Sylvia Löhrmann (DIE GRÜNEN)

Sylvia Löhrmann
Geburtstag
01.03.1957
Berufliche Qualifikation
Oberstudienrätin, Lehrerin
Ausgeübte Tätigkeit
Ministerin für Schule und Weiterbildung und stellvertretende Ministerpräsidentin des Landes NRW
Wohnort
Solingen
Wahlkreis
Solingen I
Ergebnis
12,6%
Landeslistenplatz
1, über Liste eingezogen
(...) Über handwerkliche Fehler beim Bildungs- und Teilhabepaket möchte ich an dieser Stelle nicht spekulieren. (...)
 
weitere Profile auf abgeordnetenwatch.de
Persönliche Website
sylvia-loehrmann.de
Profil auf facebook
Profil öffnen
Fragen an Sylvia Löhrmann
Nachricht an folgende Adresse schicken, sobald eine Antwort eintrifft:


An diese Adresse den abgeordnetenwatch.de-Newsletter bestellen
Die Datenschutzbestimmungen zur Behandlung meiner Daten habe ich gelesen.
Bitte loggen Sie sich hier ein.
Frage zum Thema Bildung und Kultur
17.04.2012
Von:

Sehr geehrte Frau Löhrmann,

Der Koalitionsvertrag der letzten NRW-Landesregierung kündigte an:

"Wir regeln Arbeitszeit und Bezahlung der Lehrkräfte neu. (...) Außerdem soll sie [sc. die Kommision] ein gerechteres Lehrerarbeitszeitmodell entwickeln."

Wenn Sie in der neuen Landesregierung Schulministerin wären, dann - so nehme ich an - gilt dieser Anspruch weiterhin.

1. Auf welche Weise würden Sie die Arbeitszeit der Lehrerinnen und Lehrer (wohlgemerkt derjenigen, die schon im Dienst sind und somit auch der Beamt/inn/en) gerechter regeln wollen?

2. Werden die demographischen Gewinne schwindender Schülerzahlen derart im System verbleiben, dass konkrete Entlastung z.B. durch kleinere Korrekturgruppen erreicht wird, und dass nicht etwa diese Gewinne für zusätzliche neue Aufgaben wie Inklusion verwendet werden?

3. Viele meiner Kollegen sehen COPSOQ als Beruhigungspille des Dienstherrn und ein Vertrösten auf eine Zukunft an, in der die landesweite Studie endlich ausgewertet sein wird und vielleicht eine neue Legislaturperiode ansteht. Reichen Mummert & Partner und die Schaarschmidt-Studie u.a. nicht als Handlungsauftrag an eine zukünftige Landesregierung aus, als Dienstherr die Arbeitszeit und - belastung zeitnah zu ändern und damit das Thema Lehrergesundheit endlich ernst zu nehmen?

Ich würde mich nach zwei unbeantworteten Anfragen meinerseits zu diesem Thema über Ihre Antwort sehr freuen und verbleibe

Mit freundlichen Grüßen


Bisher ist noch keine Antwort eingetroffen. Um eine Nachricht zu erhalten, sobald eine Antwort eintrifft, tragen Sie sich bitte über die untenstehende Benachrichtigen-Funktion ein.

Auf diese Antwort warten bisher 5 Interessierte
X
Beim Eintreffen einer Antwort benachrichtigen
Frage zum Thema Wirtschaft
18.04.2012
Von:

Hallo Frau Löhrmann,

was halten Sie von der Analyse der RosaLux Stiftung zur Staatsverschuldung?

Hier ist der Link:

www.rosalux.de


MfG

Bisher ist noch keine Antwort eingetroffen. Um eine Nachricht zu erhalten, sobald eine Antwort eintrifft, tragen Sie sich bitte über die untenstehende Benachrichtigen-Funktion ein.
X
Beim Eintreffen einer Antwort benachrichtigen
Frage zum Thema Bildung und Kultur
18.04.2012
Von:

Sehr geehrte Frau Löhrmann,

ich bin Studienrat (verbeamtet) an einem Gymnasium in Nordrhein-Westfalen und bin mit meinen Fächern seit 8 Jahren mit 2 bzw. 3 zusätzlichen Stunden wöchentlich vom Bandbreitenmodell betroffen und würde gerne Ihre Meinung dazu wissen und ob Sie im Falle einer weiteren Regierungsbeteiligung bzw. Ministerverantwortung sich für deren Abschaffung einsetzen würden. Ich fühle mich gegenüber anderen Schulen und Schulformen (nach GEW-Angaben wird dieses Modell lediglich an 9 von 6000 Schulen angewandt) sowie gegenüber angestellten Lehrern, die vom Bandbreitenmodell nach einem Arbeitsgerichtsurteil nicht betroffen sind, benachteiligt.

Mit freundlichen Grüßen

Bisher ist noch keine Antwort eingetroffen. Um eine Nachricht zu erhalten, sobald eine Antwort eintrifft, tragen Sie sich bitte über die untenstehende Benachrichtigen-Funktion ein.

Auf diese Antwort warten bisher 2 Interessierte
X
Beim Eintreffen einer Antwort benachrichtigen
Frage zum Thema Bildung und Kultur
18.04.2012
Von:

Sehr geehrte Frau Löhrmann,

im Dezember 2010 hat der Landtag ohne Gegenstimmen einen Antrag aller Fraktionen zum Aufbau eines "inklusiven" Schulsystems verabschiedet.

Eckpunkte zur Umsetzung der Inklusion werden gegenwärtig in einer Projektgruppe in Ihrem Ministerium erarbeitet; bzw. erfolgt die Umsetzung bereits in Abstimmung mit den jeweiligen Schulen z. B. in Form des gemeinsamen Unterrichts oder durch sog. Nachteilsausgleich. Mit diesen Maßnahmen des Ausgleichs wird dem Schüler entsprechend seiner individuellen Schwäche Hilfestellung gewährt.

Der Nachteilsausgleich hat sich meines Erachtens bisher als sehr erfolgreiches Instrument erwiesen. Vielen Schülern, so auch meinem jetzt 15-jährige Sohn mit auditiver Wahrnehmungsstörung und Legasthenie, der die 9 Klasse des Gymnasiums besucht, ermöglichte die Maßnahme, dass er wegen seiner ansonsten vorhandenen schulischen Stärken, die angemessene Schullaufbahn fortführen konnte.

Der Nachteilsausgleich in Form der "Notenbefreiung für Rechtschreibung" soll nach gegenwärtiger Erlasslage ab der Oberstufe nicht mehr gelten. Für die betroffenen Schüler hat dies zur Folge, dass ihr schulisches Fortkommen abrupt behindert wird - also eigentlich das Gegenteil von dem, was mit der Inklusionsidee erzielt werden soll.

Wenn Sie auch der Ansicht sind, dass hier eine Korrektur dieser gegenwärtig gültigen Regelung sinnvoll ist, so wäre ich froh, wenn Sie sich im Bereich der Schulpolitik dieser Sache annehmen würden.

Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit.

Mit freundlichen Grüßen

Antwort von Sylvia Löhrmann
1Empfehlung
23.10.2012
Sylvia Löhrmann
Sehr geehrte Frau ,



vielen Dank für Ihre Frage und das mir entgegengebrachte Vertrauen. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass eine Stellungnahme zu der von Ihnen geschilderten Problematik einige Zeit in Anspruch genommen hat. Erlauben Sie mir auch die Anmerkung, dass für solcherlei Fragen, die sehr fachspezifische Regelungen betreffen, möglicherweise eine Plattform wie Abgeordnetenwatch nicht das geeignete Medium ist. Hier geht es um Rechtsfragen, die zum Teil auf der Ebene der Kultusministerkonferenz abgestimmt sind. Der Sachstand ist wie folgt:


Dem Wunsch von Schülerinnen und Schülern der gymnasialen Oberstufe sowie auch deren Eltern auf Ausweitung des LRS-Erlasses vom 19.07.1991 über die bestehenden Regelungen hinaus kann aus den folgenden Gründen nicht entsprochen werden: Der Regelfall ist, dass Schülerinnen und Schüler im Rahmen eines mehrjährigen Förder- und Entwicklungsprozesses spätestens bis zum Ende der Sekundarstufe I Lese- und Rechtschreibschwierigkeiten ausgeglichen haben.

Bei schweren und erneut nachgewiesenen Rechtschreibschwierigkeiten in der gymnasialen Oberstufe muss ein Nachteilsausgleich gemäß § 13 Absatz 7 APO-GOSt bereits innerhalb der Einführungsphase erfolgen. In ganz besonderen Ausnahmefällen von schwerer LRS (Lese-Rechtschreib-Schwäche) kann ein Nachteilsausgleich in der Qualifikationsphase durch die Schulleitung gewährt werden, damit dieser auch für die Abiturprüfung von der Schule beantragt und von der zuständigen Bezirksregierung geprüft und genehmigt wird. Dabei ist wegen des Gleichbehandlungsgrundsatzes in Abschluss relevanten Prüfungen eine Relativierung in der Notengebung ausgeschlossen.



Der Nachteilsausgleich bezieht sich nur auf die äußeren Prüfungsbedingungen. Im Zusammenhang mit LRS kann z.B. eine Zeitverlängerung gewährt werden, die aber den durchgängig erfolgten Nachteilsausgleich während des gesamten Bildungsgangs der gymnasialen Oberstufe zur Voraussetzung hat.



In der gymnasialen Oberstufe sind die Anforderungen an die sprachliche Richtigkeit in der deutschen Sprache eigenständig zu erfüllen. Verstöße sind gemäß § 13 Abs. 2 APO-GOST angemessen zu berücksichtigen.



Die grundlegende Kompetenz, die Normen der deutschen Schriftsprache zu kennen und sicher anwenden zu können, gehört auch in der gymnasialen Oberstufe mit zum Beurteilungsbereich schriftlicher Leistungsüberprüfungen. Allerdings bildet die inhaltliche und strukturelle Qualität der erbrachten fachlichen Leistungen den Schwerpunkt der abschließenden Bewertung und das "richtige Schreiben" erfährt dabei eine anteilig angemessene Berücksichtigung.



Ob im Rahmen der Ausgestaltung der Inklusion bundesweit noch Änderungen erfolgen werden, ist derzeit nicht abzusehen.



Mit freundlichen Grüßen





Sylvia Löhrmann (MdL)
X
Antwort empfehlen
Frage zum Thema Bildung und Kultur
20.04.2012
Von:

Sehr geehrte Frau Löhrmann,

der Entwurf zum 8. Schulrechtsänderungsgesetz sieht eine Erhöhung der Schulleitungspauschale für Grundschulen vor, die an mehreren Standorten geführt werden. Avisiert ist eine Pauschale von 13 WS für den Hauptstandort und 7 WS für jeden weiteren Standort. Im Gesetzentwurf ist aber nur von Verbundschulen die Rede. Soll diese Regelung auch für alle anderen Schulen mit zwei oder mehr Standorten gelten, die nicht ausdrücklich Verbundschule heißen. Die Biemenhorster Schule, deren Schulleiter ich bin, heißt offiziell Schule mit Nebenstandort (Dependance).
Bereits bisher bekamen Verbundschulen 3 WS zusätzliche Leitungszeit für den zweiten Standort. Auch diese Stunden werden unserer Schule nicht gewährt. In meinen Augen ist dies eine unzulässige Ungleichbehandlung, da die faktische Arbeitsbelastung absolut gleichwertig ist.
Werden Schulen mit zwei oder mehreren Standorten in Zukunft in dieser Frage gleich behandelt.

Mit freundlichen Grüßen

Bisher ist noch keine Antwort eingetroffen. Um eine Nachricht zu erhalten, sobald eine Antwort eintrifft, tragen Sie sich bitte über die untenstehende Benachrichtigen-Funktion ein.

Auf diese Antwort warten bisher 2 Interessierte
X
Beim Eintreffen einer Antwort benachrichtigen
Ihre Frage an Sylvia Löhrmann
Sie befinden sich auf einer Archivseite. Die Fragefunktion wurde inzwischen geschlossen.