Stefan Wenzel (DIE GRÜNEN)

Stefan Wenzel
Jahrgang
1962
Berufliche Qualifikation
Dip. Ing. (agr)
Ausgeübte Tätigkeit
MdL, Fraktionsvorsitzender
Wohnort
-
Wahlkreis
Göttingen-Stadt
Ergebnis
18,8%
Landeslistenplatz
2
(...) An den großen Flüssen wie bspw. der Elbe ist eine Bundesländer übergreifende und Länder übergreifende Kooperation notwendig, damit überschwemmte Wiesen und Äcker nicht durch die Chemie- oder gar Dioxinfrachten der Oberlieger verseucht werden.
Grundsätzlich begrüße ich die Nutzung der Wasserkraft zur Stromgewinnung, da es sich um eine regenerative Form der Energieerzeugung handelt. Sie ist aber nicht frei von Nebenwirkungen für Flora und Fauna. (...)
 
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Frage zum Thema Bildung
24.01.2008
Von:

Lieber Stefan,

meine Frage ist in drei Abschnitte geteilt.
1. Bedeutet die von Ihnen geforderte Einführung von Gesamtschulen, dass an diesen Schulen das geförderte und geforderte Lernziel für alle Schüler Abitur- sprich Gymnasialniveau bedeutet? Wenn ja, wie soll die individuelle Schülerförderung aussehen und wer soll sie leisten und wie soll sie finanziert werden?
2. Bedeutet Gesamtschule daher die echte Umsetzung des finnischen Models, wo jede Schule ihren eigenen Schwerpunktb hat und Schüler in der Kernschulzeit individuell gefördert werden, bis sie das Klassenziel erreichen (siehe FAZ, "Der Schein trügt", 18.01.2008)?
3. Werden Sie bei einem Wahlsieg das Gehalt der Landesbeamten deutlich anheben (5-8%) und das gestrichene Weihnachtsgeld wieder einführen,die Stundenbelastung bei Lehrern kürzen und durch neue A14 /A15 stellen im Schulbereich den gut arbeitenden Lehrerinnen und Lehrern die Möglichkeit auf bessere Bezahlung und Karriere eröffnen?

Vielen Dank, dass Du Dir die Zeit nimmst, meine Fragen zu beantworten.

Mit Grüßen

Antwort von Stefan Wenzel
bisher keineEmpfehlungen
25.01.2008
Stefan Wenzel
Lieber ,

1. Wir wollen, dass kein Kind die Schule ohne Abschluss verlassen muss und wir wollen die Zahl der Jugendlichen mit der Berechtigung zum Besuch einer Hochschule erhöhen. Die "Neue Schule" werden die Kinder neun Jahre gemeinsam besuchen, schnellere SchülerInnen können die Schule früher beenden, langsamere erhalten mehr Zeit. Die äußere Differenzierung wird abgelöst durch eine Lernkultur, in der die individuelle Entwicklung den Schulalltag bestimmt.
Anschließend besuchen die SchülerInnen eine neu gestaltete gymnasiale Oberstufe, machen eine berufliche Ausbildung oder besuchen eine Produktionsschule mit starkem Praxisbezug. Die Klassenhöchstgrenzen sollen in der Neuen Schule nur noch 22 bis 25 Schüler betragen und damit Schüler und Lehrer entlasten. Die Neuen Schulen sind Ganztagsschulen. Das pädagogische Konzept entwickelt die Schule gemeinsam mit den Eltern und Schülern. Mit der Einrichtung von neuen Schulen werden wir dort beginnen, wo die kommunen als Schulträger und die Räte mitziehen. Allen Schulen, die nicht mitmachen werden wir höhere Qualitätsstandards abverlangen, die sicherstellen, dass alle Schüler, die von einer Schule aufgenommen werden, auch zu einem Schulabschluss geführt werden.
Wir wollen Qualitätsnetzwerke wie bspw. das Projekt Bildungsregion Göttingen weiter vorantreiben und hier mit allen bildungspolitisch Engagierten in Kindergärten, Schulen, Hochschulen und Unternehmen für bessere Bildungs- und Ausbildungsmöglichkeiten streiten.
Wir werden keine Steuergelder für ökologisch und ökonomisch unsinnige Großprojekte verschwenden. Wir wollen uns stark machen für die Wiedereinführung einer verfassungskonformen Vermögenssteuer und eine Reform der Erbschaftssteuer. Und wir wollen eine Bundesbeteiligung beim Ausbau der Schulen zu Ganztagsschulen.
2. Die Neue Schule orientiert sich am finnischen Modell und den Erfahrungen der besten deutschen Schulen. Deshalb sind sie etwas anderes als herkömmliche Gesamtschulen, wobei schon heute viele integrierte Gesamtschulen bei nationalen Vergleichen viel besser abschneiden als herkömmliche Schulen. Integrierte Gesamtschulen haben auch in Niedersachsen gezeigt, dass kein Kind die Schule ohne Schulabschluss verlassen muss, wenn das Kind im Mittelpunkt steht.
3. Die Verantwortung der Neuen Schule vor Ort umfasst ein eigenes Budget, einen eigenen Stellenplan und die Möglichkeit, neue Arbeitszeitmodelle zu entwickeln. Deshalb wird es sehr unterschiedliche Profile und Schwerpunktbildungen bei den Schulen geben. Wir setzen uns für eine Erhöhung der Gehälter der Landesbeamten in der Höhe der Tarifabschlüsse der kommenden Monate ein. Wir wollen ein einheitliches öffentliches Dienstrecht, bei dem die unterschiedlichen Bedingungen für Angestellte und Beamte so ausgestaltet werden sollen, dass eine Annäherung der Arbeitsmodalitäten und Bezahlungen erreicht werden kann. Gegen den Vertrauensbruch der Landesregierung haben wir uns für die Erhaltung des Weihnachtsgelds für den einfachen und mittleren Dienst eingesetzt. Die weitere Entwicklung hängt jedoch auch von den Steuereinnahmen ab. Wichtig ist m.E. zudem ein Gesundheitsmanagement, um die Arbeitsbedingungen von Lehrern grundlegend zu verbessern.

Mit freundlichen Grüßen
Stefan Wenzel
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