Portrait von Frank Wiesner
Frank Wiesner
SPD
Zum Profil
Frage stellen
Die Frage-Funktion ist deaktiviert, weil Frank Wiesner zur Zeit keine aktive Kandidatur hat.
Frage von Ralf M. •

Frage an Frank Wiesner von Ralf M. bezüglich Verkehr

Sehr geehrter Herr Wiesner,

das Problem des ständig steigenden Güterverkehrs aus dem boomenden Hafen wirft für mich die Frage auf, wie man dem ständig steigenden Lärmpegel in der Harburger Innenstadt dann noch Herr werden kann. Gibt es noch andere Möglichkeiten, wenigstens einen Teil der Container nicht durch Harburgs Herz zu schleusen?

Vielen Dank

Ralf Meyer

Portrait von Frank Wiesner
Antwort von
SPD

Guten Tag Herr Meyer,

derzeit wird wegen des boomemden Hafen von Hamburg Port Authority (HPA, ehemals Strom- und Hafenbau) eine neue Süderelbbrücke geplant. Die ersten Planungen sahen eine neue Bahntrasse mit Brücke (Durchfahrtshöhe über Wasser ca. 13 Meter) entlang der Harburger Schlossinsel vor.
Zurzeit ist sie als Ersatz und Ausbau der Kattwykbrücke geplant. Wie dort eine leistungsfähige Schienenstrecke funktionieren soll, ohne die Harburger Seehäfen vom Seeverkehr abzuhängen erschließt sich mir nicht. Auch das von Ihnen angesprochene Lärmproblem entlang der Harburger Innenstadt wird dadurch nicht grundlegend gelöst. Ich setze mich zusammen mit der Harburger SPD dafür ein, dass die Bahngleise entlang der Harburger Innenstadt (Zwischen Blohmstraße und Schellerdamm) in einen Tunnel kommen. Der Bau des Tunnels lässt durch Verzicht auf die neue Süderelbbrücke finanzieren. Der Tunnel braucht neben einer Rampe zum Harburger Bahnhof auch noch eine unterirdische Anbindung an die bestehende Bahnstrecke nach Norden. Mit einer solchen Lösung mit weiteren flankierenden Maßnhamen kann der Bahnlärm deutlich reduziert werden. Auch für die Harburger Stadtentwicklung ist ein solcher Hafenbahntunnel sinnvoll. Der Harburger Binnenhafen und die Harburger Innenstadt können wieder richtig zusammen wachsen. Sie kennen ja wahrscheinlich den Tunnel und die Brücken für Fußgänger und Radfahrer. Auch als Autofahrer ist die Verbindung zum Teil sehr umwegig.
Der Hafenbahntunnel schleust zwar nicht weniger Verkehr durch Harburg, aber es wird wesentlich erträglicher. Da der Containerzuwachs auch nach 2015 (Die Prognosen gehen von einer Steigerung von 10 Mio. TEU auf 18 Mio.TEU bis 2015 aus) weiter anhalten könnte, müssen auch darüber hinaus weitere Überlegung angestellt werden. Ich meine, es sollte einmal z. B. untersucht werden, ob eine Elbtunnelbahn zwischen Waltershof und Altona realisierbar wäre, oder ob Schienenstrecken westlich von Harburg geeignet sind zusätzliche Bahnverkehre aufzunehmen.
Mit freundlichen Grüßen
Frank Wiesner