Alois Karl (CSU)
Abgeordneter Bundestag

Grunddaten
Alois Karl
Geburtstag
22.11.1950
Berufliche Qualifikation
Oberbürgermeister a. D., Rechtsanwalt
Ausgeübte Tätigkeit
MdB
Wohnort
Neumarkt
Wahlkreis
Amberg
Ergebnis
47,3%
Landeslistenplatz
8, Bayern
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(...) Dennoch habe ich von der ARGE die Zusage erhalten, dass sie Ihrem Wunsch nach Übernahme der Qualifizierungsmaßnahme erneut prüfen würde. Allerdings sollten Sie die oben angesprochenen Argumente durch entsprechende tragfähige Ausführungen entkräften können, damit die ARGE eine Entscheidung in Ihrem Sinne treffen kann. (...)
Parlamentarische Arbeit / Nebentätigkeiten
Ordentliches Mitglied
Angelegenheiten der Europäischen Union
Ordentliches Mitglied
Haushalt
Ordentliches Mitglied
Unterausschuss zu Fragen der Europäischen Union
Stellvertretendes Mitglied
Arbeit und Soziales
Stellvertretendes Mitglied
Unterausschuss Kommunales
Fragen an Alois Karl
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Frage zum Thema Umwelt
04.03.2012
Von:

Sehr geehrter Herr MdB Karl,

zuächst erfreut war ich über Ihre Stellungnahme zur vorschnellen Kürzung der Solarförderung. Sie (wie auch m.E. die gesamte CSU) sprachen von Vertrauensschutz für die Bürger. Dem kann ich mich nur anschließen.
In Ihrer jüngsten Veröffentlichung auf Ihrer Website (Berlin-Ticker MdB Alois Karl, Nr. 162 vom 02.03.2012) muss ich jedoch lesen, dass Sie der Ansicht sind, dass eine derart massive Kürzung richtig ist.
Der Landkreis Neumarkt gilt sicherlich in Sachen Erneuerbare Energien als Vorreiter und viele Firmen haben damit auch auf die richtige Zukunft gesetzt. Sei es Bögl mit der Windenergie, eine Reihe kleinerer! Biogasanlagen, Hackschnitzelanlagen - und eben auch die Photovoltaikanlagen, nicht zuletzt auf landwirtschaftlichen Gebäuden.
Mit der radikalen und überzogenen Absenkung wird aus meiner Sicht ein falsches Zeichen gesetzt, wie wir es in der Landwirtschaft beim Thema Rapsöl bereits erleben mussten. Zahlreiche dezentrale Ölmühlen (zuletzt in Straubing) mussten nach anfänglichen Erfolgen wieder schließen.
Mein Sohn wollte zur Finanzierung seines Masterstudiums (Umwelttechnik an der HS Amberg) bei Enerix einen Nebenjob antreten - letzten Montag erhielt er seine Absage aufgrund Absatzeinbrüchen! Der Bürgermeister von Thalheim (bei Bitterfeld, Q-Cells) wird erstmals als Politiker demonstrieren wie hoffentlich viele andere auch.
Sehr geehrter Herr MdB Karl, wie soll ich meinen Schülern (zukünftige Landwirte inIhrem Stimmkreis) weiterhin glaubhaft machen, dass es die Politik ernst meint mit dem Versprechen, nachhaltig zu wirtschaften?
Übrigens: "Deutschland führte 2011 mehr Strom aus als ein!" - nachzulesen im IHK-Newsletter Regensburg unter ihk-regensburg.de
Wie wollen Sie den Wandel in der Energieversorgung voranbringen, wenn nicht vor Ort. Tausend kleine Häuslebauer, Landwirte und Handwerker profitieren von der bisherigen Photovoltaikförderung - nicht nur direkt, das sollten Sie auch berücksichtigen!

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Frage zum Thema Dauerhafter Euro-Rettungsschirm ESM
14.08.2012
Von:
Uwe

Sehr geehrter Herr MdB Karl,

da Sie Rechtsanwalt sind muß ich Sie sicher nicht fragen ob Sie sich die Verpflichtungen die wir vertraglich und unwiderruflich mit dem ESM eingehen durchgelesen und deren Tragweite verinnertlicht haben.
Können Sie mir dann erklären wieso ein MdB der nur seinem Gewissen verpflichtet und außerdem Rechtsanwalt ist solchen Bedingungen zustimmen kann?
Sie wissen daß nach Ratifizierung eine Umkehr unmöglich ist? Sie wissen daß wir mit Annahme des Vertrages einen großen Teil unserer resp. die Finanzhoheit unserer Abgeordneten den Gouvernärsrat übertragen? Sie wissen daß der Gouvernärsrat Immunität besitzt? Sie wissen daß Einzahlungsforderungen des Gouvernärsrates in den ESM durch betroffene Staaten innerhalb von 7 Tagen zu erfolgen haben? Sie wissen daß sich die Zusammensetzung des Gouvernärsrates jederzeit ändern kann?

Ich halte Sie in Gegensatz zu manch anderen Ihrer Kollegen als einen ehrlichen, integeren unsere Intressen vertretenden Mann.

Aus diesem Grunde frage ich Sie: Wie um Himmels willen konnten Sie dem ESM zustimmen?
Über eine Antwort würde ich mich sehr freuen.

Mit freundlichen Grüßen
Uwe

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Frage zum Thema Notkredit für Griechenland
02.12.2012
Von:

Sehr geehrter Herr Karl,

"Nächstes mal ein Nein-Sager" - so stand es in der Amberger Zeit (Nr. 173/ v. 28/29.7.12).

Trotz der für jedermann ersichtlichen, verherrenden Entwicklung in Griechenland haben Sie wieder für die Milliardenhilfen gestimmt. 

Können Sie mir erklären, wie dieser neuerliche Sinneswandel bei Ihnen zustande kam?

Für Ihre Antwort besten Danke.

Mit fr. Grüße


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Frage zum Thema Gesundheit
25.03.2013
Von:

Sehr geehrter Herr Karl,

vor ein paar Tagen haben Sie eine Ehrung des Klosters Plankstetten wegen Ihrer wirtschaftlichen Förderung des Klosters erhalten. Das Kloster engagiert sich seit vielen Jahren für eine gentechnikfreie Landwirtschaft.

Die CDU preist Gentechnik als Schlüsseltechnologie an (s. www.cdu.de/politikaz/gentechnik.php ) und erhofft sich davon Nahrungs- und Heilmittel. Damit steht die CDU im krassen Widerspruch zur Mehrheitsmeinung in der Bevölkerung und zu vielen Experten (s. z.B: www.greenpeace.de/themen/gentechnik/ ). Weithin bekannt sind auch die zerstörerischen Folgen des Anbaus von genteschnisch veränderten Pflanzen in Südamerika für Menschen und Umwelt (s. z.B: www.keine-gentechnik.de/dossiers/roundup-und-gentechnik-pflanzen.html ).

Fragen:
1. Was unternehmen Sie, damit die Bevölkerung nicht einem Massenexperiment von Industrie und Forschung ausgesetzt werden, ohne dass dessen Gefahren ernsthaft geprüft werden?
2. Tragen Sie als unser Wahlkreisabgeordneter und Mitglied der CDU/CSU-Fraktion diese gesundheitsgefährdende Politik der CDU mit?
Antwort von Alois Karl
bisher keineEmpfehlungen
10.04.2013
Alois Karl
Sehr geehrter Herr Dr. ,

ich nehme die Ängste und Sorgen der Menschen im Zusammenhang mit der Grünen Gentechnik sehr ernst. Deshalb will ich trotz einer aus meiner Meinung nach sachlich nicht richtigen Fragestellung Ihnen und den Nutzern von Abgeordnetenwatch meine Position zur Grünen Gentechnik darstellen:

Oberste Prioritätbei der Erforschung und Anwendung dieser Technologie hat für mich stets die Sicherheit von Mensch, Tier und Umwelt. Zugleich sollten die Menschen als Konsumenten aufgrund einer eindeutigen Deklarationspflicht selbst darüber entscheiden können, ob sie Produkte auf Basis Grüner Gentechnik kaufen wollen. Das steht für mich außer Frage.

Ich persönlich habe zudem großes Verständnis dafür, wenn sich jemand bewusst gegen Produkte auf Basis Grüner Gentechnik entscheidet und sich eine Region als "gentechnikfrei" erklärt. Deshalb finde ich es auch sehr positiv, wenn sich viele Einrichtungen (wie z.B. das Kloster Plankstetten), Lebensmittelerzeuger und Verbraucher bewusst für den Verzicht auf Grüne Gentechnik aussprechen und entsprechend handeln.

Ungeachtet meiner persönlichen Unterstützung für den Verzicht auf den Einsatz "Grüner Gentechnik" und die Etablierung gentechnikfreier Bereiche auf freiwilliger Basis gibt es aber auch folgende schwerwiegende Argumente gegen ein pauschales gesetzliches Verbot zu bedenken:

Viele Wissenschaftler erwarten sich von der Bio- und Gentechnologie gesunde Lebensmittel für die wachsende Weltbevölkerung, umweltfreundliche Rohstoffe und Produktionsverfahren, verbesserte Diagnose, erfolgreiche Prophylaxe und neue Therapien von Krankheiten. Die Aufgabe der Politik besteht darin, bei der Gestaltung der gesetzlichen Rahmenbedingungen die Chancen und Risiken abzuwägen.

In der Unionsfraktion besteht derzeit die Auffassung, dass Deutschland die Chancen dieser noch relativ jungen Züchtungsmethode vor dem Hintergrund der drängenden Zukunftsfragen der globalen Energie - und Ernährungssicherung nicht unerforscht und bei wissenschaftlich belegter Unbedenklichkeit nicht ungenutzt lassen dürfen. Dabei geht es auch um die Zukunft des Wirtschafts- und Wissenschaftsstandorts Deutschland.

Dies wird wie folgt begründet: Gentechnisch veränderte Pflanzen wurden 2011 weltweit in 20 Ländern von rund 20 Millionen Landwirten auf über 150 Mio. ha Ackerfläche angebaut. Zum Vergleich: Die Gesamtfläche Deutschlands beträgt 35 Mio. ha. Der kommerzielle Anbau von gentechnisch veränderten Organismen (GVO) begann Mitte der 90er Jahre des letzten Jahrhunderts. Angebaut werden hauptsächlich Baumwolle, Mais, Raps, und Soja. Dabei ist es bis heute zu keinem einzigen Schadensfall bei Menschen, Tieren oder in der Umwelt gekommen!

Das geltende EU-Recht (Art 22 der Richtlinie 2001/18/EG und Art 28 EG-Vertrag) legt fest, dass der Anbau und der Handel von genehmigten GVOs in der EU nicht behindert werden dürfen. Bei dem von der EU vorgeschrieben Zulassungsverfahren handelt es sich um das weltweit strengste Genehmigungs- und Sicherheitsbewertungsverfahren für GVO; unabhängig davon, ob sie zum Anbau oder zur Verwendung als Lebens- oder Futtermittel vorgesehen sind. Sie werden nur genehmigt, wenn sie als unbedenklich für Mensch, Tier und Umwelt und als genauso sicher wie ihre konventionellen Vergleichsprodukte eingestuft werden. Diese Bewertung nehmen die hochrangigen und unabhängigen Experten und Wissenschaftler der European Food Safety Authority (EFSA) vor. Die pauschale Kritik an der EFSA ist nicht nachvollziehbar. Ihre angebliche Nähe zur Industrie wurde vielfach widerlegt.

Die öffentliche Forschung ist ein entscheidender Faktor für die neutrale Sicherheitsbewertung von GVO. In den letzten 25 Jahren haben sich mehr als 500unabhängige Forscherteams mit Untersuchungen zur biologischen Sicherheit transgener Pflanzen beschäftigt. Seit 1982 hat die EU-Kommission diese Forschung mit mehr als 300 Mio. Euro unterstützt. 50 Verbundprojekte haben sich allein in den letzten zehn Jahren mit den Fragen rund um Umweltauswirkungen, Lebensmittelsicherheit und Risikomanagement von verschiedenen GVOs befasst. Als Ergebnis kommt die EU-Kommission zu dem Schluss, dass "es bisher keine wissenschaftlichen Hinweise darauf gibt, dass GVO eine größere Gefahr für die Umwelt oder die Lebens- und Futtermittelsicherheit darstellen als herkömmliche Pflanzen und Organismen".

Auch das Bundesministerium für Bildung und Forschung hat bereits seit 1987 über 300 Vorhaben mit mehr als 100 Mio. € gefördert. In keiner der Untersuchungen konnten negative Auswirkungen von GVOs festgestellt werden. Leider habe einige Mitglieder der Anti-Gentechnik-Bewegung zahlreiche Zerstörungen von Versuchsfeldern vorgenommen und damit eine Sicherheitsforschung erschwert, die aus meiner Sicht weiterhin sinnvoll ist und auch zu Recht von besorgten Bürgern eingefordert wird.

Die Unionsfraktion wird die Ergebnisse dieser Sicherheitsforschung weiterhin aufmerksam verfolgen. Sollte es hier neue wissenschaftliche Erkenntnisse geben, so muss und wird auf dieser Basis erneut geprüft werden, ob ein Verbot von Grüner Gentechnik vorzunehmen ist. Bis dahin muss die europarechtlich geschützte Wahlfreiheit für Landwirte und Verbraucher durch die Koexistenz der verschiedenen Anbauformen gewährleistet werden.

Ich halte vor diesem Hintergrund eine weitere Sicherheitsforschung der Grünen Gentechnik für sinnvoll. Dennoch hoffe ich, dass Sie aus meinem Stellungnahme erkennen können, dass ich Ihre Bedenken sehr ernst nehme und ich mich bei künftigen parlamentarischen Beratungen entsprechend einbringen werde.

Mit besten freundlichen Grüßen

Alois Karl, MdB
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Frage zum Thema Inneres und Justiz
18.04.2013
Von:

Sehr geehrter Herr Karl,

ich wende mich an Sie als ehemaligen Oberbürgermeister der Stadt Neumarkt, Mitglied der Schützengesellschaft v. 1433 Neumarkt und MdB mit der Frage:
" Wie stehen Sie persönlich und ihre Partei zum legalen Waffenbesitz (Stichwort Waffen in Privathaushalten).
Wollen Sie uns legale Waffenbesitzer (Sportschützen, Jäger und Waffensammler) weiterhin unseren Hobbies nachgehen lassen, oder sind auch ihre Parteikollegen wie die Grünen oder die Linke bestrebt uns unser Hobby durch ein "Verbot von Waffen in Privathaushalten" wegzunehmen.

Wohlgemerkt würde ein solches Verbot ohnehin nur die legalen Waffenbesitzer betreffen, da sie die "Illegal-Waffenbesitzer" bisher auch nicht um das bestehende Gesetz gekümmert haben.
(Schätzungen zu Folge ist aber der Bestand von illegalen Waffen in Deutschland mehr als doppelt so hoch als der "Legalwaffenbestand").

MfG


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