Ralf Krings (Krefelder Wählergemeinschaft - Die Unabhängigen)
Kandidat Bürgermeisterwahlen Nordrhein-Westfalen 2009
Dieses Profil dient zu Archivzwecken, eine Befragung ist nicht mehr möglich.

Ralf Krings
Jahrgang
1967
Berufliche Qualifikation
selbst.Kaufmann, abgschl. Handwerkslehre, Weiterbildung in Arbeitslehre REFA
Ausgeübte Tätigkeit
selbst. Finanzdienstleister
Wohnort
Krefeld
Stadt
Krefeld
Ergebnis
1,7%
(...) Von daher bin ich mir mehr als sicher, die Verwaltung leiten zu können und die Arbeitsabläufe neu zu strukturieren. (...)
 
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www.ob-krings.de
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Frage zum Thema Bildung und Forschung
20.07.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Krings,
ich habe zwei Fragen.
1. In Düsseldorf wird darüber nachgedacht ab einer bestimmten Uhrzeit den Alkoholkonsum auf öffentlichen Plätzen zu unterbinden. Wie stehen Sie zu diesem Thema?
2. Nach meinem Hochschulabschluss werde ich wohl aus Krefeld wegziehen müssen, obwohl ich Freunde und Familie in Krefeld habe. Der Grund dafür ist eine schlechte berufliche Perspektive in Krefeld. Wie wollen Sie dazu beitragen, dass Hochschulabsolventen, wie ich, in Krefeld eine berufliche Perspektive finden?
Antwort von Ralf Krings
4Empfehlungen
21.07.2009
Ralf Krings
Sehr geehrte Frau ,

Sie sprechen ein Problem an, auf das ich ohne eine umfassende Einschätzung der Situation nicht antworten kann. Zumindest nicht, wenn ich möchte, dass meine Antwort richtig verstanden wird.
In Deutschland hat der Alkoholkonsum Tradition und wird von der überwiegenden Mehrheit als Kulturerbe verstanden. Als Beispiel gebe ich den Spruch: "Bier ist kein Alkohol, Bier ist flüssiges Brot" an. Viele Eltern unterschätzen den Konsum von Alkohol vollkommen. Schauen wir doch nur mal auf die Schulhöfe. Was bei einem Schulfest in aller Regel als erstes aufgebaut wird, ist der Bierwagen und das schon an Grundschulen. Die Eltern sind Vorbilder für ihre Kinder. Was daraus resultiert: Jugendliche und teilweise schon Kinder treffen sich zum Trinken auf Plätzen und in Parks weil es cool ist. Nur in ganz seltenen Fällen spielt die Perspektivlosigkeit der Jugendlichen die Hauptrolle für das Saufen . Auch hier ein Beispiel: In einer Radiosendung im öffentlich rechtlichen Rundfunk berichtete ein Arzt vom erschreckensten Beispiel, das er in Verbindung mit Alkoholkonsum bei Jugendlichen erlebt hat. Ein Vater holte seinen 14jährigen Sohn aus dem Krankenhaus ab, nachdem dieser mit fast 3 Promille fast gestorben wäre. Zur Begrüßung klopfte der Vater seinem Sohn auf die Schluter und sagte: So, nun bist du ein Mann. Mit diesen Beispielen und meiner Analyse der Situation wird vielleicht deutlich, warum ich weiter gehen würde als das, was in Düsseldorf angedacht ist, nämlich den Alkoholkonsum ab 24 Uhr auf bestimmten Straßen in der Altstadt zu verbieten. Ich denke, das Problem wird hierdurch nur an andere Stellen verlagert. Ich bin für ein generelles Alkoholverbot in der Öffentlichkeit rund um die Uhr auf Krefelder Stadtgebiet. Ausnahmen sollen bei der Stadt beantragt werden beispielsweise für Biergärten, Schützenfeste oder Kirmes. So kann die Stadt sicher gehen, dass es jemanden gibt, der verantwortlich ist für den ungezügelten Alkoholkonsum. Verkäufer von Alkohol und Eltern müssen mit in die Verantwortung gezogen werden, wenn es darum geht, dass Menschen, aber insbesondere Jugendliche und Kinder, ungezügelt Alkohol zu sich nehmen. Dabei geht es mir nicht nur darum, Randale, Pöbeleien und andere Begleiterscheinungen zu verhindern, es geht mir vor allem darum, die Gesundheit derjenigen zu schützen, die trinken, weil sie glauben es wäre cool.

Zu Frage 2:

in meinen Zielen für die kommenden Jahre bin ich auf die Problematik eingegangen, dass Hochschulabsolventen der Fachhochschule Niederrhein nicht in Krefeld gehalten werden können. Ich habe mir zum Ziel gesetzt, in Krefeld ein Gründerzentrum zu schaffen. Ich kann mir sehr gut vorstellen, die Kaserne an der Kempener Allee dafür zu nutzen. In diesem Zentrum erhalten die Absolventen der Hochschule, aber auch andere Firmengründer, die Möglichkeit, befristet Räume für einen sehr geringen Betrag zu mieten, wenn sie sich in Krefeld selbständig machen. In enger Zusammenarbeit mit der Hochschule Niederrhein, der IHK und der Handwerkskammer sollen die Firmengründer beim Start in die Selbständigkeit unterstützt werden. Nun wird sich nicht jeder Hochschulabsolvent selbständig machen, aber durch Firmengründungen entsteht auch ein Bedarf an Arbeitskräften. Da liegt es nahe, auf Personen zurückzugreifen, die an der gleichen Hochschule den Abschluss gemacht haben wie der Firmengründer. Damit wir die Situation für sie und andere Studenten nach dem Studium verbessern können, ist es wichtig, die Idee eines Gründerzentrums und weitere Verbesserungen schnell in die Tat umzusetzen.

Mit freundlichen Grüßen
Ralf Krings
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Frage zum Thema Verwaltung und Föderalismus
21.07.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Krings,

mich würde es interessieren, wie Sie ohne eine Verwaltungsausbildung eine Verwaltung führen möchten?
Antwort von Ralf Krings
3Empfehlungen
22.07.2009
Ralf Krings
Sehr geehrte Frau ,

ich verweise auf meine Antwort vom 14.07.2009 an Herrn Weise, zu finden unter "weitere Fragen an Herrn Krings".

Mit freundlichen Grüßen
Ralf Krings
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Frage zum Thema Kinder und Jugend
22.07.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Krings,

ich habe mir soeben mir einmal Ihre Ziele durchgelesen. Und nun ein Paar Fragen aufgeschrieben, die mir beim lesen in den Sinn gekommen sind.
Thema Jungend: Sie sprechen von Ganztagsbetreuung für Kinder und Jugendliche. Wie soll dies bewerkstelligt werden, in einer Zeit leben, in der Ehrzieher über mehrere Monate streiken und generell akuter Lehrermangel herrscht?
Und zur Finanzierung: Was meinen Sie genau mit "Kürzungen im
Kulturbereich"? Mir kam da sofort das Thema Stadttheater in den Sinn (ichweis das Kultur mehr ist, als dieses Theater).

Als alter Schüler der Freiherr vom Stein Schule nun eine äußerst brisante Frage: Wie würden Sie es finden, wenn ihre Kinder in einer Baustelle unterrichtet werden würden? Und diese Baustelle sich auch noch über mehr als 3 Jahre hin zieht? Wie gedenken Sie also diese Situation an Schulen zu verbessern?
Nun bin ich Schüler des Berufskollegs Glockenspitz und schon wieder auf einer "Baustellenschule"! Und das nun auch schon wieder zwei Jahre. Kurz: Ich werde nun seit gut 4 Jahren in Krefelder Baustellen unterrichtet.

Zuletzt möchte ich Ihnen noch sagen, das mir die Idee eines
Gründerzentrums in der alten Kaserne wirklich sehr gut gefällt. Und ich es als eine gute Verwendung der Gebäude ansehe.


Mit freundlichen Grüßen,
S.
Antwort von Ralf Krings
3Empfehlungen
22.07.2009
Ralf Krings
Sehr geehrter Herr ,

Ganztagsbetreuung kann auch in Zusammenarbeit von Schule und Sportverein oder anderen Organisationen bewerkstelligt werden. Der Streik der Erzieher ist ärgerlich, wenn auch in vielen Teilen berechtigt, weil die Situation der Erzieher nicht gerade rosig ist. Aber jeder Streik geht einmal zu Ende, und ich kann mich nicht daran erinnern, wann die Erzieher so intensiv gestreikt haben.
Zur Finanzierung ist es in der Tat so, dass ich im Bereich des Stadttheaters Einsparungen erreichen will. Dadurch, dass die Theatersparte durch Tourneetheater (mit bekannten Schauspielern und renommierten Ensembles) bespielt wird, kann die Stadt Krefeld jährlich bis zu 4 Mio. € einsparen.

Zum zweiten Teil Ihrer Frage:
Als verantwortungsbewusster Vater habe ich natürlich großes Interesse daran, dass meine Kinder ungestört unterrichtet werden können. Damit dies geschieht, können Bauarbeiten nur nach dem Unterricht und in den Ferien durchgeführt werden. Es ist aber wichtig, gerade in Bezug auf die Freiherr-vom-Stein-Schule, dass die Baumaßnahmen durchgeführt werden. Generell sind die umfangreichen Baumaßnahmen dadurch entstanden, dass über Jahre die städtischen Gebäude. Insbesondere die Schulen, vernachlässigt wurden. Hierauf lege ich mein besonderes Augenmerk! Der Instandhaltungsstau muss schnell beseitigt werden, und in der Zukunft darf kein neuer Instandhaltungsstau entstehen.

Mit freundlichen Grüßen
Ralf Krings
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