Andrea Wicklein (SPD)
Abgeordnete Bundestag

Grunddaten
Andrea Wicklein
© spdfraktion.de
Geburtstag
06.03.1958
Berufliche Qualifikation
Diplomökonomin, Angestellte
Ausgeübte Tätigkeit
MdB
Wohnort
Nuthetal OT Rehbrücke
Wahlkreis
Potsdam - Potsdam-Mittelmark II - Teltow-Fläming II
Ergebnis
28,7%
Landeslistenplatz
4, Brandenburg
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(...) Meine Position ist dieser Frage hat sich nicht verändert. Ich werde mich auch weiterhin – jetzt aus der Opposition heraus – für eine zügige Angleichung der Rentensysteme einsetzen. Denn eine automatische Angleichung aufgrund steigender Löhne ist nicht mehr zu erwarten. (...)
Parlamentarische Arbeit / Nebentätigkeiten
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Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
22.10.2010
Von:

Sehr geehrte Frau Wicklein,

beim Vorstand der SPD soll ein Antrag auf Einrichtung eines Arbeitskreises "Laizistinnen und Laizisten in der SPD - Für die Trennung von Staat und Religion" gestellt werden. Dem hat ihr Parteivorsitzender Herr Gabriel bereits wenig Chancen auf Zustimmung eingeräumt und die Verwendung der Bezeichnung "SPD" auf deren Internetseite untersagt.

Angesichts der ständig wachsenden Anzahl von Konfessionslosen in der Bundesrepublik (immerhin bereits über 34%), die eine Subventionierung der christlichen Kirchen auch aus ihren Steuerzahlungen sehr kritisch gegenübersteht (das ist jedenfalls meine Sicht):

Wie werden Sie sich zu einem Arbeitskreis "Laizistinnen und Laizisten in der SPD" positionieren? Werden Sie der Gründung zustimmen?

Könnten Sie sich vorstellen, dort mitzuarbeiten?

Falls Sie eine Gründung des Arbeitskreises ablehnen: werden Sie dann auch dafür eintreten, dass die Arbeitskreise Christinnen und Christen und Jüdischer Sozialdemokratinnen und -demokraten geschlossen werden?

Mit freundlichen Grüßen

Antwort von Andrea Wicklein
1Empfehlung
29.10.2010
Andrea Wicklein
Sehr geehrter Herr ,

die Zuständigkeit für die Gründung von Arbeitskreisen der Bundes-SPD liegt beim Bundesvorstand. Da ich dort kein Mitglied bin, habe ich darüber nicht zu entscheiden.

Sollten tatsächlich eine Reihe von Mitgliedern der SPD laizistische politische Forderungen formulieren wollen, so sollte ihnen das offen stehen. In der Partei wird das dann zu diskutieren sein.

Mit freundlichen Grüßen

Andrea Wicklein
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Frage zum Thema Verkehr und Infrastruktur
19.11.2010
Von:

Sehr geehrte Frau Wicklein,

der BILD-Zeitung von heute ist zu entnehmen, dass bzgl. der Flugrouten BBI "aus Solidarität mit seinem SPD-Genossen sich Platzeck bei den Flugrouten gebeugt" hätte und diese nun über Potsdam führen würden. Der zuständige Staatssekretär Rainer Bretschneider, ebenfalls Mitglied der SPD, meinte: "Die reichen Berliner Vororte hätten solchen Druck aufgebaut, dass Brandenburg wohl mehr belastet würde." Potsdam würde nun 365 Tage überflogen werden – und Brandenburg bekomme in der Auseinandersetzung den "Schwarzen Peter" zugeschoben.

Dazu habe ich folgende Fragen:
1. Halten Sie solche Absprachen, die sich an Wahlterminen und Erfolgsaussichten von Parteigenossen orientieren, für ein seriöses Vorgehen in der Politik?
2. Unterstützen Sie die Absprachen Ihrer Parteigenossen? Falls ja, könnten Sie mir bitte die Gründe dafür darlegen.
3. Seit wann ist Druck von Wohlhabenden für die SPD ein Argument, das zählt?
4. Als Mitglied des Wirtschaftsausschusses wissen Sie sicherlich um die Mehrkosten für die Airlines aufgrund der verlängerten Flugrouten über Potsdam - ganz zu Schweigen von der zunehmenden Klimabelastung. Würden Sie eine diesbezügliche schriftliche Frage an die Bundesregierung stellen, um entsprechende Fakten als Grundlage für die anstehenden Diskussionen zu erhalten?

Für Ihre Mühe danke ich Ihnen im Voraus und verbleibe

mit freundlichen Grüßen

Antwort von Andrea Wicklein
bisher keineEmpfehlungen
24.11.2010
Andrea Wicklein
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Frage. Von politischen Absprachen zwischen den Ländern Berlin und Brandenburg bei der Festlegung der Flugrouten am Flughafen Berlin-Brandenburg International weiß ich nichts und halte sie auch nicht für realistisch. Vielmehr geht es darum, die Flugrouten für möglichst viele betroffene Bürgerinnen und Bürger lärmvermeidend festzulegen.

Gern möchte ich Ihnen meine Position darlegen: Für mich sind die Proteste vieler Menschen bei der Diskussion zur Festlegung der An- und Abflugverfahren am Flughafen Berlin-Brandenburg International (BBI) nachvollziehbar und verständlich. Die Bürgerinnen und Bürger verlangen zu Recht lärmvermeidende Flugkorridore rund um den BBI. Auch bin ich der Meinung, dass es beim Lärmschutz keine Bürgerinnen und Bürger erster und zweiter Klasse geben darf. Weder in Berlin noch in Brandenburg.

Das Verfahren zur Festlegung der Flugkorridore muss klaren Zielen folgen: An erster Stelle stehen Flugsicherheit sowie Lärmvermeidung und das Nachtflugverbot. Die Wirtschaftlichkeit des Flughafen darf bei der Festlegung der Flugverfahren kein vorrangiges Ziel sein. Die Interessen der Bürgerinnen und Bürger rund um den BBI müssen höher gestellt sein, als die der Wirtschaftsunternehmen. Eine Gesamtverlärmung der Region rund um den BBI muss verhindert werden. Es ist nicht akzeptabel, dass die Bürgerinnen und Bürger der Region zu Leidtragenden von Planungsversäumnissen oder Kommunikationsfehlern werden.

Um das Verfahren zur Festlegung der An- und Abflugverfahren in diesem Sinne zielführend und ergebnisorientiert führen zu können, sind geordnete, gesicherte und belastbare Entscheidungsgrundlagen zu den Lärmauswirkungen jeder einzelnen Routenvariante, bezogen auf die Gesamtregion sowie Städte, Gemeinden oder Ortsteile notwendig.

Darüber hinaus ist eine Neuregelung der Planungsverfahren erforderlich: Es ist nicht nachvollziehbar und auch nicht vermittelbar, warum zunächst eine Grobplanung der Flugrouten im Planfeststellungsverfahren erfolgt, Bürgerinnen und Bürger ihre Lebensplanung danach ausrichten und dann, viele Jahre später eine möglicherweise völlig andere Routenplanung ohne echte Bürgerbeteiligung durch die Flugsicherungsbehörden vorgenommen wird. Ich sage: Wer betroffen ist, muss von Anfang an bei der Planfeststellung beteiligt sein.

Um hier mehr Klarheit herzustellen, habe ich eine Kleine Anfrage der SPD-Bundestagsfraktion an die Bundesregierung initiiert, die Sie unter folgendem Link finden: dipbt.bundestag.de .

Mit freundlichen Grüßen

Andrea Wicklein
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Frage zum Thema Wirtschaft
12.02.2011
Von:

Sehr geehrte Frau Wicklein,
bekanntlich sind des öfteren Mitglieder der Brandenburger SPD in mehrere Korruptionsfälle verstrickt.

Beispielhaft seien die aktuellen Fälle Ihrer Genossen Speer und Ruprecht genannt. Leider läßt sich das aber bis weit in die 90er zu den Herren Kaminski und Wolf (SPD) zurückverfolgen. Es würde hier den Rahmen sprengen, alle Fälle aufzuzählen, an denen SPD Mitglieder beteiligt waren.

So würde mich interessieren, was Sie persönlich taten, um derartige Vorfälle zu verhindern, an deren Aufklärung mitzuwirken und vor allem was Sie zukünftig tun werden, dass endlich Brandenburger Korruptionsfälle ala SPD der Vergangenheit angehören. Denn es ist zu augenfällig, das bei wohl an die 30 in Brandenburg zugelassenen Parteien und Wählergruppierungen immer wieder so die SPD hervorsticht.

Mit freundlichen Grüßen


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Frage zum Thema Soziales
12.02.2011
Von:

Sehr geehrte Frau Wicklein,

Sie sprechen in der heutigen Presse in Bezug auf den Erwerb des Uferweges am Griebnitzsee durch die Stadt Potsdam von einem Sieg der Vernunft.

Wäre es nicht vernünftiger die dort jetzt vom Steuerzahler aufzuwendenden Millionen Euro für andere Themen wie bspw. die Sanierung von Ausländerwohheimen, Schulen oder Kitas aufzuwenden?
Antwort von Andrea Wicklein
bisher keineEmpfehlungen
22.02.2011
Andrea Wicklein
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Frage. Ich kann Ihre Bedenken zu den hohen Kosten, die der freie Uferweg am Ende mit sich bringen wird, sehr gut nachvollziehen. Schließlich hat Potsdam auch bei vielen anderen Vorhaben enorme Investitionsbedarfe. Einige davon hatten Sie aufgezählt. Deshalb gilt es, hier sorgfältig abzuwägen und verantwortungsvoll zu entscheiden. Beim Uferweg am Griebnitzsee ist das geschehen. Im Zuge der Sperrungen haben viele Potsdamerinnen und Potsdamer ihren Unmut über die Privatisierung des Weges deutlich gemacht. Und über viele Jahre hinweg ist das öffentliche Interesse an einem freien Uferweg nicht geringer geworden. Klar ist deshalb: Die Forderungen nach einer Zurückgewinnung dieses Weges auf dem ehemaligen Mauerstreifen haben eine enorme Bedeutung für die Stadt und ihre Bürger. Diese Einschätzung teile ich. Gerade im Jahr 2011 – dem 50. Jahr nach dem Bau der Mauer – ist es für viele unverständlich, an diesem geschichtsträchtigen Ort erneut vor Zäunen und Absperrungen zu stehen. Dass die Kosten so hoch sind, ist auch Ergebnis einer gesetzlichen Regelungslücke, von der nicht nur Potsdam betroffen ist. Hier haben sich Bund und Stadt bei Grundstücken von öffentlichem Interesse einen unerbittlichen Bieterpoker auf Kosten der Allgemeinheit geliefert. Ich fordere deshalb eine Klarstellung im Gesetz über die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA), dass das besondere Erwerbsinteresse von Ländern und Gemeinden an Liegenschaften des Bundes, die von der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben vermarktet werden, vorrangig zu berücksichtigen ist. Bisher werden die Liegenschaften, die der Bund nicht mehr benötigt, nach rein wirtschaftlichen Grundsätzen veräußert. In ihren Verfahrensgrundsätzen spricht die Bundesanstalt von einem "wertorientierten Immobilienmanagement". Der Griebnitzsee-Uferweg hat in den vergangenen Monaten offenbart, dass das auf Maximalerlös orientierte Verkaufsverfahren von Bundesliegenschaften durch die BImA zu Interessenkollisionen mit Ländern oder Gemeinden auf Kosten des Allgemeinwohls führen kann. Die Kosten für den Uferweg lassen sich übrigens auch senken, wenn die Anrainer endlich ihr Kriegsbeil begraben und den Weg im Interesse des Gemeinwohls frei machen. Ich setze deshalb weiter auf eine baldige Einigung in Sachen Uferweg und wünsche mir, dass er so schnell wie möglich wieder für alle Bürgerinnen und Bürger und vor allem die kommenden Generationen zur Verfügung steht.

Mit freundlichen Grüßen

Andrea Wicklein
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Frage zum Thema Kinder und Jugend
23.02.2011
Von:

Sehr geehrte Frau Wicklein,
sollte ihrer Meinung nach das Rauchverbot erst ab 16 Jahre gelten?
mfg
Antwort von Andrea Wicklein
bisher keineEmpfehlungen
24.02.2011
Andrea Wicklein
Sehr geehrte Frau ,

ich bin mir nicht sicher, worauf Ihre Frage abzielt. Mit dem Jugendschutzgesetz 2007 wurde ein generelles Abgabeverbot von Tabakwaren an Jugendliche unter 18 Jahren eingeführt. Auch die Abgabe an Automaten ist seit 01.01.2009 nur noch ab 18 Jahren möglich. Sollte Ihre Frage darauf abzielen, diese Grenze wieder auf 16 Jahre zu senken, würde ich dem nicht zustimmen.

Mit freundlichen Grüßen
Andrea Wicklein
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