Sabine Zimmermann (DIE LINKE)
Abgeordnete Bundestag

Grunddaten
Sabine Zimmermann
© Die LINKE
Geburtstag
30.12.1960
Berufliche Qualifikation
Baustofftechnologin
Ausgeübte Tätigkeit
MdB
Wohnort
Werdau
Wahlkreis
Zwickau
Ergebnis
28,1%
Landeslistenplatz
5, Sachsen
weitere Profile
(...) Dies erfordert derzeit vor allen Dingen einen gesetzlichen Mindestlohn. Eine Studie im Auftrag von ver.di und NGG hat ergeben, dass die Einführung eines gesetzlichen Mindestlohns in Höhe von 7,50 Euro, der schnell auf 9 Euro steigt, zu einem Beschäftigungsgewinn von 600.000 Vollzeit-Arbeitsplätzen führen würde. Darüber hinaus brauchen wir eine zugunsten der Beschäftigten umverteilende Lohnpolitik. (...)
Parlamentarische Arbeit / Nebentätigkeiten
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Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
03.07.2011
Von:

Sehr geehrte Frau Zimmermann
Können Sie mir erklären wofür wir Lobbyisten brauchen und was ein Cheflobbyist ist.Meiner Meinung nach gehört so etwas verboten.Damit versuchen doch nur unsere Wirtschaftsbosse Einfluß auf die Entscheidungen in der Politik zu mehmen.Ganz übel finde ich, wenn Bundestagsabgeordnete sich dafür missbrauchen lassen.In diesem Fall wären sie dann keine unvoreingenommenen Volksvertreter mehr.Das gleiche trifft zu beim Thema Nebentätigkeiten.
Ich würde mich über eine Antwort von Ihnen sehr freuen
mit freundlichen Grüßen
Antwort von Sabine Zimmermann
bisher keineEmpfehlungen
19.07.2011
Sabine Zimmermann
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre e-Mail und Ihr damit verbundenes Interesse an linker Politik.

Lobbyismus ist auch für mich ein wichtiges Thema. Ich spreche mich definitiv gegen Korruption und Bestechung, Vorteilsgewährung, Vorteilsnahme und Intransparenz aus. Dies betrachtend stellt der Lobbyismus eine Gefahr für den demokratischen Rechtsstaat dar.

Unter anderem liegen die Gefahrenpotenziale insbesondere auf folgenden Gebieten:

• Formulierung von Gesetzen durch Externe
• so genannte Leihbeamte in Ministerien
• Wechsel von Spitzenmanagern in Ministerien
• Wechsel von Spitzenpolitikern in Lobbyverbände und Wirtschaft
• Politikfinanzierung: Sponsoring, Spenden und "Landschaftspflege"

Denkt man zurück an den Deal der Bundesregierung mit der Atomindustrie und die Berufung eines Vertreters der privaten Krankenkassen in die Grundsatzabteilung des Gesundheitsministeriums, versteht man, warum sich die Zweifel an der Autonomie politischer Entscheidungen verstärken. Die diversen Parteispenden und Sponsoringskandale in den letzten Monaten haben der Glaubwürdigkeit der Politik schwer geschadet.

Wir als DIE LINKE. setzen uns für vollständige Transparenz auf Seiten der Politik und der Lobbyisten sowie für eine Beschränkung des Lobbyismus ein – auch wenn damit nicht alle Probleme gelöst werden können.

Folgende Handlungsfelder sollten dabei u. a. geregelt werden:

• Lobbyregister beim Deutschen Bundestag und den Ministerien
• Karenzzeiten für ausscheidende Politiker
• Verbot von so genannten "Leihbeamten" in Ministerien
• Offenlegung der Nebentätigkeiten von Abgeordneten
• Strafbarkeit der Abgeordnetenbestechung an internationales Niveau angleichen
• Verbot von Unternehmensspenden an Parteien
• Verbot des Sponsoring von Veranstaltungen von Parteien und Ministerien.

Außerdem hat DIE LINKE. bereits im Jahr 2010 einen Gesetzentwurf zur Bekämpfung der Abgeordnetenbestechung eingebracht. Mehr hierzu erfahren Sie unter: linksfraktion.de und nutzen bitte die Suchfunktion.

Für weitere Informationen kann ich Ihnen außerdem die Seite www.lobbycontrol.de ans Herz legen.

Mit freundlichen Grüßen

Sabine Zimmermann
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Frage zum Thema Reform des Bundestagswahlrechts
16.11.2011
Von:

Sehr geehrte Frau Zimmermann,

bei gesamt 10 bisherigen Abstimmungen im Bundestag im Jahr 2011 waren Sie 4-mal nicht beteiligt.
Wie kommt es zu dieser hohe Nichtbeteiligung ?

Mit freundlichen Grüßen

Antwort von Sabine Zimmermann
1Empfehlung
21.11.2011
Sabine Zimmermann
Sehr geehrter Herr ,

zu jeder namentlichen Abstimmung, an der ich nicht teil genommen habe, war ich offiziell beim Bundestagspräsidenten entschuldigt.

In den überwiegenden Fällen war meine Verhinderung krankheitsbedingt, in Folge einer Krebserkrankung.

Mit freundlichen Grüßen

Sabine Zimmermann
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Frage zum Thema Soziales
22.05.2012
Von:

Sehr geehrte Frau Zimmermann,

wie ist Ihre Meinung zum bedingungslosen Grundeinkommen?

Mit freundlichen Grüßen

Antwort von Sabine Zimmermann
bisher keineEmpfehlungen
23.05.2012
Sabine Zimmermann
Sehr geehrter Herr ,

ich bin keine Befürworterin des Grundeinkommens. Es ist eine Idee, die sich gut anhört, aber nicht weiterführt in den aktuellen Auseinandersetzungen um gute Arbeit und gegen Arbeitslosigkeit. Es besteht sogar die Gefahr eines Kombilohnprogramm, mit dem die Arbeitgeber Niedriglöhne rechtfertigen können.
Ich habe dazu in verschiedenen Beiträgen ausführlich Stellung genommen und verweise stellvertretend auf diese zwei Beiträge:

www.neues-deutschland.de
www.maxa.de


Mit freundlichen Grüßen
Sabine Zimmermann
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