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Peter Stephan
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Frage von Thomas von M. •

Frage an Peter Stephan von Thomas von M. bezüglich Bildung und Erziehung

Das Kultusministerium hat am 27. April 2015 angekündigt, Grundschulen und Gymnasien ab dem Schuljahr 2015/16 weniger Lehrer zuzuweisen. Zahlreiche Stellen sollen zugunsten von Inklusion, Ganztagsangeboten oder auch Deutschförderangeboten verwendet werden. Was sind das für unlogische Planungen, die an sich sinnvolle Ziele durch Aufreißen von Lücken in anderen Bereichen anstreben? An meinem Gymnasium, aber nicht nur hier, sollen nun Kompensationsstunden in der Eingangsphase der Oberstufe, wichtige Leistungskurse und weitere pädagogisch wichtige Angebote gestrichen und die Anzahl der Schüler in den Kursen erhöht werden. Die "Umlenkung" der Ressourcen geht deutlich zulasten schwächerer Schüler und z.B. von MINT-Fächern. Haben Sie vor, etwas dagegen zu unternehmen?

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Antwort von
CDU

Guten Tag,

Hessen ist eines der wenigen Bundesländer, in dem keine Lehrerstellen gestrichen werden. Dies ist angesichts der Sparanstrengungen im Hinblick auf die Schuldenbremse eine beachtliche Leistung. Es gibt, trotz sinkender Schülerzahlen, keine Reduzierung der Lehrerstellen. Durch die Verschiebung von Lehrerstellen zu den Aufgabengebieten Inklusion und Nachmittagsbetreuung ergeben sich für die Oberstufen i.R. eine leichte Vergrößerung der Klassen. Bei uns im Schulamtsbezirk liegt der Faktor der Durchschnittsgröße der Leistungskurse bei 16,1 Schüler (Hessen 16,4). Er würde sich mit der Neuregelung auf ca 17,1 erhöhen. Das Angebot kann also auch weiterhin vernünftig gestaltet werden. Und vom Sparen spüren halt alle etwas; aber der Schulbereich am wenigsten. Warum gerade die MINT Fächer betroffen sein sollen, erschliesst sich für mich nicht. Da entscheiden doch die Schulen weitestgehend selbst.