Andrej Hunko (DIE LINKE)
Abgeordneter Bundestag 2009-2013
Dieses Profil dient zu Archivzwecken, eine Befragung ist nicht mehr möglich. Besuchen Sie das aktuelle Profil.

Angaben zur Person
Andrej Hunko
Geburtstag
29.09.1963
Berufliche Qualifikation
Angestellter
Ausgeübte Tätigkeit
MdB
Wohnort
Aachen
Wahlkreis
Aachen
Ergebnis
7,4%
Landeslistenplatz
6, Nordrhein-Westfalen
(...) Allerdings rechtfertigt dies meiner Meinung nach nicht, dass E-Zigaretten strenger behandelt werden, als übliche Zigaretten. Diese sind erwiesenermaßen sehr gesundheitsschädlich und können dennoch frei verkauft werden. (...)
Parlamentarische Arbeit / Nebentätigkeiten
Fragen an Andrej Hunko
Nachricht an folgende Adresse schicken, sobald eine Antwort eintrifft:


An diese Adresse den abgeordnetenwatch.de-Newsletter bestellen
Die Datenschutzbestimmungen zur Behandlung meiner Daten habe ich gelesen.
Bitte loggen Sie sich hier ein.
Frage zum Thema Euro-Rettungsschirm
11.09.2011
Von:
von den

Sehr geehrter Herr Abgeordneter,

Ende September stimmt der Bundestag über eine Erweiterung des EURO-Rettungsschirms ab. Ich möchte mich nach Ihrem beabsichtigten Abstimmungsverhalten und nach dessen Begründung erkundigen. Ich rege an, dass Sie dies auch in den Aachener Lokalmedien bekanntmachen.

Mit freundlichen Grüßen
von den
Antwort von Andrej Hunko
1Empfehlung
04.11.2011
Andrej Hunko
Sehr geehrter Herr von den ,

vielen Dank für Ihr Interesse an meiner Arbeit und Ihre Anfrage vom 11.09.2011. Zu meinem Abstimmungsverhalten zum Thema EFSF möchte ich Sie auf meine persönliche Erklärung zur Erweiterung des "Euro-Rettungsschirms", abrufbar auf meiner Homepage unter andrej-hunko.de , aufmerksam machen. Ich habe die EFSF abgelehnt, weil sie in erster Linie ein Airbag für die Finanzindustrie sowie für die Spekulanten und Finanzhaie ist, die aus Steuermitteln gerettet werden sollen und eine Entdemokratisierung in der EU bewirkt. Die Krise in Griechenland wird durch die mit der EFSF verknüpften Austeritätsprogramme verschärft.

Aus aktuellem Anlass möchte ich Sie gerne auf meinen Kurzbericht aus Griechenland vom 03.11.2011 hinweisen, den sie unter folgendem Link auf meiner Homepage finden: andrej-hunko.de

Mit freundlichen Grüßen
Andrej Hunko
X
Antwort empfehlen
Frage zum Thema Gesundheit
17.12.2011
Von:
Udo

Sehr geehrter Herr Hunko,

durch Erlass vom 16.11.2011 hat die Gesundheitsministerin des Landes NRW, Frau Dr. Steffens, für die zuständigen Landes- und kommunalen Aufsichtsbehörden bindend die Vorgehensweise in Hinsicht auf den öffentlichen Verkauf und den Konsum elektronischer Zigaretten festgelegt.

Hierzu die Pressemitteilung:

www.mgepa.nrw.de

Ich stelle fest, dass die entsprechenden Durchführungsbestimmungen des MGEPA NRW den hierzu geltenden Richtlinien der EU widersprechen. Nach diesen Richtlinien ist die elektronische Zigarette bislang als "Lifestyle"-Produkt ("Genußmittel" in Entsprechung bundesdeutscher Nomenklatur) klassifiziert.

Ein anwaltliches Gutachten (gültig für die Republik Österreich, veröffentlicht unter www.belcl.at ) , bestätigt meine Annahme, da sich die darin geäußerten Schlussfolgerungen auf bundesdeutsche Normen (AMG) übertragen ließen.

Sofern in Länderkompetenz weitere, gleichlautende Erlasse auf Länder-Ebene erfolgten, wären (nach Hersteller-Angaben) zwischen 1,2 - und 1,5 Millionen bundesdeutscher Konsumenten elektronischer Zigaretten von den Verkaufs- und Nutzungsbeschränkungen betroffen.

Bitte teilen Sie mir mit:

Welche politische Position vertreten Sie in Hinsicht auf den Verkauf und den Konsum elektronischer Zigaretten?

Wie beurteilen Sie die Maßnahmen der Frau Ministerin Dr. Steffens in Hinsicht auf eine fehlende, bundes-einheitliche und EU-konforme Regelung zum Verkauf und zum Konsum elektronischer Zigaretten?

Für Ihre Antwort danke ich Ihnen im Voraus,
mit freundlichen Grüßen

Udo
Antwort von Andrej Hunko
3Empfehlungen
22.05.2013
Andrej Hunko
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Frage zur E-Zigarette. Ich denke, dass das Hauptproblem ist, dass es bisher keine ausreichend detaillierten Informationen über die Inhaltsstoffe der elektronischen Zigaretten gibt. Ebenso liegen keine Inhalationsstudien vor, die zeigen, was genau beim Inhalieren der Inhaltsstoffe geschieht und welche gesundheitlichen Konsequenzen dies haben kann. Die Stoffe, die durch die E-Zigarette entstehen, sind nicht gesundheitsneutral. Sie entsprechen zumindest in Teilen der Zusammensetzung von Theaternebel, der bei Theaterarbeiter/innen immer wieder zumindest zu Reizungen führt. Das bedeutet, dass die Menschen, die sich mit Konsument/innen von E-Zigaretten in einem Raum befinden auch den Inhaltstoffen ausgesetzt sind. Problematisch ist also vor allem, dass es noch keine Qualitätsstandards gibt, die als unbedenklich gelten können.

Allerdings rechtfertigt dies meiner Meinung nach nicht, dass E-Zigaretten strenger behandelt werden, als übliche Zigaretten. Diese sind erwiesenermaßen sehr gesundheitsschädlich und können dennoch frei verkauft werden.

Aus diesem Grund sehe ich die Maßnahmen der NRW-Gesundheitsministerin kritisch. Es ist richtig, dass wir eine einheitliche Regelung des Umgangs mit E-Zigaretten brauchen. Diese sollte sie meiner Meinung nach nicht restriktiver behandeln, als übliche schädliche Zigaretten. Das Vorgehen von Frau Steffens scheint mir angesichts dessen vorschnell und inhaltlich falsch und vor allem im Interesse der Tabakindustrie zu liegen.

Mit freundlichen Grüßen

Andrej Hunko
X
Antwort empfehlen
Frage zum Thema Recht auf Eheschließung für gleichgeschlechtliche Paare
01.07.2012
Von:

Sehr geehrter Herr Hunko,


warum haben Sie sich als Linker bei der Abstimmung über die Gleichstellung der gleichgeschlechtlichen Partnerschaften enthalten? Haben Sie rechtliche oder inhaltliche Bedenken gegen diese Gleichstellung? Als von dieser Diskriminierung Betroffene und als Wählerin der LINKEN bin ich sehr enttäuscht von Ihrem Abstimmungsverhalten!
Antwort von Andrej Hunko
bisher keineEmpfehlungen
02.07.2012
Andrej Hunko
Sehr geehrte Frau Dr. Meurers,

danke für Ihre Frage auf Abgeordnetenwatch. Ich bin für die Gleichstellung der gleichgeschlechtlichen Partnerschaften. Der vorliegende Antrag hätte aber eine Fortsetzung der Privilegierung der Ehe bedeutet und dem kann ich mich nicht anschließen. Deshalb habe ich nachfolgende Stimmerklärung, die ich gemeinsam mit weiteren Abgeordneten der Linksfraktion zur Abstimmung im Plenum zu Protokoll gegeben habe, unterzeichnet.

beste Grüße

Andrej Hunko



Persönliche Erklärung: Rechtliche Gleichstellung aller Lebensweisen

Persönliche Erklärung zur Abstimmung zum Antrag der Fraktion von Bündnis90/Die Grünen zum Entwurf eines Gesetzes zur Einführung des Rechts auf Eheschließung für Personen gleichen Geschlechts (Drucksache 17/6343) und zur Abstimmung beim Antrag der Fraktion der SPD Recht auf Eheschließung auch gleichgeschlechtlichen Paaren ermöglichen (Drucksachen 17/8155, 17/9611).

Bei der Abstimmung zu den vorliegenden Gesetzentwürfen enthalten wir uns. Die Diskriminierung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften ist nicht hinzunehmen. Doch die im Antrag enthaltene Forderung zur Öffnung der Ehe für gleichgeschlechtliche Paare beinhaltet die weitere einseitige Privilegierung dieser Form des Zusammenlebens.

Bereits die geringe Zahl eingetragener gleichgeschlechtlicher Partnerschaften zeigt die deutlichen Vorbehalte breiter Teile der Schwulen- und Lesbenbewegung gegen die Institutionalisierung von Beziehungen, die zu finanziellen Abhängigkeiten führen.

Unterhaltsverpflichtungen nach Trennungen oder der Verlust des Anspruchs auf staatliche Transferleistungen und die damit verbundene Abhängigkeit vom verdienenden Partner / der verdienenden Partnerin sind die Hauptgründe dafür. Auch insgesamt in der Gesellschaft wachsen aus diesen Gründen die Vorbehalte gegen die Ehe.

Soziale Rechte und der Schutz privater Beziehungen müssen ermöglicht werden, ohne dass daran Unterhaltsverpflichtungen- und -ansprüche geknüpft werden. Daher treten wir für die rechtliche Gleichstellung aller Lebensweisen ein.

Karin Binder
Niema Movassat
Ulla Jelpke
Andrej Hunko
Inge Höger
X
Antwort empfehlen
Frage zum Thema Recht auf Eheschließung für gleichgeschlechtliche Paare
02.07.2012
Von:

Sehr geehrter Herr Hunko,

im Prinzip gebe ich Ihnen und den anderen vier Abgeordneten Ihrer Fraktion recht.Auch wir sind gegen eine Priviligierung der Institution Ehe. Die Übertragung aktueller Privilegien der Ehe (die ja so schnell nicht verschwinden werden) auf gleichgeschlechtliche Partnerschaften würden aber in unserem konkreten Fall bedeuten, dass finanzielle Benachteilungen aufgehoben wären. Eine von uns beiden hat große finanzielle Einbußen hingenommen,um eine mehrjährigen Fernbeziehung zugunsten eines Zusammenlebens zu beenden. Die Rente ist trotz fast 40jähriger Erwerbsarbeit minimal. Da würde uns eine gemeinsame steuerliche Veranlagung sehr helfen.
Sind Sie nicht auch der Meinung,dass die konkrete Verbesserung der Lebenssituation von Menschen ggf. wichtiger ist als das Festhalten an Prinzipien?

Mit freundlichen Grüßen


Bisher ist noch keine Antwort eingetroffen.
X
Frage zum Thema Internationales
09.10.2012
Von:

Mich würde interessieren, ob die Reise von Herrn Hunko nach Griechenland, um dort gegen die deutsche Regierung zu demonstrieren aus Steuergeldern finanziert wurde oder privat bzw. durch die Partei
Antwort von Andrej Hunko
2Empfehlungen
10.10.2012
Andrej Hunko
Sehr geehrter Herr ,

Ihrer Frage liegt ein Missverständnis zu Grunde: Ich bin nach Athen gefahren, um an der Eröffnung eines Büros der Rosa-Luxemburg-Stiftung teilzunehmen. Desweiteren habe ich mir ein Bild von den Flüchtlingslagern in Griechenland gemacht. Diese Reise war lange vor Bekanntwerden der Reise Angela Merkels geplant.

Selbstverständlich habe ich mich auch mit linken Vertreter/innen der griechischen Opposition getroffen und mit ihnen gemeinsam auf dem Syntagma-Platz demonstriert. Wir haben dort nicht allgemein gegen die deutsche Regierung, sondern konkret gegen die bisherige Art der Krisenbewältigung protestiert, für die Angela Merkel steht und an der sie festhält. Ich befürchte, dass durch diese Art der Krisenbewältigung das europäische Sozialstaats- und Demokratiemodell gefährdet wird. Siehe dazu meine Pressemitteilung, die sie auf meiner Website finden:

andrej-hunko.de

Die Reise wurde aus Mitteln der Rosa-Luxemburg-Stiftung finanziert.


Beste Grüße

Andrej Hunko
X
Antwort empfehlen
Ihre Frage an Andrej Hunko
Sie befinden sich auf einer Archivseite. Die Fragefunktion wurde inzwischen geschlossen.