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Thomas Mahlberg
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Frage von Werner W. •

Frage an Thomas Mahlberg von Werner W.

Lieber Thomas Mahlberg!

Bitte erläutern Sie Ihren Wählern Ihr Abstimmungsverhalten in den Fragen "Kennzeichnung von Gen-Honig" (13.03.2014) und "Anbau von Gen-Mais in der EU" 830.01.2014).

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Antwort von
CDU

Sehr geehrter Herr Wolf,

vielen Dank für Ihre Anfrage und Ihr Interesse an meiner Arbeit im Deutschen Bundestag.

Mit dem Antrag „Wahlfreiheit für Verbraucherinnen und Verbraucher herstellen – Honig mit gentechnisch veränderten Bestandteilen kennzeichnen“ stuft die Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Pollen als eine Zutat von Honig ein. Dies ist vollkommen falsch – und Grund für meine Ablehnung des Antrags –, denn Pollen gelangt durch die Sammeltätigkeit der Bienen in den Honig und ist somit dessen natürlicher Bestandteil. Um das klarzustellen, hatte die EU-Kommission einen Vorschlag zur Änderung der Honig-Richtlinie vorgelegt. Diesem Vorschlag hat bereits das Europäische Parlament zugestimmt. Auch die Bundesregierung teilt diese Auffassung.

Den Antrag „Keine Zulassung der gentechnisch veränderten Maislinie 1507 für den Anbau in der EU“ habe ich aus mehreren Gründen abgelehnt. Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) hat sich in sechs wissenschaftlichen Untersuchungen mit der Maislinie 1507 beschäftigt und jedes Mal ist sie zu dem Ergebnis gekommen, die Zulassung zu befürworten. Ferner ist die Begründung des Antrags in Bezug auf Glufosinat sehr vage. Denn glufosinathaltige Pflanzenschutzmittel in Mais werden schon seit Ende 2013 in Deutschland nicht mehr eingesetzt, wodurch eine Gefährdung unmöglich ist.

Darüber hinaus bin ich der Meinung, dass wir uns im Hinblick auf die Ernährungssicherung, wachsende Weltbevölkerung und immer knapper werdende Ressourcen einer zukunftsorientierten Technologie nicht verschließen können. Selbstverständlich dürfen wir dabei breit angelegte Risikoanalysen nicht ausschließen. Ehrlicherweise müssen wir aber auch anerkennen, dass es bis dato keine fundierten Erkenntnisse gibt, die Grüne Gentechnik würde Mensch oder Umwelt schaden. Als Volksvertreter sehe ich es als meine Pflicht an, die Politik nach aktuellem Forschungsstand und nicht nach Ideologie oder Bauchgefühl zu gestalten.

Ich hoffe, sehr geehrter Herr Wolf, Sie können meine Argumentation gut nachvollziehen. Es würde mich freuen, wenn Sie weiterhin Interesse an meiner Tätigkeit als Bundestagsabgeordneter hätten.

Mit freundlichen Grüßen
Thomas Mahlberg