Ralf Bieneck (Die Friesen)
Kandidat Landtagswahl Niedersachsen 2008
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Ralf Bieneck
Jahrgang
1963
Berufliche Qualifikation
Bauleiter u. Gebäudeenergieberater
Ausgeübte Tätigkeit
-
Wohnort
-
Wahlkreis
Aurich
Ergebnis
2,7%
Landeslistenplatz
4
(...) Lernmittelfreiheit und eine gesunde Schulverpflegung gehören natürlich auch in das, neu durchdachte, Konzept eingearbeitet. Zurzeit laufen bei uns auch parteiinterne Nachforschungen über Schulbekleidung, wie sie in vielen Ländern üblich und vor allem der Förderung der Gleichheit dienlich ist. (...)
 
Persönliche Website
www.die-friesen.eu
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Frage zum Thema Arbeit
20.01.2008
Von:
Uwe

Moin HerrBienek,
als Butenfres(wegen Arbeit) habe ich an mehreren wahlveranstaltungen teilgenommen. Überall wurde fast nur über Bundespolitik von den Parteien geredet. Aber die gewaltig hohen Arbeitslosenzahlen in Ostfriesland wurden nur am Rande angesprochen. Warum ist das so? Wegen Arbeit gehen doch immer nur die jungen Leute weg von Ostfriesland.
Wie soll das weitergehen?
Antwort von Ralf Bieneck
9Empfehlungen
22.01.2008
Ralf Bieneck
Moin Herr ,

die gleiche Feststellung habe ich leider auch machen müssen. Die Regionalpolitik kam in den Runden, mit allen Direktkandidaten, zu kurz. Bei unseren eigenen Veranstaltungen wurden allerdings fast ausschließlich Regionalthemen vorgetragen und eingehend in offener Runde diskutiert. Das ist auch ein großer Vorteil einer Regionalpartei.
Eine Beschäftigungsquote von 10,6% unter Landesdurchschnitt macht uns auch große Sorgen. Wie diese Zahlen nahezu, von den "großen Volksparteien", totgeschwiegen werden ist ebenfalls ein trauriger Akt des Unvermögens.
Am 27. Januar hat jeder Wahlberechtigte in unserem Bundesland, besonders natürlich aus unserer Region, die Möglichkeit uns seine Stimme zu geben. Wir werden mit jeder Stimme verantwortungsvoll umgehen.
Karriereschnitzer und Verschläfer gehören nicht in den Landtag. Wir möchten auch allen Protest-Nichtwählern sagen: Bedenken Sie, dass Sie für Jahre das einzige Mal die Möglichkeit bekommen, den Leuten die sich ständig aus der Verantwortung stehlen eine Lektion zu erteilen.
Wenn wir den Auftrag von unseren Mitmenschen bekommen, haben wir die Pflicht als Volksvertreter zu handeln.
Darum sagen wir Friesen: Mit uns für uns, anstatt, ohne uns über uns.

Eala frya Fresena

Ralf Bieneck
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Frage zum Thema Verkehr / Infrastruktur / Stadtentwicklung
21.01.2008
Von:

Guten Tag, Herr Bieneck,
wie bewerten Sie die Planungen für den Bau einer Umgehungsstrasse in Aurich und die Bundesstr. B 210 n?

Dieses Thema wird von der hiesigen Presse und den großen Parteien vor der Landtagswahl offenbar bewußt nicht diskutiert.
Ist das Taktik???
Antwort von Ralf Bieneck
11Empfehlungen
22.01.2008
Ralf Bieneck
Moin Herr Grensemann,

Arno Rademacher und ich haben an Treffen der Bilanz-Ihlow in Bangstede teilgenommen. Ich war auch bei einer großen Runde, im Beisein des Bürgermeisters von Ihlow anwesend. Leider kam, meiner Ansicht nach, bei dieser Runde nicht viel Verwertbares heraus. Nachdem wir uns im Vorstand unserer Partei ein Bild gemacht hatten, haben wir ernsthaft nach sinnvollen und überzeugenden Argumenten für den Bau der Strecke gesucht. Bewußt wurden die viele Nachteile und Beeinträchtigungen, durch die Baumaßnahmen, außer Acht gelassen. Die einzige Schlußfolgerung war: Es gibt keine plausiblen und überzeugenden Argumente! Vielmehr erscheint uns bereits der Planungsgedanke als grob fahrlässig. Diese, eher als brutaler Gewaltakt zu sehende, Planung ist in unseren Augen wohl mehr für ein Prestigeobjekt gedacht und sonst nichts. Es sind weder Vorteile für den Verkehr aus Richtung der Niederlande zu erkennen noch aus Richtung Oldenburg-Bremen. Auch die Stadt Aurich hat keine erkennbaren Vorteile durch die Strecke. Nach unserer Ansicht sollte der Ausbau der B72 als dreispurige Fahrbahn geprüft werden. Die Strecke Filsum - Cloppenburg funktioniert einwandfrei und bietet sich als Beispiel hervorragend an. Wir gehen auch davon aus, dass die Kosten erheblich geringer wären. Die restliche Investitionssumme könnte für eine gut durchdachte Umgehung von Aurich verwendet werden. Diese Aufgabe kann, z.B. als Wettbewerb, von Straßenbau-Planern mit Erfahrung im Städtebau geschaffen werden. Dabei wird sich herausstellen welche Lösung für alle sinnvoll und tragbar ist.

Ob oder welche Taktik dahinter steckt kann ich nur mutmaßen. Da mir das aber nicht liegt muss ich das Ganze als Schnellschuß bezeichnen. Was mir jedoch sehr suspekt ist, das ist der Schulterschluß von CDU und SPD. Eigenartig ist auch, dass das bei einer Aktion aus der "Grobschmiede" der Fall ist..
Wie dem auch sei! Wir sagen Ihnen und der Bilanz-Gruppe weiterhin unsere Unterstützung zu. "Da geht noch was!"

Eala frya Fresena

Ralf Bieneck
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Frage zum Thema Bildung
22.01.2008
Von:

Sehr geehrter Herr Bieneck,
wie stehen Sie zu unserem Schulsystem? Was würden Sie für Ostfriesland empfehlen, oder sind Sie mit der jetzigen Struktur zufrieden?
Antwort von Ralf Bieneck
12Empfehlungen
23.01.2008
Ralf Bieneck
Moin Frau ,

bezogen auf unsere Region, bin ich für die Einführung der Ganztags-Gesamtschule.

Ein kleines Beispiel: Ein Gymnasiast aus Bunde geht in Leer zur Gesamtschule. Das arme Kind (10Jahre alt!) muss täglich, etwa 3-4 Stunden, mit Wartezeit und in öffentlichen Verkehrsmitteln verbringen, da die Anbindungen dermaßen schlecht sind. Das ist etwa die gleiche Zeit, die ein normaler PKW für die Strecke von Leer nach Göttingen benötigen würde. Solche Beispiele könnte ich x-fach für Ostfriesland fortsetzen. Die Verkehrsanbindungen sind oft katastrophal.

Nun haben wir in Ostfriesland auch nicht "nur" Familien, die mit Wohlstand gesegnet wurden und zwei Autos zur Verfügung haben. Mama kann eben nicht ihre Kinder schnell zur Schule fahren. Vermutlich werden die, vielleicht sehr begabten, Kinder nicht am Gymnasium lernen können, sonders die Realschule vor Ort besuchen müssen.

In Hannover, Braunschweig, Osnabrück und auch Oldenburg sind die Verkehrsanbindungen im Vergleich zu uns natürlich traumhaft. Kaum ein Kind hat einen längeren Schulweg als 10 Minuten. Ein Recht auf Bildung steht aber jedem Kind in Deutschland zu. Von einer Chancengleichheit kann bedauerlicherweise nicht die Rede sein.

Lernmittelfreiheit und eine gesunde Schulverpflegung gehören natürlich auch in das, neu durchdachte, Konzept eingearbeitet. Zurzeit laufen bei uns auch parteiinterne Nachforschungen über Schulbekleidung, wie sie in vielen Ländern üblich und vor allem der Förderung der Gleichheit dienlich ist.
Wir als Regionalpolitiker haben auch hier eine echte Aufgabe.

Wenn ich dann eine Aussage von einem SPD Politiker, aus meinem Wahlkreis, in der Zeitung lese weiß ich nicht ob ich traurig oder wütend werden soll. Ich zitiere: "Es ist ja nicht so, dass die Leute auf dem Lande doof geboren sind." (Quelle: Ostfriesischer Kurier 19.01. Seite 47) Es sind dieselben Leute, die seit vielen Jahren die gereichten EU-Gelder, für Bildung und Kultur, verschlafen haben und, mit Verlaub, nur an Ihrer eigenen Karriere gearbeitet haben. Ich habe dazu nur eines übrig, zu sagen: "Die Ostfriesen sind mit Sicherheit nicht doof geboren, aber leider von Ihresgleichen schon oft für doof verkauft worden." Das Selbe gilt natürlich auch für die CDU, die auch schon wieder seit Amtsantritt auf Schnarchkurs ist.

EU-Mittel, für Minderheiten in Deutschland, scheinen den Herren völlig unbekannt zu sein. Manche von Ihnen vermitteln bei Ansprache die Meinung, dass diese Gelder komplett refinanziert werden müssen. Das es eben nicht so ist und eine Refinanzierung nur im geringen Rahmen statt zu finden hat, haben wir "schwarz auf weiß". Diese Leute sind sich dann auch noch zu schade, tiefer in die Materie zu gehen und gegebenenfalls einmal nachzufragen.

Von Bildung wurde aber im Allgemeinen, während des Wahlkampfes, bisher sehr wenig gesprochen. Man kann sich als Regionalpolitiker natürlich hervorragend hinten Bundesthemen verstecken, wenn man seine Hausaufgaben nicht gemacht hat.
Es ist ja klar, dass die großen Parteien die unglaublich hohe Zahl von Nichtwählern, auch hier in unserer Region, mit anderen Themen (z.B. Mindestlohn) zur Urne locken wollen.
Wir werden sehen, was nach der Wahl passiert.
Nach meiner Meinung verpufft bei denen sehr schnell die angepriesene Motivation für die "ländliche Region".

Vielen Dank für Ihre Fragen.

Eala frya Fresena

Ralf Bieneck
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Frage zum Thema Energie
25.01.2008
Von:

Sehr geehrter Herr Bieneck,
was halten Sie von einem Kohlekraftwerk in unserer Region? Benötigen wir die Energie?
Antwort von Ralf Bieneck
6Empfehlungen
25.01.2008
Ralf Bieneck
Moin Frau ,

es ist auch für mich unglaublich. In Anbetracht einer Energiedeckung von 97%, in unserer Region, ist ein solches Kraftwerk für uns völlig überflüssig. Die Energie wird wahrscheinlich andernorts benötigt und mit der "Dreckschleuder" soll sich die dünnbesiedelte ländliche Region ärgern. Auch mit der Schaffung von Arbeitsplätzen, durch die CO² u. Staub-Schleuder, soll uns Herr Wulff nicht kommen. Die Urlauber werden ausbleiben, die gesamte Region wird gefährdet und die Arbeitslosigkeit wird eher steigen.

Es gibt noch eine weitere Hiobsbotschaft! Auf der niederländischen Seite (gleich hinter der Grenze) soll ein Atomkraftwerk gebaut werden.
Wir fragen uns was die Friesen noch ertragen sollen.
Das Maß ist jetzt bald voll. Wir werden mit den Westfriesen gemeinsam die passenden Aktionen starten.
Wir hoffen, dass wir ab dem 28.01. im Landtag vertreten sind. Darum an alle Nichtwähler: Gehen Sie zur Wahl; auch wenn Sie das Vertrauen zu den "Volksvertretern" verloren haben. Erteilen Sie den Karriereschnitzern eine Lektion und wählen eine Partei der Küstenregion. Wir werden verantwortungsvoll mit Ihrer Stimme umgehen. Helfen Sie, unsere schöne, deutsche Küste zu erhalten.
Gott schuf das Meer, die Küste schuf der Friese!

Eala frya Fresena

Ralf Bieneck
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Frage zum Thema Umwelt
26.01.2008
Von:

Sehr geehrter Herr Bieneck,

welche Position nehmen "Die Friesen" zum Thema Jagd Natur und Umweltschutz ein. Ist aus Sicht Ihrer Partei die Jagd in unserer heutigen Zeit weiterhin tragbar?
Wie sehen Sie die Entwicklung in Sachen Bauplanung, weiterhin Schaffung von Ansiedlungsbereichen oder eine sinnvolle Lückenbebauung bzw. Förderung von Altbausanierung?

Freue mich auf Ihre Antworten,

Antwort von Ralf Bieneck
5Empfehlungen
26.01.2008
Ralf Bieneck
Moin Herr ,

momentan kann ich Ihnen nur meine eigene Meinung zu Ihren Fragen mitteilen; denn diese speziellen Themen wurden noch nicht eingehend in unserer, jungen Partei diskutiert.
Fairerweise möchte ich anmerken, dass ich in einer Jägerfamilie aufgewachsen bin. Für mich ist ein guter Jäger auch immer ein Heger. Er wird immer um ein Gleichgewicht in seinem Revier bemüht sein. Die Jagd und die Hege, was natürlich auch für die Sportfischer gilt, ist gerade in unserer Zeit wichtig. Jäger und Sportfischer sind für mich Naturschützer und haben genau wie Nabu und BUND ihren Part in unserer Umwelt.
Zu Ihrer zweiten Frage kann ich direkt Bezug nehmen, da ich als Bauleiter täglich damit zu tun habe. Die Sanierung von Altbauten muss unbedingt voran getrieben werden. Eine gute Wärmedämmung (z.B. Luftschicht u. Sparrendämmung) und moderne Anlagentechnik sind das A und O bei der CO²- Minderung. Sinnvoll ist natürlich auch die Lückenbebauung in Siedlungsgebieten; auch im Außenbereich. Hier müssten, seitens der Gemeinden, mehr Möglichkeiten geschaffen werden. Die einschränkenden Auflagen, die bei Baulücken oft Probleme bereiten, verhindern bisweilen ein Kaufinteresse. Der Bauwillige geht dann lieber ins Neubaugebiet um Problemen aus dem Wege zu gehen.
Diese Aussagen werden sicherlich, auch innerparteilich, Anklang finden.

Eala frya Fresena

Ralf Bieneck
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