Andy Grote (SPD)
Abgeordneter Hamburg 2008-2011
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Grunddaten
Andy Grote
Jahrgang
1968
Berufliche Qualifikation
Rechtsanwalt
Ausgeübte Tätigkeit
Partner in der Sozietät Bernzen Sonntag Rechtsanwälte, MdHB
Wohnort
St. Pauli
Wahlkreis
Hamburg - Mitte , Listenplatz 1
Landeslistenplatz
-
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(...) Der Bau von 6000 neuen Wohnungen jährlich ist zentraler Bestandteil unseres Regierungsprogramms und steht auch auf der persönlichen Agenda von Olaf Scholz ganz oben. (...)
Parlamentarische Arbeit
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Frage zum Thema Verkehr und Infrastruktur
19.01.2011
Von:

sehr geehrter herr Grote,

als rothenburgsorter interessiert mich, ob die spd nach ihrem wahlsieg diesen
vor dem verkehrs-und feinstaubinfarkt stehenden stadtteil der "Umwelthauptstadt 2011" zu retten gedenkt:

1. kommt eventuell mit der spd-regierung eine verkehrsberuhigung für rothenburgsort bzw. die angrenzende innenstadt (stichworte: citymaut, umweltzone innenstadt, 30-km-zone )?
durch Rothenburgsort strömt immerhin der seit jahrzehnten zunehmende berufs- und durchgangsverkehr aus bergedorf und dem hamburger süden über die angrenzende autobahn, die elbbrücken, die amsinckstrasse und den heidenkampsweg sowie mehrere bahnlinien!

P.S: während die eppendorfer offenbar überwiegend keine stadtbahn wollen, würde diese auf der veddel sicher mit kusshand angenommen werden, würde den bisherigen verkehrslichen supergau entspannen und könnte park-und ride-besucher in die verkehrsberuhigte innenstadt locken...
("sprung über die elbe")

2.kommt dann endlich der schon lange versprochene radweg von rothenburgsort über das grossmarktgelände?

oder hätte die bisher vorrangige entwicklung der einkommensstarken hafencity weiterhin priorität?

3.wie will die spd das -schon länger von der Bahn AG gekaufte, aber bisher noch überhaupt nicht entwickelte - Areal des früheren "Huckepackbahnhofs" in Rothenburgsort-Ost nutzen?

werden hier weitere gewerbebetriebe angesiedelt zwischen der ohnehin schon kfz-und feinstaubbelasteten Billstraße und dem Heidenkampsweg oder soll hier evt. eine parkähnliche "ausgleichsfläche" mit wohnnutzung entstehen?

mit freundlichen grüßen
I.
Antwort von Andy Grote
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07.02.2011
Andy Grote
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Frage! Rothenburgsort ist ein Stadtteil, der ähnlich wie die Veddel oder Wilhelmsburg durch mehrere zentrale Verkehrsachsen stark belastet wird. Die SPD hat vor Ort und auf der Bezirksebene viele Initiativen angeschoben, um die Situation im Stadtteil insgesamt zu verbessern, z.B. zur Realisierung des neuen Rothenburgsorter Marktplatzes oder zum Entenwerder Elbpark. Auf dem Gelände des Huckepackbahnhof würden wir - soweit dies emissionsschutzrechtlich zulässig ist - gerne Wohnungsbau verwirklichen.

An den großen Verkehrsachsen eine Verkehrsberuhigung zu erreichen, ist leider extrem schwierig. Die City-Maut beträfe alle Hamburger und wird derzeit ganz überwiegend abgelehnt. Auch die resultierend Reduzierung der CO2-Belastung wäre wohl relativ gering. Um den Verkehr zu reduzieren, muss vor allem der ÖPNV weiter ausgebaut und attraktiver gemacht werden. Eine Beschränkung der Parkplatznutzung in der Innenstadt auf sehr schadstoffarme Autos würde sicher zusätzlich zum Umsteigen motivieren. Die aktuelle Stadtbahnplanung wird derzeit in der Bevölkerung mehrheitlich abgelehnt und Politik kann sich darüber nicht einfach hinwegsetzen. Hier müssen in einem neuen Anlauf die Frage des Systems - eigenständiger Verkehrsträger oder kombiniertes System mit U-Bahn - der Streckenführung und der Finanzierung neu geprüft und in einem Beteiligungsverfahren um breite Akzeptanz geworben werden. Eine verkehrliche Entlastung könnte durch die Fortführung der U4 nach Wilhelmsburg und eine zusätzliche Elbbrücke von der HafenCity zum Grasbrook erreicht werden.

Die Entwicklung der HafenCity darf natürlich nicht zu einer Vernachlässigung von Rothenburgsort oder andern Stadtteilen führen. Im Gegenteil, wenn die HafenCity sich nach Osten fortsetzt und an Rothenburgsort anschließt, sind damit große Chancen für den Stadtteil verbunden! Der Radweg über das Großmarktgelände sollte - trotz offenbar erheblicher Kosten - gebaut werden.

Mit freundlichen Grüßen

Andy Grote
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Frage zum Thema Städtebau und Stadtentwicklung
19.01.2011
Von:

Hallo Herr Grote,

ich hoffe, das sie gesund ins Jahr 2011 gekommen sind???

Noch mal nachgefragt:

ich hoffe, das sie die HINZ&KUNZT-Ausgabe vom Januar durch gelesen haben, Nun muß unser einer ja mal fragen: "Was macht die SPD mit dem, was sie da gelesen haben?? Wird es denn nun für alle Menschen in und um Hamburg besser, die eine Wohnung suchen, denn "Die LINKE" fordert 8000 Wohnungen, die auch bezahlbar sind!!! Was fordert die SPD?? Ich persönlich meine, das es keine 8000 Wohnungen im Jahr geben wird, das wehren ja im Monat 667 Wohnungen, die hier gebaut werden müßten!! Das ist für mich unrealistisch, und unserjös!! Weiter hin muß hier an ein gutes Konzept für Wohnungslose Menschen gestrickt werden!! Denn so kann das in so einer Stadt nicht weiter gehen, die sich das Tor zur Welt nennt!! Es fragt sich nur zu wessen Welt!!!

In dieser Stadt muß noch viel passieren,
packen wir es an,

mit freundlichem Gruß


(Stadtteilkünstler, Objekte, Performer, Autor, und Dichter)
Antwort von Andy Grote
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26.01.2011
Andy Grote
Sehr geehrter Herr ,

Sie haben Recht, 8.000 bezahlbare neue Wohnungen sind unrealistisch. Aber die 6.000 Wohnungen, die wir unstreitig brauchen die müssen wir zukünftig schaffen. Dazu ist folgendes notwendig: Verdoppelung der Zahlen beim öffentlich geförderten Wohnungsbau auf 2400; deutliche Steigerung der Neubautätigkeit der SAGA auf 1000 pro Jahr; Umsteuern von Büros zum Wohnungsbau (schon bei der Planung, etwa in der HafenCity, aber auch durch Abriss alter Bürogebäude); Bereitstellung vergünstigter städtischer Wohnungsbaugrundstücke z.B. für Genossenschaften; Augenmaß bei zusätzlichen energetischen Anforderungen, die den Wohnungsbau verteuern; schnellere Bebauungsplanverfahren in den Bezirken; Stärkung des Wohnungsbaukoordinators und eine systematische Potentialflächenanalyse. Die Aufzählung könnte noch fortgesetzt werden. Es wird gegen die konkreten Vorhaben auch immer Widerstände geben, ich hoffe, alle, die jetzt für mehr Wohnungsbau eintreten, sind dann an unserer Seite!

Mit freundlichen Grüßen

Andy Grote
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Frage zum Thema Städtebau und Stadtentwicklung
01.02.2011
Von:
-

Sehr geehrter Hr. Grote,

in Anbetracht der Bürgerschaftswahl habe ich eine konkrete Frage: Werden Sie die 100 Mio €-Abgabe/Jahr der SAGA-GWG an den Haushalt wieder rückgängig machen?

Denn wie Sie wissen legt der Vertrag der Übernahme der GWG durch die SAGA aus 2006 fest, dass die SAGA-GWG jährlich - 5 Jahre lang - 100 Mio Euro an den Haushalt überweist. Vergleichbare Wohnungsunternehmen zahlen nichts oder eine Dividende von ca 15 Mio. (z.B. DIC: 9 Mio in 2008 bei etwa halber Bilanzsumme).

Ich frage Sie vor dem Hintergrund stark steigender Mietpreise in Hamburg, die ich bei Freunden und Bekannten erlebe - der eine bedrohliche Zukunft erwarten läßt - und unter dem Aspekt, dass die stadteigene SAGA-GWG bei den Mietsteigerungsraten ganz vorne mit dabei ist.

Und: Glauben Sie, dass das Thema "Mieten" und "SAGA/GWG" auch bei Ihren SPD-Genossen ein bzw. das Thema ist? Oder stehen Sie alleine da wie ein Rufer in der Wüste?


Viele Grüsse,

-
Antwort von Andy Grote
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03.02.2011
Andy Grote
Sehr geehrte Frau -,

vielen Dank für Ihre Frage! Nein, einsam bin ich mit meinem Engagement für mehr bezahlbaren Wohnraum in der SPD nicht. Der Bau von 6000 neuen Wohnungen jährlich ist zentraler Bestandteil unseres Regierungsprogramms und steht auch auf der persönlichen Agenda von Olaf Scholz ganz oben. Um die Mietentwicklung durch neuen Wohnungsangebote zu bremsen, muss der Wohnungsbau durch eine Vielzahl von Maßnahmen angeschoben werden. Die SAGA muss wieder zum sozialen Korrektiv auf dem Wohnungsmarkt werden und auch endlich wieder mehr bezahlbare Wohnungen selbst bauen. Das ist die Aufgabe der SAGA, und nicht die Finanzierung teurer Sonderprojekte durch Abführungen an den Haushalt von 100 Millionen Euro im Jahr. Derartige Zahlungsverpflichtungen der SAGA darf es in Zukunft nicht mehr geben. Die Dividendenzahlung muss sich in der normalen Größenordnung für städtische Wohnungsunternehmen bewegen, die Sie genannt haben.

Mit freundlichen Grüßen

Andy Grote
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Frage zum Thema Verkehr und Infrastruktur
03.02.2011
Von:

Ich bin seit ca. 35 Jahren Taxifahrer in Hamburg.
Unser Gewerbe steht vor riesigen Problemen: Die Kosten laufen uns weg, und die Wartezeiten am Posten werden immer länger. Wir arbeiten heute schon für 2 WEuro netto die Stunde!
Gleichzeitg versucht die Behörde uns dringend notwendige Tarifkorrekturen vorzuenthalten, wie zB die Abschaffung der ´unbezahlten Wartezeit´ im Stau!
ALLE Verbände sind der Überzeugung, die Karenzminute muß weg, aber die BSU weigert sich, uns entgegen zu kommen.
Wie stehen Sie zur Abschaffung der KM?
Antwort von Andy Grote
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17.02.2011
Andy Grote
Sehr geehrter Herr ,

ich unterstütze das Hamburger Taxigewerbe aktiv, indem ich fast jeden Tag, häufig mehrfach in Hamburg Taxi fahre. Ich spreche viel mit ihren Kollegen und höre sehr viel unterschiedliches. Als Fahrgast weiß ich, dass es kürzlich eine Tariferhöhung gegeben hat, die durchaus spürbar war. Ein Hauptproblem scheint mir die große Konkurrenz durch die hohe Zahl der zugelassenen Taxen zu sein. Andere Kollegen fanden verschiedene Aspekte des Tarifs, darunter auch die Karenzminute, problematisch. Ich erinnere aber nicht, dass die Verbände das Thema Karenzminute in besonders aktiver Form an uns als Abgeordnete herangetragen hätten. Besser mit dem Thema der Taxentarife vertraut sein dürfte im Zweifel mein Kollege Ole Buschhüter, der zudem für Sie in Rahlstedt auch ihr örtlicher Abgeordneter ist.

Mit freundlichen Grüßen

Andy Grote
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Frage zum Thema Städtebau und Stadtentwicklung
08.02.2011
Von:

Guten Tag Herr Grote,

mit Interesse habe ich auf ihre Antwort auf Frau Schmidt-Lakes Frage gewartet, ob sie die 100 Mio €-Abgabe/Jahr der SAGA-GWG an den Haushalt wieder rückgängig machen werden.
Leider wurde ich in dieser Hinsicht enttäuscht.
Sie schreiben lediglich, dass es derartige Zahlungsverpflichtungen der SAGA in Zukunft nicht mehr geben darf - das reicht aber nicht.
Sicherlich wissen sie, dass die GWG, zu dessen Kauf die SAGA verpflichtet wurde, ebenso ein stadteigenes Wohnungsunternehmen war, wie die SAGA selbst auch.
Das ist das Gleiche, als ob ich mir z.B. selbst den eigenen Zweitwagen abkaufe und jährlich an mich selbst eine Summe zahle, von der ich dann eine Eigentumswohnung abbezahle! Absurd!

Meine Fragen an sie:

Werden sie den KAUF (nicht die Übernahme) der GWG durch die SAGA wieder rückgängig machen - bzw. werden die bisher gezahlten 400 Millionen Euro wieder an die SAGA zurück gezahlt?

Oder - falls das unmöglich sein sollte: werden sie es verhindern, dass dieses Jahr noch die letzten 100 Millionen Euro an die Finanzbehörde fließen?
Antwort von Andy Grote
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15.02.2011
Andy Grote
Sehr geehrte Frau ,

der Kauf der GWG durch die SAGA war ein politischer Fehler. Ich halte die Entscheidung allerdings nicht mehr für umkehrbar. Die gezahlten Gelder sind in den Haushalt geflossen und dort ausgegeben worden. Ähnliches gilt im Prinzip für die letzte Rate in diesem Jahr, die natürlich im Haushalt fest veranschlagt ist. Das Geld müsste also an anderer Stelle im Haushalt eingespart werden. Hinzu kommt, dass die SAGA ein rechtlich völlig selbständiges Unternehmen, nämlich eine Aktiengesellschaft ist. Nachdem die Verträge über den Verkauf der GWG seit Jahren rechtswirksam geschlossen sind und die beiden Unternehmen völlig miteinander verschmolzen sind, ist eine Rückabwicklung auch rechtlich leider kaum noch vorstellbar. Auch für die Finanzierung des Kaufes ist die SAGA langfristige Verträge eingegangen. Entscheidend ist deshalb, dass die SAGA zukünftig von allen Abführungsverpflichtungen an den Haushalt, die ihre Investitionskraft beim Wohnungsneubau oder ihren sozialen Auftrag anderweitig einschränken, verschont bleibt!



Mit freundlichen Grüßen

Andy Grote
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