Torge Schmidt (PIRATEN)

Torge Schmidt
© CC-NC @bartjez
Jahrgang
1988
Berufliche Qualifikation
kaufm. Angestellter
Ausgeübte Tätigkeit
Angestellter im Vertrieb
Wohnort
Büdelsdorf
Wahlkreis
Rendsburg , Stimmen (Wahlkreis): 3.129
Ergebnis
7,8%
Landeslistenplatz
1, über Liste eingezogen
(...) B. Gesundheit, Soziales, Steuern, Familie oder Jugendförderung aber auch die seit 40 Jahren wachsende Staatsschuld sind mit der derzeitigen Praxis der Einzelfalllösungen nicht zu bewältigen. Es gibt rund 150 Sozialleistungen in Deutschland, das Gesundheitssystem versteht kein Mensch mehr und Deutschland ist führend in der Produktion von Steuerliteratur. (...)
 
weitere Profile auf abgeordnetenwatch.de
Profil auf twitter
torgator
Fragen an Torge Schmidt
Nachricht an folgende Adresse schicken, sobald eine Antwort eintrifft:


An diese Adresse den abgeordnetenwatch.de-Newsletter bestellen
Die Datenschutzbestimmungen zur Behandlung meiner Daten habe ich gelesen.
Bitte loggen Sie sich hier ein.
Frage zum Thema Soziales und Familie
04.04.2012
Von:

Sehr geehrter Herr Schmidt,

wie ist Ihre Meinung zum bedingungslosen Grundeinkommen?

Mit freundlichen Grüßen

Antwort von Torge Schmidt
4Empfehlungen
11.04.2012
Torge Schmidt
Sehr geehrter Herr ,

die Probleme in den einzelnen Politikfeldern, sei das z. B. Gesundheit, Soziales, Steuern, Familie oder Jugendförderung aber auch die seit 40 Jahren wachsende Staatsschuld sind mit der derzeitigen Praxis der Einzelfalllösungen nicht zu bewältigen. Es gibt rund 150 Sozialleistungen in Deutschland, das Gesundheitssystem versteht kein Mensch mehr und Deutschland ist führend in der Produktion von Steuerliteratur. Ein bedingungsloses Grundeinkommen betrachte ich als Grundlage für neue Politik- und Denkansätze. Die Finanzierung dieser Grundlage ist heute bereits gesichert, da der Staat allein über die Sozialkassen und die staatlichen Zuschüsse eine erhebliche Geldsumme pro Kopf ausgibt. Wie diese Grundlage letztlich gestaltet wird und wie die Umstellung der Systeme gelingen kann, dass muss der gesellschaftliche Meinungsbildungsprozess zeigen.

Mit freundlichen Grüßen
Torge Schmidt
X
Antwort empfehlen
Frage zum Thema Bürgerrechte, Daten und Verbraucherschutz
14.04.2012
Von:
Ulf

Sehr geehrter Herr Schmidt,

aus Anlass der Recherche von Landesblog.de über falsche Behauptungen und unsinnige Forderungen in ihrem Wahlprogramm habe ich folgende Frage: Können Sie ausschließen, dass Ihr Wahlprogramm weitere Fehler etc. enthält? Werden die SH-Piraten im Sinne der von Ihnen propagierten Transparenz noch *rechtzeitig* vor der Landtagswahl das Wahlprogramm auf weitere Unstimmigkeiten und unsinnige Übernahmen aus anderen Wahlprogrammen überprüfen und das Ergebnis auf Ihrer Webseite veröffentlichen, oder besteht daran bei den SH-Piraten kein Interesse?

Mit freundlichen Grüßen

Ulf
Antwort von Torge Schmidt
2Empfehlungen
16.04.2012
Torge Schmidt
Sehr geehrter Herr ,

alles schon passiert:

wiki.piratenpartei.de

Nach der Information vom Landesblog haben sich Piraten daran gemacht, die monierten Stellen zu prüfen. Dabei handelt es sich aber mitnichten um "falsche Behauptungen" und "unsinnige Forderungen", sondern hauptsächlich um -formelle- Fehler, und dass sich die Piratenpartei für das Teilen von Informationen einsetzt, hätte sich in den Massenmedien ja auch mal rumsprechen können. Nungut, bisher hatten wir ja angeblich nichtmal ein Wahlprogramm. Die offizielle Stellungnahme findest Du hier:

piratenpartei-sh.de

Das Problem an Änderungen von Wahlprogrammen ist, dass nur Landesparteitage dazu berechtigt sind. Zu unseren Landesparteitagen kann jeder kommen, deshalb können wir die nicht mal eben über Nacht einberufen. Für die Zukunft gilt: noch mehr Wachsamkeit und Selbstkritik bei der Bearbeitung von Inhalten durch die Mitglieder, aus Fehlern lernen - und dafür haben wir sehr viele Köpfe, die daran erinnern werden. Trotzdem gilt, formelle Fehler können passieren, das ist so sicher wie der Versprecher eines Tagesthemen-Moderators. Es wäre albern hier für die Zukunft etwas anderes zu versprechen.

Mit freundlichen Grüßen
Torge Schmidt
X
Antwort empfehlen
Frage zum Thema Wirtschaft
15.04.2012
Von:

Hallo Herr Schmidt,

mit welchen Partei gedenken Sie, am ehesten zu koalieren ? Werden sie von dieser ggf. als vollweriger Koalitionspartner ernst genommen ?

Gruss,
F.
Antwort von Torge Schmidt
1Empfehlung
26.04.2012
Torge Schmidt
Hallo Herr ,

ob wir als vollwertiger Koalitionspartner angenommen werden könnten, müssten Sie die anderen Parteien fragen, denn zu einer Koalition gehören ja mindestens zwei. Das ist der kurze Teil der Antwort.

Etwas mehr Zeit braucht die Frage einer möglichen Koalition. Zum ersten lässt sich unumwunden feststellen, dass es für eine Partei die neu in einen Landtag einzieht ein enormes Abenteuer wäre, mit dem Ersteinzug in den Landtag gleich die Regierungsverantwortung zu übernehmen.
Energie und Zeit und Verständnis müssten eigentlich für den ruhigen Aufbau neuer Strukturen aufgewendet werden, statt für die vielen verwaltungstechnischen Tücken. Wir wollen uns aber unsere Prinzipien nicht nehmen lassen, weil wir von einem System aufgesogen werden, dass nach festgefahrenen Spielregeln funktioniert und jeden Akteur in seiner Handlungsfreiheit einengt. Wir haben großen Respekt vor der Verantwortung und der täglichen parlamentarischen Arbeit, die für uns noch unbekanntes Terrain ist.

Immerhin haben sich die anderen Parteien inzwischen darauf geeinigt, mit uns reden zu wollen, allerdings werden wir noch für vieles kritisiert, was für den demokratischen Prozess eigentlich neue Impulse bieten könnte.
Unser Denken fordert ein Politikerbild und Bürgerbild, in dem vermittelt und geholfen wird, demokratische Entscheidungswege zu gehen. Unsere Inhalte wachsen so von unten nach oben und nicht gegen den Willen von Mehrheiten. So haben wir auch stetig wechselnde Ansprechpartner, weil eben jeder sein Anliegen am besten und vor allem glaubwürdig selbst vertreten kann.

Die größte Schwierigkeit ist dabei leider auch das Verständnis von Politik, dass sich mit den Altparteien in den letzten 40 Jahren beim Bürger durchgesetzt hat. Parteien werden als Wunschadressaten wahrgenommen, nicht als Plattformen oder "Betriebssysteme" die der politischen Selbsthilfe dienen. Außerdem wurden Themen in den letzten Jahrzehnten so verkompliziert, dass der Bürger kaum mehr in der Lage ist, sich hier selbst zu verteten und deshalb sein Schicksal in vermeintlich kompetente, rhethorisch geschulte Politikerhände legt. So werden Politiker und Parlamente aber überfordert, weil sie die einzigen Ansprechpartner für Interessen zu sein scheinen. Unsere Gesellschaft wird allerdings immer komplexer. Die daraus entstandene Meinungspluralität ist bei den anderen Parteien zumindest nach außen hin kaum noch wieder zu finden. Wahlergebnisse wie die 98 Prozent in NRW lassen sich so nur noch in ganz wenigen Ecken der Welt finden. Hier wird lieber Stabilität und Zuverlässigkeit vorgegaukelt. Die "Kopforientierung" dieser Parteien, das Selbstverständnis des führenden Personals und der mit ihnen verbundenen Medien schränken aber die Demokratie ein.

Im Moment wird der demokratische Lernprozess leider nicht spürbar angenommen, den wir als offene Strukturpartei den Kopfparteien vorleben. Damit wissen diese Parteien noch nicht umzugehen, denn ein schneller Schwenk ist hier kaum möglich. Und deshalb dürften Koalitionsverhandlungen auch schwierig werden, die als Ergebnis meistens haben, dass nach der Wahl nicht mehr gilt, was vor der Wahl versprochen wurde.

Mit freundlichen Grüßen
Torge Schmidt
X
Antwort empfehlen
Frage zum Thema Umweltpolitik
16.04.2012
Von:

Moin Herr Schmidt

Ich bin im Vorstand der Bürgerinitiative gegen CO2-Endlager und bin an Ihrer Position zu der CCS-Technologie und einem CO2-Endlager interessiert. Ihre Antworten haben wir vor, auf unserer facebook-Seite zu veröffentlichen. Ich freue mich über eine Rückmeldung.

Was haben Sie persönlich bereits gegen die Einführung der CCS-Technik unternommen? Was werden Sie nach Ihrer Wahl in den Landtag gegen die CCS-Technik und ein CO2-Endlagergesetz unternehmen? Werden Sie einen Antrag unterstützen, der die Landesregierung zu einer Bunderatsinitiative für ein bundesweites CO2-Endlagerverbot auffordert?

Welche Haltung haben Sie bisher zum geplanten Kohlekraftwerk in Brunsbüttel eingenommen? Was werden Sie nach der Wahl tun, um das geplante Kohlekraftwerk in Brunsbüttel zu verhindern?

MfG
Antwort von Torge Schmidt
2Empfehlungen
02.05.2012
Torge Schmidt
Moin Frau ,

ich habe die Volksinitiative gegen die CCS-Technik mit unterschrieben und habe auch andere Menschen darauf hingewiesen.

Im Landtag werde ich mich ausdrücklich gegen die Speicherung von Kohlendioxid im Boden und unter Nord- und Ostsee aussprechen. Mögliche Schäden für die Umwelt sind weder abschätzbar noch ausreichend erforscht. Für mich ist es somit auch selbstverständlich, einen Antrag zu unterstützen, der ein Verbot der CCS-Technik bundesweit vorsieht.

Meine persönliche Meinung zum Kohlekraftwerk in Brunsbüttel ist noch nicht abgeschlossen. Für mich ist entscheidend, dass der CO2-Austoß dort möglichst gering und der Wirkungsgrad des Kraftwerks sehr hoch ist. Indirekt ist der Bau des Kohlekraftwerks eine Förderung der CCS-Technologie, welche ich nicht unterstützen kann. Im Detail habe ich mich jedoch nicht ausreichend mit dem Projekt beschäftigt, um mich abschließend zu dieser Frage zu äußern.

Mit freundlichen Grüßen
Torge Schmidt
X
Antwort empfehlen
Frage zum Thema Energieversorgung
18.04.2012
Von:

Sehr geehrter Herr Schmidt,

Wie ist Ihr Verhältnis zur Windenergie?
Werden Sie ein Moratorium fordern, solange die Gesundheitsgefahren durch Windkraftwerke nicht untersucht sind?

Hintergrundinformationen:
Die Gesundheitsbehörde von Brown County, Wisconsin, USA fordert einen finanziellen Notfallplan für Wind Turbine Syndrome Opfer
www.windturbinesyndrome.com

Prof. Mariana Alves-Perera, Portugal (Vibro Acoustic Disease - VAD)
www.nhmrc.gov.au

Dr. Robert McMurtry, seit 2011 Träger der höchsten zivilen kanadischen Auszeichnung, des "Order of Canada" (Gesundheitsschäden durch Windkraftwerke)
youtu.be
Curriculum Vitae:
www.uwo.ca

Dr. Sarah Laurie, medizinischer Direktor der Waubra Foundation, Australien
waubrafoundation.com.au

Dr. Nina Pierpont aus Malone, NY, USA (Wind Turbine Syndrome)
windturbinesyndrome.com

Oder werden SIe ebenso wie Herr Stegner von der SPD das Grundgesetz der Bundesrepublick Deutschland sehr freizügig interpretieren und von Ihren Mitmenschen verlangen, daß jeder seinen Teil zur Energiewende beitragen muß - auch wenn er sein Leben dafür hergeben muß?
www.abgeordnetenwatch.de

Halten Sie es für gerechtfertigt, daß Landeigentümer bis zu 80.000 Euro pro Jahr und Windkraftwerk als Pacht erhalten? ( tinyurl.com ) Falls nicht, was werden Sie dagegen tun? Werden Sie sich für eine finanzielle Unterstützung einsetzen, um durch
Windkraftwerke erkrankten Mitbürgern einen Umzug in eine schallemissionsfreie Umgebung zu ermöglichen?

Mit freundlichen Grüßen
Antwort von Torge Schmidt
1Empfehlung
02.05.2012
Torge Schmidt
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für ihre Fragen.

Wie ist Ihr Verhältnis zur Windenergie?
Ich unterstütze den Umstieg auf von fossilen auf regenerative Energieträger. Die Windenergie ist derzeit die wirtschaftlichste Form zur Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien. In Schleswig-Holstein sind die Voraussetzungen zur Nutzung des Windes als Energieträger besonders gut.

Werden Sie ein Moratorium fordern, solange die Gesundheitsgefahren durch
Windkraftwerke nicht untersucht sind?
Nein. Erfahrungen mit der Windenergienutzung werden seit über 20 Jahren gesammelt. Erkenntnisse, die ein Moratorium rechtfertigen würden, sehe ich nicht. Eine fortlaufende Forschungsarbeit über die Auswirkungen der Windenergienutzung auf Natur und Umwelt ist aber sinnvoll.

Halten Sie es für gerechtfertigt, daß Landeigentümer bis zu 80.000 Euro
pro Jahr und Windkraftwerk als Pacht erhalten? ( tinyurl.com )

Die Pacht für Standorte wird zwischen dem Investor und dem Landeigentümer ausgehandelt. Angesichts der positiven Ertragserwartungen der Betreiber und den knapper werdenden verfügbaren windhöffigen Standorten können hohe Beträge bei der Verpachtung verlangt werden. Windenergieanlagen haben derzeit Leistungen von 1-3 MW. Bei einer Volllaststundenzahl von ca. 2000 Std / Jahr werden bei einer 2 MW Anlage 4 GWh Strom erzeugt. Dieser kann für mindestens 7,2 Ct ins Netz eingespeist werden und einen Erlöse von über 280.000 EUR p. Jahr erzielen. Bei einer Anlagenlebensdauer von 20 Jahren und mehr ist auch nach dem Abzug der Pachtkosten ein wirtschaftlicher Betrieb der Anlage möglich.
Ich sehe keinen Anlass, dass die Landespolitik hier eingreifen sollte.

Werden Sie sich für eine finanzielle Unterstützung einsetzen, um durch Windkraftwerke erkrankten Mitbürgern einen Umzug in eine schallemissionsfreie Umgebung zu ermöglichen?

Die von verlinkten Effekte durch die Frequenz des Lärms sollten weiter wissenschaftlich überprüft werden. Lärm ist ein allgemeines Problem, dass auch viele Menschen in Städten, an Bahnlinien oder Autobahnen trifft. Lärmschutz ist ein wichtiger Faktor für die Lebensqualität. Windenergieanlagen werden nur an Standorten genehmigt, an denen die Richtlinien des Bundesimmissionschutzgesetzes eingehalten werden. Danach darf nachts dürfen an der nächsten belebten Hauswand nicht mehr als 40 dB(A) erreicht werden. [ de.wikipedia.org ]. Insofern sind auch keine finanziellen Beihilfen zur Umsiedlung erforderlich.

Mit freundlichen Grüßen
Torge Schmidt
X
Antwort empfehlen
Ihre Frage an Torge Schmidt
Sie befinden sich auf einer Archivseite. Die Fragefunktion wurde inzwischen geschlossen.