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Betrifft: Verwaltungsakte der GEZ/Beitragsservice
Sehr geehrte Frau Krüger-Leißner,
da ich von der ehemaligen GEZ (ich nenne sie hier weiterhin GEZ) keine Antwort erwarten kann, versuche ich es über die politische Ebene. Hier stellen sich zwei Fragen, die zu einer weiteren Frage am Ende führen.
1.) Der nunmehr "Beitragsservice" genannte Verwaltungsapparat der ÖR (öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten in Deutschland) hat sich sehr bemüht, durch einen neuen Internetauftritt und eine neue "Corporate Identity" freundlicher zu wirken. Unfreundlich ist jedoch nach wie vor die Erreichbarkeit ausschließlich über kostenpflichtige Rufnummern. Was kann die Politik tun, um für reguläre Ortsnetzrufnummern bei der GEZ zu sorgen, die auch dem Bürger gegenüber kommuniziert werden (Post, Internet etc.)?
2.) Mir kommt es vor, als sei die Laufzeit der Post der GEZ sehr lange. Zahlungserinnerungen werden zum Teil mit dreiwöchiger Verzögerung zugestellt, wonach die von der GEZ gesetzte Frist von vierzehn Tagen natürlich längst verstrichen ist. Sollte dieser Umstand zutreffen: Steckt dahinter System, um eher die nächste Mahnstufe zu erreichen?
3.) Der ÖR wird weitestgehend durch die Bürger finanziert. Besonders ARD und ZDF zieren sich jedoch, die Vergütungen ihrer Spitzenmoderatoren und Führungspersonen offenzulegen. Seit Jahren ist nur noch ein Anstieg des Finanzbedarfs zu beobachten, dem alleine durch die KEF Einhalt geboten wird.
3a) Gibt es Initiativen in Ihrem Ausschuß, die Transparenz schaffen sollen, insbesondere bei den Personalkosten und Senderechten bzw. -lizenzen, etwa für Fußballübertragungen?
3b) Gibt es Initiativen in Ihrem Ausschuß, die zum Ziel haben, von den ÖR selbsthergestellte Inhalte (etwa Beiträge der Polit-Magazine) vom "Copyright" zu befreien bzw. sie der Öffentlichkeit unter einer Lizenz für freie Inhalte (etwa Creative Commons) zur Verfügung zu stellen?
Ich würde mich sehr über Ihre Antwort freuen und verbleibe
mit freundlichen Grüßen
