Vasco Schultz (DIE LINKE)
Kandidat Bundestagswahl 2009
Dieses Profil dient zu Archivzwecken, eine Befragung ist nicht mehr möglich.

Vasco Schultz
Zur Person Vasco Schultz
Konkret fordere ich:



- eine radikale Demokratisierung der Gesellschaft in Politik, Arbeit und Gesellschaft: Volksentscheide auf Bundesebene,

mehr Mitbestimmung in den Betrieben, stärkere Einbindung von Bürgerinnen und Bürger in politisches Handeln

- eine gerechte und solidarische Verteilung der Lasten: Spitzensteuersatz auf 53% erhöhen, Einganssteuersatz auf 15% senken

- die Kontrolle des internationalen Casino-Kapitalismus: Börsenumsatzssteuer einführen, öffentliche Kontrolle des Finanzsektors, Banken vergesellschaften

- dass in Menschen statt in Kapital investiert wird: Die Milliarden für das Bankensystem lieber in Konjunkturprogramme investieren





Politischer Lebenslauf



- 1996 Eintritt in die GAL

- 2001 bis 2006 Sprecher der GAL im Regionalausschuss Rahlstedt

- 2004 bis 2008 Abgeordneter für die GAL in der Bezirksversammlung Wandsbek

- 2008 Austritt aus der GAL und Eintritt in die LINKEaufgrund der Schwarz-Grünen Koalition

- seit 2008 Abgeordneter in der Bezirksversammlung Wandsbek für die LINKE





Mitgliedschaften



- Gründungsmitglied KulturWerk Rahlstedt e.V.

- Mehr-Demokratie e.V.
Kandidaten-Check
Beim Kandidaten-Check können Sie Ihre eigenen politischen
Überzeugungen mit denen Ihrer Kandidaten vergleichen.
Vasco Schultz hat sich am Kandidaten-Check beteiligt und zu allen von 32 Thesen Position bezogen.
Fragen an Vasco Schultz
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Frage zum Thema Wirtschaft
09.09.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Schulz,
2007 betrugen laut der Bundesbank Monatsbericht September 2008 Seite 30 die Bankzinserträge 419Mrd.€ und die Zinsaufwendungen 327Mrd.€.
Obwohl dieses Geld das ganze Volk erwirtschaftet hat landet es proporzional dem Geldvermögen auf den Konten der Geldbesitzer.Das ist nach meiner Erfahrung der Hauptgrund warum die reicher immer reicher werden. Laut der Finanzierungsrechnung jedes Jahr um ca. 300Mrd.€.
Warum wird dieses Problem oder Zustand nicht in der Öffentlichkeit erwähnt?

Antwort von Vasco Schultz
1Empfehlung
11.09.2009
Vasco Schultz
Sehr geehrter Herr

Ich habe selten erlebt, daß sich jemand so ausführlich mit der Deutschen Bundesbank beschäftigt - Respekt!

Ich habe mich im Studium allerdings nur am Rande mit Bilanzbuchhaltung beschäftigt. Daher kann ich Ihnen auf Ihre spezielle Frage auch sicherlich keine zufriedenstellende Antwort geben.

Meines Wissens saldiert die Deutsche Bundesbank sämtliche in Deutschland anfallende Geldbewegungen, die einer sauberen Buchführung unterliegen, und macht daraus eine Gesamtrechnung.

Was ich allerdings genau weiß, ist, weshalb trotz Wirtschafts- und Finanzkrise deutsche Banken und Sparkassen mitnichten notleidend sind:

Die Europäische Zentralbank hat in den letzten Monaten den Leitzins für den Euroraum bis auf das Rekordtief von 1,0 Prozent gesenkt. Niedrige Zinsen verbilligen Kredite für Verbraucher und Unternehmen und sollen der Wirtschaft einen Impuls geben. Wegen der anhaltenden Konjunkturschwäche gehen Ökonomen davon aus, dass die Notenbank bis mindestens Mitte 2010 den Leitzins so niedrig halten wird.

Allerdings können Sie selbst beim Blick auf Ihre Kontoauszüge feststellen, daß die Kreditinstitute diese Zinssenkung nicht an die kreditsuchenden Verbraucher weitergeben, so daß die Schere zwischen Zinsertrag und Zinsaufwand immer größer wird und damit die Profite der Banken durchs Kreditgeschäft steigen. Im Gegenteil haben hauptsächlich Klein- und Mittelbetriebe z.Zt. größere Schwierigkeiten, einen Kredit für dringende Investitionen zu erhalten, als jemals zuvor, da die Banken angesichts sogenannter "fauler Kredite" etc. extrem vorsichtig geworden sind.

Solange die BAFIN (Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht) dort nicht steuernd eingreift, wird sich diese Schere während der derzeitigen Niedrigzinsphase weiter öffnen können, Banken werden satt absahnen und die Leitzinssenkung wird das Ziel, die Kreditklemme für diejenigen, die es nötig haben, zu beheben, nicht erreichen.

Grüße,
Vasco Schultz
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Frage zum Thema Finanzpolitik
11.09.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Schultz,

die Planung für den Bundeshaushalt für die nächste Legislaturperiode sehen düster aus. Geplant sind 260 Mrd. Euro neue Schulden und ob es bei den erwarteten Einnahmen bleibt ist fraglich.
Mal angenommen es sind alle Möglichkeiten zum Sparen ausgeschöpft, welche Steuern würden sie zur Gegenfinanzierung anhenben und welche Einnahmen erwarten Sie aus diesen Maßnahemn.
Die Aufnahme neuer Schulden ist ja gedeckelt und nahezu ausgeschöpft.

Danke für Ihre Antwort und viel Erfolg für den 27. September.

Gruß

S.
Antwort von Vasco Schultz
bisher keineEmpfehlungen
12.09.2009
Vasco Schultz
Sehr geehrter Herr ,
Vielen Dank für ihre Frage.

Unser Steuerkonzept sieht einen Eingangssteuersatz von 14% vor, der linear bis 53% ansteigt. Damit würden diejenigen, die weniger als ca. 70.000€ jährlich verdienen, entlastet.

Trotzdem sind hier zusammen mit der von uns geforderten Wiedereinführung der Vermögenssteuer Mehreinnahmen von etwa 160 bis 190 Milliarden Euro zu erwarten.

Ich glaube, dass dieser Wert auch realistisch ist und dafür sorgt, dass die Neuverschuldung im Rahmen bleibt.

Sehr problematisch finde ich die so genannte "Schuldenbremse": Die neoliberalen Parteien reden immer davon, dass der Staat wie ein Unternehmen geführt werden soll. Allerdings gestehen sie dem Staat nicht das zu, was jedes normale Unternehmen tun MUSS, um investieren zu können: Kredite aufnehmen. Auch der Staat muss aus meiner Sicht Kredite aufnehmen um zu investieren. Beispielsweise in Bildung - Jede Investition hier zahlt sich in einigen Jahren hundertfach wieder aus dadurch, dass wir gut ausgebildete, intelligente Menschen im Beruf stehen haben. Dies nicht zu tun ist ein Verbrechen an nachfolgenden Generationen.

Grüße,
Vasco Schultz
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Frage zum Thema Bildung und Kultur
18.09.2009
Von:

Hallo alle zusammen,

Ich heißé und bin deutscher staatsbürger und bin 16 Jahre alte. Ich interresiere mich mehr in die Richtung Bildung und Kultur sowie auch Menschenrecht. Meine Nationalität ist Kurdisch. :)

Ich hätte gerne eine frage gelöst bekommen unzwar lautet sie :

Warum Kurden die mehr als 40 Millionen Einwohner haben keinen Recht auf einen eigenen Staat bekommen ?

Das soll nichts böses und rassistisches heißen:)
Ich kann nicht mehr hinsehen wie jeder zuguckt und dabei nichts unternimmt ?
Jeden tag passieren im Kurdischen Gebiet, von denen keiner was mitkriegt.

Ich hoffe ich bezwecke etwas mit meinem TEXT :)

EIn Beispiel Video des TERRORS:

www.youtube.com





danke
Antwort von Vasco Schultz
bisher keineEmpfehlungen
25.09.2009
Vasco Schultz
Sehr geehrter Herr ,

Die Frage, ob die Kurden einen eigenen Staat bekommen sollen oder nicht ist eine, die bei uns in der Partei noch nicht völlig ausdiskutiert ist.

Meine Meinung ist, dass die Kurden ein Recht auf einen eigenen Staat bzw. eine sehr weitgehende Autonomie haben. Das, was das türkische Militär in den kurdischen Gebieten teilweise tut ist nicht zu tolerieren. Schon garnicht, wenn dort deutsche Waffen eingesetzt werden. In diesem Punkt sind wir uns aber einig: Waffenexporte lehnen wir generell ab.

Ich hoffe, dass ich Ihnen da zumindest ein bisschen weiter helfen konnte.

Grüße,
Vasco Schultz
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Ihre Frage an Vasco Schultz
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