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Sehr geehrter Herr Steinbrück,
Bürger/innen stellen Ihnen auf abgeordnetenwatch Fragen, die m.E. ein öffentliches Interesse berühren. Ich z.B. fragte, wie Sie Ihre eigennützige Tätigkeit als hochbezahlter Vortragsredner mit den Ansprüchen an einen sozialdemokratischen Kanzlerkandidaten zusammenbringen.
Sie "antworten" darauf mit der leider für Sie typischen Standardantwort:
"Sehr geehrter Herr

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Peer Steinbrück bedankt sich für Ihre Frage über abgeordnetenwatch.de. Mit dieser Antwort möchten wir Sie bitten, sich mit Ihrem Anliegen direkt an das Bundestagsbüro von Herrn Steinbrück zu wenden. Dieses ist unter der Email-Adresse
peer.steinbrueck@bundestag.de oder postalisch, (...)"
www.abgeordnetenwatch.de
Ihre inhaltlich nichtssagende Antwort befriedigt mich in keinster Weise, ich verweigere Ihnen dafür meinen Dank.
Frage 1:
Ist es nicht abstrus, dass Sie Kanzler für mehr als 83 Millionen Menschen werden wollen, aber diesen Menschen auf abgeordnetenwatch mit nichtssagenden Standardantworten aus dem Weg gehen?
Nicht jede(r) Bürger(in) ist in der Lage oder gewillt, den von Ihnen vorgeschlagenen Kontakt via Brief oder e-mail auf zu nehmen (ich auch nicht, da ich mir auf Grund langjähriger Erfahrung nur einen weitgehend unproduktiven Dialog verspreche). Diese Bürger würden aber vermutlich mit Interesse inhaltlich befriedigende Antworten Ihrerseits auf abgeordnetenwatch wahrnehmen.
Frage 2:
Warum verweigern Sie Information und Transparenz?
Frage 3:
Ist Ihnen vorstellbar, dass Bürger/innen Ihr Verhalten als ignorrant empfinden könnten? (P.S.: Ich tue das.)
Frage 4:
Wäre abgeordnetenwatch nicht eine gute Möglichkeit, dass sie kompetent und engagiert Ihre Ideen, Überlegungen und Ziele darzustellen?
Frage 5:
Erweisen Sie mit Ihrem "Antwort"verhalten auf abgeordnetenwatch nicht der Demokratie und ihrem Image als demokratisch gewähltem Politiker einen Bärendienst?
Viele Grüße,
