Sehr geehrte Damen und Herren,
nachfolgend send ich Ihnen die Antwort auf die Anfrage von Herrn

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Mit freundlichen Grüßen
Sehr geehrter Herr

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vielen Dank für Ihre Anfrage. Ich möchte Ihnen gerne meine Sichtweise zum Thema Quorum bei Volksabstimmungen aufzeigen.
Ein Gesetz ist durch Volksabstimmung beschlossen, wenn die Mehrheit der abgegebenen
Stimmen für dieses Gesetz stimmt. Das Zustimmungsquorum soll aus meiner Sicht von
bislang einem Drittel der Stimmberechtigten auf ein Fünftel der Stimmberechtigten
gesenkt werden. Mit der Absenkung des Quorums wird der Erfolg einer Volksabstimmung
erleichtert, was nicht die Diktatur einer Minderheit bedeutet, sondern die direkte Demokratie stärkt. Demokratie lebt von der Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger, somit sind formale Hürden nur in einem vertretbaren Ausmaß zulässig. Mit dem maßvoll abgesenkten Quorum kann eine gute Balance zwischen den Entscheidungen der gewählten Volksvertreterinnen und Volksvertreter im Parlament und den direkt-demokratischen Entscheidungen in einer Volksabstimmung gefunden werden.
Unregierbar wird unser Land eher dadurch, dass Bürgerinnen und Bürger nicht an Prozessen beteiligt und Meinungen nicht gehört werden. Daher ist die Stärkung der Beteiligungskultur eine wichtige Aufgabe der wir uns stellen müssen. Wie Sie bei der Volksabstimmung zu Stuttgart 21 sehen konnten, sind die Menschen nicht nur einfach "dagegen". Der Volksabstimmung ging eine, größtenteils, sachliche Diskussion voraus, bei der beide Seiten ihre Argumente offengelegt haben. Der Bürger konnte daraufhin entscheiden, welche Argumente ihn mehr überzeugen. Durch das Ergebnis der Abstimmung erhält das Projekt jetzt eine breitere Legitimation.
Mit freundlichen Grüßen
Rainer Hinderer MdL