Renate Jürgens-Pieper (SPD)
Kandidatin Bremen 2011
Dieses Profil dient zu Archivzwecken, eine Befragung ist nicht mehr möglich.

Angaben zur Person
Renate Jürgens-Pieper
Geburtstag
05.04.51
Berufliche Qualifikation
-
Ausgeübte Tätigkeit
Senatorin für Bildung und Wissenschaft
Wohnort
-
Stadtteil
Bremen-Neustadt , Stimmen (Wahlkreis): 2.140
Landeslistenplatz
4, über Liste eingezogen
Wenn die Situation so ist, wie Sie sie schildern, muss schon aus hygienischen Gründen Abhilfe geschaffen werden. Ich werde in der Angelegenheit Ortsamt und Beirat informieren und bitten, dass sie sich bei Ihnen melden. (...)
Kandidaten-Check
Beim Kandidaten-Check können Sie Ihre eigenen politischen
Überzeugungen mit denen Ihrer Kandidaten vergleichen.
Renate Jürgens-Pieper hat sich am Kandidaten-Check beteiligt und zu allen von 26 Thesen Position bezogen.
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Frage zum Thema Bildung und Forschung
11.05.2011
Von:

Sehr geehrte Frau Senatorin Jürgens-Pieper,

in den siebziger Jahren des vorherigen Jahrhunderts wurden linke Lehrerinnen und Lehrer mit Berufsverbot belegt. Die damalige Praxis ist durch den Europäischen Gerichtshof am Beispiel Niedersachsens verurteilt worden. Daraufhin wurden alle Betriffenen in Niedersachsen wieder eingestellt. In Bremen ist das nur teilweise passiert. Hier bekommt eine Kollegin, die vor ihrem Berufsverbot sechs Jahre lang in der Schule gearbeitet hat, die Auskunft, dass sie damals aus eigenem Verschulden aus dem Dienst entlassen wurde. Die Kollegin arbeitet nach ihrem Berufsverbot seit 25 Jahren mit hohem Engagement allerdings zu schlechteren Bedingungen im Schuldienst. Diese Auskunft wurde von Performa (Grünes Ressort) und von Ihrem Bildungsressort erteilt. Meine Frage lautet: Warum rechtfertigt Ihr Ressort die damalige Praxis der Berufsverbote? Was tun Sie, um Menschen, die damals von diesen obrigkeitsstaatlichen Umgehensweisen betroffen waren, zumindest moralisch endlich zu rehabilitieren?

Mit freundlichen Grüßen
Antwort von Renate Jürgens-Pieper
bisher keineEmpfehlungen
13.05.2011
Renate Jürgens-Pieper
Sehr geehrter Herr ,

Sie schreiben mich als Senatorin an. Haben Sie bitte Verständnis, wenn ich darauf hinweise, dass ich hier als SPD-Kandidatin für die Bürgerschaft antworte. Ein dienstlicher Schriftverkehr meiner Behörde mit Ihnen existiert bereits. Insofern wissen Sie, dass die falsche Berechnung und die zeitliche Verzögerung nicht zu lasten der Bildungsbehörde geht.

Sie beschreiben das Verfahren in Niedersachsen nicht korrekt. Die niedersächsische Landesregierung hat unmittelbar nach Amtsantritt 1990 den damalig gültigen Radikalenerlass aufgehoben. Ich habe als zuständige Staatssekretärin in einem aufwendigen Anhörungsverfahren die Wiedereinstellung der Lehrkräfte in den öffentlichen Dienst geleitet.
Im Nachgang dazu hat es ein Verfahren vor dem Europäischen Gerichtshof gegeben.
Insofern können Sie davon ausgehen, dass ich schon damals die Praxis der Berufsverbote für einen politischen Irrweg gehalten habe. Es gab allerdings gerichtliche Entscheidungen, die die damalige Landesregierung nicht aufheben konnte.

Ob eine rechtliche Rehabilitation möglich ist, muss immer im Einzelfall dienstlich durch das zuständige Finanzressort geklärt werden. Solche Personalangelegenheiten entziehen sich der öffentlichen Debatte.

Mit freundlichen Grüßen

Renate Jürgens-Pieper
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Frage zum Thema Bildung und Forschung
17.05.2011
Von:
-

Ganztagsschule Borchshöhe / Gymnasium Vegesack

Sehr geehrte Frau Jürgens-Pieper,

vor rund 2 Jahren hat die Ganztagsgrundschule Borchshöhe hat die damals 6jährige Grundschule angestrebt, auf 10 Jahre ausgebaut zu werden. Unterstützt wird die Forderung durch rund 1000 Bürgerinnen und Bürger aus Bremen-Nord und umzu sowie einem einstimmigen Beschluss des Ortsbeirates Bremen-Vegesack. Sie haben damals dahin gedrängt, das Konzept in Kooperation mit der Lerchenstraße bis Jahrgang 8 umzusetzen. Dies ist in den letzten Jahren angegangen worden, jedoch werden seitens der Behörde diverse Knüppel zwischen die Beine gelegt (Bsp. 4+1 Züge statt 4+2, keine direkte Anwählbarkeit), so dass die Eltern das Vertrauen in die Kooperation verlieren.

Fragen:
  • Warum soll das Konzept nur bis Jahrgang 8 ausgebaut werden?
  • Machen Sie sich dafür stark, dass die Borchshöhe eine Reformschule bis Jahrgang 10 wird?

Gymnasium Vegesack: Bremen-Nords einziges durchgängigen staatliches Gymnasium stellt 4 Züge (davon 2 Inklusionsklassen, dieses Jahr nach Protesten vieler Eltern ausnahmsweise 5) mit einer Kapazität von 84 Plätzen zur Verfügung. Im Vergleich mit den Kapazitäten der Gymnasialplätze in der Stadt hat Bremen-Nord pro Kind nur halb so viele Plätze. Für viele ist der Weg in die Stadt inakzeptabel, so dass Bremen-Nord bzgl. der Gymnasialplätze deutlich benachteiligt ist. Nach der temporären Erhöhung der Kapazitäten ist damit zu rechnen, dass nächstes Jahr wieder mehr Kinder das Gymnasium anwählen.

Fragen:
  • Wie siehen Sie den permanenten Ausbau auf 5 Züge des Gymnasiums?

  • Beide Punkte (Reformschule Borchshöhe, Gymnasium Vegesack) bedürfen einer Zustimmung der Parteien, die den Schulkonsens unterschrieben haben. Könnten Sie sich vorstellen, als Kompromiss beidem zuzustimmen und so viele Eltern in Bremen-Nord glücklich zu machen?

Vielen Dank für die Beantwortung der Fragen,

-
Antwort von Renate Jürgens-Pieper
bisher keineEmpfehlungen
19.05.2011
Renate Jürgens-Pieper
Sehr geehrter Herr -,

vielen Dank für Ihre Frage. Ich bitte jedoch um Verständnis, dass ich hier nur Fragen beantwortete, die meinen Status als Bürgerschaftskandidatin betreffen. Fragen, die Sie an mich als Senatorin für Bildung und Wissenschaft richten, bitte ich Sie direkt an die Behörde zu schicken. Gerne beantworte ich Ihre Frage auf dem dienstlichen Weg. Dies hier ist kein Instrument für Fragen an die Senatorin für Bildung und Wissenschaft.

Mit freundlichen Grüßen

Renate Jürgens-Pieper
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Frage zum Thema Bildung und Forschung
19.05.2011
Von:

Moin Froo Jürgens-Pieper,

in Hamburg wurden jüngst detaillierte Pläne zur stärkeren Verankerung unserer Plattdeutschen Muttersprache im Lehrplan der Grundschüler vorgestellt. Leider sind wir da in Bremen noch nicht so weit, daher meine Frage an Sie: Was kann und muß in Bremen getan werden, um die Niederdeutsche Sprache zu pflegen und lebendig zu halten und wo sehen Sie insbesondere im Schulbereich Chancen und Möglichkeit einer Einbindung - oder lehnen Sie dieses Bekenntnis zur unserer regionalen Identität gar gänzlich ab?

Ik frei mi van jo to hören!
Antwort von Renate Jürgens-Pieper
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23.05.2011
Renate Jürgens-Pieper
Sehr geehrter Herr ,

auch ich finde, dass die Niederdeutsche Sprache zu pflegen und für unsere Schüler/innen lebendig zu halten ist.
Aus diesem Grund findet in jedem Jahr der Vorlesewettbewerb "Schüler/innen lesen Platt" statt. Der jährliche Vorlesewettbewerb ist ein guter Anreiz, die sprachlichen Wurzeln der Region nicht zu vernachlässigen. Neuere niederdeutsche Autoren/innen helfen, dass auch Schüler/innen des 21.Jhs. und unterschiedlicher Herkunft Zugang zum Plattdeutschen finden können.
Die Bremische Bürgerschaft hat sich hierzu bereits mit einem Antrag befasst, dessen Titel lautete "An Plattdüütsch fasthollen un Plattdüütsch starken machen".

Mit freundlichen Grüßen

Renate Jürgens-Pieper.
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