Monika Herz (Einzelbewerber)

Monika Herz
Jahrgang
1956
Berufliche Qualifikation
REGIO-Geschäftsführerin, Mutter von 5 Kindern, Autorin, Heilerin
Ausgeübte Tätigkeit
Geschäftsführerin der Regionalwährung REGIO Oberland
Wohnort
Peißenberg
Wahlkreis
Weilheim
Ergebnis
0,4%
Landeslistenplatz
-, Bayern
(...) Auch ich war verwundert, als ich von unserem Landrat hörte, dass er nun plötzlch felsenfest überzeugt wäre, dass die Privatisierung des Penzberger Krankenhauses die bessere Lösung sei. (...)
 
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Frage zum Thema Innere Sicherheit und Justiz
15.09.2009
Von:

Liebe Monika, wie stehen Sie zur aktuellen Frage, das Jugendgesetz zu verschärfen, bzw. das Erwachsenenstrafrecht ab 18 jahren anzuwenden?
Antwort von Monika Herz
bisher keineEmpfehlungen
17.09.2009
Monika Herz
Liebe ,

danke für die Frage. Ich bin gegen härtere Strafen, besonders im Jugendstrafrecht. Das bringt nichts. Jugendliche, deren Geist von blinder Wut und unkontrolliertem Hass überwältigt ist, die denken nicht daran, ob sie nun 10 Jahre oder 15 Jahre Gefängnis riskieren. Alle Sachverständigen, seien es Pädagogen oder Richterverbände sind sich darin einig, dass härtere Strafen keine Straftat verhindern können. Sie sagen das auch immer wieder, aber unsere etablierten Politiker interessiert das nicht wirklich. Selbst die härteste Strafe, die Todesstrafe wie in den USA, bewirkt nicht, dass dort weniger Gewalttaten verübt werden. Das ist bewiesen.

Harte Strafen bedienen lediglich Rachegefühle. Unsere Gesetzgebung ist aber nicht dazu da, Rache zu üben, sondern Recht zu üben.

Mich interessiert, was die wirkliche Ursache für Gewalt ist. Jugendliche, die eine sinnvolle Aufgabe haben, die Ausbildung und Arbeit haben,  die wirkliche Zukunftsperspektiven haben, die neigen nicht dazu, sinnlos auf andere Leute einzudreschen. Das Problem ist vielschichtig. Politisch gäbe es da viel zu tun. Vom Bildungssystem angefangen über Armut beseitigen und und und...  

Mehr Geld in Gefängnis-Verwahrung zu stecken gehört meiner Meinung nach nicht dazu.

Ich hab mal auf einem Friedens-Kongreß Prof. Hans-Peter Dürr von einem Modell reden hören, wo ehemalige gewalttätige Jugendliche als Mediatoren ausgebildet wurden, die dann in  Schulen eingesetzt wurden, wo besonders viel Gewalt herrschte. Dieses Modell hat mir gut gefallen. Weil sich die kids von ihresgleichen einfach am ehesten was beibringen lassen, in dem Fall die Wende zum Besseren.

Viele liebe Grüße
Monika
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Frage zum Thema Bildung und Kultur
16.09.2009
Von:

Liebe Monika Herz,

vielen herzlichen Dank für Ihre ausführliche Antwort. Leider bleibe ich neugierig in Bezug auf den rituellen Schwertkampf. Vielleicht könnten Sie doch noch erläutern, was damit gemeint war…??
Einen wunderschönen Tag noch und viel, viel Erfolg!

Herzlichst
Antwort von Monika Herz
bisher keineEmpfehlungen
17.09.2009
Monika Herz
Liebe ,

so, jetzt haben Sie mich erwischt und ich bin selber gespannt, was ich jetzt eigentlich antworte. Meine verschmitzte Forderung nach Einführung des rituellen Schwertkampfkunst zur Veranschlaulichung von Bundestags-Debatten gehört in die Kategorie "künstlerische Freiheit" (Artikel 5, Abs.3: Kunst und Wissenschaft, Forschung und Lehre sind frei...).

Die Idee ist mir während eines Workshops zur Einführung in die Kunst mit dem Schwert gekommen. Das Schwert steht in vielen Kulturen das Symbol für Weisheit und für die Kraft, Entscheidungen zu treffen. Selbst das Wort Ent-Scheidung erinnert noch daran, das Schwert aus der Scheide zu ziehen, sich zu ent-scheiden.

Bedauerlicherweise habe ich nicht in der Eindruck, dass im Bundestag Entscheidungen getroffen werden, die von Weisheit geprägt sind. Vielmehr geht es vorwiegend um Machterhalt, um Fraktionszwänge oder um vorherrschende Wirtschaftsinteressen.

Ich wünsche mir dagegen Politiker und Politikerinnen, die sich von wirklicher Weisheit leiten lassen. Deshalb halte ich auch die Etablierung eines echten und unanbhängigen "Weisenrates", so wie ihn schon Erich Fromm in seinem Buch "Haben oder Sein" formuliert hat, für dringend notwendig.

Im tibetischen Buddhismus gibt es zum Beispiel eine Meditationsgottheit, die hält in der einen Hand ein Schwert und in der anderen Hand ein Herz als Symbol für tiefes Mitgefühl. Die Verinnerlichung dieser Werte, die wünsche ich uns allen, ganz besonders aber unseren Politikern, die die Weichen für unser kollektives Schicksal stellen. Ja. Genau das steht hinter der Forderung nach der Einführung des rituellen Schwertkampfes im Bundestag. Die Forderung ist also im Grunde sehr ernst gemeint.

Eine gute alte Freundin von mir hat sich deshalb bereit erklärt, mich bei meinem Einzug ins Parlament als berittene Bogenschützin zu begleiten. Die Symbolik ist die Gleiche. Wir wissen nur noch nicht, wie wir für das Pferd die Erlaubnis für den Zutritt ins Parlament erwirken können ;-)

mit freundlichen Grüßen und herzlichem Dank für Ihre guten Wünsche
Monika Herz
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Frage zum Thema Finanzpolitik
23.09.2009
Von:

Liebe Frau Herz,

nachdem Sie meine letzte Frage so promt und ausführlich beantwortet haben, kommt jetzt etwas ,was mich schon lange interessiert. Was hat es mit den Zentralbanken auf sich?
Wem gehört eigentlich die Bundesbank. Bei der Bayr.Landesbank sind glaube ich die Sparkassen beteilgit. Meine Frage kommt schon ein bisschen knapp vor den Wahlen, aber wenn Sie die Antwort vorher nicht mehr schaffen, macht es auch nichts, es interessiert mich danach auch noch. Übrigens: Können Sie mir sagen, wie ich sie wählen kann?

Liebe Grüsse und viel Glück bei der Wahl

Ihr
Antwort von Monika Herz
bisher keineEmpfehlungen
25.09.2009
Monika Herz
Lieber Herr ,
danke für die spannende Frage. Da muß ich erstmal recherchieren und weil ich grad auf Reisen bin, kann ich Ihnen wohl erst nach der Wahl eine befriedigende Antwort geben darauf, wem die Zentralbanken eigentlich gehören.
Wie Sie mich wählen können, kann ich Ihnen aber auf die Schnelle sagen: Mit der Erststimme. Ganz ganz unten, die allerletzte Möglichkeit! "Rückennummer" 21!

viele Grüße
Monika Herz
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