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Thomas Kreuzmann
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Frage von Christian S. •

Frage an Thomas Kreuzmann von Christian S. bezüglich Bildung und Erziehung

Sehr geehrter Herr Kreuzmann,

Bei meiner Recherche habe ich gesehen, dass SIe sich für die Weiterbeschäftigung der Asklepios-Rückkrehrer im Schulabsentismus-Projekt einsetzen. Dieses Programm ist sehr wichtig, weil dadurch negative Schulkarrieren verhindert werden können und damit hohe Sozialkosten eingespart werden können, da nicht hinterher aufwendig gegengesteuert werden muss.
Können Sie mir sagen was aus Ihrem Antrag geworden ist, und ob noch eine Chance besteht, dass das Projetz fortgeführt wird?

Mit freundlichen Grüßen
Christian Sommer

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Antwort von
CDU

Sehr geehrter Herr Sommer,

vielen Dank für Ihre Email. Ich halte das Projekt, genau wie Sie, für wichtig und bin der Meinung, dass es als fester Bestandteil im Schulsystem an den Schulen mit dem KESS-Indizes 1 und 2 sowie an den berufsbildenden Schulen verstetigt hätte werden müssen.

Bereits in der letzten Legislatur konnte ich mit meinem Antrag in der Hamburgischen Bürgerschaft (Antrag 19/6219 v. 18.5.2010) eine Verlängerung des Projektes und eine Evaluation erreichen. Obwohl die Evaluation bestätigte, dass das Projekt erfolgreich ist, hat das Staatsräte-Kollegium im Juni 2011 beschlossen, das Projekt auslaufen zu lassen.

Mit meinem Antrag 20/2138 habe ich begründet, warum das Projekt fortgeführt werden muss und eine konkrete Finanzierung für eine dauerhafte Beschäftigung der "Assistenten für die Schulbesuchsüberwachung" vorgeschlagen. Trotzdem hatte die SPD-Mehrheit in der Bürgerschaft mit den Stimmen der Fraktionen die LINKE, den Antrag am 23.11.2011 abgelehnt.

So leid es mir tut, aber damit wurde das endgültige Aus für dieses sinnvolle Projekt besiegelt. Die SPD-Mehrheitsfraktion in der Bürgerschaft sieht eine Verstetigung in der Gründung einer Berufsagentur, die beim Übergang von der Schule in das Berufsleben helfen soll.

Durch Ihre Arbeit im allgemeinbildenden Schulsystem hätte diesen negativen Entwicklungen frühzeitig entgegengewirkt und sie ggf. verhindert werden können. In meinen Augen ist die Einrichtung der Berufsagentur eine sinnvolle Ergänzung der bisherigen Maßnahmen, aber keinesfalls ein Ersatz für Ihre Tätigkeit. Die Frage, ob und wann eine solche Berufsagentur gegründet wird, blieb der Senat bis jetzt offen.

Es tut mir sehr leid, dass ich Ihnen nicht weiterhelfen konnte, aber ich habe alle meine Möglichkeiten ausgeschöpft.

Ich möchte Ihnen für Ihren Einsatz im Projekt ganz herzlich danken.

Mit freundlichen Grüßen,

Ihr Thomas Kreuzmann, MdHB