Peter Jung (CDU)
Kandidat Bürgermeisterwahlen Nordrhein-Westfalen 2009
Dieses Profil dient zu Archivzwecken, eine Befragung ist nicht mehr möglich.

Grunddaten
Peter Jung
Jahrgang
1955
Berufliche Qualifikation
Diplom-Kaufmann
Ausgeübte Tätigkeit
Oberbürgermeister Stadt Wuppertal
Wohnort
-
Stadt
Wuppertal
Ergebnis
47,6%
(...) Der Rat der Stadt hat auch beschlossen, die Interessen der Fertighausausstellung entsprechend zu berücksichtigen. Dies bedeutet konkret, dass wir in enger Abstimmung mit der Geschäftsführung der Ausstellung einen alternativen Standort suchen. (...)
Fragen an Peter Jung
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Frage zum Thema Umwelt
19.08.2009
Von:

Der Stadtrat hat das Ansiedlungsvorhaben IKEAs in Wuppertal
begrüßt. Ausdrücklich wurde sich für den Standort der Hausausstellung
ausgesprochen. leben wuppertal-nord e.V. fragt:

• Die Ausstellung als langjähriger, verlässlicher und über die
Grenzen W-tals hinaus bekannter Geschäftspartner; bekennt sich
deutlich zu ihrem Standort und lehnt ein Alternativgrundstück ab.
Warum wollen Sie zulassen, dass IKEA einen alteingesessenen Partner
verdrängt?
• Standortalternativen
Welche der zahlreichen Brachen hat die Stadt IKEA angeboten?
Nach welchen Kriterien wurden Alternativen geprüft und warum/von wem
wurden sie abgelehnt?
• §24a LEPro
Wie wollen Sie die Ansiedlung eines IKEA mit § 24a LEPro in Einklang
bringen? Wie soll IKEA am Standort der Ausstellung Kaufkraft in die Innenstädte
bringen?
• Warum soll die gewachsene Siedlungsstruktur mit einem IKEA-Homepark
zerstört werden?
Welche langfristige Stadtentwicklung soll den Anwohnern noch zugemutet
werden?
• Wie sollen zu der bereits heute extrem angespannten Verkehrssituation in
W-Nord mit Kreisverkehr und anliegender Straßen noch weitere ca.
16.000 Fahrzeugbewegungen täglich verkraftet werden?
• Ein Argument für einen IKEA-Homepark am Standort der Ausstellung sind
neue Arbeitsplätze.
  • Wie wird der Weggang der Ausstellung und damit verbundene Verlust
zahlreicher Primär- und Sekundärarbeitsplätze berücksichtigt?
  • Wie wird die Verlagerung von Arbeitsplätzen bei einem Umzug z.B. eines
Elektromarktes vom Tal in einen mögl. IKEA-Homepark berücksichtigt?
  • Was passiert mit Leerständen großer Verkaufsflächen im
Innenstadtbereich?

Die Ausstellung steht für 50 mittelständische Unternehmen und für
innovative Technologien der Wirtschaft (s. Lokalzeit Berg. Land, 12.08.09).
Inwieweit wird wirtschaftliches Potential, das sich in Kooperation mit
Instituten, Fakultäten und ansässigen Unternehmen potenzieren lässt,
ausgebaut, um die Bauwirtschaft in W-tal nachhaltig zu etablieren.
Antwort von Peter Jung
1Empfehlung
28.08.2009
Sehr geehrte Frau ,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich Ihnen gerne beantworte:

Es ist richtig, dass der Rat der Stadt das Ansiedlungsvorhaben von Ikea in Wuppertal ausdrücklich unterstützt. Damit besteht die große Chance, den Wirtschaftsstandort Wuppertal zu stärken und Arbeitsplätze zu schaffen.

Stadtverwaltung und Wirtschaftsförderung stehen daher in Verhandlungen mit Ikea, um das weitere Vorgehen abzustimmen.

Der Rat der Stadt hat auch beschlossen, die Interessen der Fertighausausstellung entsprechend zu berücksichtigen. Dies bedeutet konkret, dass wir in enger Abstimmung mit der Geschäftsführung der Ausstellung einen alternativen Standort suchen. Konkret ist eine Fläche in unmittelbarer Nähe des bisherigen Grundstückes avisiert. Es geht daher überhaupt nicht um eine Verdrängung, sondern um ein partnerschaftliches Miteinander zwischen Ikea und Fertighausausstellung.

Wir befinden uns derzeit noch am Beginn des Planungsprozesses.
Im weiteren Verfahren sind eine Reihe von Aspekten und Fragen zu klären, deren Beantwortung allerdings jetzt überhaupt noch nicht möglich ist.
Sie beziehen sich z. B. auf die Verkehrsanbindung, die Lärmemissionen, die Erschließung und die Zentrenverträglichkeit der Angebote.

Im rechtlich vorgeschriebenen Bauleitplanverfahren besteht Gelegenheit, Anregungen und Bedenken einzubringen. Letztlich mündet all dies in einen vom Rat zu fassenden Satzungsbeschluss.

Sehr geehrte Frau , sehr geehrte Damen und Herren, die Ansiedlung von Ikea wird der Stadt Wuppertal und ihrer Zukunftsfähigkeit gut tun. Wir werden unserem langjährigen Partner, der Fertighausausstellung, einen adäquaten Ersatzstandort anbieten – und wir werden im Bauleitplanverfahren die Interessen der Anwohner angemessen berücksichtigen.

Im Übrigen haben wir die Zusage gemacht – und diese möchte ich hier noch einmal ausdrücklich wiederholen –, dass wir den Verein Leben Wuppertal-Nord e.V. – regel­mäßig über die weitere Entwicklung des Projektes informieren werden.

Mit freundlichen Grüßen

Peter Jung
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Frage zum Thema Gesundheit
25.08.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,

aus gegebenem Anlaß möchte ich Sie auf eine aktuelle Mitteilung der Deutschen Krebsgesellschaft hinweisen. Darin heißt es unter anderem:
"Aus Schwimmbädern oder Fitness-Studios sollten Sonnenbänke ganz verschwinden. Denn bei Geräten mit Münzeinwurf fehlt jede Beratung."

Nach einer Umfrage der Krebshilfe nutzen mehr als 10 Millionen Bundesbürger zwischen 18 und 49 Jahren Sonnenbänke. Regelmäßige Besuche könnten das Hautkrebs-Risiko um bis zu 75 Prozent steigern. 140 000 Menschen erkranken nach Angaben der Krebshilfe in Deutschland jedes Jahr neu an Hautkrebs. Dass immer mehr jüngere Patienten schwarzen Hautkrebs bekommen, führen Experten auch auf die steigende Nutzung von Sonnenstudios zurück. Die Weltgesundheitsorganisation stufte die künstliche UV-Strahlung der Sonnenbänke jüngst in die höchste Kategorie der Krebsrisiken ein.

Die vollständige Meldung finden Sie hier:
www.aerztezeitung.de

Offensichtlich gibt es sehr gute Argumente gegen die Aufstellung von Solarien in öffentlichen Einrichtungen. Die Stadt Wuppertal sollte sich bei der Ausstattung der Bäder an neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen orientieren, um die Gesundheit der Bürger proaktiv und nachhaltig zu schützen.

Werden Sie sich im Falle Ihrer Wiederwahl für eine Entfernung aller Solarien aus den öffentlichen Wuppertaler Bädern innerhalb eines Jahres einsetzen?

Mit freundlichen Grüßen
Antwort von Peter Jung
1Empfehlung
28.08.2009
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Anfrage zum Thema Solarien in städtischen Schwimmbädern. Wie ich weiß, haben Sie sich diesbezüglich auch bereits im Dialog mit unserem Sport- und Bäderamt befunden.
Grundsätzlich gebe ich Ihnen Recht, dass der gesundheitliche Schutz der Bürgerinnen Bürger einen hohen Stellenwert besitzen muss – und in unseren Einrichtungen auch besitzt. Jedoch ist es auch bezüglich der Nutzung von Solarien so, dass die Menschen in eigener Verantwortung und bewusst entscheiden müssen, was das rechte Maß ist. In diesem Zusammenhang begrüße ich ausdrücklich die neue gesetzliche Bestimmung, die die Nutzung von Solarien erst ab 18 Jahren gestattet. In diesem Sinne sind nicht nur entsprechende Hinweise an den Geräten – die im Übrigen nicht von der Stadt betrieben werden – in den Schwimmbädern angebracht: Die Einhaltung der Bestimmungen wird darüber hinaus auch vom Badpersonal beaufsichtigt.

Mit freundlichen Grüßen

Peter Jung
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Frage zum Thema Städtebau und Stadtentwicklung
26.08.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Jung,

die Wuppertaler Einzelhändler fürchten die Ansiedlung von IKEA am Rande der Stadt, weil dadurch massiv Kaufkraft aus den Innenstädten abgezogen wird. Infolgedessen werden zahlreiche Einzelhändler und ihre Mitarbeiter ihre Existenzen verlieren.

Ein sinnvoller Ausweg könnte sein, möglichst viele Wuppertaler Einzelhändler in das IKEA Homestore-Konzept zu integrieren, so daß es lediglich zu einer stadtinternen Verlagerung von Einzelhändlern und Arbeitsplätzen kommt.

Sind Sie bereit, sich im Interesse der alteingesessenen Einzelhändler für eine Aufnahme in das IKEA-Einkaufszentrum einzusetzen?

Die Bevölkerung Wuppertals wird in den nächsten Jahrzehnten kontinuierlich abnehmen. Dieser Trend ist nach Ansicht aller Fachleute unumkehrbar. Dies wird sicherlich große Wohnungsleerstände und Brachflächen in zentralen Tallagen der Stadt zur Folge haben. Können Sie sich vorstellen, dort die Fertighausausstellung anzusiedeln, um damit Besucher aus einem weiten Umkreis mitten in unsere schöne Stadt zu holen?

Mit freundlichen Grüßen
Antwort von Peter Jung
1Empfehlung
28.08.2009
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Zuschrift zu den Themen Ikea-Ansiedlung und Fertighausausstellung, die ich Ihnen gerne beantworte:

Ich möchte auch an dieser Stelle noch einmal unterstreichen, dass der Rat der Stadt Wuppertal die geplante Ansiedlung von Ikea ausdrücklich unterstützt. In diesem Zusammenhang wurde auch beschlossen, dass die Interessen der Fertighausausstellung – die sich seit vielen Jahren erfolgreich in unserer Stadt präsentiert – entsprechend berücksichtigt werden müssen.

Momentan befinden wir uns noch am Beginn eines intensiven Planungsprozesses. In dessen Verlauf wird die Frage nach der Zentrenverträglichkeit eine wichtige Rolle spielen. Darüber hinaus werden wir bei allen Schritten auch in einem engen und vertrauensvollen Dialog mit dem Bergischen Einzelhandelsverband stehen.

In diesem Sinne bin ich sicher, dass die Ansiedlung von Ikea und eine entsprechende Lösung für die Fertighausaustellung unserer Stadt gute Impulse geben werden.

Mit freundlichen Grüßen
Ihr
Peter Jung
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