Agnes Alpers (DIE LINKE)
Abgeordnete Bundestag 2009-2013
Dieses Profil dient zu Archivzwecken, eine Befragung ist nicht mehr möglich. Besuchen Sie das aktuelle Profil.

Angaben zur Person
Agnes Alpers
Geburtstag
29.06.1961
Berufliche Qualifikation
Diplom-Pädagogin
Ausgeübte Tätigkeit
MdB
Wohnort
Bremen
Wahlkreis
Bremen I
Landeslistenplatz
1, Bremen
weitere Profile
(...) DIE LINKE spricht sich klar gegen derartige Kooperationen aus und wendet sich entschieden gegen den zunehmenden Einfluss der Bundeswehr auf die inhaltliche Gestaltung des Unterrichts und der Lehreraus- und Fortbildung. Die politische Bildung - auch in Fragen der Sicherheitspolitik - gehört in die Hand von dafür ausgebildeten pädagogischen Fachleuten und nicht in die von Jugendoffizieren. (...)
Parlamentarische Arbeit / Nebentätigkeiten
Fragen an Agnes Alpers
Nachricht an folgende Adresse schicken, sobald eine Antwort eintrifft:


An diese Adresse den abgeordnetenwatch.de-Newsletter bestellen
Die Datenschutzbestimmungen zur Behandlung meiner Daten habe ich gelesen.
Bitte loggen Sie sich hier ein.
Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
02.06.2013
Von:

Guten Tag Frau Alpes,

mich würde interessieren, wie sie sich zukünftig den Umgang mit bisher illegalen Drogen vorstellen. Fortsetzung der Prohibition, oder liberalisierung?

Wie stehen sie insbesondere zum Thema Cannabis social Club bzw. legalem Anbau von Cannabis zum Eigengebrauch?

Grüße
K.
Antwort von Agnes Alpers
4Empfehlungen
11.06.2013
Agnes Alpers
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Frage.

Die Politik der Regierungskoalition besteht seit Jahren in der Bekämpfung und Kriminalisierung von Drogenkonsum. Der Erfolg, nämlich ein Rückgang des Drogenkonsums, bleibt jedoch aus. Deshalb fordern wir – wie übrigens auch Vertreter aus Wissenschaft, Polizei, Medizin und Beratungsstellen – eine Neuausrichtung der Drogenpolitik.

Neuausrichtung bedeutet, Prävention und gesundheitliche Hilfe statt Kriminalisierung der Abhängigen. Denn auch schwerstabhängige Menschen haben ein Recht auf Teilhabe und ein menschenwürdiges Leben.

Bei sogenannten harten Drogen benötigen wir einen kontrollierten Vertriebsweg und eine staatlich organisierte Abgabe, die von Hilfsangeboten begleitet wird. Als ersten Schritt wollen wir die Konsumierenden entkriminalisieren. Heroinabhängige Menschen müssen mit Diamorphin behandelt werden können, der Konsum von "Partydrogen", wie bspw. Speed und Kokain muss durch Aufklärungsarbeit eingedämmt werden.

DIE LINKE ist für die Legalisierung des Besitzes von Cannabisprodukten zum Eigengebrauch. Der Handel mit Pflanzen und Produkten (mit Ausnahme von Samen) muss dagegen weiterhin untersagt bleiben. Cannabis-Clubs steht DIE LINKE offen gegenüber, da im Rahmen enger gesetzlicher Grenzen der Eigenanbau von Cannabispflanzen an solche Clubs delegiert werden kann.

DIE LINKE hat in dieser Legislaturperiode einen Antrag mit dem Titel "Legalisierung von Cannabis durch Einführung von Cannabis-Clubs" (Drs. 17/7196) in den Bundestag eingebracht. Dieser wurde von der CDU/CSU, FDP und SPD abgelehnt.

Mit freundlichen Grüßen
Agnes Alpers
X
Antwort empfehlen
Frage zum Thema Gesundheit
13.06.2013
Von:

Sehr geehrte Frau Alpers,
ich halte es für wichtig, dass im Bundesministerium für Gesundheit eine Stelle für eine Pflegereferentin mit pflegewissenschaftlicher Qualifikation geschaffen wird (Chief Government Nurse), da die Pflege eine wichtige Säule in der Gesellschaft darstellt. Werden Sie sich dafür einsetzen?

Freundliche Grüße,
C.
Antwort von Agnes Alpers
bisher keineEmpfehlungen
26.06.2013
Agnes Alpers
Sehr geehrte Frau ,

vielen Dank für Ihre Frage.

DIE LINKE unterstützt die Idee, auf höchster Ebene eine offizielle Vertretung der Pflege bzw. des Hebammenwesens zu etablieren. Auf diese Weise können die Interessen der Pflege angemessen vertreten werden, denn angesichts der Herausforderungen im gesundheitspolitischen Bereich und im Gesundheitswesen muss verstärkt auch die pflegerische Perspektive eingebracht werden. Allerdings müssten diese Positionen nicht nur auf Bundesebene geschaffen werden, sondern auch in den Bundesändern, da hier wesentliche die Pflege betreffende Entscheidungen getroffen werden.

Noch ungeklärt ist, welche Qualifikation der oder die "Chief Government Nurse" als Fachreferentin oder Fachreferent haben muss und ob bereits Referentinnen und Referenten mit pflegewissenschaftlicher Expertise in der entsprechenden Abteilung "Grundsatzfragen der Gesundheitspolitik, Pflegesicherung, Prävention" im Bundesministerium für Gesundheit beschäftigt werden.

Mit freundlichen Grüßen

Agnes Alpers
X
Antwort empfehlen
Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
09.08.2013
Von:

Sehr geehrter Frau Alpers,

das Thema was mich z. Zt. am meisten bewegt, ist die Geheimdienstaffäre um die NSA und die Bundesrepublik.

Ich wll jetzt hier nicht alle Stellen aufführen, die jetzt involviert sind.Vermutlich sind sie Ihnen aber bekannt. In diesem Zusammenhang habe ich heute der Frau Bundeskanzlerin unter Facebook einige Zeilen geschrieben, die ich Ihnen hiermit am Ende der Frage mitteilen möchte.

Was gedenken Sie oder Ihre Partei dagen zu unternehmen, wie soll Ihre Aufklärung aussehen und was erfährt die Öffentlichkeit. Außerdem möchte ich gerne wissen, was die ganzen Geschehnisse im Verhältnis zu den USA bedeuten.

ich werde die Ihnen gestellte Frage auch den anderen Bundestagsabgeordneten für meinen Wahlkreis stellen.

MfG



NS.: Der Origialtext wurde von mir gekürzt, weil ich hier die Anzahl der Zeichen ansonsten überschreite.

"Was die Zukunft bringt, liegt in unserer Hand".

Ein guter Vorsatz "Was die Zukunft bringt, liegt in unserer Hand", wie ich meine.

Guten Tag Frau Bundeskanzlerin, ich bin entsetzt darüber, wie die USA jetzt gegen (noch) freie Bürger und die freie Meinungsäußerung vorgehen.

Der NSA-Chef Keith Alexander äußerte kürzlich, ohne mit der Wimper zu zucken, dass alle, die verschlüsselt kommunizieren, als terrorverdächtig eingestuft und präventiv gespeichert werden, weil sie derselben Strategie zugeordnet werden. Auch eine Rede seines Vorgängers Michael Hayden, der sowohl Chef der NSA als auch der CIA war, spricht eine überaus deutliche Sprache. Er setzte am Dienstag kurzerhand die weltweiten Unterstützer von Whistleblowern sowie sonstige Aktivisten mit Terroristen gleich.

Als Unterstützer von Snowden gelte ich jetzt in den USA als Terrorist. Damit fühle ich mich durch die USA als bedroht.

Sie Frau Bundeskanzlerin und ihre Regierungsmannschaft tut m. E. nichts dagegen bzw. dafür, dass wir in unserem Nachkriegsdeutschland in Frieden leben können. Ich bin so enttäuscht von dieser ganzen Entwicklung,
Antwort von Agnes Alpers
1Empfehlung
21.08.2013
Agnes Alpers
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Frage. Der gesundheitliche Zustand von Agnes Alpers erlaubt derzeit keine Rückkehr in ihre Funktion als Bundestagsabgeordnete. Ihre Fragen beantworten in Vertretung die wissenschaftlichen Mitarbeiter der Abgeordneten.

DIE LINKE setzt sich für eine Wende in der Innen- und Sicherheitspolitik ein. Was wir brauchen, ist ein Konzept zur Beschränkung von Datensammlung und Datenspeicherung zum Schutz der Privatsphäre der Bürgerinnen und Bürger. Wichtig ist die Offenlegung der Kooperation von deutschen und US-amerikanischen Geheimdiensten, des Datentransfers über Europol sowie der von US-amerikanischen, europäischen und deutschen Telekommunikationsunternehmen getroffenen Vereinbarungen.

Langfristig fordern wir ein Moratorium für neue Sicherheitsgesetze. Das bedeutet, alle bestehenden Sicherheitsgesetze müssen auf den Prüfstand und auf ihre Vereinbarkeit mit Grund- und Freiheitsrechten hin untersucht werden. Das Recht auf informelle Selbstbestimmung und freie Kommunikation muss im Mittelpunkt stehen.

Dies betrifft auch den Umgang mit Daten im Internet. Zur Zeit gilt das nationale Recht des Landes, in dem der Betreiber einer Internetseite seinen Sitz hat. Ein in den USA ansässiger Konzern muss sich nicht an die in Deutschland geltenden Datenschutzbestimmungen halten. Ziel sollte es aber sein, sich auf europäischer und internationaler Ebene für einen besseren Datenschutz einzusetzen, der dann für alle Unternehmen gilt. Auf europäischer Ebene muss die Richtlinie zur Vorratsdatenspeicherung von allen Mitgliedstaaten aufgehoben werden. Eine verbindliche Internet-Charta der UN zur Beschränkung von Datensammlung und Datenspeicherung muss es Bürgerinnen und Bürgern ermöglichen, ihre Rechte im Internet einzuklagen und gegen deren Verletzung juristisch vorzugehen.

Gerade was Verhandlungen über internationale Abkommen zum Datenschutz angeht, können diese selbstverständlich nur erfolgreich sein, wenn alle Staaten – besonders die USA – einbezogen werden.

Mit freundlichen Grüßen,
i.V. Kai E. Bartosch
X
Antwort empfehlen
Ihre Frage an Agnes Alpers
Sie befinden sich auf einer Archivseite. Die Fragefunktion wurde inzwischen geschlossen.