Reinhard Günther (FDP)
Kandidat Bundestagswahl 2013
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Angaben zur Person
Reinhard Günther
Geburtstag
07.05.1944
Berufliche Qualifikation
Staatl.gepr. Maschinentechniker, Staatl. gepr. Industrieinformatiker
Ausgeübte Tätigkeit
-
Wohnort
75339 Höfen
Wahlkreis
Calw
Ergebnis
2,9%
Landeslistenplatz
35, Baden-Württemberg
Ein weiteres Eingehen auf Ihre Fragen erscheint mir nicht weiter sinnvoll, weil Ihren Fragen die selektive Kenntnisnahme wissenschaftlicher Studien zu Grunde liegen. Dies ist politisch zwar verständlich, bietet mir aber keine Grundlage für ein weiterhin sachliches Gespräch. (...)

Transparenz-Check

Selbstverpflichtung von Reinhard Günther: Im Fall meiner Wahl ins Parlament werde ich mich einsetzen für*:

  • unverzügliche Veröffentlichung aller Parteispenden über 10.000 €

* abgeordnetenwatch.de hat den Kandidierenden die Möglichkeit gegeben, die Selbstverpflichtung für Transparenz und gegen Korruption zu unterschreiben sowie ihre Steuererklärung zu veröffentlichen. Weitere Informationen zum Transparenz-Check

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Frage zum Thema Finanzen
14.08.2013
Von:

Sehr geehrter Herr Günther!

Als Mitglied der FDP, welche sich derzeit noch in Regierungsverantwortung befindet beantworten Sie doch bitte, wie Sie zu den permanenten Rechtsbrüchen in der Eurofrage stehen. Im Maastricht-Vertrag steht klipp und klar, dass kein Land für die Schulden eines anderen Landes haften darf. Dies wurde durch den EFSF und den ESM ausgehebelt. Nun steuern wir auf die Bankenunion zu – ein weiterer Meilenstein zur Aufgabe der Souveränität. Werden Sie als Mitglied des 18. Deutschen Bundestages weiteren Banken- und Staatenrettungen zustimmen und dadurch mithelfen, dafür Steuergelder der Deutschen Bürger auszugeben?
Antwort von Reinhard Günther
bisher keineEmpfehlungen
14.08.2013
Reinhard Günther
Sehr geehrter Herr ,

zur Bewältigung der Finanz- und Staatsschuldenkrise wollen wir unserer Verantwortung gegenüber Deutschland und Europa gerecht werden und Lösungen aufzeigen, die die Solidarität mit unseren europäischen Partnern unter Beweis stellt, und damit Europa als ein primär politisches Projekt qualifizieren.

Die Krise Europas begann mit dem Bruch des EU-Stabilitäts- und Wachstumspaktes im Jahr 2003. Aus dieser Erfahrung ziehen wir die richtigen Schlüsse und setzen den von uns eingeforderten Fiskalpakt konsequent um. Nur wenn Europa die Abkehr von der Schuldenpolitik gelingt und wir den Weg in die Stabilitätsunion fortsetzen, schaffen wir einen verlässlichen Rahmen, der langfristiges Vertrauen in die Wettbewerbsfähigkeit, Stabilität und Zuverlässigkeit der Eurozone und Europas insgesamt erzeugt.

Eine unabhängige Zentralbank ist eine der wichtigsten Voraussetzungen für eine stabile Währung. Deshalb verteidigen wir die Unabhängigkeit der EZB gegen jeden Zugriff. Die EZB bleibt der Geldwertstabilität verpflichtet, wie sie in den europäischen Verträgen verankert ist. Eine Staatsfinanzierung durch die EZB und damit die Sanierung der Staatshaushalte durch Inflation lehnen wir mit aller Entschiedenheit ab.

Wir haben es geschafft, vom Krisenmodus in den Krisenlösungsmodus zu kommen. Wir bauen eine Stabilitätsunion auf. Dafür sind eine sinnvolle Regulierung des Bankensektors und eine Bankenkontrolle unerlässlich, damit in einem klaren Ordnungsrahmen die Realwirtschaft nach den Prinzipien der Sozialen Marktwirtschaft innerhalb der Euro-Zone funktionieren und gedeihen kann.

Eine gesamtschuldnerische Haftung für Staatsanleihen der Mitgliedstaaten, wie über Eurobonds oder einen Altschuldentilgungsfonds, lehnen wir Liberalen aus politischen, rechtlichen und wirtschaftlichen Gründen ab, heute genauso wie in der Zukunft. Europa hat nur eine Zukunft als Verantwortungsgemeinschaft, in der jeder für sein Handeln haftet. Darum setzen wir uns für eine europäische Insolvenzordnung für Staaten ein, um die bestehenden Stabilisierungsinstrumente zu ergänzen. Ziel muss es sein, die endlose "Rettungsroutine" durch verbindliche Regeln zu ersetzen, die allen Beteiligten Sicherheit bieten, wann das Verfahren beginnt und dass es zügig beendet werden kann sowie einen fairen Interessenausgleich mit den Gläubigern und die Wiederherstellung der Kapitalmarktfähigkeit bewirkt.

Der ESM ist keine Dauerlösung. Sobald eine funktionierende Stabilitätsunion mit effektiven Sanktionen bei übermäßiger Staatsverschuldung besteht, muss der ESM auslaufen.

Deutschland sollte anderen EU-Mitgliedstaaten konstruktiv bei der Implementierung von Strukturreformen zur Seite stehen und gleichzeitig für einen klugen Einsatz der EU-Haushaltsmittel werben, um möglichst schnell wirtschaftlichen Aufschwung für alle zu ermöglichen.

Mit freundlichen Grüßen
R.Günther
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Frage zum Thema Finanzen
15.08.2013
Von:

leider haben Sie nicht auf meine Frage des Rechtsbruches geantwortet.

Hat ihr Koalitionspartner nicht eben mit diesem Vertrag in seiner Wahlwerbung 1999 geworben? "Die Überschuldung eines Euro-Staates kann von vornherein ausgeschlossen werden”
Ihre \"Verantwortung\" rechtfertigt also klare Vertragsbrüche ?
Ihre \"Verantwortung\" treibt die Bürger von Griechenland, Spanien, Portugal, Zypern usw. in die Verarmung und Verzweiflung?
Die Europäische Einigung soll nicht als Bewegung von unten (Völkerverständigung aus freiem Willen), sondern von der Politik oktroyiert werden?
Die \"Abkehr von der Schuldenpolitik\" zeigt sich daran, dass z. B. Griechenland jetzt bereits wieder annähernd die gleichen Schulden hat, wie vor dem \"Haircut\" / Schuldenschnitt? Stimmt es nicht, dass die Gläubiger ausgewechselt wurden? Von Banken und Spekulanten hin zum Steuerzahler? Für die betroffenen Länder ändert sich nichts?
Verstösst die EZB durch das OMT Programm nicht gegen das direkte Staatsfinanzierungsverbot im EU-Vertrag und überschreitet ihre Kompetenzen?
Die umfangreichste Verfassungsklage der Geschichte unterstützen mehr als 35.000 Beschwerdeführer.Das Mittel der Zinspolitik (billiges Geld, billige Kredite) ist bereits ausgereizt, folglich versucht man z.B. durch den Kauf von Staatsanleihen zusätzliches Geld in den Markt zu pumpen. Quantitative Easing bedeutet also Inflation (Ausweitung der Geldmenge). Was sagen sie dazu?
Ist der ESM kein PERMANENTER \"Rettungsschirm\" ? Hat er weitreichende Eingriffsrechte in das Budgetrecht des deutschen Bundestages?
Sie wissen doch bestimmt, das der ESM völlig immun, selbst gegen Zugriffe der Ermittlungsbehörden, Polizei usw. ist oder? Die einzigen, die den ESM abschaffen könnten wären die \"ESMer\" selbst oder verstehe ich das falsch?

Vielen Dank für Ihre Antworten.
Antwort von Reinhard Günther
1Empfehlung
17.08.2013
Reinhard Günther
Sehr geehrter Herr ,

warum Sie glauben die FDP für Aussagen der CDU verantwortlich zu machen kann ich nicht nachvollziehen. Insofern habe ich keine Möglichkeit mich mit dieser Aussage auseinanderzusetzen. Unklar ist ebenso warum sie aus 1999 erfolgter Wahlwerbung der CDU eine Verantwortung der FDP für Vertragsbrüche herleiten.

Dass die FDP einen Bruch europäischer Verträge zu verantworten hat, kann durch nichts belegt werden. Auch ist es unzutreffend dass die Schuldenkrise in Griechenland von uns zu verantworten ist, sei dies von der FDP oder von einer der anderen politischen Partei Deutschlands. Die Verantwortung hierfür liegt ausschließlich in Griechenland selber. Griechische Regierungen haben in der Vergangenheit eine völlig unverantwortliche Finanzpolitik betrieben. Man kann sich nicht die Leistungen eines modernen Sozialstaates gönnen, wenn man gleichzeitig nicht bereit ist ein gerechtes Steuersystem zu etablieren, um diese Leistungen zu finanzieren. So wurde dann mit Krediten finanziert, was zur bestehenden Schuldenkrise führte. Dafür tragen ausschließlich griechische Regierungen die Verantwortung. Auch dadurch indem sie mit kreativer Zahlenkosmetik die Situation jahrelang verschleiert haben.

Wenn nach einem erheblichen Schuldenschnitt für private Gläubiger öffentliche Hände in die Gläubigerrolle Griechenlands eingetreten sind, so war dies zur Verhinderung einer weiteren Eskalation der Krise unabwendbar. Die von Ihnen apostrophierten "Banken und Spekulanten" sind durch den Schuldenschnitt für die eingegangenen Risiken eingestanden.

Wenn sich für Griechenland noch nichts ändert, so liegen auch hier die Ursachen in Griechenland selber. Man entschied sich für den längerfristigen Weg der Sanierung innerhalb des Euro und nicht dafür aus dem Euro auszutreten. Dies ist eine grundsätzliche Entscheidung der Griechen, die nicht wir oder auch nicht die FDP zu verantworten haben. Wir sind aber überzeugt dass der eingeschlagene Weg zum Erfolg führen wird

Warum wir die Bürger von Griechenland, Spanien, Portugal, Zypern usw. in die Verarmung und Verzweiflung treiben haben Sie leider nicht näher begründet. Ich erkenne selbstverständlich die schwierige Lage in die sich diese europäischen Partner durch ihre Schuldenkrisen gebracht haben. Hilfe in Form einer Übernahme oder Vergemeinschaftung ihrer Staatsschulden schließe ich jedoch grundsätzlich aus. Die notwendigen Strukturreformen um die Krise zu bewältigen werden jedoch von uns positiv begleitet.

Auch verstößt die EZB einstweilen noch nicht gegen ihr Mandat. Ihre Politik wird von uns jedoch sehr kritisch und aufmerksam beobachtet. Wir stellen uns gegen den politischen Druck anderer europäischer Partner das Mandat der EZB aufzuweichen. Festzustellen ist, dass der Euro derzeitig so stark wie nie ist. Eine Inflationsgefahr ist nicht zu erkennen.

Der ESM ist ein Vertrag der auf politischer Übereinkunft der Vertragspartner beruht. Damit besteht immer die völkerrechtliche Möglichkeit ihn auf diesem Wege zu verändern, auslaufen zu lassen oder durch eine andere Konstruktion zu ersetzen. Die FDP versteht den ESM als ein temporäres Instrument des Krisenmanagements. Für die Erreichung dieses politischen Ziels setzen wir uns ein.

Reinhard Günther
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Frage zum Thema Familie
26.08.2013
Von:

Die Frage, ob eingetragene Lebenspartner gemeinsam Kinder adoptieren dürfen sollen beantworteten sie im Kandidatencheck mit "nein" und gaben als Begründung an: "Dem Kindeswohl wird damit nicht optimal entsprochen. Kinder sind kein soziales Zubehör für homosexuelle Paare."

Nun liegt für Deutschland eine eindeutige Studie der Universität Bamberg vor, wonach dem Kindeswohl sowohl in stabilen heterosexuellen Partnerschaften, als auch in stabilen homosexuellen Partnerschaften in gleichem Maße entsprochen wird. (International belegen noch einige weiter - z.T. auch Langzeitstudien - Studien, dass Kinder sowohl bei heterosexuellen als auch bei homosexuellen Eltern gleich gut aufwachsen). Daher meine Frage an sie, auf welchen Erkenntnissen begründen sie ihre Vermutung, das dem Kindeswohl bei gleichgeschlechtlichen Elternpaaren nicht entsprochen wird? Braucht ein Kind - das in einer heteronormativen Umwelt und in einer gemischgeschlechtlichen Gesellschaft aufwächst - tatsächlich verschiedengeschlechtliche Elternteile um gesund aufwachsen zu können, oder braucht es nicht vielmehr verlässliche, liebevolle Eltern, die das Kind in seiner Entwicklung begleiten und für das Kind einen stabilen Rahmen des Aufwachsens bilden?
Bei der Frage der Sukzessivadoption hat das Bundesverfassungsgericht diese Fragen bereits eindeutig beantwortet, daher stellt sich mir die Frage, weshalb ein gemeinsames Adoptionsrecht abzulehnen wäre, wenn eingetragene Lebenspartner bereits nacheinander adoptieren dürfen? Wodurch aktuell zwei Adotionsverfahren für ein Kind in einer Familie notwendig sind.

Ich halte im Übrigen ihre Bezeichnung "soziales Zubehör" für Kinder ziemlich fehl am Platze und frage mich als Mutter schon, wie man auf eine derartige Bezeichnung kommen kann... Unsere Tochter ist ein eigenständiger Mensch, der Liebe, Fürsorge und Freiraum zur Entwicklung benötigt und KEIN soziales Zubehör - auch wenn sie zwei Mütter hat!
Antwort von Reinhard Günther
12Empfehlungen
28.08.2013
Reinhard Günther
Sehr geehrte Frau ,

viele in der Öffentlichkeit als der absolute Beweis für die Richtigkeit einer Aussage angeführte Studien halten einer kritischen Prüfung der Ergebnisse nicht Stand. Damit einer Studie das Prädikat "wissenschaftlich" zugeschrieben werden kann, muss sie klar definierte Kriterien erfüllen. Zuverlässige Aussagen über ein Forschungsgebiet sind nur dann getroffen worden, wenn alle qualitativen Anforderungen an Objektivität, Validität, Plausibilität, Reproduzierbarkeit und Statistik erfüllt sind. Dass die Forderung nach Plausibilität bei den von Ihnen angeführten Studien erfüllt ist bezweifle ich.

Wenn der Forschungsgegenstand einer Studie das Kindeswohl im homosexuellen Umfeld ist, dann kann nicht nur das physische und emotionale Wohlergehen eines Kindes betrachtet werden, sondern es muss auch seine Chancen auf eine gute persönliche, gesellschaftliche und soziale Entwicklung in die Untersuchung mit einbezogen werden. Da nach Feststellung der Sexualwissenschaften Homosexualität weder genetisch bedingt noch angeboren ist, sondern im Laufe des Lebens erworben wird, kann davon ausgegangen werden, dass ein Kind durch die laufende Beobachtung von Homosexualität ebenfalls homosexuell geprägt wird. Dies gälte insbesondere unter der Randbedingung, dass Homosexualität allgemein als normales sexuelles Verhalten betrachtet würde. Eine derartige Prägung wäre zweifellos nicht im Kindeswohl gelegen, und Aussagen von Studien die das Kindeswohl nicht gefährdet sehen sind daher unplausibel und für mich nicht nachvollziehbar. Ein Kind dem Risiko homosexueller Prägung, und es damit, im Falle eines Jungen auch zukünftiger hoher medizinischen Risiken auszusetzen, ist völlig verantwortungslos.

Wenn das Bundesverfassungsgericht im Zusammenhang mit der Sukzessivadoption den Klägern recht gegeben hat, so handelt es sich hier um einen Sonderfall. Das Kindeswohl sehe ich zwar auch in diesem Fall als gefährdet an, es erscheint mir aber als das Wichtigere, dass ein Kind bei seinem leiblichen Elternteil verbleiben kann.

Weiterhin möchte ich klar stellen, dass ich Kinder nicht als soziales Zubehör bezeichnet habe, sondern wörtlich ausgesagt habe, dass sie dies nicht sind. Ich wende mich allerdings dagegen Kinder als soziales Zubehör dazu zu missbrauchen eine homosexuelle Partnerschaft als eine normale Ehe wie jede andere erscheinen zu lassen. Familie ist eben nicht da wo Kinder sind. Familie entsteht vielmehr aus dem Nukleus einer Verbindung von Mann und Frau, aus der wiederum Kinder und damit Familie entsteht. Die zentrale These der Homosexuellen und Ihrer Parteigänger, dass "Familie da ist wo Kinder sind" betrachte ich als den dialektischen Versuch die Verhältnisse auf den Kopf zu stellen. Es wird so der Versuch unternommen wichtige soziale und gesellschaftliche Institutionen, wie sie die Ehe und die Familie sind, zum Schaden unserer Gesellschaft zu sprengen.

Ich spreche mich hinsichtlich homosexueller Partnerschaften für mehr Toleranz und Nachsicht aus. Da es sich aber um eine wichtige Bestrebung in unserer Gesellschaft handelt, bedauere ich es Ihnen nichts Freundlicheres sagen zu können. Die Militanz mit der die homosexuellen Akteure und ihre Parteigänger versuchen ihre sogenannten "Rechte" durchzusetzen erfordert leider eine deutliche öffentliche Antwort. Ein Recht auf Anerkennung, wie es verlangt wird, besteht ganz grundsätzlich nicht, noch ist der Staat in der Lage ihnen dieses zu verschaffen.

Mit freundlichen Grüßen
R.Günther
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Frage zum Thema Familie
29.08.2013
Von:

Sehr geehrter Herr Günther,

als Fachperson kann ich ihnen versichern, dass die von mir angeführte Studie der Universität Bamberg alle wissenschaftliche Kriterien qualitativer Sozialforschung erfüllt und die Ergebnisse auf einer validen Grundlage und verschiedenen Forschungsmethoden beruhen.

Mitnichten haben die Sexualwissenschaften festgestellt, dass Homosexualität erworben wird. Vielmehr konnten bisher die Ursachen für Homosexualität durch keine Forschung nachgewiesen werden. Die aktuellste Forschung hierzu vermutet als Ursache die Veränderung eines Genmarkers.

Da die Entscheidungen des Bundesverfassunggericht grundsätzliche Bedeutung hat, fällt es seine Urteile erst nach eingehender, gründlicher Prüfung. Im Falle der Sukzessivadoption geht es um ein bereits von einer Einzelperson adoptiertes Kind, welches zusätzlich durch den Ehegatten/Lebenspartner adoptiert werden soll. Hierzu hat das BVerfG mehrere Experten gehört, die sich einig waren, dass das Aufwachsen bei gleichgeschlechtlichen Eltern dem Kindeswohl nicht schadet.

Kinder erleben ihre Eltern nicht als sexuelle, sondern als soziale Wesen. Sie erleben von ihnen Werte wie Treue, Verlässlichkeit, Liebe, Zusammenhalt, Fürsorge und Achtung der Mitmenschen und Umwelt. All dies brauchen Kinder um sich zu gesunden Erwachsenen zu entwickeln. Ihre sexuellen Präferenzen werden durch die Zusammensetzung der elterlichen Partnerschaft nicht beeinflusst.

Stabile homosexuelle Partnerschaften, die sich auf das Abenteuer Familie einlassen tun dies aus denselben Gründen wie heterosexuelle Paare: weil es unser innerstes, menschlichstes Verlangen ist, uns fortzupflanzen und für unseren Nachwuchs - bzw. für den der Gemeinschaft allgemein - Sorge zu tragen.

Ehrliche Antworten sind mir lieber als freundliche. In diesem Sinne danke ich ihnen für ihre Ehrlichkeit, meine Frage aus ihren persönlichen Annahmen und Wertevorstellungen heraus beantwortet zu haben.

Mit freundlichen Grüßen
R.

Bisher ist noch keine Antwort eingetroffen.
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Frage zum Thema Kinder und Jugend
31.08.2013
Von:

Ihre Aussage auf der FDP-Webseite:

"Da nach Feststellung der Sexualwissenschaften Homosexualität weder genetisch bedingt noch angeboren ist, sondern im Laufe des Lebens erworben wird, kann davon ausgegangen werden, dass ein Kind durch die laufende Beobachtung von Homosexualität ebenfalls homosexuell geprägt wird."


Sie wissen aber schon, dass sie hier übelste Verleumdungen und Diskriminierungen und Unwahrheiten verbreiten?
Die Sexualwissenschaft ist mitnichten der Auffassung, dass Homosexualität erworben wird, oder angelernt!

Das ist schlicht nicht wahr!

Ich fordere Sie auf, !anerkannte! Studien zu Ihrer Behauptung anzuführen!
Antwort von Reinhard Günther
3Empfehlungen
02.09.2013
Reinhard Günther
Sehr geehrter Schmid,

nachstehend übermittle ich Ihnen in der Anlage einen Aufsatz von Ph.D., Utah, USA, Professor für Psychiatrie und "Family and Preventive Medicine" an der Universität von Utah sowie erfahrener Therapeut u. a. auf dem Gebiet männlicher Homosexualität.

Dieser Aufsatz gibt einen Überblick über die wichtigsten Studien zum Thema "Ursachen von Homosexualität". Dieser Aufsatz, wie auch die bezogenen Studien, belegen meine Aussagen. Die Theorie, dass Homosexualität angeboren ist, ist faktisch vom Tisch. Daher verbleibt als einzig mögliche These die "Erwerbung" als Ursache.

Sollte abgeordnatenwatch keine Anlagen übermitteln oder darstellen können, so kontaktieren Sie mich bitte direkt.

Mit freundlichen Grüßen
R.Günther

Reinhard Günther
Am Eiberg 11
D-75339 Höfen
Tel 07081 953017
rguenther@fdp-calw.de
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