Monika Gärtner-Engel (AUF)

Monika Gärtner-Engel
Jahrgang
1952
Berufliche Qualifikation
Diplom-Sozialpädagogin
Ausgeübte Tätigkeit
freie Publizistin
Wohnort
Gelsenkirchen
Stadt
Gelsenkirchen
Ergebnis
1,2%
(...) Und das ist dringend notwendig. Durch Müllverbrennung wird eine chronische Volksvergiftung betrieben. In den Rauchgasen und Filterrückständen entstehen eine Vielzahl giftiger krebserregender Stoffe wie Dioxine oder Furane. (...)
 
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Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
10.07.2009
Von:

Warum soll ich Sie wählen? Was unterscheidet Sie von Ihren Mitbewerbern/innen? Meine Frage ist allgemeiner Natur, ich musste aber ein Thema anklicken.

Antwort von Monika Gärtner-Engel
15Empfehlungen
16.07.2009
Monika Gärtner-Engel
Sehr geehrter Herr Pöpinghaus,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Meine kurze Antwort lautet: ... weil AUF Gelsenkirchen einmalig ist und eine Oberbürgermeisterin von AUF Gelsenkirchen ein Riesenfortschritt für Gelsenkirchen wäre!

AUF Gelsenkirchen hat nämlich ein grundsätzlich anderes Verständnis von Kommunalpolitik als sämtliche anderen Parteien und Gruppierungen. Entscheidende Kraft und Aktivposten für das Leben in Gelsenkirchen ist für uns die Masse der Bevölkerung. AUF Gelsenkirchen konzentriert sich seit 10 Jahren darauf, gemeinsam mit den Menschen ihre Anliegen, Bedürfnisse, Kämpfe, Probleme zu formulieren und auszufechten. Das ging von kleinen Fragen wie Ampelschaltungen, Barrierefreiheit, Schimmelbefall in den Wohnungen, Parkplätze, unsinnige Bebauungspläne, bedrohte Kleingärten usw. bis hin zur "großen Politik" wie Hartz IV und Arbeitslosigkeit, über unsere 250 Montagsdemonstrationen, das Public Privat Partnership-Projekt Hans-Sachs-Haus, Cross Boarder-Leasing, fehlende kommunale Finanzen usw.

Bei AUF Gelsenkirchen stimmen Wort und Tat nachhaltig überein. Wir sind in der Zeit stark geworden im Gegenwind. Bei uns konzentriert sich fundierte und kompetente Sachkenntnis, wie man in unserer Politik zum Hans-Sachs-Haus und Cross Boarder Leasing gut sehen kann. Wir legen uns auch mit "großen Tieren" an und bringen Licht in das Dunkel wichtiger Vorgänge.

Ich bin seit zehn Jahren für AUF Gelsenkirchen im Rat der Stadt Gelsenkirchen und kann die Gründe für die Kandidatur als OB-Kandidatin von AUF Gelsenkirchen so zusammenfassen:

Ich verstehe meine Arbeit als Sprachrohr für die kämpferische Interessenvertretung der Gelsenkirchenerinnen und Gelsenkirchener im Rat. Mein Prinzip ist die Ermutigung, die eigene Sache gemeinsam und organisiert selbst in die Hand zu nehmen. Ich arbeite gerne mit anderen zusammen und schätze vor allem den Reichtum an Erfahrungen und Kenntnissen der Bürgerinnen und Bürger. Unsere Vertreter in Rat und Ausschüssen sind unbestechlich und arbeiten uneigennützig; so habe auch ich alle Zuwendungen, die ich persönlich aus Steuergeldern für die Ratsarbeit bekommen habe, zur Stärkung der finanziellen Unabhängigkeit von AUF Gelsenkirchen und sinnvolle Projekte (wie z.B. den Bürgerpreis für "Unerschrockene Gelsenkirchener" oder für den Bürgerwettbewerb um das Hans-Sachs-Haus) gespendet, und ich lege regelmäßig öffentlich Rechenschaft ab über meine Arbeit. Ich war die ganzen 10 Jahre über bei Infoständen auf der Straße oder auf Veranstaltungen für die Menschen ansprechbar – und nicht nur im Wahlkampf! Für dieses unverwechselbare Profil in der Arbeit wurde ich von den Spitzen der etablierten Parteien nach Strich und Faden im Rat gemobbt und man versuchte, mich in der Öffentlichkeit zu diskreditieren. Die Stadt versuchte in mehreren Prozessen, mich zu kriminalisieren – was aber jedes Mal gründlich misslang. Dieser Gegenwind hat mich nie aus der Fassung gebracht, weil ich niemals alleine stand, sondern immer gemeinsam mit meinen Mitstreiterinnen und Mitstreitern von AUF und vielen Bürgerinnen und Bürgern dieser Stadt. Wir lernten immer mehr, dass die wütenden Attacken gerade darauf zurückgehen, dass wir richtig liegen. Bei all dem bin ich ein ganz normaler Mensch geblieben, der gerne Fahrrad fährt, Schwimmen geht, gerne und viel arbeitet und feiert. Ich möchte Sie einladen, sich auf der homepage von AUF Gelsenkirchen genauer über die Politik zu informieren,
www.auf-gelsenkirchen.de

Mit freundlichen Grüßen
Monika Gärtner-Engel.
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Frage zum Thema Umwelt
18.07.2009
Von:

Sehr geehrte Frau Gärtner Engel!

Ich habe gehört, sie setzen sich für Kryo- Recycling ein? Was ist den Kryo und warum muss das recycelt werden? Kann man nicht mit Müllverbrennung preiswert Energie gewinnen und die Umwelt von Abgasen fossiler Energie entlasten?

MfG.
Antwort von Monika Gärtner-Engel
13Empfehlungen
20.07.2009
Monika Gärtner-Engel
Lieber ,

vielen Dank für ihre Anfrage über "abgeordnetenwatch"! Ihre Frage ist aus umwelt- und arbeitsmarktpolitischen Gesichtspunkten äußerst bedeutend.

Beim Kryo-Recycling-Verfahren werden Kunststoffe mit einer innovativen Kühltechnik tiefstgekühlt. Die Kunststoffe werden dadurch spröde und können gemahlen werden. Das Ergebnis ist feines Granulat, das weitgehend sortenrein getrennt und wieder der Produktion zugeführt werden kann. Mit dieser Technik könnte die Verbrennung von Kunststoffen also weitestgehend ersetzt werden.

Und das ist dringend notwendig. Durch Müllverbrennung wird eine chronische Volksvergiftung betrieben. In den Rauchgasen und Filterrückständen entstehen eine Vielzahl giftiger krebserregender Stoffe wie Dioxine oder Furane. Die massive Zunahme von vielen Krebserkrankungen ist eine Folge davon. Mit angeblich "billigen Strom" und "günstiger Fernwärme" sollen wir dies in Kauf nehmen und wird dies schöngeredet.

Neben dem Umwelt- und Gesundheitsschutz ist das Kryo-Recycling-Verfahren auch eine äußerst arbeitsplatzschaffende Technik. Eine Anlage pro 50.000 Einwohner bräuchte mindestens 80 Anlagenbauer, 20 Betriebs- und 4-Logistikarbeitsplätze. Für eine Bergbaustadt wie Gelsenkirchen daher auch eine Möglichkeit, gleichwertige Ersatzarbeitsplätze, insbesondere für die Kumpel im Revier, zu schaffen.

Unsere Initiative für eine Pilotanlage in Gelsenkirchen lief zunächst auch gut an und es entwickelte sich eine Sympathie für unseren Vorschlag bis in CDU-Kreise hinein. Dies wurde dann aber – ausgehend von der SPD und nachfolgend allen anderen Parteien im Rat – abgewürgt. Stattdessen unterwerfen sie sich jetzt zusammen mit der Stadtspitze den Forderungen von BP/EON mit der Norderweiterung von EON oder dem Biomassepark auf dem ehemaligen Gelände der Zeche Hugo.

AUF-Gelsenkirchen wirft die Frage des konsequenten Umweltschutzes immer wieder auf und fordert Z.B.: "AUF-Stand gegen Klimakiller!"

Für weitere Informationen kann ich Ihnen auch die Homepage www.total-recycling.org und natürlich unsere eigene Homepage www.auf-gelsenkirchen.de empfehlen.

Mit freundlichen Grüßen, Monika Gärtner-Engel
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Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
19.07.2009
Von:

Sehr geehrte Frau Gärtner-Engel,

meine Fragen sind eher allgemeiner Art, aber ich musste ein Thema auswählen.
1. Welche Chancen rechnen Sie sich aus, die OB-Wahl zu gewinnen?
2. Welche Erfahrungen besitzen Sie in der Führung der Verwaltung einer Großstadt?
Antwort von Monika Gärtner-Engel
12Empfehlungen
21.07.2009
Monika Gärtner-Engel
Lieber Massmann von der Gruppe "Linken Alternative" in Gelsenkirchen!

Vielen Dank für deine beiden Fragen.

Frage: /Welche Chancen rechnen Sie sich aus, die OB-Wahl zu gewinnen?/

Antwort: *Fürs erste: keine! *

Dennoch hält AUF Gelsenkirchen eine Kandidatur für sehr wichtig, die eine ernsthaft gemeinte Alternative zu den Kandidaten der etablierten Parteien darstellt. In all den Schlüsselfragen des Desasters, die die bisherigen Amtsinhaber veranstaltet oder mitgetragen haben, hatten wir sehr begründete prinzipielle Kritiken und konstruktive alternative Vorschläge. Das galt zum Beispiel für sämtliche Millionengräber wie Hans-Sachs-Haus, Großmarkt, cross-border Leasing, die Massenarbeitslosigkeit... in der letzten Woche war in den bundesweiten Medien anlässlich der verschiedenen Sitzungen zu Wahlzulassungen viel die Rede von den kleinen Parteien. Natürlich ist auch mancher bewusste Ulk darunter. Berechtigt wurde allerdings auch vom "Unterholz" gesprochen. Unterholz - das sind die (noch) nicht großen Bäume des Waldes. Aber im Unterholz blühen die Blumen, Tiere finden Schutz und Nahrung... Wie viele der heutigen großen Bäume sind schon morsch! Beim großen Unwetter knicken sie ein oder brechen zusammen – sie sind einfach überlebt, innerlich hohl. So fällt mehr Licht auf das Unterholz – und irgendwann erobert es den Wald...

Frage:/ Welche Erfahrungen besitzen Sie in der Führung der Verwaltung einer/ /Großstadt?/ Antwort:* Wie du weißt: keine!* Dennoch wäre mir im Ernstfall überhaupt nicht bange vor dieser Aufgabe. Dies aus verschiedenen Gründen: *Erstens *haben wir von der Grundlinie der kommunalen Entwicklung klare Vorstellungen, diese haben sich in 10 Jahren als völlig richtig erwiesen. Wir haben unsere Kompetenz und Verbindung zu vielerlei Sachverstand konsequent unter Beweis gestellt. Wir erarbeiteten und lernten alles, was man dafür braucht. Denn wir huldigen nicht der Arroganz vieler etablierter Politiker: immer so zu tun, als ob man alles wüsste! *Zweitens *gibt es in der Bevölkerung in Gelsenkirchen und in der Stadtverwaltung sehr viele kompetente Leute, mit denen man eng zusammenarbeiten kann. Ich arbeite gerne mit den unterschiedlichsten Menschen zusammen und lerne von ihnen. Viele würden einen Richtungswechsel in der Führung und Repräsentanz der Stadtpolitik unterstützen, weil dabei ihre Sachkenntnis und ihr Engagement für die Bevölkerung ganz anders zur Geltung kommen könnte. *Drittens *würde in einer Situation, in der ich gewählt würde, die Masse der Bevölkerung eine ganz andere Rolle spielen und Momente der kreativen direkten Demokratie zur Entfaltung kommen. *Viertens *habe ich als stellvertretende Vorsitzende des Vermögensverwaltungsvereins (VVV) und allem, was damit – auch an Verwaltung – verbunden ist, vielfältige Erfahrungen in der Führung eines nicht unkomplizierten und politisch aufstrebenden "Konzerns".

Tschüß, alles Gute
Monika Gärtner-Engel
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Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
20.07.2009
Von:

Sehr geehrte Frau Gärtner-Engel,

Sie Sind stellvertretende Vorsitzende der Marxistisch-Leninistischen Partei Deutschlands, Ihr Mann Stefan Engel ist Parteivorsitzender. Warum treten Sie bei der Bürgermeisterwahl nicht für die MLPD an?

Ist AUF eine Tarnorganisation der MLPD?

Schreiben Sie mir doch bitte in wenigen Sätzen, warum Sie den Marxismus-Leninismus befürworten.

Mit freundlichen Grüßen,

Antwort von Monika Gärtner-Engel
11Empfehlungen
21.07.2009
Monika Gärtner-Engel
Sehr geehrter Herr ,

AUF ist keine Tarnorganisation der MLPD und Stefan Engel nicht mein Mann! Die MLPD ist vor allem bundespolitisch tätig; sie hat ihren Schwerpunkt in der Arbeit in Industriebetrieben, vor allem in einer Länder übergreifenden Konzernzusammenarbeit. In den Kommunen muss der Schwerpunkt auf eine überparteiliche Zusammenarbeit gelegt werden.
Hier geht es um die Alltagsfragen der Menschen – an ihrer Lösung muss überparteilich und jenseits parteipolitischer Differenzen zusammengearbeitet werden.
Das ist auch der Grundgedanke von AUF Gelsenkirchen, der nunmehr seit über 10 Jahren erfolgreich verwirklicht wird.
Die aktuelle, tiefste Finanz- und Weltwirtschaftskrise in der Geschichte des Kapitalismus zeigt uns, wie marode dieses System ist.
Wer derartige Krisen – mit ihren verheerenden Folgen für die breite Masse der Bevölkerung – abschaffen will, muss den Kapitalismus abschaffen. Diese Welt ist so reich an natürlichen Ressourcen, an Kenntnissen und engagierten Menschen, dass Hunger, Arbeitslosigkeit, Tod durch banalste Krankheiten sowie Verschwendung und Zerstörung der natürlichen Reichtümer längst der Vergangenheit angehören könnten.
Kein Wunder, dass Kapitalismuskritik sowie Marx und Engels im Aufwind sind und ich das richtig gut finde.

Mit freundlichen Grüßen
Monika Gärtner-Engel
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Frage zum Thema Arbeit
13.08.2009
Von:

Auch hier möchte ich Ihnen die gleiche Frage stellen, wie schon dem Kandidaten vor Ihnen.

Jedem ist bekannt, das GE immer wieder, dies seit mind. einem Jahrzehnt, leider eine hohe Arbeitslosenzahl vor zu weisen hat.

Wie wollen Sie es schaffen Investoren davon zu Überzeugen, das es sich lohnt hier Arbeitsplätze zu schaffen?

MFG
Antwort von Monika Gärtner-Engel
6Empfehlungen
15.08.2009
Monika Gärtner-Engel
Lieber ,

vielen Dank für Ihre Frage. In der Tat ist die hohe Arbeitslosigkeit in Gelsenkirchen ein Kernproblem, dessen Lösung AUF Gelsenkirchen ganz besonders am Herzen liegt. Gerade deshalb habe ich auch zu der Frage der Investoren einen differenzierten Standpunkt. Investitionen in Maßnahmen, die reguläre Vollzeitarbeitsplätze vernichten wie beispielsweise Subventionen von Zeitarbeitsfirmen lehne ich prinzipiell ab. Also keine Investorenförderung um jeden Preis!
Dagegen trete ich für eine Förderung sinnvoller Investitionen ein, vor allem im Umweltbereich. Bei zukunftsweisenden Projekten wie dem Bau einer Pilotanlage Kryo-Recycling sehe ich auch steuerliche Begünstigungen vor allem für kleine und mittlere Unternehmen als gerechtfertigt, wenn sich dann immer noch kein Investor findet würde ich ein direktes Engagement der Stadt bei diesem Projekt ankurbeln. (nähere Informationen über Kryo-Recycling finden Sie unter www.total-recycling.org ) Zudem trete ich für die Schaffung von Arbeitsplätzen durch ein Pilotprojekt bei der Stadt GE ein, durch eine 10%ige Ausbildungsquote und Einführung der 30-Std-Woche bei vollem Lohnausgleich Arbeitsplätze zu schaffen. Wenn in einer Nacht 500 Milliarden zur Unterstützung der Banken aus dem Hut gezaubert werden kann niemand ernsthaft erzählen, dafür sei kein Geld da.
Das wichtigste erscheint uns der Kampf um jeden Arbeitsplatz, den wir in den letzten Jahren aktiv gefördert haben – bei Küppersbusch, Vaillant, St. Gobain, bei Opel, auf den Zechen...
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