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Reinhold Hilbers
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Frage von Michael J. •

Frage an Reinhold Hilbers von Michael J. bezüglich Innere Sicherheit

Hallo Herr Hilbers,

im Moment ist die Diskussion um die U Bahn Schläger aus München überall Top Thema. Was sagen Sie dazu und wie sollte die Regierung Ihrer Meinung nach handeln? Wofür würden Sie sich einsetzen wenn so etwas in Ihrem WK passieren würde?

MfG

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Sehr geehrte Herr Janssen,

Die Fragen der Sicherheit beschäftigen viele Menschen - insbesondere die ältere Generation. Ich halte es für nicht richtig, wenn Menschen in ihrer Freiheit eingeschränkt werden, sich nicht mehr trauen, jemanden in der U-Bahn oder auch S-Bahn anzusprechen, nur weil der Staat nicht eingreift.
Das der Staat gegen Gewaltanwendung gleichgültig wird, darf nicht sein. Dann werden dieses Dinge, die in München passiert sind, in den Augen einiger Jugendlicher zu Kavaliersdelikten und die Abschreckung gefehlt.

Daher hat die Bekämpfung der Jugendkriminalität eine herausragende Bedeutung für uns. Wir brauchen einen starken Staat, der frühzeitig und entschlossen gegen Gefahren für die öffentliche Sicherheit vorgeht. Damit es gar nicht erst zu Gewalttaten, wie z.B. der in der Münchener U-Bahn kommt, verzahnen wir die Bereiche Prävention, Integration und Repression eng miteinander.

Wir begegnen drohender Kriminalität mit unserer Jugend-, Arbeitsmarkt- und Bildungspolitik. Und wir stärken in Familien und Schulen den Mut zur Erziehung. Wir müssen gerade jungen Menschen zeigen, dass es Regeln und Grenzen im menschlichen Zusammenleben gibt. Wir wollen den „Warnarrest“ für Jugendliche, damit diese erfahren, was ihnen bei erneuter Straffälligkeit droht. Bisher wurde er von SPD-Bundesjustizministerin Zypries blockiert. Damit Strafen für Jugendliche möglichst auf dem Fuße folgen, haben wir die Verfahren gegen Jugendliche beschleunigt.

Wenn so etwas im meinem Wahlkreis geschehen würde - was ich nicht hoffe - würde mein ganzes Mitgefühl und eine Sorge zunächst den Opfern gelten. Ich würde versuchen, zu analysieren, wo wir mehr tun könnten in Bezug auf Prävention, in der Jugendhilfe. Grundsätzlich aber würde ich die Konsequenzen nicht davon abhängig machen, ob nun ein Fall im Wahlkreis passiert ist woanders.

Mit freundlichen Grüßen

Reinhold Hilbers

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