Ulrich Kelber (SPD)
Abgeordneter Bundestag 2009-2013
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Angaben zur Person
Ulrich Kelber
Geburtstag
29.03.1968
Berufliche Qualifikation
Diplom-Informatiker
Ausgeübte Tätigkeit
MdB
Wohnort
Bonn
Wahlkreis
Bonn
Ergebnis
33,3%
Landeslistenplatz
16, Nordrhein-Westfalen
(...) Das dabei das Risiko besteht, dass gegen schweizerisches Recht verstoßen wird, habe ich nicht in Abrede gestellt. Da die deutschen Steuerfahnder sich aber nach deutschem Recht nicht strafbar gemacht haben, sondern ganz im Gegenteil seine Durchsetzung erwirkt haben, müssen Sie gegen die Strafverfolgung der Schweiz geschützt werden. (...)
Parlamentarische Arbeit / Nebentätigkeiten
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Frage zum Thema Frauen
30.10.2010
Von:

Guten Tag Herr Kelber,

ich muß mal meine Unzufriedenheit los werden. Mein Mann hat sich vor 3 Jahren von uns getrennt. Danach bekam ich erstmal Harz 4 aufstockend, weil ich erstmal zusehen mußte, eine Arbeit zu bekommen ,in den Zeiten wo mein Junge (jetzt 7 Jahre alt) betreut werden kann. Nun habe ich mit meinem Arbeitgeber geredet und arbeite seit Septeber mehr, so dass ich aus der Harz 4 Leistung rausfalle, was ja auch gut ist, nur bekomme ich jetzt ja mal keinerlei Vergünstigungen mehr,z. Bsp. Tafelessen ist hier nur für Harz 4 Empfänger, der Zuschuss für das Mittagessen von John (ich brauchte nur 1 Euro pro Mahlzeit zahlen) ist natürlich weg,ich zahle nun 2,80 pro Mahlzeit!(ich gehe ja arbeiten),GEZ Gebühren sind voll zu zahlen,u.s.w... Ferner kann ich nicht mal die Angebote (z.Bsp. Winterschuhe bei Aldi für meinen Jungen) kaufen, weil bis ich Feierabend habe, schon alles ausverkauft ist.

Nun meine Frage: Warum gibt es solche Möglichkeiten der Bezuschussung nur für Harz 4´ ler,die es auch ganz bestimmt brauchen!!!! Aber nicht für Menschen, mit sehr geringem Einkommen, Die vielleicht mal knapp überm Harz4 Satz liegen? Ich habe nämlich am Ende des Monats weniger im Portmanai, als ich mit Harz 4 hatte.

Warum gibt es gerade für Alleinerziehende so wenig Möglichkeiten? Denn es ist überhaupt ein wahrer Glücksfall Arbeitszeiten zwischen 8.00 und 16.00h zu haben. Arbeit gibt es genug, aber als Alleinerziehende ist man schon ziemlich unflexiebel, warum können da die Arbeitgeber und die Politik nicht etwas flexiebler werden? (z.Bsp. bessere Betreuungszeiten)

Mit freundlichen Gruß

Antwort von Ulrich Kelber
1Empfehlung
02.11.2010
Ulrich Kelber
Sehr geehrte Frau ,

vielen Dank für Ihre Anfrage zu Alleinerziehenden mit geringem Einkommen.
Ich kann Ihre Unzufriedenheit mit der Situation als Alleinerziehende und geringem Einkommen sehr gut verstehen und sicher ist da (noch) nicht alles zufriedenstellend geregelt, aber wir aber in den letzten 10 Jahren sowohl unter Rot-Grün als auch in der großen Koalition schon einige Verbesserungen eingeführt, von denen Sie heute schon profitieren. So haben wir gerade für Alleinerziehende mit geringem Einkommen den Kinderzuschlag und Schulstartzuschuss eingeführt, damit Sie sich nicht trotz Arbeit schlechter stehen als als Arbeitslosengeld II-Empfängerin. Darüber hinaus haben wir die Ganztagsbetreuung in Kindergärten und (Grund)Schulen massiv ausgebaut, um gerade Alleinerziehenden überhaupt die Möglichkeit zu eröffnen, arbeiten zu gehen. Das ist noch nicht überall ausreichend ausgebaut, das ist mir klar, aber es geht immer noch in großen Schritten voran.
Bei den aktuell anstehenden Verhandlungen über die Erhöhung des Arbeitslosengeld II und hier insbesondere die Hilfen für die Kinder hat die SPD schon sehr deutlich gesagt, dass wir die geplanten Hilfspakete für Kinder (Bildungs- und Sportgutscheine o.ä.) auf jeden Fall auch auf die Kinder, deren Eltern nur ein geringes Einkommen haben, ausdehnen wollen, aus genau den Gründen, die Sie geschildert haben. Ich bin jedenfalls zuversichtlich, dass meine Kolleginnen und Kollegen dies in den Verhandlungen mit Frau von der Leyen auch durchsetzen werden.
Was die Betreuungszeiten in den Kindergärten angeht, so ist die Flexibilität da oft vor Ort nicht ganz einfach, weil eine längere Betreuungszeit, also z.B. bis 20 Uhr meist nur von sehr wenigen Eltern gewünscht wird und so für die Kosten für die, die das wollen sehr hoch wären. Das ist bei Betriebskindergärten in der Regel anders, aber die gibt es halt auch nicht so oft - leider.
In meiner Heimatstadt Bonn haben wir den BonnAusweis eingeführt, der die städtischen Vergünstigungen, z.B. beim warmen Mittagessen, auch auf Familien knapp oberhalb von Arbeitslosengeld II ausdehnt. Schade, wenn Wetter nicht eine ähnliche Regelung hat.
Kurz: nicht alles, worüber Sie sich ärgern, ist auch politisch zu regeln, aber ich versichere Ihnen, dass wir auch weiterhin daran arbeiten werden, die Situation für Alleinerziehende mit geringem Einkommen zu verbessern, gerade auch im Interesse der Kinder. Die von Ihnen geschilderten Probleme kenne ich nämlich gut aus dem privaten und familiären Umfeld!

Mit freundlichem Gruß
Ulrich Kelber
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Frage zum Thema Sicherheit
28.11.2010
Von:

Sehr geehrter Herr Kelber,

die Entdeckung des stuxnet Wurms hat gezeigt, dass es fremden Mächten - aus welchen Motiven auch immer - möglich ist, in Industrieanlagesteuerungen bis hin zu nuklearen Anlagen weltweit einzudringen und diese zu manipulieren, sobald sie dies für opportun halten.

Welche Schritte gedenken sie als Abgeordneter zu unternehmen, um deutsche Nuklearanlagen aber auch Stromnetze etc. vor derartiger Sabotage zu schützen?

Nebenbei ist bemerkenswert, dass die Bundesregierung der betroffenen deutschen Firma, die auf den Weltmärkten einen erheblichen Imageschaden erlitten haben dürfte, keinerlei Hilfe zur Aufklärung gegeben hat.

Soweit mir bekannt wird auch im sensiblen Bereich des Bundestags weiterhin Software verwendet, die von der gleichen Firma stammt, die durch offene, der Firma bekannte aber nicht gepatchte, Lücken das Eindringen des Wurms erst ermöglicht hat.

Welche Maßnahmen schlagen sie vor, um die Sicherheit der EDV des Bundestags zu gewährleisten?

Mit freundlichen Grüßen

Ihr
W.
Antwort von Ulrich Kelber
1Empfehlung
01.12.2010
Ulrich Kelber
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Frage zur Stuxnet-Problematik.

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) sammelt alle Informationen über Sicherheitsrisiken und mögliche Sicherheitsvorkehrungen, bewertet sie und stellt die Informationen und Erkenntnisse zur Verfügung. Das BSI hat nach Angaben der Bundesregierung bereits eine Reihe von Maßnahmen zur Abwehr von Stuxnet ergriffen, s.a. Antwort der Bundesregierung auf Bundestagsdrucksache 17/3388. Diese betreffen nicht nur Anlagen in Atomkraftwerken, sondern alle öffentlichen Infrastrukturen und Firmen, also auch die EDV des Bundestages.
Nach meinen Erfahrungen - und ich traue mir da als Informatiker durchaus ein Urteil zu - macht der BSI in Sachen Sicherheit in der Informationstechnik einen richtig guten Job, insofern kann ich dem Amt als Abgeordneter nur weiter meine Unterstützung zusichern.

Grundsätzlich zeigt mir der Vorgang aber auch deutlich, dass insbesondere im Bereich der Hochrisikotechnologien und dazu gehören Atomkraftwerke nun einmal, nicht das flicken von gefundenen (Sicherheits)Löchern angesagt ist, sondern für eine rasche Stilllegung solcher Anlagen gesorgt werden muss.

Mit freundlichem Gruß
Ulrich Kelber
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Frage zum Thema Verwaltung und Föderalismus
26.01.2011
Von:

Sehr geehrter Herr Kelber,

über die Suchfunktion dieses Portal bin ich auf Sie als Informatiker gelangt.

Als Verwaltungs-"Laie" und Datenbankprogrammierer benötige ich eine "Initialzündung" bei der Umsetzung des Instruments der Verpflichtungsermächtigungen.

In einer relationalen Datenbank sind Projekte und deren monetärer Förderablauf abgebildet. Nur ein Aspekt bereitet mir Kopfzerbrechen: Es müssen Mittel in Form von sog. VEs für mehrere Jahre im Voraus eingetragen werden. Sobald das Jahr beginnt, für das die VE gilt, soll diese durch Barmittel abgelöst werden.

Können Sie mir als Informatiker einen Tipp zur Umsetzung der VE-Thematik geben?

Mit freundlichen Grüßen,
D.
Antwort von Ulrich Kelber
bisher keineEmpfehlungen
28.01.2011
Ulrich Kelber
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Aus der kurzen Beschreibung bin ich mir nicht ganz sicher, woraus Ihr Problem genau besteht. Verpflichtungsermächtigungen sind quasi eine Erlaubnis des jeweiligen Parlaments, dass ja die Haushaltshoheit hat, an die Regierung, bereits finanzielle Verpflichtungen für Folgejahre einzugehen. Also ein Versprechen, in dem jeweiligen Jahr im Haushalt mindestens den Betrag der VE für diesen Zweck zur Verfügung zu stellen.

Wie Sie dies für Ihre Datenbank umsetzen, hängt natürlich stark vom Zweck der Datenbank ab.

Mit freundlichem Gruß
Ulrich Kelber
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Frage zum Thema Wirtschaft
08.02.2011
Von:

Herr Kelbert,

ich habe H. Pfeiffer CDU wegen seiner abwertenden Äußerung "Solarmafia" gegenüber der Solarbranche angefragt.

In seiner Antwort
www.abgeordnetenwatch.de behauptet Herr Pfeiffer Sie hätten jährlich (von 2007-2009) von SolarWorld 25.000 Euro und einmalig von First Solar 15.000 für Ihren Wahlkampf erhalten.

Mich würde interessieren ob dies der Wahrheit entspricht und ob dies rechtfertigt die Solarbranche als Solarmafia zu bezeichnen?
Antwort von Ulrich Kelber
6Empfehlungen
09.02.2011
Ulrich Kelber
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Nachfrage zu dem Äußerungen des Herrn Pfeiffer.

Nein, ich habe persönlich keinerlei Geld von Solarfirmen erhalten. Ja, der SPD-Unterbezirk Bonn hat die genannten Summen als Spende für meine Bundestagswahlkämpfe erhalten, dies veröffentliche ich freiwillig(!) auch bereits seit Jahren jeweils auf meiner Webseite, siehe www.ulrich-kelber.de . Leider schreibt das Gesetz keine Veröffentlichung solcher Spenden an lokale Parteigliederungen vor, die gehen alle aufsummiert im Rechenschaftsbericht der Gesamtparteien unter.

Mir dabei zu unterstellen, dass ich mich damit habe "kaufen" lassen, um bei den Verhandlungen zum EEG "Schaden" von der Solarbranche abzuwehren ist absurd, weil ich in Sachen Erneuerbare Energien absoluter Überzeugungstäter bin. Als neuer gewählter Stadtrat in Bonn habe ich z.B. 1995 die bundesweit erste Einspeisevergütung initiiert, mit dem wir als Stadt den Ausbau von Solaranlagen gefördert haben. Auch habe ich erst kürzlich Vorschläge zur Kürzung der Solarvergütung im EEG vorgelegt, die über die Vorschläge von Bundesregierung und CDU/CSU und FDP hinausgehen ( www.ulrich-kelber.de ).

2008 haben übrigens nicht nur ich, sondern auch die CSU und die CDU-Ministerpräsidenten die Vorschläge von Herrn Pfeiffer abgelehnt. Die von mir verhandelte Kürzung für die Solar-Einspeisevergütung war dann erheblich stärker als in dem ursprünglichen Vorschlag der Bundesregierung!

Die Energiebranche ist insgesamt in der Politik von den Kommunen über die Länder bis hin zur EU extrem gut vernetzt. Die Solarbranche da herauszuheben ist absurd, denn die fetten Gewinne in der Branche machen immer noch die vier großen Energiekonzerne (fast 30 Mrd. Euro pro Jahr). Und die bekommen von CDU/CSU und FDP mit der Laufzeitverlängerung für die Atomkraftwerke jetzt noch weitere zig Milliarden zugeschustert.

Als Mitglied des Kuratoriums der EnBW-Stiftung Energie & Klimaschutz Baden-Württemberg (vormals Forum Kernenergie Baden-Württemberg) und als früherer Mitarbeiter in diesem Bereich kann Herr Pfeiffer aber sicher besser als ich beurteilen, ab wann man eine Branche als mafiös bezeichnen kann oder muss.

Mit freundlichem Gruß
Ulrich Kelber
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Frage zum Thema Verwaltung und Föderalismus
18.02.2011
Von:

Sehr geehrter Herr Kelber,

im Auswärtigen Amt soll laut Agentur-Meldungen wieder Microsoft Software eingeführt werden. Offenbar war erneut die Lobbyarbeit einer Firma mit sehr viel Geld und dem Firmensitz im richtigen Land erfolgreich in der Durchsetzung ihrer Monopolinteressen.
Da mit Linux kein großes Geld verdient werden kann, ist die Unterstützung für freie Software naturgemäß

Sicher haben Sie verfolgt, wie gerade in den USA selbst nur die Beteiligung einer chinesischen Zulieferfirma für Router (Huawei) politisch mit der Begründung verhindert worden ist, dies berühre nationale Sicherheitsinteressen. Wenn wir uns die USA in so vielerlei Hinsicht zum Vorbild nehmen, dann doch wohl auch in diesem Punkt, Als Informatiker übersehen sie sicher die Gefahren, die von geschlossener, außereuropäisch kontrollierter Software gerade in einem so sensiblen Beirch wie dem Auswärtigen Amt ausgehen.

Bitte machen sie ihre Kompetenz geltend, dass die technische Überlegenheit, die prinzipiell höhere Sicherheit und die politische Klugheit die entscheidenden Argumente bei der Auswahl der IT im Regierungsbereich werden.

Mit freundlichen Grüßen

Ihr
W.
Antwort von Ulrich Kelber
1Empfehlung
23.02.2011
Ulrich Kelber
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Anfrage zum Wechsel des Auswärtigem Amtes von Linux zu Microsoft-Software.

Wie Sie sicher wissen, war es eine Anfrage der SPD-Bundestagsfraktion, die nach dem Wechsel und den Gründen dafür gefragt hat. Die Antwort der Bundesregierung darauf hat uns nicht wirklich überzeugt, deshalb werden wir da in den verschiedenen Ausschüssen aber auch über Nachfragen noch nachhaken müssen.

Viele Fragen sind aus unserer Sicht ungeklärt: Warum sind die IT-Kosten beim AA niedriger als bei Behörden die auf MS-Technologie setzen? Warum soll ein amerikanisches Produkt einem zu großen Teilen auch in Deutschland entwickelten Produkt vorgezogen werden? Gibt es wirklich Sicherheitsvergleiche? etc.



Mit freundlichem Gruß
Ulrich Kelber
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