Sehr geehrter Herr

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laut auf der Seite der Europäischen Kommission veröffentlichten Teilnehmerliste sitzen im Konsultationsforum der Ökodesign Richtlinie nicht nur Leuchtstoffhersteller, sondern eine breite Auswahl aller stakeholder, so auch Vertreter von Umweltschutzgruppen und Verbraucherschutzorganisationen
ec.europa.eu Es ist aber in der Tat so, dass Ökodesigndurchführungsmaßnahmen im Komitologieverfahren beschlossen werden. Die Maßnahmen können dann vom Parlament nicht verändert, allerdings ggf. abgelehnt werden. Einspruch gegen die Maßnahme haben damals die deutschen Liberalen erhoben. Der wurde aber von der Mehrheit der Abgeordneten abgelehnt, so auch von uns Grünen.
Das UBA hatte sich in seiner Studie nicht für die Aussetzung des Glühlampenverbots ausgesprochen, sondern lediglich bessere Bruchsicherung und die Verringerung des Quecksilbergehalts in den Leuchten gefordert:
www.umweltbundesamt.de Diese Forderung haben wir unterstützt.
Mittlerweile ist der Quecksilbergehalt einer Energiesparlampe tatsächlich gering. Herkömmliche Glühbirnen verursachen durch ihren höheren Energiebedarf sogar weitaus mehr Quecksilberemissionen als Energiesparlampen, obwohl sie kein Quecksilber enthalten. Dieses Quecksilber wird durch die Verstromung von Kohle freigesetzt. Selbst wenn alle Energiesparlampen im Hausmüll oder der Umwelt entsorgt würden, würde weniger Quecksilber in die Umwelt freigesetzt, als durch den zusätzlichen Strombedarf der Glühbirnen in den Kohlekraftwerden freigesetzt werden würde. Diese Zahlen sind von der Kommission im Rahmen des impact assesment vor dem entsprechenden Beschluss ermittelt worden. Auch eine Gesundheitsanalyse wurde im Vorfeld der Entscheidung von der Europäischen Kommission durchgeführt.
Unseres Wissens ist die Problematik des An- und Ausschaltens in den neueren Generationen der ESL behoben.
Und auch die Rückgabe wird erleichtert. Mittlerweile ist die Elektroschrottrichtlinie angenommen worden (Pressemitteilung von Rebecca Harms:
rebecca-harms.de und Verbraucherinnen und Verbraucher können in Zukunft die Leuchten bei Elektrohändlern zurückgeben anstatt zu Wertstoffmärkten fahren zu müssen. Es bleibt zu hoffen, dass dies die Sammelrate verbessern wird.
Wir hoffen, wir konnten Ihnen weiterhelfen.
Ihr Büro Harms