Sven-Christian Kindler (DIE GRÜNEN)
Kandidat Bundestagswahl 2009
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Angaben zur Person
Sven-Christian Kindler
Jahrgang
1985
Berufliche Qualifikation
Betriebswirt
Ausgeübte Tätigkeit
Unternehmenscontrolling
Wohnort
Hannover
Wahlkreis
Rotenburg I - Soltau - Fallingbostel
Ergebnis
7,6%
Landeslistenplatz
6, Niedersachsen
Für mich steht beim Afghanistaneinsatz die Frage im Mittelpunkt, wie Frieden, Menschenrechte und Demokratie verwirklicht werden können. (...) Es muss unbedingt verhindert werden - gerade auch im Interesse von Frauen, Homosexuellen und Minderheiten -, dass die islamistischen Taliban wieder an die Macht kommen. (...)
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Frage zum Thema Landwirtschaft
05.09.2009
Von:

Sehr geehrte Herr Kandidat,

wie stehen Sie zum geplanten Stall-Konzept in Krelingen ?

Mit freundlichen Grüssen
Antwort von Sven-Christian Kindler
bisher keineEmpfehlungen
26.09.2009
Sven-Christian Kindler
Sehr geehrte Frau ,

Wir Grüne lehnen den Bau des Stalle für Putenelterntiere in Krelingen ab. Die Zuwegung ist nicht breit und belastbar genug, zudem ist die Frage der Stickstoff- und Ammoniakdeposition nicht geklärt. Wir stehen deswegen in engem Kontakt mit der örtlichen Bürgerinitiative.

Mit freundlichen Grüßen

Sven-Christian Kindler
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Frage zum Thema Außenpolitik
06.09.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Kindler,

als Wahlkandidat in unserem Landkreis, hätte ich gerne Ihre Meinung bezüglich zum Thema Auslandseinsätze der Bundeswehr. Hier insbesondere der Einsatz ISAF mit deutschen Soldaten in Afghanistan.

Mit freundlichem Gruß

Antwort von Sven-Christian Kindler
bisher keineEmpfehlungen
24.09.2009
Sven-Christian Kindler
Sehr geehrter Herr ,

für mich steht beim Afghanistaneinsatz die Frage im Mittelpunkt, wie Frieden, Menschenrechte und Demokratie verwirklicht werden können. Ein sofortiger Rückzug von heute auf morgen hätte einen katastrophalen Bürgerkrieg zur Folge. Es muss unbedingt verhindert werden - gerade auch im Interesse von Frauen, Homosexuellen und Minderheiten -, dass die islamistischen Taliban wieder an die Macht kommen. Aktuell setzt die deutsche Bundesregierung jedoch fast nur auf militärische Mittel, verspielt so das Vertrauen der Bevölkerung und stärkt so indirekt die Taliban. Wir wollen einen echten Strategiewechsel in Afghanistan einleiten: Weg vom Militär. Mit dem von der Bundeswehr angeforderten Luftangriff bei Kunduz hat eine Gewalteskalation stattgefunden, die wir Grünen nicht mittragen können. Wir wollen die zivile Hilfe verdoppeln und dafür sorgen, dass mit mindestens 2.000 europäischen PolizistInnen der Aufbau der Polizei in Afghanistan endlich umgesetzt wird. Gleichzeitig wollen wir in der nächsten Legislaturperiode einen Abzugsplan unmittelbar einleiten. Mit dem Abzug muss in der nächsten Legislaturperiode begonnen werden.

Eine längere, detaillierte Stellungnahme zur Afghanistanpolitik von mir und anderen grünen Bundestagskandidat_innen finden Sie hier:

bit.ly

militärkritische Grüße

Sven-Christian Kindler
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Frage zum Thema Soziales und Familie
07.09.2009
Von:

1. Wie sehen Sie die Zukunft der Gesundheits- Alten- Kinder- und Krankenpflege?

2. Wie stehen Sie zu den Bemühungen zur Gründung von Pflegekammer als Organ der beruflichen Selbstverwaltung?
Antwort von Sven-Christian Kindler
bisher keineEmpfehlungen
21.09.2009
Sven-Christian Kindler
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Fragen! Für uns als Grüne steht der Mensch im Mittelpunkt. In der Gesundheitssystem heißt das, dass wir weg wollen von einem System, in dem Krankenkassen einerseits und die Anbieter von Gesundheitsleistungen andererseits den Ton angeben. Stattdessen sollen die Patientinnen und Patienten im zu Taktgebern im Gesundheitssystem werden. Das bedeutet mehr Prävention, mehr Qualitätstransparenz und die Stärkung der Patientenrechte. Das bedeutet auch, dass sich die Abläufe und Strukturen in Krankenhäusern, Ärztepraxen und anderen Gesundheitseinrichtungen an den Bedürfnissen der Patientinnen und Patienten ausrichten und nicht umgekehrt. Für solch ein patientenorientiertes Gesundheitswesen ist aber auch seine gerechte und nachhaltige Finanzierung notwendig. Dies wollen wir durch eine BürgerInnenversicherung erreichen, die alle Einkommensarten - auch aus Vermietung, Verpachtung und Kapitaleinkommen - in die Beitragsbemessung einbezieht. Um zu verhindern, dass dadurch kleine und mittlere EinkommensbezieherInnen belastet werden, wollen wir für die zusätzlichen Einkommensarten Freigrenzen einziehen und die Beitragsbemessungsgrenze anheben. Praxisgebühren und Arzneimittelzuzahlungen wollen wir wieder abschaffen. Kinder bleiben beitragsfrei mitversichert. Auch Ehegatten und Lebenspartner, die Kinder erziehen oder Pflegebedürftige betreuen, müssen keine Krankenversicherungsbeiträge bezahlen. Die Bürgerversicherung soll auch von privaten Krankenversicherungsunternehmen angeboten werden können. Damit können sich alle Bürgerinnen und Bürger frei zwischen allen Krankenversicherern entscheiden.

Ähnliches gilt für die Kranken- und Altenpflege, Pflege ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Deshalb brauchen wir eine solidarische, nachhaltige und generationengerechte Pflege- Bürgerversicherung. Der Schutz der Rechte von Pflegebedürftigen und ihrer Bezugspersonen, die sich nicht auf die enge Familie beschränken muss, sowie die Stärkung ihrer Rolle als Verbraucherinnen und Verbraucher im Pflegesystem sind unser zentrales Anliegen. Wir machen uns stark für eine Pflege, die sich daran orientiert, was die Menschen im Alltag tatsächlich brauchen, die ressourceorientiert und auf Teilhabe ausgerichtet ist und die für jede und jeden eine passende Hilfe anbietet. Deshalb treten wir für eine regionale Infrastruktur ein, in der alle an der Pflege beteiligten Akteure eng vernetzt arbeiten und sich ergänzen. Wir wollen die Menschen mit einer unabhängigen Pflege- und Wohnberatung im ganzen Land darüber informieren, welche Angebote es vor Ort gibt und welche Leistungsansprüche sie haben.

Auch Kinder sehen wir Grüne als gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Kinderarmut in Deutschland ist ein Skandal und muss schnellstmöglich bekämpft werden! Um Kinderarmut wirksam zu bekämpfen und präventiv anzugehen, brauchen wir sowohl eine gut funktionierende, qualitativ hochwertige (Bildungs-)Infrastruktur als auch kindzentrierte Geldleistungen. Bildung ist eine Schlüsselkompetenz und muss bereits bei den Kleinsten anfangen. Um mehr Bildungsgerechtigkeit zu verwirklichen, müssen für Kinder und Jugendliche aus sozial schwächeren Familien die Kosten für Mittagessen, Lernmittel und Schultransport übernommen werden. Außerdem wollen wir die Infrastruktur für Familien ausbauen. Der beste Schutz vor Kinderarmut ist die Erwerbstätigkeit der Eltern. Daher wollen wir die Vereinbarkeit von Familie und Beruf verbessern. Wir wollen außerdem eine Kindergrundsicherung einführen. Jedes Kind wird entsprechend seiner individuellen Bedürfnisse gefördert. Die Kindergrundsicherung wird durch eine sozial gerechte Umschichtung zahlreicher Leistungen der Familien- und Eheförderung zum Teil gegenfinanziert. Sie integriert und ersetzt bisherige Sozialleistungen, die auf eine direkte oder indirekte materielle Absicherung von Kindern zielen.

Zu Ihrer zweiten Frage: Grundsätzlich befürworten wir die Gründung einer Pflegekammer als Organ der beruflichen Selbstverwaltung. Diese müsste allerdings transparent sein und arbeiten und tatsächlich die Interessen ihrer Mitglieder vertreten.

Falls Sie noch Fragen haben, melden Sie sich gerne zurück!

Viele Grüße

Sven-Christian Kindler
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