wie vor die Erreichbarkeit ausschließlich über kostenpflichtige Rufnummern. Was kann die Politik tun, um für reguläre Ortsnetzrufnummern bei der GEZ zu sorgen, die auch dem Bürger gegenüber kommuniziert werden (Post, Internet etc.)?

2.) Mir kommt es vor, als sei die Laufzeit der Post der GEZ sehr lange. Zahlungserinnerungen werden zum Teil mit dreiwöchiger Verzögerung zugestellt, wonach die von der GEZ gesetzte Frist von vierzehn Tagen natürlich längst verstrichen ist. Sollte dieser Umstand zutreffen: Steckt dahinter System, um eher die nächste Mahnstufe zu erreichen?

3.) Der ÖR wird weitestgehend durch die Bürger finanziert. Besonders ARD und ZDF zieren sich jedoch, die Vergütungen ihrer Spitzenmoderatoren und Führungspersonen offenzulegen. Seit Jahren ist nur noch ein Anstieg des Finanzbedarfs zu beobachten, dem alleine durch die KEF Einhalt geboten wird.

3a) Gibt es Initiativen in Ihrem Ausschuß, die Transparenz schaffen sollen, insbesondere bei den Personalkosten und Senderechten bzw. -lizenzen, etwa für Fußballübertragungen?

3b) Gibt es Initiativen in Ihrem Ausschuß, die zum Ziel haben, von den ÖR selbsthergestellte Inhalte (etwa Beiträge der Polit-Magazine) vom "Copyright" zu befreien bzw. sie der Öffentlichkeit unter einer Lizenz für freie Inhalte (etwa Creative Commons) zur Verfügung zu stellen?

Ich würde mich sehr über Ihre Antwort freuen und verbleibe

mit freundlichen Grüßen


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