Andreas Schönberger (PBC)
Kandidat Europawahl 2009
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Andreas Schönberger
Jahrgang
1968
Berufliche Qualifikation
Krankenpfleger
Ausgeübte Tätigkeit
Ambulante Pflege/Sozialstation
Wohnort
-
Bundesland
Baden-Württemberg
Bundeslistenplatz
9
(...) Mit dieser unbefriedigenden Situation dürfen wir uns nicht abfinden. Ich trete daher dafür ein, dass in der nächsten Legislaturperiode des Europaparlamentes ein erneuter Anlauf zu einem EU-Tierschutzgesetz genommen wird. In einem solchen Gesetz muss zum Tode führende Tierquälerei mit empfindlichen Strafen geahndet werden. (...)
 
Persönliche Website
www.strohgaeu.pbc.de
Fragen an Andreas Schönberger
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Frage zum Thema Agrarpolitik
18.05.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Schönberger,

wie stehen Sie zu den Milchpreisen und EU-Exportsubventionen für Lebensmittel in Drittländer?

Mit freundlichen Grüßen
Antwort von Andreas Schönberger
7Empfehlungen
18.05.2009
Andreas Schönberger
Sehr geehrte Frau ,

recht herzlichen Dank für Ihr Interesse an unserer Politik und für Ihre Frage, auf die ich gerne antworte:

Zunächst einmal ist es wichtig, dass die Zeiten der Abgehobenheit und der Arroganz der Politiker zu Ende geht. Die Stimme, die die Politiker der etablierten Parteien verstehen, scheint offenbar nur die Wählerstimme am Wahltag zu sein - wenn ihnen die Wähler davonlaufen, dann werden sie plötzlich "hellhörig"...

Basis der Landwirtschaft ist der bäuerliche Familienbetrieb. Seine Erhaltung ist eine lebenswichtige nationale Aufgabe.

Was Ihre Frage angeht, so geht es hier ja nicht um Kleinigkeiten, sondern um Tausende Existenzen der Milchbauern, denen mehr und mehr die Existenzgrundlage wegbricht. Wenn in dieser Situation nun die Milchbauern zu Recht sagen: "Wir wollen, dass die Kanzlerin uns anhört", dann reicht es eben nicht, wenn man als Antwort bekommt, ein persönliches Gespräch sei "nicht absehbar". Wir von der PBC fordern Bürgernähe und ein offenes Ohr der Politiker für die Nöte der Menschen. Es ist gewiss nicht zu viel verlangt, wenn die Milchbauern nun fordern, dass sie zumindest angehört werden!

In den kommenden Monaten droht ein massives Höfesterben. Wir fordern einen Agrargipfel unter Leitung der Bundeskanzlerin, bei dem alle Betroffenen (bzw. ihre Vertreter) mit am Tisch sitzen. Als Sofortmaßnahme sollten die zum Jahresende anstehenden Direktzahlungen auf die Jahresmitte vorgezogen werden. Ferner sollten die Steuern auf Agrardiesel gesenkt werden, um die Liquidität der Landwirte zu verbessern.

Die wiedereingeführten Exportsubventionen für Milchprodukte sehen wir nicht als eine tragfähige, dauerhafte Lösung an. Wir brauchen solidarische und ökologisch verträgliche Lösungen, die nicht die Nöte, die wir hier im Land haben, in die Entwicklungsländer verlagern.

Ich hoffe, Ihre Fragen damit beantwortet zu haben und grüsse Sie freundlich nach Freiamt,

Ihr Andreas Schönberger.
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Frage zum Thema Bildung, Kultur, Forschung und Technologie
22.05.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Schönberger,

ich bin seit 10 Jahren im Bereich Jungenförderung engagiert. Deshalb aus diesem Bereich meine Fragen an Sie:

1. Jungen haben heute schlechtere Bildungserfolge und schlechtere Zukunftsperspektiven als Mädchen. Trotzdem wird dieser Thematik in der politischen Praxis noch zu wenig Bedeutung beigemessen. Ist Ihrer Meinung nach die gezielte Förderung von Jungen im Bildungswesen für Europa ein wichtiges Thema und wenn ja, wie werden Sie sich dafür einsetzen?

2. In fast allen europäischen Staaten wurden die Pflichtdienste für Männer (Wehrpflicht, Zivildienst) ausgesetzt oder abgeschafft. In Deutschland ist man dazu noch nicht bereit. Sind Sie für den Beibehalt oder für die Abschaffung dieser Pflichtdienste?

3. Soll in Deutschland - so wie europaweit Standard - das gemeinsame Sorgerecht auch für nicht miteinander verheiratete Eltern ab Geburt ihres Kindes bzw. ab Vaterschaftsanerkennung eingeführt werden und sollten Kinder ein grundgesetzlich verankertes Recht auf Erziehung durch ihre beiden Eltern erhalten?

Für eine Antwort wäre ich dankbar.

Mit freundlichen Grüßen

Dr.
Antwort von Andreas Schönberger
8Empfehlungen
24.05.2009
Andreas Schönberger
Sehr geehrter Herr Dr. ,

vielen Dank für Ihr Interesse an unserer Politik und für Ihre Fragen, auf die ich Ihnen gerne antworten werde:

zu 1.) Sie schreiben, Jungen hätten heute schlechtere Zukunftsaussichten als Mädchen. Erlauben Sie mir eine Gegenfrage: In Bezug worauf haben sie diese schlechten Aussichten? Beruf und Karriere sind nicht alles! Der beste Schutz vor einem "gescheiterten" Leben, einem Leben, das sein Ziel verfehlt, ist nach unserer Überzeugnung die Bereitschaft junger Menschen, sich für Gott und Sein Wort zu öffnen.

Die PBC hat das Ziel, Gottes ewig gültiges Wort zur Richtschnur nicht nur für das private Leben der Bürger, sondern auch für die Politik unseres Landes werden zu lassen.
In der Heiligen Schrift lesen wir u.a.:
"Dann sprach Gott zu der Frau: "Mit großer Mühe und unter Schmerzen wirst du Kinder zur Welt bringen. Du wirst dich nach deinem Mann sehnen, doch er wird über dich herrschen." Und zu Adam sprach er: "Weil du auf deine Frau gehört und von der verbotenen Frucht gegessen hast, soll der Ackerboden deinetwegen verflucht sein. Dein ganzes Leben lang wirst du dich abmühen, um dich davon zu ernähren." (1. Mose 3,16 f.).
Gott hat also für Männer und Frauen unterschiedliche Aufgaben vorgesehen. Ferner gibt es unterschiedliche Berufungen, die Gott für einzelne Menschen bereit hat.
Wir lehnen als Christen alle Versuche ab, den grundgesetzlichen Schutz, den Ehe und Familie genießen, anzutasten.
Dieser Schutz ist in Artikel 6 des Grundgesetzes formuliert. Die Väter des Grundgesetzes hätten sicher nicht im Traum daran gedacht, dass einmal sogenannte eheähnliche Verbindungen oder Verbindungen zwischen Gleichgeschlechtlichen der Ehe gleichgestellt werden sollen, wie wir es heute erleben bis hin zu dem aktuellen Vorstoß der Bundesjustizministerin Zypries, homosexuellen Paaren das Adoptionsrecht zuzuerkennen. Sie möchte ausloten, ob es dafür einen gesellschaftlichen Konsens gibt. Und da müssen wir antworten: Nein, darüber gibt es keinen gesellschaftlichen Konsens, da wir als Christen aufgrund unseres Bibelverständnisses ein solches Vorhaben ablehnen müssen. Hinter solchen Vorhaben, die es auch auf europäischer Ebene gibt, steht die sogenannte "Gender"-Ideologie, wonach eigentlich alle Menschen nicht nur gleichberechtigt sein sollen - was wir auch befürworten - sondern "gleich"! Damit ist gemeint, dass alle Unterschiede im Wesen und im Verhalten von Mann und Frau anerzogen seien. Von Natur aus seinen wir eigentlich alle "gleich" und so soll nun jeder nach seinem Gutdünken seine sexuelle Orientierung auswählen bis hin zu Geschlechtsumwandlungen. Ziel ist, so wörtlich, eine "echte Wahlfreiheit"! Dem soll auch von staatlicher Seite Rechnung getragen werden. Diese Gender-Ideologie soll nun in allen Verwaltungen, Ministerien und Institutionen umgesetzt werden - auf Kosten der Steuerzahler, die die damit zusammenhängenden (ich nenne es einmal provozierend) Erziehungs- und Überwachungskosten aufbringen müssen; es hängt ein großer Bürokratieapparat dran? Ein biblisches Verständnis von Ehe und Familie hat hier keinen Platz mehr. Aber die Frage muss erlaubt sein, ob es nicht vielleicht doch besser wäre, wenn ein Kind einen Vater und eine Mutter hat, anstatt z.B. zwei Väter, was ja durch das Adoptionsrecht für Homosexuelle ermöglicht werden soll. Es ist wichtig, dass jemand noch solche Fragen stellt. Wir stellen sie. "Gender Mainstreaming", wie es auch genannt wird, ist also ein gigantisches Umerziehungsprojekt, das Frauen und Männern ihre natürliche, angeborene Geschlechtsidentiät aberziehen will. "Mainstreaming" bedeutet "in den Hauptstrom bringen", das bedeutet, dass die Gender-Ideologie zum zentralen Bestandteil bei allen staatlichen Entscheidungen und Handlungen gemacht werden soll. Man will den "neuen Menschen" schaffen, mit beliebigem geschlechtlichem Verhalten ? ohne dass es Beweise für die Richtigkeit der Hypothesen gibt, die dieser Ideologie zu Grunde liegen. Dass man eine solche Ideologie vom christlichen Standpunkt aus nicht gutheißen kann, versteht sich von selbst. In der Praxis bedeutet "Gender Mainstreaming" auch, dass einseitig die Integration von Frauen in den Arbeitsmarkt gefördert werden soll und demgegenüber Frauen auch finanziell benachteiligt werden, die sich längere Zeit der Erziehung ihrer Kinder widmen wollen. "Gender Mainstreaming" wurde bereits 1997 zum offiziellen Ziel der Gleichstellungspolitik der Europäischen Union und ist auch in der neuen EU-Verfassung festgeschrieben, wo es wörtlich heißt (Art. 2): "Die Werte der Union sind allen Mitgliedsstaaten in einer Gesellschaft gemeinsam, die sich durch die Gleichheit von Frauen und Männern auszeichnet". Als auf der vierten Weltfrauenkonferenz in Peking die Gender-Zielsetzung festgeschrieben wurde, haben sich insbesondere die Vertreterinnen von Staaten der Entwicklungsländer dagegen gewehrt und in der Gender-Ideologie einen direkten Angriff auf ihre Werte, Kulturen und Traditionen gesehen. Der deutsche Soziologe Gerhard Amendt verurteilt die Gender-Ideologie als "Identitäts-Verwirrung und -zerstörung, die zu pathologischen Zuständen führen müsse, die als leidvolle Desorientierung erlebt werden". Auch wir von der PBC fordern die Abkehr von der Gender-Ideologie und Beendigung der staatlichen Finanzierung von Gender-Programmen, die mittlerweile so skurrile Stilblüten treiben, wie Sie, sehr geehrter Herr Dr. , sie beschrieben haben.

Abgesehen von den hier beschriebenen grundsätzlichen Bedenken, die ich gegen die Gender-Ideologie habe, sehe ich ein Problem darin, dass sich die Frauenförderung mittlerweile verselbständigt und teilweise nun umgekehrt zu einer Benachteiligung von Jungen und Männern geführt hat.

Darum gilt: Gleichberechtigung - JA! Aber grenzenlose "Gleichheit" mit skurrilen und teuren Gender-Programmen - NEIN!


zu 2.) Wir respektieren die Entscheidung junger Männer, die als Soldaten der Bundeswehr (Grundwehrdienst) oder als Zivildienstleistende in ihrem Einsatz einen Dienst für Frieden und Freiheit sehen.
Ich trete in gleicher Weise für ein verpflichtendes Soziales Jahr für junge Frauen ein. Die Pflicht soll enden, sofern und sobald eine Frau Mutter bzw. ein Mann Vater wird.


zu 3.) Zum Schutz der Ehe und im Interesse der Kinder tritt die PBC für eine Erschwerung der Ehescheidung ein. Der zunehmend hohen Scheidungsrate in unserem Volk mit den vielen psychisch kranken Scheidungsopfern und scheidungsgeschädigten Kindern muss mit allen Mitteln entgegengewirkt werden.
Die gegenwärtige Situation, dass viele Väter für ihre Kinder zwar unterhaltszahlungspflichtig sind, ihnen ein Kontakt zu ihren Kindern aber weitgehend verwehrt bleibt, ist unhaltbar. Jedoch gilt: Sorgerecht ist auch Sorgeverantwortung und Sorgepflicht. Unter diesem Vorbehalt trete ich für das gemeinsame Sorgerecht auch für nicht miteinander verheiratete Eltern ein. Das gemeinsame Sorgerecht soll gelten, solange keine Kindeswohlgefährdung nach § 1666a BGB vorliegt.

Ich hoffe, Ihre Fragen hinreichend beantwortet zu haben und wünsche Ihnen von Herzen Gottes reichen Segen,

Ihr Andreas Schönberger
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Frage zum Thema Umwelt
24.05.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Schönberger,

da meine ursprüngliche eMail an Sie beanstandet wurde,
formuliere ich neu:

Stimmt es, dass lediglich 37.5 % der EU-Parlamentarier die Erklärung Nr. 12 zum Schutz der Streunertiere in Europa gezeichnet und damit die erforderliche einfache Mehrheit mit 99 Stimmen verfehlt haben?

Ist diese Erklärung von Ihnen unterschrieben worden?

Mit freundlichem Gruß

Antwort von Andreas Schönberger
3Empfehlungen
24.05.2009
Andreas Schönberger
Sehr geehrte Frau ,

haben Sie vielen Dank für Ihre Frage, auf die ich gerne eingehen möchte:

Ich finde es gut, dass Sie sich mit Nachdruck für den Tierschutz auf europäischer Ebene einsetzen. Auch ich befürworte ein europaweites Tierschutzgesetz.

r haben Sie Recht: Die von Ihnen erwähnte Erklärung Nr. 12 wurde bis zum Stichtag, dem 7.Mai 2009, nur von 294 der insgesamt 785 Politiker unterschrieben - somit scheiterte dieses wichtige Anliegen an 99 fehlenden Unterschriften.

Ich selbst habe die Erklärung nicht unterschrieben, da ich bislang nicht Mitglied des Europäischen Parlamentes bin. Ich habe aber bereits auf kandidatenwatch deutlich gemacht, dass ich das Anliegen der Erklärung unterstütze und mich dafür einsetzen werde, dass das Anliegen des Streunerschutzes in der kommenden Legislaturperiode erneut im Europäischen Parlament thematisiert wird.

Nun grüsse ich Sie recht herzlich nach Bochum und wünsche Ihnen weiterhin viel Kraft und viel Erfolg für Ihre Bemühungen für die Tierrechte.

Mit freundlichen Grüssen,
Andreas Schönberger.
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Frage zum Thema Sozialpolitik
02.06.2009
Von:

Sehr geehrter Andreas Schönberger

und warum hat der PBC keine gesammlichen liste oder bundnis mit der AUF-partei und OEDP?

In der Niederlanden waren der RPF und GPV in 2000 zusammen in der Christenunie und in 2002 mit der wahlen (und bis jetzt mit aller \wahlen) Hatte allein der Christenunie mitgemacht mit der wahlen und nicht der RPF und GPV

Mit freundlichem Gruß
Aram Jellese
Antwort von Andreas Schönberger
6Empfehlungen
03.06.2009
Andreas Schönberger
Sehr geehrter Herr Jellese,

vielen Dank für Ihr Interesse an unseren Standpunkten und für Ihre Frage, die ich gerne beantworten werde.

Die AUF-Partei ist eine kleine Abspaltung (ca. 400 Mitglieder) von der PBC. Wir bedauern es, dass es zu dieser Abspaltung gekommen ist, wollen der Sache aber auch nicht zu grosse Bedeutung zumessen. Die AUF-Partei wird laut ihrer eigenen Aussage schon bei der kommenden Bundestagswahl nicht mehr antreten. Unter Christen hat die Gründung der AUF-Partei viel Unverständnis ausgelöst - es macht ja auch keinen Sinn, dauernd neue Parteien zu gründen (es gibt ja auch bereits eine Zentrumspartei und eine "Christliche Mitte"). Vielmehr sollte jeder bereit sein, um der gemeinsamen Sache Willen über seinen Schatten zu springen und gemeinsam an einem Strang zu ziehen und die Stärkste unter den verschiedenen Parteien zu unterstützen, damit unsere christlichen Positionen deutliches Gehör finden und das Töten (Abtreibung!) endlich endet! Die PBC ist mit fast 4000 Mitgliedern mit Abstand die Grösste unter den dezidiert christlich orientierten Parteien in Deutschland.
Die ödp ist zwar eine wertkonservative Partei, sie möchte aber nicht ausdrücklich christlich-biblische Positionen beziehen. Der Generalsekretär der ödp, Dr. Claudius Moseler, hat eine Zusammenarbeit mit den christlichen Parteien leider abgelehnt. Gemeinsame Listen/Wahlbündnisse sind im deutschen Wahlrecht nicht zulässig.

Ich hoffe, Ihnen die gewünschte Auskunft gegeben zu haben und grüsse Sie recht freundlich nach Oudrop,
Ihr Andreas Schönberger
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Frage zum Thema Bürgerrechte, Datenschutz und politische Teilhabe
05.06.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Schönberger,

sie schreiben am 24.5.:
"Die Väter des Grundgesetzes hätten sicher nicht im Traum daran gedacht, dass einmal sogenannte eheähnliche Verbindungen oder Verbindungen zwischen Gleichgeschlechtlichen der Ehe gleichgestellt werden sollen, wie wir es heute erleben bis hin zu dem aktuellen Vorstoß der Bundesjustizministerin Zypries, homosexuellen Paaren das Adoptionsrecht zuzuerkennen."

Richtig. Aber ob die Väter des Grundgesetzes im Traum an Vorratsdatenspeicherung und BKA-Gesetz gedacht hätten? Ich bezweifle es. Das Grundgesetz und seine Auslegung muss sich eben mit der Gesellschaft weiterentwickeln. Stichwort Gleichstellung.

Das führt mich zu meiner eigentlichen Frage: Wie vereinbart sich ihr Versprechen von gleichberechtigten Menschen ("Gleichberechtigung - JA! ") mit Ihren Statements zu den Rechten homosexueller Mitbürger? Sie begründen Ihre Ablehnung unter anderem mit dem Kindeswohl. Überspitzt ausgedrückt, müsste dann auch Armen und Migranten das Recht, Kinder großzuziehen, absprechen - schließlich ist der Anteil an perspektivlosen Jugendlichen ohne Schulabschluss bei diesen gesellschaftlichen Gruppen besonders groß.
Es geht mir ausdrücklich nicht um die Gender-Theorie und -politik als solche, dazu haben Sie ja bereits eingehend Stellung genommen.
Antwort von Andreas Schönberger
bisher keineEmpfehlungen
06.06.2009
Andreas Schönberger
Sehr geehrter Herr ,

herzlichen Dank für Ihr Interesse an unserer Politik und für Ihre Frage, auf die ich gerne eingehen werde.

Wie Sie es ja bereits selbst angesprochen haben, sehen wir eine besondere Verantwortung für uns als Christen darin, eine gedeihliche und ungefährdete Entwicklung der Kinder zu gewährleisten. Natürlich gibt es immer Gefährdungen, das versteht sich von selbst. Aber wir dürfen die Gefährdungen nicht gesetzlich legitimieren!
Auch ist Ihre Argumentation nicht schlüssig: Die Tatsache, dass es Kinder gibt, die in ungeordneten und sozial bedenklichen Verhältnissen aufwachsen müssen, rechtfertigt natürlich nicht, dass man durch zweifelhafte gesetzliche Regelungen die Zahl solcher Kinder weiter erhöht. Auch Ihr Vergleich mit Vorratsdatenspeicherung und BKA-Gesetz trifft die Sache in meinen Augen nicht richtig. Es ging mir darum, dass es eine Werteverschiebung gegeben hat, die sich die Väter des Grundgesetzes nicht im Traume hätten vorstellen können. Diese Werteverschiebung, weg von den Werten Ehe und Familie, die ja im Grundgesetz noch geschützt wurden, ist nach unserer Überzeugung und unserem Bibelverständnis ungut und wir wollen den Menschen, die das genauso sehen, eine Stimme geben.

Nun wünsche ich Ihnen eine gute Zeit und Gottes reichen Segen,
mit freundlichen Grüssen nach Köln,

Ihr Andreas Schönberger.
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