Oliver Snelinski (Einzelbewerber)

Oliver Snelinski
Jahrgang
1980
Berufliche Qualifikation
Lehramtstudent Sport/Sozialkunde
Ausgeübte Tätigkeit
-
Wohnort
Berlin-Lichtenberg
Wahlkreis
Berlin-Lichtenberg
Ergebnis
1,1%
Landeslistenplatz
-, Berlin
(...) Ich für meinen Teil und ich denke auch alle anderen unabhängigen Kandidaten verstehen sich als Volksvertreter. (...)
 
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Frage zum Thema Bürgerrechte, Daten und Verbraucherschutz
15.08.2009
Von:

Hallo Herr Snelinski,

Sie schreiben:

"Das oberste Ziel ist eine unabhängige Volksvertretung im Bundestag.

In diesem Jahr gibt es in ganz Deutschland mindestens 150 unabhängige Kandidaten. Wenn 30 von Ihnen in den Bundestag gewählt werden, können diese eine Fraktion bilden und Anträge auf Abstimmung stellen.

Das bedeutet, dass das Volk einen direkten Draht in den Bundestag erhält. Vorschläge von Bürgern können direkt eingebracht werden, ohne den Umweg über eine Partei."

Die Tatsache, daß es in diesem Jahr in Deutschland mindestens 150 unabhängige Kandidaten gibt, ist bisher nicht ein Mal den politisch interessierten Bürgern bekannt und auch nirgendwo in den Medien Thema.

Unbekannte Kandidaten werden auch nicht gewählt.
Wie können daher die bis dato weithin unbekannten unabhängigen Kandidaten den Wählern vorgestellt werden?

Was sind Ihre Kernforderungen für die Bundestagswahl 2009?

Viele Grüße

Antwort von Oliver Snelinski
2Empfehlungen
17.08.2009
Oliver Snelinski
Sehr geehrte Frau ,

danke für Ihre Frage. Wenn Sie jetzt davon Kenntnis haben, dass es 150 unabhängige Kandidaten gibt, dann sagen Sie es doch bitte weiter in Ihrem Freundeskreis. Vielleicht haben Sie auch Kontakte zu Medien, dann wären wir froh, wenn Sie uns dort weiterempfehlen.

Warum die Medien das Thema nicht aufgreifen, kann ich Ihnen leider auch nicht sagen. Ich habe schon viele angeschrieben und wollte meinen Verein und diese Tatsache, dass so viele Kandidaten antreten, vorstellen, aber bis jetzt hat sich noch niemand gemeldet, außer "KenFM" vom Radio Fritz.

Die Berliner Kandidaten planen eine Pressekonferenz, wahrscheinlich am 02. September im Roten Rathaus, aber das ist noch nicht sicher. Wir hoffen, dass dann Vertreter von der Presse anwesend sind.

Warum sollte man keinen unabhängigen Kandidaten wählen? Kennen Sie denn immer die Kandidaten der Parteien?
Viel Schaden kann ein unabhängiger nicht anrichten, aber vielleicht kann er etwas besser machen und wenn es 30, 50 oder gar 100 Kandidaten schaffen, können sie vielleicht Vieles besser machen!?

Wie das gehen soll? Ich für meinen Teil und ich denke auch alle anderen unabhängigen Kandidaten verstehen sich als Volksvertreter. Ich möchte die Wünsche, Vorschläge, Ideen der Bürger in meinem Wahlkreis aufnehmen und sie in den Bundestag einbringen, wenn ich das nicht mache, werde ich nach vier Jahren auch nicht wiedergewählt.

Bei den Parteikandidaten ist das anders. Sie können die Wünsche der Bürger zwar aufnehmen, müssen sie aber mit dem Parteiprogramm abstimmen. So kann es passieren, dass der Parteikandidat gar nicht viel für seine Bürger getan hat und trotzdem beim nächsten Mal gewählt wird, aufgrund der Zweitstimme für die Partei.

Zu den Kernforderungen. Für die meisten unabhängigen Kandidaten ist das bedingungslose Grundeinkommen ein wichtiges Thema, was es in der Gesellschaft zu diskutieren gilt. Wir sprechen hier von einer kleinen (friedlichen) Revolution und die müssen wir zusammen mit dem Volk anpacken. Denn Grundeinkommen bedeutet nicht, dass niemand mehr arbeiten muss. Grundeinkommen bedeutet, dass die Existenz gesichert ist und das mit einem minimalen Verwaltungsaufwand. Darüber hinaus wird es den Menschen schwer fallen nicht zu arbeiten. Zum einen, weil wir geschaffen sind, um tätig zu sein, weil wir uns auch mal einen Fernseher oder eine Reise leisten wollen, zum anderen, weil die Firmen, um uns Arbeiter werben werden. An jeder Straßenecke (übertrieben gesagt) wird ein Schild stehen "Wir stellen ein". Wahrscheinlich werden die Firmen etwas kreativer sein, aber in diesem Sinne könnte ich mir das vorstellen.

Weitere gemeinsame Kernforderungen gibt es nicht. Darüber hinaus hat jeder Kandidat eigene "Lieblingsthemen" (Gesundheit, Bildung etc.) und persönliche Ziele, die er natürlich seinen Wählern mitteilen muss, so wie ich das auf meiner Internetseite getan habe. Alles Weitere ergibt sich aus den Wahlkreisen und deren Bürgern heraus. Wenn bei mehreren Wahlkreisen die gleichen Punkte thematisiert werden, dann ist es für die unabhängigen Kandidaten ein Zeichen, dass da etwas geändert werden muss.

Ich hoffe, ich konnte Ihre Fragen beantworten, wenn nicht, stehe ich Ihnen gern noch einmal zur Verfügung.

Mit besten Grüßen,

Oliver Snelinski
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Frage zum Thema Soziales und Familie
30.08.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Snelinski,

Mobilität ist für Menschen mit Behinderung ein wichtiger Faktor. Integration
ist ohne individuelle Mobilität nicht erreichbar.

Ist Ihnen bekannt, dass
  • man nur dann einen Zuschuss erhält, wenn es unabdingbar zum Erhalt des Erwerbslebens benötigt wird?
  • behinderte Kinder/Hausfrauen/Rentner keinen Anspruch auf Förderung haben?
  • diese drei Gruppen quasi in häuslicher Isolation leben müssen?
  • es Familien mit behinderten Kindern besonders hart trifft?
  • die gesamte Familie darunter leidet, oftmals zugrunde geht?

Trotz SGB XII, § 53-§55 wird behinderten Kindern ein Zuschuss zum Fahrzeug mit der Begründung: "..das Kind stehe ja nicht im Arbeitsleben" oder in Berufung auf § 8 "Ein Zuschuss kann nicht gewährt werden, weil das Kind das Fahrzeug nicht selbst bedienen kann" verweigert. Wie kann das sein?

Im Mai 2009 hat die Bundesregierung die UN-Behindertenrechtskonvention unterzeichnet und sich zur Umsetzung verpflichtet. Artikel 20 benennt Mobilität als bedeutsamen Faktor. Die unterzeichnenden Staaten verpflichten sich zur Förderung individueller Mobilität, um für Menschen mit Behinderung größtmögliche Unabhängigkeit sicherzustellen.

Ohne Mobilität kann ich nicht am Leben in der Gesellschaft teilhaben! Meine soziale Integration ist bedroht!

Wie werden Sie sich dafür einsetzen, dass
  • die UN-Konvention, insbesondere Artikel 20, umgesetzt wird?
  • Sozialbeamte endlich begreifen, dass es Kinder sind, über denen sie den Stab brechen?

Als Mitglied im Verein "Mobil mit Behinderung e.V." ist mir Ihre Antwort wichtig. Sie wird unter www.mobil-mit-behinderung.de veröffentlicht.

Sie wollen meine Stimme erhalten?

In Deutschland sind 8 Million Menschen behindert, bezieht man aber das familiäre Umfeld mit ein, sind ca. 20 Millionen Bundesbürger indirekt von Behinderung betroffen.
Die warten auf Ihre aktive Unterstützung und sollten Ihr Engagement wert sein.
Mit freundlichen Grüßen

Antwort von Oliver Snelinski
2Empfehlungen
31.08.2009
Oliver Snelinski
Sehr geehrter Harr ,

als unabhängiger Kandidat kann ich leider nicht zu jedem Thema eine Lösung anbieten. Ich verstehe Ihre Kritikpunkte und finde auch, dass dahingehend etwas geändert werden sollte.

Allerdings bin ich dabei auch auf Ihre Hilfe angewiesen. Wenn Sie ein Problem mit der Bundespolitik haben, bin ich Ihr richtiger Ansprechpartner. Denn ich habe kein Parteiprogramm, was ich mit aller Macht durchsetzen möchte, sondern mein Programm ergibt sich durch die Ideen und Probleme der Bürger. Darum müssen Sie mir Ihre Änderungswünsche mitteilen. Wenn ich Abgeordneter werden sollte, habe ich auch die entsprechenden Ansprechpartner/Experten, um Ihre Vorschläge prüfen zu lassen und Sie können sich sicher sein, dass ich das Beste für die Bürger herausholen möchte.

Hinzu kommt, dass es in diesem Jahr bundesweit etwa 150 unabhängige Kandidaten gibt, die zum Teil auch schon vernetzt sind. Das heißt, wenn in einem Wahlkreis ein Problem thematisiert wird, kann das mit den anderen unabhängigen Kandidaten besprochen werden, wir holen uns Expertenmeinungen hinzu und schon können wir im Bundestag einen Antrag auf Abstimmung über die Änderung der betreffenden Gesetze stellen. Da wir diese Anliegen direkt vom Volk bekommen haben, müssen die Parteien zwangläufig zustimmen, da sie ebenfalls als Volksvertreter gewählt wurden.

Ich bitte Sie, sich mit dieser Antwort erst mal zufrieden zu geben. Wenn Sie ebenfalls diese Möglichkeit sehen, dass unabhängige Kandidaten die Probleme und Ideen Ihrer Bürger viel besser aufnehmen können, als Parteien, dann verbreiten Sie in Ihrem Freundes- und Bekanntenkreis diese Chance und empfehlen jedem, in diesem Jahr mit der Erststimme einen unabhängigen Kandidaten zu wählen.

Ich bin davon überzeugt, dass das der einzige Weg ist, unsere Bedürfnisse an der richtigen Stelle, nämlich im Bundestag, anzubringen!

Eventuell haben Sie auf meiner Internetseite schon nachgelesen, dass ich im Falle meiner Wahl, jeden Euro meiner Wahlkampfkostenerstattung an gemeinnützige Vereine spenden werde. Das ist mein Dankeschön an die Bürger in Lichtenberg, die mir Ihre Stimme und damit Ihr Vertrauen gegeben haben. Sollten sie mich nach vier Jahren wieder wählen, weiß ich, dass ich dazu auch noch gute politische Arbeit gemacht habe.

Mit freundlichen Grüßen,

Oliver Snelinski
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