Vera Niazi-Shahabi
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Frage von Andreas K. •

Frage an Vera Niazi-Shahabi von Andreas K. bezüglich Familie

Sehr geehrter Frau Niazi-Shahabi,

Jungen sind die Bildungsverlierer, weisen häufiger Entwicklungsverzögerungen auf, sind häufiger chronische krank und haben häufiger grobmotorische und sprachliche Entwicklungsverzögerungen als Mädchen. Jungen mit Migrationshintergrund sind dabei nochmals deutlich auffälliger als Jungen ohne Migrationshintergrund.

Gleichwohl kümmert sich eine Armada aus Frauen-, Gender- und Gleichstellungsbeauftragten ausschließlich um das Vorankommen der Mädchen. Das Bundesprojekt "Neue Wege für Jungs" ist lediglich ein Annex des Girl´s Day und hat zudem offenbar das Ziel, Jungen aus zukunftsträchtigen Bereichen wegzulocken, um Platz für Mädchen zu schaffen.

Wie sieht Ihre Position und die Position der LINKEN hierzu aus?

Beste Grüße

Antwort von
DIE LINKE

Sehr geehrter Herr Kraußer,

ich halte nicht viel von nach Geschlechtern getrennten oder in Konkurrenz zueinenader stehenden Fördermaßnahmen. Es gibt viele VerliererInnen der jetzigen Bildungspolitik. Unsere Vorstellungen von einer Schule für alle bis zur zehnten Klasse als Ganztagsschulen bieten allen Kindern genug Zeit, gemeinsam zu lernen. Voraussetzung ist natürlich eine entsprechende personelle Besetzung in den Schulen und eine Vielfalt des Unterrichtes, damit alle in ihren Fähigkeiten gestärkt werden und Mut und Kreativität entwickeln, um Neues zu lernen. Ich glaube, in einer solchen Schulform werden unterschiedliche Entwicklungen ( aus welchem Grund auch immer) mit berücksichtigt. Jungen unterliegen mehr und oft schon früh einem Konkurrenzdruck, dem sie gar nicht gewachsen sind. Für sie ist daher eine Schulform, die auf das Miteinander setzt und wo man voneinander lernt und solidarisch miteinander umgeht, sehr wichtig.

Mit freundlichem Gruß

Vera Niazi-Shahabi