Alois Karl (CSU)
Abgeordneter Bundestag 2005-2009
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Grunddaten
Alois Karl
Jahrgang
1950
Berufliche Qualifikation
Jurist, Oberbürgermeister a. D.
Ausgeübte Tätigkeit
Mitglied des Deutschen Bundestages, selbst. Rechtsanwalt
Wahlkreis
Amberg
Landeslistenplatz
keinen, Bayern
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(...) Entscheidend für den Staat und seine Abwehrmaßnahmen muss das Ausmaß der Bedrohung sein. Unstrittig ist nach vielen Jahren der Verharmlosung, Deutschland sei als Rückzugsgebiet von Terroristen kein Angriffsziel, dass die größte Bedrohung für die Bürger durch Terroristen mit islamistischem Hintergrund ausgeht. Dies haben nicht nur die Anschläge in den USA, sondern auch die Attentate in Großbritannien und Spanien, sowie die geplanten Anschläge in Deutschland während der letzten Fußball-WM bestätigt. (...)
Parlamentarische Arbeit / Nebentätigkeiten
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Frage zum Thema Gesundheit
25.08.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Karl,

gerne hätte ich Auskunft über Ihre Haltung und Ihren Aktivitäten zu dem Thema :"MRSA - Bakterien " z.B. auch in Krankenhäusern in unserer Region?

Mit freundlichen Grüßen
Antwort von Alois Karl
bisher keineEmpfehlungen
03.09.2009
Alois Karl
Sehr geehrter Herr ,

herzlichen Dank für Ihre Anfrage, die mich über abgeordnetenwatch.de erreicht hat.

Grundsätzlich ist die Problematik der methicillin-resistenten Staphylococcus aureus (MRSA)-Stämme in den Kliniken im Wahlkreis bekannt. Allerdings ist es diese Problematik nicht einfach zu lösen, da auch ein nicht erkennbar kranker Mensch bereits multiresistente Keime (z.B. in der Nase) in sich tragen kann. Im Normalfall wird er keine besonderen Beschwerden haben. Siedeln sich diese Keime aber beispielsweise an offene Wunden von immunschwachen Patienten an, so kann es dort zu Infektionen mit gefährlichen Krankheitsverläufen kommen. Daher ist zu hinterfragen, welche Personengruppen auf MRSA-Stämme wann gestestet werden sollen und ob es beispielsweise angemessen ist, auch einen nicht erkennbar kranken Menschen gegen diese Keime zu behandeln, wenn dieser im Normalfall keinen Kontakt zu immunschwachen Patienten hat. Sowohl die Krankenhäuser der Landkreise Amberg-Sulzbach und Neumarkt, als auch das Amberger Klinikum St. Marien versuchen mit einem Bündel von Maßnahmen auf diese Herausforderung zu reagieren. Diese Maßnahmen umfassen sowohl die Hygiene im Krankenhaus bzw. beim Personal als auch bei der Erkennung des Vorhandenseins derartiger MRSA-Stämme bei "neuen" Patienten bei der Aufnahme und Möglichkeiten einer Erkennung einer entsprechenden MRSA-Einschleppung durch Besucher. Sicherlich würde den Rahmen einer solchen Antwort sprengen, jede dieser Maßnahmen zu nennen, zu erläutern und auch zu begründen, warum diese gewählt wurde bzw. diese in einem Krankenhaus nicht ergriffen wurde. Auch maße ich es mir als medizinischer Laie, ich bin von Beruf Rechtsanwalt, bewusst nicht an, diese Maßnahmen fachlich zu bewerten.

Wichtig ist aber aus meiner Sicht, dass alle Krankenhäuser in unserer Region die Problematik erkannt haben und versuchen, die für ihre Einrichtung geeigneten Maßnahmen zu ergreifen. Im Rahmen einer Nachfrage bei einem unserer Gesundheitsämter wurde mir zudem bestätigt, dass die an den Krankenhäusern ergriffenen und gerade in der Erarbeitung befindlichen Maßnahmen sicherlich einen wertvollen Beitrag zur Risikominimierung leisten [werden].

Ich hoffe, damit Ihre Anfrage beantwortet zu haben und verbleibe

mit besten freundlichen Grüßen

Alois Karl, MdB
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Frage zum Thema Inneres und Justiz
06.10.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Karl,

als die UFC (Ultimate Fighting Championship) am 13.06.09 mit einer Show in Köln ihr Deutschlanddebut gab entbrannte eine heiße Diskussion um den Kampfsport MMA (Mixed Martial Arts) bzw. Ultimate Fighting. Viele Politiker stempelten UFC 99 als brutales, gewaltverherrlichendes Spektakel ab bei dem sich Schlägertypen ohne jede Regeln gegenseitig den Schädel einschlagen und schwere Verletzungen und sogar den eventuellen Tod des Gegners billigend in Kauf nehmen. Es wurden Hetzkampangen gegen das Event gestartet und viele Leute bekamen ein komplett falsches Bild vom Ultimate Fighting.

Mittlerweile laufen im bayerischen Landtag Verbotsanträge und beim Treffen der Innenminister der CDU/CSU geführten Bundesländer im August 2009 gab es ebenfalls Tendenzen zu einem MMA-Verbot.

Ich selbst interessiere mich sehr für Kampfsport und bin auch schon lange Fan der UFC. Ich war erschüttert als ich gelesen habe mit welchen aus der Luft gegriffenen Vorurteilen gegen das UFC-Event gehetzt wurde. Wer sich wirklich mit dem Thema MMA bzw. Ultimate Fighting auseinandersetzt wird schnell feststellen, dass es sich dabei nicht um ein Gewaltspektakel handelt, sondern um eine faire Kampfsportart bei der sich die Kämpfer mit Respekt gegenüber treten und sich an ein umfangreiches Regelwerk halten. Auch wenn es vielleicht teilweise so aussehen mag geht es nicht darum seinem Gegner schwer zu verletzen oder gar zu töten, sondern ihn innerhalb von 3 Runden à 5 Minuten durch KO, durch Aufgabe oder nach Punkten zu besiegen.

Meiner Meinung nach ist Ultimate Fighting eine harte aber immer noch eine faire und auf keinen Fall eine gewaltverherrlichende oder brutale Kampfsportart.
Ich würde gerne wissen wie Sie zu diesem Thema stehen und ob Sie einem Verbot von MMA zustimmen würden. Ich hoffe, dass Sie sich die Zeit nehmen und mir antworten.

Mit freundlichen Grüßen

Antwort von Alois Karl
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19.01.2010
Alois Karl
Sehr geehrter Herr ,

herzlichen Dank für Ihre Anfrage, die mich über abgeordnetenwatch.de erreicht hat.

Sie sprechen damit ein schwieriges Thema an, da es hier zum einen um die Freiheit des Einzelnen geht und zum anderen um die Fürsorgepflicht des Staates. Grundsätzlich bin ich kein Anhänger von Verboten. Allerdings hat der Staat auch eine Verpflichtung seine Bürger zu schützen.

Aus meiner Sicht ist Ultimate Fighting in einem Grenzbereich zwischen Sport und Gewalt angesiedelt. Sollte ich mit der Frage befasst sein, im Bundestag über ein Verbot von Ultimate Fighting abzustimmen, werde ich mich intensiv mit dem Thema auseinander setzen und den damit verbundenen Abwägungsprozess vornehmen. Dabei werde ich bewusst alle Argumente von Befürwortern und Gegnern prüfen und zudem einbeziehen, welche Entwicklungen sich bis dahin ergeben.

Sie sehen, eine solche Entscheidung werde ich mir sicher nicht einfach machen. Sollte am Ende dieses Abwägungsprozesses aus meiner Sicht ein Verbot von Ultimate Fighting stehen, so rechne ich auf Ihren Respekt vor meiner Entscheidung ebenso, wie auf den Respekt der Gegner des Ultimate Fightings, wenn ich mich gegen ein Verbot aussprechen werde.

Mit besten freundlichen Grüßen

Alois K a r l, MdB
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Frage zum Thema Bildung und Forschung
23.10.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Karl,

was halten Sie als Bundestagsabgeordneter von der Situation an den bayer. Gymnasien, insbesondere der des sog. Q11-Jahrgangs?

Mit freundlichen Grüßen

Antwort von Alois Karl
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19.01.2010
Alois Karl
Sehr geehrter Herr ,

herzlichen Dank für Ihre Email, die mich über Abgeordnetenwatch.de erreicht hat.

Da Sie nach der Situation an den bayerischen Gymnasien und insbesondere zum "Q11-Jahrgang" gefragt haben, habe ich bewusst die ersten landesweiten Erfahrungsberichte abgewartet, bevor ich heute zu Ihrer Frage Stellung beziehe.

Grundsätzlich scheinen die wesentlichen Eckpunkte der neuen Oberstufe in Bayern gut angenommen zu werden. Auch sind Fachleute davon überzeugt, dass hierdurch die für einen späteren Studienerfolg maßgeblichen Kernkompetenzen gestärkt werden und die bayerische Besonderheit der systematischen Verankerung der Studien- und Berufsvorbereitung sich bewähren wird.

Allerdings gibt es an manchen bayerischen Gymnasien teilweise unterschiedliche Anlaufprobleme. Von manchen Schülern wird über eine zu hohe Stundenzahl beim Unterricht geklagt. Hierzu ist anzumerken, dass Umfang der verpflichtenden Unterrichtstunden in den Jahrgangsstunden 11 und 12 auf durchschnittlich 33 festgelegt wurde. Mehr als die Hälfte der Schüler hat mehr Fachkurse gewählt, als verpflichtend vorgesehen war. Für die Fälle, in denen sich im Laufe des Schuljahres diese Schüler überfordert sehen, wurde die Möglichkeit geschaffen zusätzlich belegte Kurse noch bis zum Ende des Halbjahres jederzeit verlassen zu können. Damit sollten nur relativ leistungsfähige Schüler mehr als die verpflichtenden Unterrichtsstunden wahrnehmen. Zum Vergleich: Die Wochenstundenzahl von ca. 33 Stunden bewegt sich auf dem Niveau der BOS und der Mittelstufe an den Gymnasien.

Auch hinsichtlich des Nachmittagsunterrichts ergibt sich ein sehr unterschiedliches Bild. Rund 50 % der Q11-Schüler hat an 4 Nachmittagen Unterricht, während die meisten anderen Q11-Schüler an 2 bis 3 Nachmittagen pro Woche die Schule besuchen. Dabei kommt sowohl der Raumsituation als der Breite des Fächerangebots an der Schule eine wichtige Bedeutung zu. Das Kultusministerium hat die Gymnasien gebeten, auf einen vernünftigen Ausgleich zwischen Fächervielfalt und kompakten Stundenplänen zu achten und bietet auch laufende Fortbildungen zur Stundenplanoptimierung an.

Hinsichtlich der Leistungsnachweise und Schulaufgaben gibt es eine Reihe von Freiheiten für die Schulen, die unterschiedlich genutzt werden.

Insgesamt zeigt sich auch bei dieser Reform, dass es sicher noch etwas Zeit in Anspruch nehmen wird bis landesweit alle Schüler, Lehrer und Eltern diese Reform optimal nutzen werden. Diesen Prozess will das bayerische Kultusministerium unterstützen. Minister Schneider hat mich darüber informiert, dass bis Ende April 2010 bayernweit eine gemeinsame Erhebung von Kultus- und Wissenschaftsministerium über die Erfahrungen des Q11-Jahrgangs durchgeführt werden wird. Diese Erkenntnisse sollen dabei nicht nur für die künftige Umsetzung genutzt werden, sondern bereits in den Abiturprüfungen 2011 ihren Eingang finden.

Ich hoffe, dass damit Bayerns Gymnasien landesweit mittelfristig noch bessere Rahmenbedingungen für ihre Schüler bieten, damit diese nach dem Abitur erfolgreich in Studium und Beruf sein zu können. Für eine abschließende Beurteilung ist es aber aus meiner Sicht noch zu früh.

Mit besten freundlichen Grüßen

Alois K a r l, MdB
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