Sabine Zimmermann (DIE LINKE)
Abgeordnete Bundestag 2009-2013
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Angaben zur Person
Sabine Zimmermann
Geburtstag
30.12.1960
Berufliche Qualifikation
Baustofftechnologin
Ausgeübte Tätigkeit
MdB
Wohnort
Werdau
Wahlkreis
Zwickau
Ergebnis
28,1%
Landeslistenplatz
5, Sachsen
(...) Dies erfordert derzeit vor allen Dingen einen gesetzlichen Mindestlohn. Eine Studie im Auftrag von ver.di und NGG hat ergeben, dass die Einführung eines gesetzlichen Mindestlohns in Höhe von 7,50 Euro, der schnell auf 9 Euro steigt, zu einem Beschäftigungsgewinn von 600.000 Vollzeit-Arbeitsplätzen führen würde. Darüber hinaus brauchen wir eine zugunsten der Beschäftigten umverteilende Lohnpolitik. (...)
Parlamentarische Arbeit / Nebentätigkeiten
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Frage zum Thema Finanzen
02.05.2013
Von:

Sehr geehrte Frau Zimmermann,

warum ist die Diskussion Wagenknecht- Popp von den Linken gekanzelt worden?
Wenn wir gesellschaftliche Entwicklungen voran bringen wollen, müssen wir die gedanklichen Sperren innerhalb der Parteien und Interessensgruppen jedweder Art überwinden wollen und lernen.
Diese kleingeistigen Abgrenzungsbestrebungen gehen mir gehörig auf den Keks. Ich habe auf der Wissensmanufakturseite gelesen, dass der Druck auf Sie und Frau Wagenknecht zu groß wurde, um die Veranstaltung stattfinden lassen zu können. Von wem kam denn der Druck? Sicher wollen die, wer immer es war, die Zeit aufhalten, bestehende Strukturen verteidigen, im Sinne der Hochfinanz.
Ich hoffe, Sie finden die Kraft, da Widerstand zu leisten.

Mit freundlichen Grüßen

Bisher ist noch keine Antwort eingetroffen.
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Frage zum Thema Soziales
09.07.2013
Von:

Sehr geehrte Frau Zimmermann,

lt. diesem Bericht

www.t-online.de

haben Sie eine Rentenstatistik angefordert. Ist diese Statistik öffentlich einsehbar? Wenn ja, wo?

Vor einiger Zeit fand ich heraus, dass Männer im Durchschnitt etwa 1000 Euro Rente erhalten, Frauen dagegen durchschnittlich nur etwa 500,- Euro. Können Sie diese Zahlen bestätigen? (Die Quelle für meine Information ist nicht mehr auffindbar :-()

Grundsätzlich: Welche Lösung bieten die Linken zum Problem der Altersarmut?

mit freundlichen Grüßen

Antwort von Sabine Zimmermann
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10.07.2013
Sabine Zimmermann
Sehr geehrte Frau ,

die von Ihnen angesprochenen Daten hatte die BILD-Zeitung selbst recherchiert. Es gibt auf der Seite der Deutschen Rentenversicherung einen Link zum Forschungsportal, auf dem man sich entsprechende Daten zusammen suchen kann, was allerdings mühselig ist. Der Link lautet: forschung.deutsche-rentenversicherung.de
Danach lag im Jahr 2011 die durchschnittliche Altersrente von Männern bei 1.000 Euro, von Frauen bei 541 Euro. Die Daten finden sich hier: forschung.deutsche-rentenversicherung.de

DIE LINKE hat zum Kampf gegen Altersarmut ein eigenes Konzept vorgelegt, das vor allem auf einer Stärkung der gesetzlichen Rentenansprüche und der Rentenversicherung beruht. Wir wollen das Rentenniveau wieder erhöhen und über bessere und höhere Löhne heute, für eine sichere Rente von morgen sorgen. Mehr Informationen finden Sie hier: www.linksfraktion.de
In diesem Zusammenhang möchte ich darauf hinweisen, dass Altersarmut vor allem weiblich ist und es dafür gezielte Antworten bedarf. DIE LINKE hat deshalb konkrete Vorschläge unterbreitet, wie für Frauen eine eigenständige auskömmliche Alterssicherung aufzubauen ist: www.linksfraktion.de

Mit freundlichen Grüßen

Sabine Zimmermann
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Frage zum Thema Soziales
21.07.2013
Von:

Werte Frau Zimmermann,

in der Ausgabe der Wochenzeitung "Die Zeit" vom 18.07. 2013 las ich einen Artikel über die Hamburger Kirchgemeinde St. Pauli, die derzeit etwa 80 Flüchtlinge aus Afrika in ihrer Kirche beherbergt. Sie haben im lybischen Bürgerkrieg, bei der Fahrt über das Mittelmeer und in italienischen Lagern Schlimmes erlebt, etliche wurden von ihren Angehörigen getrennt. Die Italiener schickten sie nach Schließung des Lagers mit Touristenvisa nach Norden.

Die Situation dieser Männer, die über Lybien, das Mittelmeer und Italien nach Deutschland gekommen sind, ist beispielhaft für die Situation von Flüchtlingen in Deutschland und Europa. Keiner will sie haben, keiner fühlt sich zuständig. Flüchtlinge werden oft aus Deutschland in den EU - Staat abgeschoben, in dem sie zuerst das Gebiet der EU betraten. Das etliche davon menschenunwürdig mit Flüchtlingen umgehen (Griechenland, Ungarn) wurde u.a. von Pro Asyl e. v. dokumentiert. Die Abschiebepraxis in diese und anderen Länder hat schon des öfteren ganze Familien auseinander gerissen. Diejenigen, die vorübergehend in Deutschland bleiben dürfen, leben abgeschottet unter schwierigen Bedingungen in entsprechenden Heimen. Sie dürfen den jeweiligen Landkreis nicht verlassen, keiner Erwerbstätigkeit nachgehen und warten oft jahrelang auf Bescheide der zuständigen Behörden.

Unsere Regierung hat meiner Ansicht nach bisher wenig getan um daran grundlegend etwas zu ändern. Ein Beispiel: Die Äußerungen von Innenminister Friedrich im Blick auf die vermehrten Asylgesuche von Antragstellern aus Mazedonien und Serbien ("Asylmißbrauch", Herbst 2012) empfand ich angesichts der Situation der Roma in diesen Ländern als zynisch. Die Lage in Hamburg - St. Pauli führt meiner Ansicht nach die Unhaltbarkeit dieser Zustände akut vor Augen.

Gibt es seitens Ihrer Partei Bestrebungen etwas daran zu ändern? Welche Maßnahmen müssten Ihrer Ansicht nach in Angriff genommen werden?

Mit freundlichen Grüßen

A.
Antwort von Sabine Zimmermann
bisher keineEmpfehlungen
19.08.2013
Sabine Zimmermann
Sehr geehrter Herr Kretschmar,

in allem, was Sie sagen, kann ich Ihnen nur Recht geben!
DIE LINKE kritisiert seit Jahr und Tag den restriktiven, oft unwürdigen Umgang mit Flüchtlingen in Deutschland und in Europa. Menschen in existenzieller Not zu helfen, sollte ein humanitäres Gebot sein. Wer aus politischen oder ethnischen Gründen, wegen des Geschlechts oder der sexuellen Orientierung verfolgt wird, wer um seine körperliche Unversehrtheit oder gar um sein Leben fürchten muss und sich auf der Flucht befindet, darf nicht abgewiesen werden. Aus diesen guten Gründen wurde im Grundgesetz ursprünglich das Grundrecht auf politisches Asyl geschaffen. Durch den Asylkompromiss aus dem Jahre 1992 und die anschließende "Harmonisierung der EU-Asylpolitik" wurde dieses Grundrecht seiner Substanz beraubt. Die Grenzen der EU werden zu Hochsicherheitsgrenzen gegen Flüchtlinge ausgebaut.
DIE LINKE tritt für eine Wende in der europäischen Migrations- und Flüchtlingspolitik ein. Wir fordern das Asylrecht im Grundgesetz substanziell wiederherzustellen. Die Genfer Flüchtlingskonvention und die Europäische Menschenrechtskonvention sollten uneingeschränkt gelten und die UN-Kinderrechtskonvention sollte vollständig umgesetzt werden. Auf europäischer Ebene brauchen wir ebenso eine menschenrechtlich fundierte Asylpolitik.
Wir sind gegen eine Politik der Abschottung, Abschreckung und Ausgrenzung. Wir kämpfen für die Abschaffung des Asylbewerberleistungsgesetzes, der Residenzpflicht, von Arbeitsverboten und ein humanitäres Bleiberecht. Wir fordern ein grundlegend geändertes Verantwortungsteilungssystem in der EU, das die Interessen der Schutzsuchenden in den Mittelpunkt stellt. Eine besondere Aufmerksamkeit erfordert die derzeitige Kampagne einiger Medien gegen die Roma-Flüchtlinge. Diese ist ebenso so wenig hinnehmbar, wie die offensichtliche Stimmungsmache des Bundesinnenminister.
Ich hoffe, dass sich wie Sie viele andere Menschen darüber empören und wir zu einer andere Flüchtlingspolitik kommen.
Wenn Sie sich weiter informieren wollen, kann ich Sie auf die Themenseite der Linksfraktion zu dieser Frage verweisen: www.linksfraktion.de .
Auf der Website finden Sie auch zahlreiche Initiativen der Fraktion für eine andere Flüchtlingspolitik.

Mit freundlichen Grüßen
Sabine Zimmermann
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Frage zum Thema Arbeit
25.07.2013
Von:

Sehr geehrte Frau Zimmermann,

wie ich lesen kann, setzen Sie sich vorbildlicherweise für die Einführung eines gesetzlichen Mindestlohns ein. Zudem sind Sie als Bundestagsabgeordnete selbst Arbeitgeberin. Meine Frage deshalb:
Verzichten Sie auf prekäre Beschäftigung in Ihrem Bundestags- und Wahlkreisbüro?
Zahlen Sie Ihren Mitarbeiter/innen einen Mindestlohn?
Beschäftigen Sie Praktikant/innen? Wenn ja zu welchen Konditionen? (Dauer, Bezahlung).
Welche Lösung haben Sie für anfallenden Überstunden (Freizeitausgleich, Vergütung)?
Mit freundlichen Grüßen
Antwort von Sabine Zimmermann
1Empfehlung
26.07.2013
Sabine Zimmermann
Sehr geehrter Herr ,

mir ist es enorm wichtig, dass meine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu fairen Bedingungen für mich arbeiten.

Die Entlohnung der Beschäftigten in meinen Büros erfolgt nach dem Tarifvertrag der Fraktion und liegt deutlich über unserer Mindestlohnforderung als DIE LINKE von 10 Euro die Stunde. Derzeit beschäftige ich keine PraktikantInnen.

Grundsätzlich gewähre ich Freizeitausgleich für geleistete Mehrarbeit, zudem ist in meinen Büros im Regelfall an Brückentagen oder zwischen Weihnachten und Neujahr arbeitsfrei, ohne dass die Beschäftigten Urlaub nehmen müssten.

Freundliche Grüße

Sabine Zimmermann
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