Renate Hendricks (SPD)
Abgeordnete Nordrhein-Westfalen

Angaben zur Person
Renate Hendricks
Geburtstag
23.01.1952
Berufliche Qualifikation
Diplom-Sozialpädagogin
Ausgeübte Tätigkeit
MdL
Wohnort
Bonn
Wahlkreis
Bonn II über Wahlkreis eingezogen
Ergebnis
37,3%
Landeslistenplatz
-
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Bitte wenden Sie sich zur Beantwortung Ihrer Anfrage an das Schulministerium. Ich sehe derzeit keinen weiteren Erklärungsbedarf meinerseits, der über die bereits verfasste Antwort hinausgeht. (...)
Parlamentarische Arbeit
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Frage zum Thema Bildung und Forschung
28.04.2013
Von:

Sehr geehrte Frau Hendricks,
wie sie wissen, gab es in den letzten Wochen heftige Proteste, gegen die diesjährige Mathe-Abitur Prüfung. Die gipfelten vor einigen Tage in Protesten von mehreren hundert SchülerInnen vor dem Bildungsministerium, die daraufhin das Versprechen erhielten, die Klausuren würde von einer neutralen (!) Instanz überprüft.

Weniger als 24 Stunden nach diesem Versprechen erhielten wir Schüler die Antwort, die Aufgabenkommission habe die Aufgaben kontrolliert und für angemessen befunden. Laut Pressemitteilung befürtworteten sie diese Vorgehen seitens der Ministerin Löhrmann.
Daraus ergeben sich für mich 2 Fragen:

1. Halten sie es ernsthaft für möglich, das eine Kommission in weniger als einem Arbeitstag über 400 zur Auswahl stehende Teilaufgaben, für die die Schüler insgesamt deutlich über 15 Stunden zur Bearbeitung erhalten haben, gewissenhaft zu kontrollieren, und zusätzlich noch ein entsprechendes Gutachten ordentlich zu verfassen?

2. Halten sie es für vorstellbar, das die Aufgabenkommission, die die Aufgaben ja selber erstellt hat, ihre eigene (!) Arbeit gewissenhaft und neutral überprüfen kann?

Für mich ist das unvorstellbar.
Ich würde mich daher freuen, wenn Sie, als schulpolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion sich tatsächlich, wie in Ihrem Internetauftritt angegeben "unabhängig und querdenkend hartnäckig, konsequent und erfolgreich" zeigen und sich eventuell noch einmal mit dieser Sachen befassen würden.

Mit freundlich Grüßen,
Antwort von Renate Hendricks
1Empfehlung
30.04.2013
Renate Hendricks
Sehr geehrter Herr ,

herzlichen Dank für Ihre Anfrage.

Sie schreiben von 400 zur Auswahl stehende Teilaufgaben, die in 15 Stunden hätten überprüft werden müssen. Dies entspricht nicht den Tatsachen. Die Kommission hat sich lediglich mit den Aufgaben befassen müssen, zu denen Einwände vorgetragen wurden.

Auch Ihre Bedenken, die Objektivität der Aufgabenkommission betreffend, teile ich nicht. Betrachtet man den langen Weg von der Erstellung der Aufgabenentwürfe durch die Aufgabenkommission, die sich aus erfahrenen Fachlehrkräften zusammensetzen, über die Überprüfung durch die Fachdezernenten und zusätzliche vier unabhängige Fachwissenschaftler usw. bis sie dann abschließend durch den Landeskoordinator geprüft und für das Abiturverfahren freigegeben wurde, kann von mangelnder Objektivität nur schwerlich die Rede sein.

Zusätzliche bestätigt neben der erneuten Einschätzung der Aufgabenkommission auch die geringe Zahl an Verständnisfragen der Fachlehrkräfte, die am Download- und am Prüfungstag über die Hotline eingegangen sind, die Angemessenheit der gestellten Aufgaben. Auch ins Gewicht fallen die zahlreichen Mitteilungen von Mathematiklehrerinnen und -lehrern sowie Abiturientinnen und Abiturienten, die die Machbarkeit der Klausur bestätigten.

Aufgrund dieser Sachlage sehe ich keine Notwendigkeit mich erneut mit der Sache zu befassen.

Für Ihre mündliche Prüfung und Ihren weiteren Lebensweg wünsche ich Ihnen viel Erfolg.

Mit freundlichen Grüßen
Renate Hendricks
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Frage zum Thema Bildung und Forschung
02.05.2013
Von:

Sehr geehrte Frau Hendricks,

zunächst einmal vielen Dank für Ihre Antwort auf meine vorangegangene Frage. Dort unterstellten Sie mir zunächst einmal eine falsche Darstellung der Tatsachen, mit der Begründung, die Kommission habe sich nur mit den Aufgaben befassen müssen, zu denen es Beschwerden gab. Dies halte ich für schwer nachvollziehbar:

Eine (die) zentrale Aussage der Beschwerden, insbesondere bezüglich der LK-Aufgaben war ja, dass es eben nicht eine oder mehrere "Killeraufgabe(n)" gab (vgl. "Oktaeder des Grauens" 2008), sondern, dass die Klausur insgesamt vom Umfang und der Komplexität nicht angemessen war, mit mehr Zeit jedoch lösbar sei. Auf diesen Vorwurf ging auch das Antwortgutachten des Ministeriums ein.
(Das erklärt übrigens auch die "geringe Zahl an Verständnisfragen der Fachlehrkräfte", denn die hatten ja nicht die Zeit, alle zu Auswahl stehenden Aufgaben durchzurechnen)
Daher folgende Frage:

1. Wie kann man, durch die Kontrolle einzelner weniger Aufgaben, darauf schließen, dass ALLE Aufgaben in der zur Verfügung stehenden Zeit gelöst werden konnten?

Weiterhin beschreiben sie den Weg der Entstehung der Aufgaben. Diesen halte ich jedoch für hinreichend irrelevant, da es ja trotzdem (auch in Mathe) regelmäßig Probleme mit dem Zentralabitur gab, trotz der beschriebenen Mechanismen. Daher als 2. Frage:

2. Gab es, was die Entstehung der Aufgaben angeht, konkrete Reformen, oder beruht das in Ihrer Antwort zum Ausdruck gebrachte Vertrauen in die Angemessenheit der Klausuren auf den Kontrollmechanismen, die schon in den letzten Jahren regelmäßig versagt haben?

PS: Ich freue mich für Sie, dass es offenbar in Ihrem Ministerium so unglaublich fähige und qualifizierte Mitarbeiter gibt, dass kategorisch jeder Fehler ausgeschlossen werden kann, und selbst nach massivstem, tausendfachem Protest von allen Seiten keine externe (!) Überprüfung nötig ist. Das scheint ein weltweit einzigartiges Phänomen zu sein.

Mit freundlichen Grüßen
Antwort von Renate Hendricks
bisher keineEmpfehlungen
28.05.2013
Renate Hendricks
Sehr geehrter Herr ,

bitte wenden Sie sich zur Beantwortung Ihrer Anfrage an das Schulministerium. Ich sehe derzeit keinen weiteren Erklärungsbedarf meinerseits, der über die bereits verfasste Antwort hinausgeht.

Darüber hinaus bitte ich um sachliche Kommunikation. Auch wenn das Thema Sie persönlich betrifft und Sie sich oder andere ´ungerecht´ behandelt fühlen, ist das kein Grund unverschämt zu werden.

Mit freundlichen Grüßen
Renate Hendricks
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Frage zum Thema Schulen
13.06.2013
Von:

Sehr geehrte Frau Hendricks,

als Vorsitzende des Bundeselternrates verlautbarten Sie in einer Presseerklärung aus dem März 2004:

"Als Augenwischerei bewertet der BER den Vorschlag der Schulministerien,
Jugendherbergen und Schullandheime sollten künftig einen Freiplatz für Lehrer anbieten.
Dadurch würden Kosten der Lehrer de facto auf die Schüler umgelegt. "Eben das aber untersagt der Gesetzgeber und ist den Eltern auch nicht zuzumuten", erklärt Hendricks."

www.schullandheim.de

Der Gesetzgeber untersagt dies zwar neuerdings nicht mehr, aber mich würde interessieren, ob und aus welchen Gründen Sie dies nun im Unterschied zu damals für zumutbar halten.

Mit freundlichen Grüßen

Antwort von Renate Hendricks
bisher keineEmpfehlungen
25.06.2013
Renate Hendricks
Sehr geehrter Herr ,

herzlichen Dank für Ihre Anfrage bzgl. der Finanzierung von Schul- und Klassenfahrten.

Das Land stellt derzeit Reisekostenmittel für Schulfahrten in Höhe von 13,5 Millionen Euro zur Verfügung. Damit ist es möglich, ein pädagogisch sinnvolles Fahrtenprogramm an Schulen durchzuführen.

Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, auf Drittmittel zur Finanzierung anfallender Reisekosten zurückzugreifen. Ich sage aber noch einmal deutlich: Mit den zur Verfügung gestellten Mitteln des Landes können Schulfahrten durchgeführt werden ohne diese zusätzliche Möglichkeit wahrzunehmen.

Mittel Dritter können dabei von gemeinnützigen Institutionen wie beispielsweise Stiftungen und Fördervereine oder aber gewerblichen Institutionen zur Verfügung gestellt werden. Besonders in letzterem Fall ist die Motivation der Mittelgebung zu prüfen. Sollte der Verdacht der Einflussnahme bestehen, dürfen die Mittel nicht angenommen werden.

Europaschulen, die aufgrund ihrer Ausrichtung überdurchschnittlich hohe Reisekosten zu verzeichnen haben, können auf spezielle Förderprogramme zurückgreifen.

Mit der Möglichkeit, Drittmittel zu nutzen, erlangen Schulen einen hohen Grad an Flexibilität, was die Planung von Fahrten betrifft. Die sich daraus ergebenden Bedarfe sind dabei nicht in erster Linie von Eltern oder Fördervereinen zu decken.

Abschließend kann ich Ihnen versichern: Gerne wäre das Land dazu in der Lage mehr Geld in das Schulwesen zu geben. Es steht in der Pflicht, mit den zur Verfügung stehenden Mitteln verantwortungsvoll umzugehen. 13,5 Millionen Euro für ein pädagogisch sinnvolles Fahrtenprogramm sind in Rahmen des Möglichen und Nötigen.

Mit freundlichen Grüßen
Renate Hendricks
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Frage zum Thema Schulen
25.06.2013
Von:

Nachfrage zu meiner Frage vom 13.6.2013

Sehr geehrte Frau Hendricks,

dass Schulen nun anfangen müssen zu betteln und zu Bittstellern bei Dritten werden - und davon natürlich die Schulen in "guten" Gegenden deutlich stärker profitieren als in Problembezirken - war nicht Gegenstand meiner Frage.

Es geht vielmehr um Folgendes:

In Ihrer Zeit als Vorsitzende des Bundeselternrates sahen Sie es als unzumutbare Belastung der Eltern, wenn diese über den Umweg von angebotenen Freiplätzen die Fahrten für die Lehrer bezahlen (was damals wie heute eigentlich zur Fürsorgepflicht des Dienstherren gehört.)

Ich habe momentan mehrere Angebote für Klassenfahrten vorliegen, in denen sich gegenüber den letzten Jahren die Anzahl der Freiplätze erhöht hat, außerdem wurden die Fahrten gegenüber früheren Jahren deutlich (über Inflation) teurer - es ist also genau die Situation eingetreten, die Sie damals anprangerten.

Ich möchte nun von Ihnen wissen, worauf sich Ihr offensichtlicher Meinungsumschwung gründet.
Antwort von Renate Hendricks
1Empfehlung
28.06.2013
Renate Hendricks
Sehr geehrter Herr ,

in meiner ersten Antwort hatte ich bereits deutlich gemacht, dass das Land auf den erhöhten Bedarf regiert und deutlich mehr Mittel zur Verfügung stellt. 7,5 Mio. Euro mehr im Jahr 2013, um einer "unzumutbaren Belastung der Eltern" entgegenzuwirken und die Fahrkosten der Lehrer und Lehrerinnen zu decken. Sie ärgern sich über die grundsätzliche Möglichkeit, eine Finanzierung durch die Eltern zu erlauben? Daher habe ich Ihnen versucht zu erklären, dass Mittel Dritter eben nicht in erster Linie Eltern anspricht. Sofern Drittmittel für diesen Zweck zur Verfügung stehen, können sie zur Finanzierung der Reisekosten eingesetzt werden. Diese Regelung wurde im Interesse der Schulen geschaffen, um zusätzliche Gestaltungsspielräume zu eröffnen. Es steht den Schulen frei, diese zu nutzen oder Fahrten im Rahmen der Landesmittel durchzuführen. Schulkonferenzen müssen für jeweils ein Jahr ein Fahrtenprogramm beschließen. In der Schulkonferenz der Grundschule sind die Eltern zu 50% und in der Sek.I mit einem 1/3 der Stimmen vertreten. So können die beteiligten Gruppen ihren Einfluss und ihre Meinung zum jeweiligen Fahrtenprogramm der Schule sowie über die Verwendung der Mittel geltend machen.

Mit freundlichen Grüßen
Renate Hendricks
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Frage zum Thema Schulen
20.03.2014
Von:

Sehr geehrte Frau Hendricks,


die Presse berichtet über Vorbehalte bei der verpflichtenden Einführung
von graphikfähigen Taschenrechnern in den Schulen.
Von den Befürworten wird dabei die Abgeschlossenheit der Systeme für
Prüfungssituationen als Vorteil gegenüber Tablets angeführt.
Da bisher jedes Computersystem (und nichts anderes sind GTRs ja)
"gehackt" wurde (Bsp. TI nspire Press to test Modus im Januar 2014:
www.youtube.com für Casio wird man ebenfalls
fündig) möchte ich folgende Fragen an Sie richten:

1. Wie soll die Unversehrtheit der privaten Schülergeräte sichergestellt
werden? Müssen Mathematiklehrer nun Hacking und Jailbreak Fortbildungen
besuchen und die Privatgeräte der Schüler untersuchen?

2. Gibt es unabhängige Sicherheitstests für die Rechnermodelle oder wird
den Beteuerungen der Hersteller blind vertraut?

3. Müssen die Schüler nachfolgender Stufen neue Geräte anschaffen, wenn
im Internet Hacks für ein Modell weitläufig im Umlauf sind?

4. Wie hoch schätzen Sie die Kosten, um allen Schulen einen garantiert
unveränderten Rechnersatz für Prüfungssituationen zur Verfügung zu stellen?

Mit freundlichen Grüßen


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