Sabine Kurtz (CDU)
Abgeordnete Landtag Baden-Württemberg

Grunddaten
Geburtstag
08.08.1961
Berufliche Qualifikation
1. Staatsexamen und Magister in Politikwissenschaft, Germanistik und Romanistik, Volontariat im Bereich Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Ausgeübte Tätigkeit
MdL
Wohnort
Leonberg
Wahlkreis
Leonberg , über Wahlkreis eingezogen
weitere Profile
(...) Es gibt bisher noch keine Vorgaben für das pädagogische Konzept und keinen Bildungsplan, nach dem die Schülerinnen und Schüler in den Gemeinschaftsschulen unterrichtet werden. Wahrscheinlich werden entsprechende Bildungspläne für die Gemeinschaftsschule erst zum Schuljahr 2015/2016 hin entwickelt. Auch gibt es derzeit noch keine für die Gemeinschaftsschule ausgebildeten Lehrer. (...)
Parlamentarische Arbeit
Fragen an Sabine Kurtz
Auswahl der Fragen und Antworten
Nachricht an folgende Adresse schicken, sobald eine Antwort eintrifft:


An diese Adresse den abgeordnetenwatch.de-Newsletter bestellen
Bitte loggen Sie sich hier ein.
Frage zum Thema Sicherheit
26.02.2012
Von:

Sehr geehrte Frau Kurtz!

Vor ca. eineinhalb Jahren wurde die Stelle der Frauenbeauftragten der Stadt Leonberg ein Opfer der finanziellen Umstände, wie die Leonberger Kreiszeitung online am 25.6.2010 berichtete (Artikel im Internet noch aufrufbar mit den Suchmaschinen-Wörtern: Leonberg,Frauenbeauftragte, Abschied). Dazu würde mich Ihre Meinung, wie folgt interessieren:

1.)Wie sind Ihre Erfahrungen seither, fehlt diese Stelle, auch bezüglich der Sicherheit für Frauen in der Stadt Leonberg?

2.)Könnte diese Stelle durch eine zentral angesiedelte Frauenbeauftragte beim Landes- Sozialministerium wenigstens zum Teil ausgeglichen werden?

3.)Treten Sie für die Schaffung einer zentralen Notruf-Hotline für Frauen-Sicherheit beim Landes-Sozialministerium ein?

Mit freundlichen Grüssen

Antwort von Sabine Kurtz
3Empfehlungen
09.03.2012
Sabine Kurtz
Sehr geehrte Frau ,

vielen Dank für Ihre Mail vom 26. Februar 2012, die ich Ihnen im Folgenden gerne beantworte.

1.) Es ist korrekt, dass der Gemeinderat der Stadt Leonberg im Rahmen der Haushaltskonsolidierung die Stelle der Gleichstellungsbeauftragten gestrichen hat. Von der Stadtverwaltung wurden die Aufgabengebiete der Gleichstellungsbeauftragten in der Folge auf andere Abteilungen verteilt. So ist z.B. das Amt für Jugend, Familie und Schule (AJFS) im Neuen Rathaus Anlaufstelle für Anfragen und Anliegen und vermittelt neben Merkblättern und Informationsmaterial auch Kontakte zu den jeweils fachlich zuständigen Stellen. Die Grundberatung bei persönlichen Problemen erfolgt durch die Sozialpädagogin des sozialen Dienstes des Amtes für Jugend, Familie, Schule. Für spezielle Probleme wird die Hilfesuchende an die zuständigen Behörden, Beratungsdienste sowie Selbsthilfeeinrichtungen weitervermittelt, die in aller Regel auch Außenstellen in Leonberg haben. Treffpunkt und Kommunikationszentrum für Frauen ist das Frauenzentrum Leonberg e.V. Zudem gibt es eine Agendagruppe, die sich intensiv mit Frauenthemen beschäftigt. Mitarbeiter der Personalabteilung sind für den Bereich Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin zuständig und befassen sich dabei auch intensiv mit Themen wie sexuelle Belästigung und Mobbing. Mir liegen keine Hinweise darauf vor, dass sich die Sicherheitslage für Frauen in Leonberg gravierend verschlechtert hat, seitdem die Stelle der Gleichstellungsbeauftragten gestrichen wurde.

2.) Die CDU-geführte Landesregierung hatte noch eine Beauftragte für die Belange der Frauen. Grün-Rot hat nach der Landtagswahl 2011 auf die Einrichtung einer entsprechenden Position verzichtet. Allerdings möchte ich anmerken, dass eine zentrale, beispielsweise beim Sozialministerium angesiedelte Frauen- bzw. Gleichstellungsbeauftragte in ihren Möglichkeiten zur konkreten Einwirkung auf die Verhältnisse vor Ort erheblich eingeschränkt wäre. Insoweit glaube ich nicht, dass die fehlende Stelle in Leonberg durch eine Frauenbeauftragte auf Landesebene (teilweise) ausgeglichen werden könnte. Ich denke aber, dass es der Stadt Leonberg durch die oben angesprochenen Maßnahmen gut gelungen ist, die fehlende Stelle einer Gleichstellungsbeauftragten aufzufangen und zu kompensieren.

3) Bundesfrauenministerin Dr. Kristina Schröder MdB (CDU) hatte im vergangenen Jahr einen Gesetzentwurf zur Einrichtung und zum Betrieb eines bundesweiten Hilfstelefons "Gewalt gegen Frauen" eingebracht. Dieser Gesetzentwurf, den Sie unter dipbt.bundestag.de im Internet einsehen können, wurde am 1. Dezember 2011 mit den Stimmen aller Fraktion beschlossen. Nähere Informationen zum bundesweiten Hilfetelefons finden Sie unter www.bundesregierung.de Vor diesem Hintergrund sehe ich derzeit keine Notwendigkeit für eine weitere zentrale Notruf-Hotline beim baden-württembergischen Sozialministerium.

Mit freundlichen Grüßen

Sabine Kurtz
X
Antwort empfehlen
Lesezeichen
Frage zum Thema Sicherheit
07.03.2012
Von:

Sehr geehrte Frau Landtags-Abgeordnete Kurtz!

Mit Datum vom 6.3.2011 berichtet die Stuttgarter Zeitung, online, unter der Überschrift
"Polizeizentrale bald in Pforzheim", dass im Rahmen der geplanten Polizeireform
der Landesregierung, bei der insgesamt noch circa 12 Polizeipräsidien übrigbleiben
sollen, die schwäbische Polizeidirektion in Böblingen, zu der auch Ihr Wahlkreis gehört,
der neuen vergösserten nordbadischen Polizeizentrale in Pforzheim "zugeschlagen" werden soll.

Was ist Ihre Meinung zu dieser geplanten Reform, soweit diese Ihren Wahlkreis betrifft?

Mit bestem Dank im voraus und freundlichen Grüssen

Antwort von Sabine Kurtz
2Empfehlungen
12.03.2012
Sabine Kurtz
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Anfrage vom 7. März 2012 zum Thema Polizeireform.

Aus meiner Sicht hat sich die bisherige Organisation der Polizei grundsätzlich bewährt.

Es gilt der Grundsatz "ein Landkreis - eine Polizeidirektion". Damit verfügt die Polizei über ein hohes Maß an Bürgernähe.

Darüber hinaus ist diese Organisationsstruktur auch deshalb sehr sinnvoll, da praktisch alle Partner der Polizei - z.B. Feuerwehr, Katastrophenschutz, Rettungsdienste, soziale Dienste und Kreispolizeibehörde - kreisweit organisiert sind. Diese Institutionen haben in den Polizeidirektionen einen Ansprechpartner auf Augenhöhe und sind mit ihnen gut vernetzt.

Baden-Württemberg verfügt über eine hervorragende Kriminalitätsstatistik. Die derzeitige Polizeistruktur in Baden-Württemberg ermöglicht bereits die höchste Aufklärungsquote im Bundesvergleich und führt zu einer hohen Bürgerzufriedenheit, so dass es auch unter diesem Aspekt keinen Änderungsbedarf gibt.

Die Pläne des Innenministers zur Polizeireform bedeuten einen massiven Eingriff in die Polizeistruktur.

Aus heute 37 bürgernahen Polizeidirektionen werden 12 bürgerferne Mammutbehörden, darunter die schon heute bestehenden Polizeipräsidien Stuttgart, Mannheim und Karlsruhe. Der gesamte Rest des Landes wird somit künftig von nur neun Standorten aus betreut.

Aus den einzelnen (vor allem ländlichen) Landkreisen werden mit der Polizeireform viel mehr Stellen abgezogen, als jemals zur Verstärkung hinzukommen werden. Dies betrifft u.a. 30 bis 70 Prozent der Kriminalbeamten, die Verkehrspolizei, die Hundeführer sowie den Führungs- und Einsatzstab. In einer kleinen Polizeidirektion mit rund 200 Mitarbeitern summiert sich dies auf 50 bis 60 Polizisten und Verwaltungsmitarbeiter, die künftig nicht mehr vor Ort sein werden.

Zahlreiche Mitarbeiter werden versetzt und haben in Zukunft lange Anfahrtswege zum Arbeitsplatz.

Durch die Polizeireform wird ohne Grund die Bereitschaftspolizei - ein baden-württembergisches Erfolgsmodell - zerschlagen.

Und nicht zuletzt ist zu befürchten, dass in Folge der Polizeireform zumindest mittelfristig auch Polizeireviere wegfallen können. Laut Eckpunktepapier des Innenministeriums sollen nämlich "zu einem späteren Zeitpunkt" auch die Anzahl, die Organisation und der Zuständigkeitsbereich der bestehenden Polizeireviere überprüft werden.

Zudem muss davon ausgegangen werden, dass die Polizeireform nur einen ersten Schritt zu einer umfassenden Verwaltungsreform darstellt, dessen Ziel die Zerschlagung der Landkreise und die Schaffung bürgerferner Regionalkreise ist. Es ist seit langem ein erklärtes Ziel von Grünen und SPD, Landkreise und Regierungspräsidien abzuschaffen und stattdessen acht bis zwölf Regionalkreise zu bilden. Dies würde zu gravierenden Veränderungen für alle Verwaltungsbereiche führen.

Ich befürchte insgesamt, dass die Polizeireform zu deutlichen Verschlechterungen für die Arbeit der Polizei und die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger führen wird. Vor diesem Hintergrund lehne ich die Polizeireform, wie sie vom Innenminister vorgeschlagen wurde, ab. Insbesondere halte ich auch eine laut Presseberichten geplante Zusammenfassung der Polizeidirektionen Böblingen, Pforzheim und Calw zu einem Polizeipräsidium mit Standort Pforzheim sachlich für falsch. Ich werde mich deshalb weiterhin mit Nachdruck für einen Erhalt der Standorte von Bereitschaftspolizeidirektion und Polizeidirektion in Böblingen einsetzen.

Mit freundlichen Grüßen

Sabine Kurtz
X
Antwort empfehlen
Lesezeichen
Frage zum Thema Sicherheit
24.05.2012
Von:

Sehr geehrte Frau Kurtz!

In der Online-Ausgabe der Stuttgarter Zeitung vom 23.5.2012 wird berichtet,
dass die Polizei Benzin sparen muss, insbesondere in Nord-Baden.

Was ist Ihre Meinung dazu?

Mit bestem Dank im voraus und freundlichen Grüssen

Antwort von Sabine Kurtz
1Empfehlung
25.05.2012
Sabine Kurtz
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Anfrage vom 24. Mai.

Auch ich habe die entsprechende Presseberichterstattung zu Sparmaßnahmen bei der Polizei in Nordbaden mit Erstaunen zur Kenntnis genommen.

Um die Hintergründe für diese Berichterstattung zu eruieren und die tatsächliche Sachlage offenzulegen, haben Abgeordnete der CDU-Landtagsfraktion einen Antrag an die Landesregierung eingebracht. Darin wird auch erfragt, welche Auswirkungen die genannten Sparmaßnahmen haben und wie sie der Unterversorgung der Polizei entgegenzuwirken gedenkt. Sie finden diese Initiative auf der Homepage des Landtags unter www9.landtag-bw.de .

Ich bin gerne bereit, Ihnen eine detaillierte Auskunft zu geben, sobald die Stellungnahme der Landesregierung vorliegt. Diese muss spätestens in drei Wochen eingehen. Kommen Sie diesbezüglich gerne wieder auf mich zu.

Mit freundlichen Grüßen

Sabine Kurtz
X
Antwort empfehlen
Lesezeichen
Ihre Frage an Sabine Kurtz
  • Wurde Ihre Frage bereits gestellt?
    Durchsuchen Sie alle Fragen und Antworten in diesem Profil nach einem Stichwort:
  • Ihre Frage wurde bisher nicht gestellt?
    Geben Sie bitte hier Ihre Kontaktdaten und Ihre Frage ein:
  •  

    Die Angabe Ihres vollständigen Namens ist verpflichtend.
    Der Name wird verschlüsselt und ist nicht über Suchmaschinen auffindbar.

  •  

    Die Angabe Ihres vollständigen Namens ist verpflichtend.
    Der Name wird verschlüsselt und ist nicht über Suchmaschinen auffindbar.

  •  
    An diese Adresse den abgeordnetenwatch.de-Newsletter bestellen

    Die Angabe einer gültigen E-Mail-Adresse ist verpflichtend.
    Dies ist notwendig, um Sie über eine Antwort des Abgeordneten zu informieren oder bei Rückfragen kontaktieren zu können. Ihre E-Mail-Adresse wird weder an den Abgeordneten noch an Dritte weitergegeben.

  •  

    Diese Angabe ist verpflichtend.
    Sie wird nicht veröffentlicht, aber an den Abgeordneten weitergegeben.

  •  

    Diese Angabe ist optional.
    Sie wird nicht veröffentlicht und nur zur internen Verwendung bzw. für evtl. Rückfragen benötigt.

  • noch 2000 Zeichen

  • Folgende Felder wurden nicht ausgefüllt oder weisen Fehler auf:
    Vorname, Nachname, E-Mail-Adresse und Wohnort

  • Ich erkläre mich mit der Veröffentlichung meiner Frage auf abgeordnetenwatch.de und mit der dauerhaften Archivierung im digitalen Wählergedächtnis einverstanden.
    Die Freischaltung von Fragen kann je nach Nutzeraufkommen u.U. einige Stunden dauern, da alle eingehenden Fragen von einem Moderatorenteam überprüft werden.
    Ich habe den Moderations-Codex gelesen und sichergestellt, dass meine Frage nicht gegen diesen verstößt. Moderations-Codex aufrufen
    Falls meine Frage nicht freigeschaltet werden kann, werde ich darüber von einem Moderator informiert.
    Aus Gründen der Rechtssicherheit wird Ihre IP-Adresse gespeichert, aber nicht veröffentlicht oder an Dritte weitergegeben. Weitere Informationen erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung.