Albert Rupprecht (CSU)
Abgeordneter Bundestag 2005-2009
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Grunddaten
Albert Rupprecht
Jahrgang
1968
Berufliche Qualifikation
Diplom Volkswirt
Ausgeübte Tätigkeit
Mitglied des Deutschen Bundestages
Wahlkreis
Weiden
Landeslistenplatz
20, Bayern
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(...) Vom Bankenrettungsschirm profitiert die gesamte Republik. Es ist nicht zum Nutzen der Banken, sondern zum Nutzen von Wohlstand und Arbeitsplätzen im Land. (...)
Parlamentarische Arbeit / Nebentätigkeiten
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Frage zum Thema Sicherheit
30.04.2008
Von:
Ott

Sehr geehrter Herr Rupprecht,

die heutige junge Generation soll private Altersvorsorge treffen, was ja eigentlich auch sinnvoll ist, aber leider bleibt jedem einzelnen unterm Strich immer weniger Geld übrig. Die Politiker erhöhen die Steuern und Abgaben immer mehr, die Steuergelder werden in Millionenhöhe verschwendet und dem "Kleinen Mann" das Geld regelrecht aus der Tasche gezogen. Ein kleines Beispiel: mein Sohn, 35 Jahre, ledig , Elektrotechniker hat im April von seinem Arbeitgeber 400,-- Euro Sonderzahlung erhalten. Davon blieben ihm Netto 170,-- Euro übrig. Ich frage sie, lohnt es sich noch in Deutschland zu arbeiten?
Antwort von Albert Rupprecht
2Empfehlungen
02.05.2008
Albert Rupprecht
Sehr geehrte Frau Ott,

vielen Dank für Ihre Anfrage an Herrn Rupprecht. Er wird sich bemühen, Ihnen baldmöglichst eine Antwort zukommen zu lassen.

Mit freundlichen Grüßen

Katharina Mayer
Wiss. Mitarbeiterin
Ergänzung vom 10.07.2008
Sehr geehrte Frau Ott,

vielen Dank für Ihre Anfrage. Ich teile Ihre Auffassung, dass sich Arbeit und Leistung wieder lohnen müssen, damit demjenigen, der wie Ihr Sohn hart arbeitet, genug zum Leben bleibt. Ich möchte Ihnen anhand von zwei Beispielen gerne aufzeigen, dass wir von der CSU die Sorgen und Nöte der Menschen ernst nehmen und dass wir etwas gegen diese Missstände unternehmen.

Deutschland hat sich in den vergangenen drei Jahren durch die konsequente Sanierung seines Staates in einem großen Kraftakt aus dem Sumpf von 5 Mio. Arbeitslosen und einem strukturellen Defizit im Bundeshaushalt von 60% befreit. Jetzt ist es an der Zeit, etwas von den messbaren Erfolgen - die Arbeitslosen haben wir auf 3,2 Mio. zurückgeführt - an Arbeitnehmer und Unternehmer zurückzugeben. Daher unterstütze ich das neue CSU -Steuerkonzept, an dem ich als Mitglied des Finanzausschusses wesentlich mitgearbeitet habe. Wir planen Steuersenkungen für all diejenigen, die das Rückgrat unserer Gesellschaft sind und täglich Leistung bringen: Familien, Arbeitnehmer und den Mittelstand. Wir wollen ein einfaches, gerechtes und wettbewerbsfähiges Steuersystem.

Dazu haben wir Finanzpolitiker von der CSU ein dreistufiges Konzept ausgearbeitet. 2009 sieht es eine Sofortentlastung durch eine Erhöhung des Kindergeldes sowie des Kinderfreibetrages, die Wiedereinführung der Pendlerpauschale und eine Wohnungsbauinitiative vor. 2010 erfolgt dann die erste Stufe der Einkommenssteuertarifsenkung: der Grundfreibetrag wird auf 8000 Euro erhöht und der Einstieg in die Tarifsenkung wird vor allem geringe Einkommen entlasten. 2012 kommt die zweite Stufe der Einkommenssteuertarifsenkung zum Tragen, die zu einer Abflachung des gesamten Einkommenssteuertarifverlaufs führt. Außerdem wollen wir einen Kindergrundfreibetrag einführen. Unser CSU-Steuerkonzept ist der richtige Weg, um den Menschen etwas zurückzugeben, die durch ihre harte Arbeit und Konsumverzicht in den letzten Jahren ihren Beitrag zum Aufschwung geleistet haben.

Zudem kämpfen wir von der CSU für die Wiedereinführung der alten Pendlerpauschale. Hier besteht aus unserer Sicht klarer Handlungs- und Korrekturbedarf. Die Änderung bei der Pendlerpauschale 2007 ist besonders für Arbeitnehmer im ländlichen Raum eine große Belastung. Diese Entscheidung war ein Fehler, den wir von der CSU korrigieren wollen. Wir wollen die Wiedereinführung der alten Pendlerpauschale, denn die Ausgangssituation ist heute eine andere und wir haben auch wie eingangs erwähnt die Haushaltskonsolidierung schon ein Riesenstück vorangebracht. Abwarten bis zum Bundesverfassungsgerichtsurteil erscheint mir als der falsche Weg, der den Betroffenen überdies nicht weiterhilft. Angesichts der steigenden Preise für Benzin und Diesel würde die Pendlerpauschale eine entlastende Wirkung entfalten. Durch die gestiegenen Preise an den Zapfsäulen erhält auch der Staat mehr Einnahmen und kann so die Wiedereinführung der alten Pendlerpauschale gegenfinanzieren.

Ich hoffe, Ihnen verdeutlicht zu haben, dass beide Maßnahmen - ein neues Steuerkonzept und die Wiedereinführung der Pendlerpauschale - dafür sorgen, dass hart arbeitende Menschen wieder mehr Geld zur Verfügung haben, um sich etwas aufzubauen.

Bei Rückfragen können Sie sich gerne wieder an mich wenden.

Mit herzlichen Grüßen

Albert Rupprecht, MdB
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Frage zum Thema Integration
16.05.2008
Von:

Sehr geehrter Herr Rupprecht,

nun ist es bald soweit: Die New Town am Netzaberg ist komplett fertiggestellt und in die 832 Häuser werden ca. 3000 US-Bürger einziehen. Obwohl der Netzaberg ein Stadtteil von Eschenbach ist, habe ich eher das Gefühl, dass er dazu nie gehören wird. Im "Village Center", das immer noch zum Truppenübungsplatz gehört, sind genügend Freizeitmöglichkeiten für die US-Bevölkerung vorhanden und auch ihre Sprache wird dort gesprochen. Wird der Netzaberg also isoliert sein und was wird für die Integration der "Eschenbacher Bürger" getan?

Für Ihre Bemühungen zur Beantwortung meiner Frage danke ich ihnen schon im Voraus und verbleibe

mit freundlichen Grüßen


Schüler des Gymnasiums in Eschenbach
Antwort von Albert Rupprecht
1Empfehlung
20.05.2008
Albert Rupprecht
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Anfrage zur Einbeziehung der deutschen Anwohner in den neuen Eschenbacher Stadtteil Netzaberg. Herr Rupprecht wird sich bemühen, Ihnen baldmöglichst eine Antwort zukommen zu lassen.

Mit freundlichen Grüßen

i.A. Katharina Mayer, Büro Albert Rupprecht MdB
Ergänzung vom 27.06.2008
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Anfrage zum neugeplanten Stadtteil Netzaberg der Stadt Eschenbach und der Frage der Beziehungen zwischen den US-Amerikanern und der einheimischen Bevölkerung. Sicherlich zeigen die Angehörigen der US Army ein hohes Sicherheitsbedürfnis. Allerdings findet bislang durchaus ein Austausch statt: So schicken viele US-Amerikaner ihre Kinder in deutsche Kindergärten und nehmen auch am kulturellen Leben der Stadt Eschenbach teil. Die Bürgerfeste, zu denen die Stadt Eschenbach die US-Amerikaner einlädt, sind hierfür ein gutes Beispiel. Sicherlich dauert es seine Zeit, bis enge Kontakte auf beiden Seiten entstehen werden. Die Stadt Eschenbach ist sich dieser Entwicklung bewußt und hält durch ihren Kulturbeauftragten auch einen festen Ansprechpartner bereit.

Ich hoffe, Ihre Bedenken gegenüber der Anwesenheit der US-Amerikaner in Eschenbach zerstreut zu haben. Bei weiteren Rückfragen können Sie sich gerne an mich wenden.

Mit herzlichen Grüßen

Albert Rupprecht
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Frage zum Thema Finanzen
19.05.2008
Von:

Die Bundesregierung plant eine erneute Erhöhung der Kfz-Steuer.

Wie können Sie, als Abgeordneter, eine erneute Erhöhung verantworten?
Die deutschen Bürger leben von einem Minimum an verfügbaren Einkommen. Eine weitere Belastung ist ein Schlag in das Gesicht jedes Autofahrers.

Ich erbitte Ihre Stellungnahme!
Antwort von Albert Rupprecht
2Empfehlungen
20.05.2008
Albert Rupprecht
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Nachricht an Herrn Rupprecht. Er wird sich bemühen, Ihnen baldmöglichst eine Antwort zukommen zu lassen.

Mit freundlichen Grüßen

i.A. Katharina Mayer, Büro Albert Rupprecht, MdB
Ergänzung vom 18.06.2008
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Mail, in der Sie um eine Stellungnahme zur Kfz-Steuer gebeten haben. Die Umstellung der KFZ - Steuer von der Hubraumgröße auf den Kohlendioxidausstoß geht auf Beschlüsse der Bundesregierung zu verstärktem Klimaschutz zurück.

Bereits im Koalitionsvertrag von CDU, CSU und SPD ist die Reform der Kfz-Steuer vorgesehen, um wirksame Anreize für die Einführung hocheffizienter Antriebe und eine stärkere Nachfrage nach umweltschonenden Pkws zu schaffen. Die Umstellung soll den Kraftstoffverbrauch von Fahrzeugen langfristig senken und die CO2-Emissionen im gesamten Straßenverkehr verringern. Am 11. Juni hat sich der Koalitionsauschuss auf die Reform der Kfz-Steuer geeinigt. Die Union hat hierbei durchgesetzt, dass die Besitzer älterer Fahrzeuge durch die Neuregelung nicht stärker belastet werden als heute. Die Umstellung soll bis zum Jahr 2013 insgesamt aufkommensteuerneutral erfolgen.

Damit kommt es für die Autofahrer zu keiner weiteren allgemeinen Steuererhöhung, denn wir von der CSU sind uns der Tatsache bewußt, dass die deutschen Autofahrer im europäischen Vergleich durch die Ökosteuer besonders hart betroffen sind.
Innerhalb der CSU-Landesgruppe fordern wir weiterhin, dass gerade Arbeitnehmer von der Politik unterstützt werden müssen. Ein Punkt im jüngst vorgelegten CSU-Steuerkonzept ist daher die Wiedereinführung der Pendlerpauschale. Die Fahrten zum Arbeitsplatz sollen demnach ab dem ersten Kilometer und damit nach dem alten Modell berücksichtigt werden. Weil vor allem im ländlichen Raum Arbeitnehmer oft längere Strecken zum Arbeitsplatz zurücklegen müssen, ist es sinnvoll, berufsnotwendige Aufwendungen zu den Werbungskosten rechnen, um die Belastung der Pendler durch die gestiegenen Preise für Benzin und Diesel zu reduzieren.
Bei Rückfragen stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.

Mit herzlichen Grüßen


Albert Rupprecht
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Frage zum Thema Finanzen
19.05.2008
Von:

Hallo Hr. Rupprecht,

warum soll wieder eine Steuererhöhung folgen wenn jedes Jahr Abermillionen Euro durch den Staat verschwendet werden?

Hier sollte angesetzt werden. Bessere Planung bzw. persönliche Regreßmöglichkeit im Bezug auf Beamte könnte viele dieser Fehlplanungen u. -entscheidungen in ein anderes Licht rücken.

Wenn man für Fehler nicht Regreßfähig ist geht man doch viel lockerer mit der Sache um.

Lesen Sie einmal den Bericht der Steuerzahler.

Ich bitte Sie um eine Stellungnahme

Ein WÄHLER
Antwort von Albert Rupprecht
4Empfehlungen
20.05.2008
Albert Rupprecht
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Nachricht an Herrn Rupprecht. Er wird sich bemühen, Ihnen baldmöglichst eine Antwort zukommen zu lassen.

Mit freundlichen Grüßen

i.A. Katharina Mayer, Büro Albert Rupprecht MdB
Ergänzung vom 27.06.2008
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Mail in der Sie die Themen Steuererhöhung und Steuerverschwendung ansprechen. Gerne gehe ich auf Ihre Anregungen ein.

Wir von der CSU fordern keine Steuererhöhung. Im Gegenteil, der CSU geht es in ihrem neuen Steuerkonzept um die steuerliche Entlastung von kleinen und mittleren Einkommen. Als Mitglied des Finanzausschusses geht es mir darum, dass Arbeitnehmer und Mittelständler nicht das Vertrauen in unser Land verlieren: Die Fleißigen müssen sich durch Arbeit etwas aufbauen können.

Der Staat hat den Bürgern in den vergangenen Jahren viel abverlangt zur Sanierung unseres Landes: Abbau der Arbeitslosigkeit und der Staatsverschuldung sowie eine Steigerung des Wirtschaftswachstums. Deshalb unterstütze ich das Steuerkonzept, das der bayerische Finanzminister und CSU-Chef Erwin Huber Anfang dieser Woche vorgestellt hat. Wir planen Steuersenkungen für all diejenigen, die das Rückgrat unserer Gesellschaft sind und täglich Leistung bringen: Familien, Arbeitnehmer und den Mittelstand. Wir wollen ein einfaches, gerechtes und wettbewerbsfähiges Steuersystem. Finanzminister Huber hat dafür ein dreistufiges Konzept ausgearbeitet. 2009 sieht es eine Sofortentlastung durch eine Erhöhung des Kindergeldes sowie des Kinderfreibetrages, die Wiedereinführung der alten Pendlerpauschale und eine Wohnungsbauinitiative vor. 2010 erfolgt dann die erste Stufe der Einkommenssteuertarifsenkung: der Grundfreibetrag wird auf 8000€ erhöht und der Einstieg in die Tarifsenkung wird vor allem geringe Einkommen entlasten. 2012 kommt die zweite Stufe der Einkommenssteuertarifsenkung zum Tragen, die zu einer Abflachung des gesamten Einkommenssteuertarifverlaufs führt. Außerdem wollen wir einen Kindergrundfreibetrag einführen.

Steuerverschwendung ist sicherlich ein ernst zu nehmendes Thema und die Arbeit des Bundes der Steuerzahler ein wichtiges Instrument, um Verschwendung aufzudecken und die Ausgaben des Bundes zu kontrollieren. Die Aufstellung des Haushalts ist das Ergebnis einer vielfältigen Zusammenarbeit und nicht einzelner Beamte. Regreßfähigkeit gegenüber Beamten ist jedoch nicht notwendig, da Beamte bei Fehlentscheidungen durchaus zur Verantwortung gezogen werden, z.B. durch Beförderungssperre oder Zuweisung einer neuen Aufgabe in einem anderen Bereich.

Ich hoffe, dass meine Gründe für Sie nachvollziehbar sind. Bei Rückfragen können Sie sich gerne wieder an mich wenden.

Mit herzlichen Grüßen

Albert Rupprecht
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Frage zum Thema Familie
08.07.2008
Von:

Sehr geehrter Herr Rupprecht!

Hiermit möchte ich Sie um eine Stellungnahme zu den heutigen Lebenshaltungskosten bitten.
Ich bin verheiratet, habe drei Kinder und bin Alleinverdiener. Wir bekommen zwar Kindergeld und Wohngeld, doch abzüglich aller laufenden Kosten bleiben unterm Strich ca. 400 EUR zum Leben. Die Benzinpreise wachsen auch ins Uferlose. Ich kann es mir bald nicht mehr leisten, die Strecke zu meinem Arbeitsort zu finanzieren. Warum bin ich als eigentlich Gutverdiener schon fast an der Grenze zum HartzVI Empfänger, während sich die Politiker Ihre Diäten immer weiter erhöhen? Warum erreiche ich nach 40 Jahren Arbeit mit meiner Rente nicht mal das Existenzminimum, während ein Mitglied des Bundestages schon nach 8 Jahren eine Pension kassiert, die ich niemals erreichen werde? Besteht wirklich keine Möglichkeit den kleinen Arbeitnehmer so zu entlasten, daß er seinen Kindern im Freibad mal ein eis kaufen kann, ohne daß es am Monatsende weh tut? Denn Urlaub ist schon lange nicht mehr drin.
Hochachtungsvoll
Antwort von Albert Rupprecht
2Empfehlungen
10.07.2008
Albert Rupprecht
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Anfrage an Herrn Rupprecht. Er wird sich bemühen, Ihnen baldmöglichst eine Antwort zukommen zu lassen.

Mit freundlichen Grüßen

Katharina Mayer
Wiss. Mitarbeiterin
Ergänzung vom 24.07.2008
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Anfrage bezüglich der aktuellen Lebenshaltungskosten in der Bundesrepublik Deutschland, zu der ich gerne Stellung nehmen möchte. Ich teile voll und ganz ihre Auffassung, dass sich Arbeit und Leistung wieder lohnen müssen, damit denjenigen, die wie Sie hart arbeiten und Ihre Familie als Alleinverdiener versorgen müssen, genug zum Leben bleibt. Ich möchte einige der von Ihnen genannten Aspekte aufgreifen und Ihnen daran gerne aufzeigen, dass wir von der CSU die Sorgen und Nöte der Menschen ernst nehmen und etwas gegen diese Missstände unternehmen.

Wir alle spüren in den letzten Wochen den Ärger der Bürger über die kräftig gestiegenen Energiepreise. Diesen Unmut kann ich gut nachvollziehen. Schnell wird auf der einen Seite der (Steuer-) Staat als Schuldiger ausgemacht, auf der anderen Seite sogar staatliches Eingreifen unterschiedlichster Art gefordert.
Die Ursache der gerade in letzter Zeit deutlich gestiegenen Kraftstoffpreise liegt jedoch nicht in der Steuerpolitik der großen Koalition, sondern vielmehr im aktuellen Weltmarktgeschehen. Aufstrebende Staaten wie China, Indien oder Brasilien treiben die weltweite Nachfrage nach oben. Die Folge sind entsprechend hohe Rohölpreise, die an die Verbraucher weitergegeben werden. Dies sieht man beispielsweise deutlich an den derzeit nahezu gleichen Preisen für Benzin und Diesel in Deutschland, obwohl Diesel deutlich niedriger besteuert wird als Benzin. Die Energiesteuer ist fest an die Kraftstoffmenge gekoppelt und damit unabhängig vom jeweiligen Verbraucherpreis. Jedoch regen steigende Spritpreise grundsätzlich dazu an, weniger zu verbrauchen. Folglich führen steigende Preise sogar dazu, dass die Energiesteuereinnahmen des Staates sinken. Das veränderte Verhalten der Verbraucher hat in 2007 sogar dazu geführt, dass das noch nach der Steuerschätzung vom Mai 2007 zunächst erwartete Aufkommen von 40.0 Mrd. € um 1,1 Mrd. € unterschritten wurde. Dennoch wollen wir als CSU der Kostenexplosion an der Zapfsäule nicht tatenlos zusehen.

Um den Arbeitnehmer zu entlasten, unterstütze ich das neue CSU- Steuerkonzept, an dem ich als Mitglied des Finanzausschusses wesentlich mitgearbeitet habe. Wir planen Steuersenkungen für all diejenigen, die das Rückrat unserer Gesellschaft sind und täglich Leistung bringen: Familien, Arbeitnehmer und den Mittelstand. Wir wollen ein einfaches, gerechtes und wettbewerbsfähiges Steuersystem.

Dazu haben wir Finanzpolitiker von der CSU ein dreistufiges Konzept ausgearbeitet. 2009 sieht es eine Sofortentlastung durch eine Erhöhung des Kindergeldes sowie des Kinderfreibetrages, die Wiedereinführung der Pendlerpauschale und eine Wohnungsbauinitiative vor. 2010 erfolgt dann die erste Stufe der Einkommenssteuertarifsenkung: der Grundfreibetrag wird auf 8000 € erhöht und der Einstieg in die Tarifsenkung wird vor allem geringe Einkommen entlasten. 2012 kommt dann die zweite Stufe der Einkommenssteuertarifsenkung zum Tragen, die zu einer Abflachung des gesamten Einkommenssteuertarifverlaufs führt. Außerdem wollen wir einen Kindergrundfreibetrag einführen. Unser CSU - Steuerkonzept ist der richtige Weg, um den Menschen etwas zurückzugeben, die durch ihre harte Arbeit und Konsumverzicht in den letzten Jahren ihren Beitrag zum Aufschwung geleistet haben.

Zudem kämpfen wir von der CSU für die Wiedereinführung der alten Pendlerpauschale. Hier besteht aus unserer Sicht klarer Handlungs - und Korrekturbedarf. Da die Ausgangssituation seit Änderung der Pendlerpauschale 2007 heute eine andere ist und wir die Haushaltskonsolidierung schon ein Riesenstück vorangebracht haben, wollen wir die Einführung der alten Pendlerpauschale. Angesichts der gestiegenen Preise für Benzin und Diesel würde die Pendlerpauschale eine entlastende Wirkung entfalten.

Ich habe viele Briefe von Bürgern aus dem Wahlkreis bekommen, die Ihre Meinung in Bezug auf die damals beabsichtigte Diätenerhöhung teilten. Wie Sie wissen, wird die Erhöhung nun nicht vollzogen. Die Regelung der Abgeordnetenentschädigung geht zurück auf das Jahr 1995, in dem ein Gremium einen Vorschlag zur Regelung der Diäten vorlegte, der besagte, dass die monatlichen Bezüge der Abgeordneten an die Gehälter von gewählten hauptamtlichen Bürgermeistern gekoppelt werden. Wenn die Gehälter der Bürgermeister erhöht werden, so werden im selben Umfang die Diäten der Abgeordneten erhöht.
Die Erhöhung der Diäten im Jahr 2007 wurde beschlossen, nachdem der Vorschlag von 1995 ganze 12 Jahre nicht umgesetzt worden war. Im Jahr 2008 gibt es nun den Tarifbeschluss des Öffentlichen Dienstes, der wie immer auf die Bürgermeister übertragen wird und der aufgrund der Koppelung an die Bürgermeistergehälter auch bei den Abgeordneten zu einer Erhöhung führen würde.
Nachdem die Bürger in den vergangen Wochen Ihren Unmut stark zum Ausdruck gebracht haben, haben wir die Anpassung unterlassen. Ich trage das auch so mit. Offen bleibt natürlich nach wie vor die Umsetzung einer vernünftigen, dauerhaften Lösung der Diätenfrage. Ich meine, dass die Orientierung an den Bürgermeistergehältern in der Tat eine sinnvolle Lösung gewesen wäre.

Ich hoffe, dass meine Antwort für Sie nachvollziehbar ist. Darüber hinaus wollte ich Ihnen verdeutlichen, dass die von mir angesprochenen Maßnahmen - wie ein neues Steuerkonzept und die Wiedereinführung der Pendlerpauschale - dafür sorgen, dass hart arbeitende Menschen wieder mehr Geld zur Verfügung haben, um sich etwas aufzubauen.

Bei Rückfragen können Sie sich gerne an mich wenden.

Mit herzlichen Grüßen

Albert Rupprecht, MdB
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