Siegfried Schönfeld (GRÜNE)
Kandidat Bundestagswahl 2009
Dieses Profil dient zu Archivzwecken, eine Befragung ist nicht mehr möglich.

Grunddaten
Siegfried Schönfeld
Jahrgang
1950
Berufliche Qualifikation
Schlosser
Ausgeübte Tätigkeit
-
Wohnort
Marl
Wahlkreis
Recklinghausen II
Ergebnis
6,2%
Landeslistenplatz
-, Nordrhein-Westfalen
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PatientInnen müssen in den Mittelpunkt einer jeden Gesundheitspolitik gestellt werden. Dabei muss berücksichtigt werden, dass sie keine homogene Gruppe sind, es kulturelle und soziale Unterschiede zwischen ihnen gibt. (...)
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Frage zum Thema Wirtschaft
09.08.2009
Von:

Die Zechen in Ihrem Wahlkreis sterben.
Wie wollen die Grünen neue Arbeitsplätze schaffen?
Antwort von Siegfried Schönfeld
1Empfehlung
10.08.2009
In den nächsten Jahren fallen auf Beschluß der großen Koalition in Berlin und der Landesregierung NRW tausende von Arbeitsplätzen im Bergbau weg. Das haben SPD und CDU gemeinsam beschlossen, in einem Kabinett dem Angela Merkel und Franz Steinmeier angehörten.

Nur wenn wir es schaffen, tiefgreifende strukturelle Veränderungen in unserer Wirtschaft umzusetzen, werden wir in der Lage sein, die Krise zu meistern. Dazu müssen wir die hochentwickelten Technologien, die wirtschaftlichen Ressourcen und auch die industriellen Potenziale nutzen. Es geht darum, anders und anderes zu produzieren, statt veraltete Strukturen und Konzepte zu konservieren. So bietet und sichert eine leistungs- und wettbewerbsfähige Industrie mit einer ressourcenvertäglichen Produktion nachhaltig Arbeitsplätze. Wir können festhalten: Wenn der Blaumann grün wird, hat er Zukunft. Wir Grüne werden Industriepolitik nicht den Strukturkonservativen aus Union und Sozialdemokratie überlassen. . Grüne Industriepolitik setzt Anreize für die Modernisierung, erneuert die gesamte Industrieproduktion unter Energie- und Materialeffizienzgesichtspunkten und treibt zukunftsweisende Technologien voran. Dieser Wechsel kommt nicht von selbst. Diesen Prozess des Umsteuerns einzuleiten und zu fördern, ist Aufgabe einer neuen, modernen Industriepolitik. Grüne Industriepolitik ist also ein wichtiger Bestandteil einer strategischen Wirtschaftspolitik, die den Umbau gerade in der gegenwärtigen Wirtschafts-, Ressourcen- und Klimakrise forciert und vor den klassischen Industriebranchen nicht Halt macht. Dadurch erschließen wir neue Märkte. Dazu gehört auch eine intelligente und unbürokratische steuerliche Forschungsförderung für kleinere Unternehmen, bei denen viel technologisches Know-how und Erfindergeist vorhanden ist. Das schafft neue zukunftsfähige Arbeitsplätze dafür werde ich mich einsetzen.

Mit freundlichen Grüßen

Siegfried Schönfeld
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Frage zum Thema Gesundheit
24.09.2009
Von:

Für welche gesundheitspolitischen Veränderungen werden sie sich einsetzen?
Antwort von Siegfried Schönfeld
bisher keineEmpfehlungen
25.09.2009
Antwort an Frau



PatientInnen müssen in den Mittelpunkt einer jeden Gesundheitspolitik gestellt werden. Dabei muss berücksichtigt werden, dass sie keine homogene Gruppe sind, es kulturelle und soziale Unterschiede zwischen ihnen gibt. Alter, Geschlecht, Migrationshintergrund und Bildungsstand beeinflussen Einstellungen, Perspektiven, Wünsche und Bedürfnisse ebenso wie Art und Grad der Erkrankung. Zudem agieren sie in unterschiedlichen Rollen. So steht für Versicherte ein niedriger Beitragssatz im Vordergrund, Erkrankte hingegen haben ein Interesse an optimaler Versorgung. Patien-tInnen geraten immer häufiger in die Rolle von KundInnen, denen eine Vielzahl von zusätzlichen, selbst zu zahlenden Gesundheitsangeboten gemacht werden. Wenn wir von PatientInnen sprechen, meinen wir also immer auch Versicherte und KundInnen.

Unser Maßstab ist eine qualitativ hochwertige und bedarfsgerechte medizinische Versorgung für alle. Dabei müssen deren unterschiedliche Bedürfnisse, Einstellungen und Interessen berücksichtigt werden. Wir wollen zudem die Fähigkeit der PatientInnen stärken, gesundheitsbewusst und verantwortlich mit der eigenen Gesundheit und Krankheit umzugehen. Dies gewinnt besonders dort an Bedeutung, wo sie Entscheidungen allein treffen müssen und sie nicht immer auf die Neutralität der BehandlerInnen vertrauen können. Deswegen sind Informations- und Beratungsangebote - z.B. von der Stiftung Warentest, des Arbeitskreises Frauengesundheit oder der Leit-faden der Bundesärztekammer - hilfreich und unterstützenswert.


*Arzt-PatientInnen-Beziehung partnerschaftlich gestalten. *

Noch immer findet sich im heutigen Gesundheitswesen bisweilen ein hierarchisches Verständnis der Arzt-PatientInnen-Beziehungen. Danach weiß allein der Arzt / die Ärztin, was gut und richtig für die PatientInnen ist. Diese haben dabei lediglich den Therapieanweisungen des Arztes / der Ärztin zu folgen. So wird verhindert, dass die PatientInnen aktiv im Behandlungsgeschehen mitwirken und sich für ihre Gesundheit auch selbst verantwortlich fühlen. Nicht selten leidet darunter der Behandlungserfolg.

Dabei ist es unerlässlich, dass PatientInnen gemeinsam mit ihrem Arzt bzw. ihrer Ärztin Lösungen für eine für sie passende und bestmöglichste Behandlung suchen. Dazu gehört eine umfassende und ergebnisoffene Information, Beratung und Aufklärung durch die ÄrztInnen. Im Sinne eines partner-schaftlichen Austauschs zwischen ÄrztInnen und PatientInnen gehört zudem, dass durch die PatientInnen eingebrachte individuelle Informationen, Kompetenzen und Bedürfnisse in den Behandlungsprozess aktiv einbezogen werden. Ziel eines solchen partnerschaftlichen und auf gegenseitigen Respekt gründenden Aushandlungs- und Abwägungsprozesses ist eine gemeinsam getragene Entscheidung. So wünschen viele schwer erkrankte PatientInnen vor allem ärztliche oder pflegerische Fürsorge. Andere PatientInnen hingegen wollen auf der Grundlage sachgerechter Beratung eine souveräne Rolle im Behandlungsprozess einnehmen und diesen mit gestalten.

Auch zeitintensiven Formen der Beziehung zwischen ÄrztInnen und PatientInnen müssen als Qualitätsmerkmal in der Gesundheitsversorgung stärker verankert werden.

Siegfried Schönfeld
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