Angelika Brunkhorst (FDP)
Abgeordnete Bundestag 2005-2009
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Grunddaten
Angelika Brunkhorst
Jahrgang
1955
Berufliche Qualifikation
Diplom Sozialwissenschaftlerin
Ausgeübte Tätigkeit
Mitglied des Deutschen Bundestages
Wahlkreis
Delmenhorst - Wesermarsch - Oldenburg-Land
Landeslistenplatz
5, Niedersachsen
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(...) Der Spiegelartikel "In die freie Wildbahn" bietet den Lesern keine sachliche Berichterstattung über die Delegationsreise. Das Magazin wollte offensichtlich Klischees über Abgeordnete bedienen. (...)
Parlamentarische Arbeit / Nebentätigkeiten
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Frage zum Thema Finanzen
23.06.2009
Von:

Sehr geehrte Frau Brunkhorst,

in letzter Zeit lese ich immer wieder, dass im Rahmen der Landesbankenkonzentration "maximal zwei Institute" am Ende bestehen bleiben sollen. Dass es auch gesunde Landesbanken gibt, spielt bei dieser Forderung in der Regel keine Rolle.

Hier setzen meine Fragen als Angestellter einer "gesunden Landesbank" an und ich bitte Sie um eine Darstellung Ihrer Sicht der Dinge:
  • glauben Sie, dass wenn man 80% marode Landesbanken und 20% gute Landesbanken zusammen wirft, ein lebensfähiges Institut daraus erwächst?
  • wenn von zwei Standorten gesprochen wird, was geschieht dann mit den tausenden von Arbeitsplätzen an den bisher vorhandenen Standorten?
  • die Bremer Landesbank arbeitet u.a. als Spezialinstitut sehr erfolgreich im Bereich Schiffsfinanzierungen und Erneuerbare Energien - soll dieses profitable Geschäft einfach aufgegeben werden?
  • die Nord/LB und die Bremer Landesbank (als Beispiel) haben mit dem Fokus auf originäres Kundengeschäft ein größtenteils anderes (und erfolgreicheres) Geschäftsmodell als die meisten anderen Landesbanken. Wieso sollte dieses erfolgreiche Geschäft ohne Not aufgegeben werden?
  • der Zusammenschluß der Dresdner Bank und der Commerzbank beschäftigt beide Häuser noch über viele Jahre und wird einen SEHR hohen Geldbetrag kosten. Ein Zusammenschluß diverser Landesbanken würde in deutlich potenzierter Form Zeit und Geld kosten. Wie sehen Sie diesen Aspekt?

Über Ihre Antwort freut sich

Antwort von Angelika Brunkhorst
bisher keineEmpfehlungen
29.07.2009
Angelika Brunkhorst
Sehr geehrter Herr ,

entscheidend ist, dass die Landesbanken ein tragfähiges Geschäftsmodell brauchen. Erst wenn hier tragfähige Strukturen erkennbar sind, kann im nächsten Schritt die Frage angegangen werden, ob und in welchem Ausmaß Fusionen von Landesbanken sinnvoll sind.

Die Fusion von Landesbanken ist kein Selbstzweck und löst die Frage eines fehlenden Geschäftsmodells nicht. Wo aber auf absehbare Zeit kein tragfähiges Geschäftsmodell gefunden werden kann und letzlich auf Kosten der Steuerzahler gewirtschaftet wird, muss reduziert werden.

Da, wie Sie schildern, Ihre Landesbank ein gesundes, auf bestimmte Wirtschaftszweige ausgerichtetes Geschäftsmodell hat und robust aufgestellt ist, müssen Sie sich in dieser Hinsicht sicher nicht sorgen.

Zuständig für die Suche oder Entwicklung eines geeigneten Geschäftsmodells für die Landesbanken sind die Eigentümer. Niemand wird darauf kommen, profitable Unternehmen oder Unternehmensteile zu schließen. Es kann nur nicht sein, dass der Steuerzahler auf Dauer für unwirtschaftliche Banken aufkommt.

Für die Belange der Sparkassen ist es völlig ausreichend, wenn es nur ein Zentralinstitut gibt.

Mit freundlichen Grüßen
Angelika Brunkhorst, MdB
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Frage zum Thema Umwelt
06.07.2009
Von:
Kaj -

Sehr geehrte Frau Brunkhorst,

man liest, dass das FDP-geführte niedersächsische Umweltministerium den Sicherheitsnachweis für einen bestimmten schon vorgekommenen Störfall nicht liefern möchte, bei dem im Falle eines Lecks der Kühlwasserzufluss durch Dämmmaterial verstopft wird und so ein Durchbrennen des Reaktors ermöglicht werden kann.
( www.contratom.de )

Ich habe mir im Bundestagswahlprogramm ( www.deutschlandprogramm.de , S. 57) der FDP insbesondere den Abschnitt zur Kerntechnik durchgelesen. Er ist leider nicht mehr ganz so ambitioniert und offen wie noch im Entwurf ( www.deutschlandprogramm.de , S. 59), aber es zeigt sich, das die FDP sich geeinigt hat, die Sicherheitsprobleme dieser Technologie und insbesondere der alten Reaktoren ernst zu nehmen und eine Laufzeitverlängerung mit einer Reihe von Maßnahmen im Bereich Sicherheit verbinden möchte.

Gerade deshalb überrascht mich das Verhalten Niedersachsens in diesem konkreten Fall.

Wenn es stimmen sollte, dass die beschriebene Sicherheitslücke kein Problem darstellt, warum kann dies dann nicht begründet und dokumentiert werden?

Muss bei einer Anlage, von der Risiken ausgehen nicht sowieso standardmäßig für alle potentiellen Vorkommnisse eine Risikoanalyse und eine Dokumentation der Sicherheitsmaßnahmen vorliegen?

Mit freundlichen Grüßen,
Kaj -
Antwort von Angelika Brunkhorst
2Empfehlungen
07.07.2009
Angelika Brunkhorst
Sehr geehrter Herr -,

Die Berichterstattung in der Presse zum Thema Sicherheitsnachweis hat sich in den letzten Tagen vorwiegend auf eine Pressemitteilung des Bundesumweltministeriums (BMU) gestützt. Der darin vermittelte Eindruck widerspricht der Darstellung des niedersächsischen Umweltministeriums (NMU) grundlegend.

Bereits einen Tag vor Ergehen der Weisung hat das niedersächsische Umweltministerium dem Bundesumweltministerium bestätigt, dass ein Kühlmittelverluststörfall berherrschbar wäre. Den entsprechenden Bericht faxte das NMU am Donnerstag, 2. Juli 2009, an das BMU.

Zuvor hatten BMU und NMU als Abgabetermin für diesen Bericht den 15. Juli 2009 vereinbart. Das NMU hat den Bericht also fast zwei Wochen vor Ablauf der Abgabefrist eingereicht. Warum Bundesumweltminister Sigmar Gabriel überhaupt eine Weisung erlassen hat, ist mir ein Rätsel.

Auch den Vorwurf, Niedersachsen habe sich auch im Vergleich zu anderen Ländern unkooperativ gezeigt, hat das NMU gestern entkräftet: Die eingereichten Unterlagen gehen in Umfang und Tiefe der Darlegungen im Vergleich zu denen der anderen Länder hinaus. Auch die übrigen Länder, in denen Kernkraftwerke betrieben werden, haben am 3. Juli 2009 kein bundesaufsichtliches Fachgespräch mit dem BMU geführt.

Mit den Unstimmigkeiten hat sich heute auch der Umweltausschuss des niedersächsischen Landtags befasst. Zu den Ergebnissen haben sich die Fraktionsvorsitzenden David McAllister, MdL, und Jörg Bode, MdL, geäußert: presse.cdu-fraktion-niedersachsen.de
Die Äußerungen des NMU können Sie online selbst nachlesen: www.umwelt.niedersachsen.de

Mit freundlichen Grüßen
Angelika Brunkhorst
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Frage zum Thema Internationales
18.08.2009
Von:

Sehr geehrte Frau Brunkhorst!

Man hört und liest viele Definitionen vom momentanen militärischen Zustand der Republik. Ich würde gerne von Ihnen wissen: Befindet sich die Bundesrepublik Deutschland nach unserem Recht und unseren Gesetzen zur Zeit im Krieg? Es wäre schön, wenn Sie die Frage der Klarheit halber einfach mit einem "ja" oder "nein" beantworten würden.
Bei einem "ja" wäre noch interessant zu erfahren mit welchem Staat oder welchen Staaten wir uns im Krieg befinden und wer wen angegriffen hat.

Ich danke Ihnen sehr.

Mit freundlichen Grüßen
Antwort von Angelika Brunkhorst
bisher keineEmpfehlungen
26.08.2009
Angelika Brunkhorst
Sehr geehrter Herr ,

Nein, die Bundesrepublik Deutschland befindet sich derzeit nicht im Krieg. Täte sie das, wäre die sogenannte "Befehls- und Kommandogewalt" vom Bundesminister der Verteidigung auf die Bundeskanzlerin übergegangen.

Mit freundlichen Grüßen

Angelika Brunkhorst, MdB
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Ihre Frage an Angelika Brunkhorst
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