Sven Sladek (PIRATEN)
Kandidat Bundestagswahl 2013
Dieses Profil dient zu Archivzwecken, eine Befragung ist nicht mehr möglich.

Angaben zur Person
Sven Sladek
Geburtstag
19.10.1970
Berufliche Qualifikation
IT-Berater
Ausgeübte Tätigkeit
-
Wohnort
Soest
Wahlkreis
Soest
Ergebnis
2,4%
Landeslistenplatz
-, Nordrhein-Westfalen
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(...) In so fern sehe ich eine hier ansetzende Zwangsbehandlung unter strengen richterlichen Auflagen, welche möglicherweise auch periodisch erneuert werden müssen, als Sinnvoll an wenn der Patient eine Gefahr für sich selbst oder seine Umwelt darstellt. Nun sieht das BGB an der von Ihnen erwähnten Stelle jedoch vor, diese Entscheidungslast an den Betreuer abzutreten. (...)

Transparenz-Check

Selbstverpflichtung von Sven Sladek: Im Fall meiner Wahl ins Parlament werde ich mich einsetzen für*:

  • Gesetz gegen Abgeordnetenbestechung
  • komplette Veröffentlichung von Nebeneinkünften
  • unverzügliche Veröffentlichung aller Parteispenden über 10.000 €

* abgeordnetenwatch.de hat den Kandidierenden die Möglichkeit gegeben, die Selbstverpflichtung für Transparenz und gegen Korruption zu unterschreiben sowie ihre Steuererklärung zu veröffentlichen. Weitere Informationen zum Transparenz-Check

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Frage zum Thema Finanzen
24.07.2013
Von:

Was verstehen Sie unter dem Begriff Sparen, weniger Geld ausgeben, Geld zurücklegen oder was sonst? Halten Sie Sparen für notwendig? Kann man durch Verzicht auf die Vielfalt im Schulwesen sparen?
Antwort von Sven Sladek
bisher keineEmpfehlungen
29.07.2013
Sven Sladek
Sehr geehrter Herr ,

unter dem Begriff "Sparen" verstehe ich in der Tat den Vorgang, weniger Geld auszugeben. Ich nehme an, dass Ihre Frage darauf abzielt ob ich Einsparungen im Bereich der Bildung als sinnvoll erachte. Das tue ich nicht, denn was wir in der Bildung sparen müssen wir später zigfach als Sozialleistung ausgeben. Einer unserer Slogans zur Landtagswahl in NRW war "Bildung geht nicht billig", in so fern sollten wir uns hüten, das Schulwesen kaputtzusparen.

Mitg freundlichen Grüßen,
Sven Sladek
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Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
05.08.2013
Von:

Heißt geheime Wahl, dass der Wähler anonym bleiben muss?
Es wäre doch schön, wenn der Wähler bei der Wahl eine Wählernummer angeben könnte, so dass er sich mit seinen Anliegen unter der Wählernummer an den von ihm gewählten Kandidaten wenden könnte.

Betr. Erststimme
In meinem Wahlkreis ist die Erststimme wie beim Roulette: setze ich auf Schwarz, kommt Rot; setze ich auf Rot, kommt Schwarz.
Ich würde mit meiner Erststimme gerne den Kandidaten prozentmäßig wählen (so wie mit meiner Zweitstimme) und nicht nach dem Prinzip alles oder nichts.

Etwas zu Prozentzahlen:
Können die Politiker die Ausgaben nach Prozenten vornehmen und nicht nach absoluten Zahlen, z. B. 20% für Posten 1, 15% für Posten 2 usw.(Erreicht die Summe 100%, ist Schluss.)

Und noch etwas zu Prozentzahlen: Man sollte die Sitze im Parlament um den Anteil der Nichtwähler reduzieren.
Antwort von Sven Sladek
bisher keineEmpfehlungen
06.08.2013
Sven Sladek
Sehr geehrter Herr ,

zum ersten Teil Ihrer Anregung ist zu sagen, das ich es für sehr gefährlich halte wenn irgendwo notiert wird, welcher Bürger welche Partei gewählt hat. Stellen Sie sich vor, es kommt durch eine unglückliche Fügung wieder eine Faschistische, Totalitäre Regierung an die Macht, welche dann anfängt, gezielt politische Gegner auszuschalten wie es im dritten Reich der Fall war. Gibt es dann ein Wahlverzeichnis, erleichtert dies für Schlägertrupps enorm die Arbeit. In so fern, so wünschenswert es wäre seinen gewählten Volksvertreter direkt kontaktieren und sich legitimieren zu können, so gefährlich kann es auch werden. Der Grundsatz der geheimen Wahl hat also seine Berechtigung.

Zum zweiten Teil: Aus diesem Grunde gibt es ja die Unterscheidung zwischen Erst- und Zweitstimme. In den USA und Großbritanien beispielsweise hat man nur eine Stimme, es gilt das Prinzip der relativen Mehrheitswahl. Dort sind in der Tat alle Stimmen verloren, welche nicht dem Sieger gehören - bei uns gilt dies nur für die Erststimme, jeder Wahlkreisgewinner zieht also in den Bundestag ein. Den Zweitstimmen haben wir jedoch zu verdanken, das wir eine Mischform aus Mehrheits- und Verhältniswahl haben und somit auch nicht mehrheitsfähige politische Ideen im Bundestag repräsentiert werden.

Ich halte dies für einen sinnvollen, wiel leicht verständlichen Kompromiss. Natürlich gibt es wesentlich differenziertere Wahlverfahren, auf www.wahlrecht.de finden Sie eine gute Zusammenfassung. Jedoch haben einige Wahlen, beispielsweise in Bremen und Hamburg, wo eine Verhältniswahl mit offenen Listen durchgeführt wird, bereits gezeigt, dass dies vom Wähler nicht immer verstanden wird - sprich, die Anzahl der ungültigen Stimmen steigt rapide.

Aufgrund der Mischform aus Mehrheits- und Verhältniswahl ergibt sich auch die Anzahl der Sitze im Parlament. Es ist also schwierig, die Anzahl der Abgeordneten entsprechend der Wahlbeteiligung zu reduzieren. Weiterhin schlagen Sie vor, die Ausgaben der Abgeordneten an die erreichten Prozentzahlen zu koppeln. Auch dies halte ich für Problematisch, die Unabhängigkeit der Abgeordneten muss gewahrt bleiben, um ihn unabhängiger von Bestechung zu machen. Auch wenn dies, abhängig von der Gier der betreffenden Personen, mit keinem Gehalt der Welt erreichbar ist, so sind etwas stabiler ausgeprägte Persönlichkeiten, die von Idealen und hehren Zielen geleitet werden, mit einem entsprechenden Auskommen einigermaßen gefeit vor Bestechungsversuchen.

Ich hoffe, Ihnen mit diesen Antworten gedient zu haben.

Mit freundlichen Grüßen,
Sven Sladek
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Frage zum Thema Inneres und Justiz
05.08.2013
Von:

Liebe Kandidatin, lieber Kandidat zur Bundestagswahl 2013

der BdB ist mit rund 6.000 Mitgliedern der größte Verband für Berufsbetreuer in Deutschland .
Aufgrund der Tatsache, dass das Betreuungsrecht nicht so bekannt ist, haben wir uns zur Wahl
entschieden Sie zu diesem Thema zu befragen.

Seit Feb. 2013 ist es nach §1906 (3) möglich Menschen gegen ihren natürlichen Willen zu
behandeln (Zwangsbehahndlung). Diese Möglichkeit der Behandlung entspricht aus unsere Sicht
nicht der UN Behinderterechtskonvention.

Wie stehen Sie persönlich zur Zwangsbehandlung, wie steht Ihre Partei zur Zwangsbehandlung?

Vielen Dank.

Mit freundlichem Gruß
Landesvorstand BdB NRW
Antwort von Sven Sladek
2Empfehlungen
06.08.2013
Sven Sladek
Sehr geehrter Herr ,

ich persönlich sehe Zwangsbehandlungen als äusserst problematisch an, auch weil es in unserer dunklen Vergangenheit bereits sehr negative Erfahrungen damit gegeben hat. Auf der anderen Seite ist es tatsächlich so, dass insbesondere psychisch erkrankte Patienten mit suizidalen Tendenzen nicht einfach davon überzeugt werden können, das eine Behandlung notwendig und gut für sie ist. Denken Sie beispielsweise an einen Patienten mit der paranoiden Wahnvorstellung das alle ihn vergiften wollen, dem Sie dann eine Insulinspritze verabreichen müssen - es wird nicht ohne weiteres gelingen.

In so fern sehe ich eine hier ansetzende Zwangsbehandlung unter strengen richterlichen Auflagen, welche möglicherweise auch periodisch erneuert werden müssen, als Sinnvoll an wenn der Patient eine Gefahr für sich selbst oder seine Umwelt darstellt. Nun sieht das BGB an der von Ihnen erwähnten Stelle jedoch vor, diese Entscheidungslast an den Betreuer abzutreten. Dies halte ich für Problematisch, insbesondere da der Berufsbetreuer kein Ausbildungsberuf ist. Eine solche Zwangesbehandlung sollte jedoch ärztlich und richterlich beschlossen sein, mit fundiertem medizinischem Fachwissen und juristischer Unabhängigkeit.

Die Piratenpartei hat bislang noch keine gefestigte Position zu dieser Problematik, wir freuen uns jedoch über jede Expertise die wir in unsere Überlegungen einfließen lassen können. Ich lade Sie also herzlich zur Mitarbeit an dieser Thematik ein.

Mit freundlichen Grüßen,

Sven Sladek
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Frage zum Thema Soziales
04.09.2013
Von:

Sehr geehrter Herr Sladek,
was halten Sie von dem teils verachtenden und willkürlichem Verhalten mancher Mitarbeiter der Arbeitsagenturen? Bzw. was wäre Ihre Idee dem entgegen zu wirken?
Antwort von Sven Sladek
bisher keineEmpfehlungen
06.09.2013
Sven Sladek
Sehr geehrter Herr ,

die Mitarbeiter in den Jobcentern und Arbeitsagenturen stehen selbst unter hohem Druck, verfügen sie doch oftmals ebenfalls nur über Zeitverträge und haben geheime interne Dienstanweisungen. Abgesehen von der Tatsache, dass wir Piraten uns für die Abschaffung des Menschenverachtenden Hartz IV Systems einsetzen und ein bedingungsloses Grundeinkommen einführen wollen, welches jedem unbürokratisch zur Verfügung steht, setzen wir uns kurzfristig dafür ein, dass sich die Bedingungen in Jobcentern und Arbeitsagenturen verbessern.

Die Piratenpartei verfolgt das Anliegen, dass die Mitarbeitenden der Jobcenter im Regelfall unbefristete Arbeitsverträge erhalten, um permanent gleichmäßige Ausbildungs- und Bearbeitungsstandards zu gewährleisten. Damit werden die Grundlagen geschaffen, dass die Leistungsberechtigten umfassender aufgeklärt, beraten und vermittelt werden können. Wir fordern eine regelmäßige, qualitativ hochwertige Fort- und Weiterbildung der Mitarbeitenden in den Jobcentern, die fachliche und vor allem auch soziale Kompetenzen vermitteln müssen.

Die Piratenpartei setzt sich weiterhin dafür ein, dass die Mitarbeitenden im Vermittlungsbereich nur diejenigen Berufsgruppen beraten, deren Berufsbilder sie kennen und mit deren fachlichen Inhalten und Anforderungen sie vertraut sind. Die Zuordnung und Betreuung der Arbeitslosen im Vermittlungsbereich sollte nicht mehr nach dem Anfangsbuchstaben des Namens des Antragstellers, Stadtteilen, BG-Nummern oder anderen bürokratischen Kriterien erfolgen.

Weiterhin verfolgen wir das kurzfristige Ziel der Aussetzung von Sanktionen, auch um ein Druckmittel der Mitarbeiter gegenüber den Kunden wegfallen zu lassen und ein Gespräch auf Augenhöhe stattfinden lassen zu können.

Mit freundlichen Grüßen,
Sven Sladek
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