Michael Müller (SPD)
Abgeordneter Landtag Berlin

Grunddaten
Jahrgang
1964
Berufliche Qualifikation
Kaufmännische Ausbildung
Ausgeübte Tätigkeit
MdA, Landesvorsitzender der Berliner SPD, Senator für Stadtentwicklung und Umwelt
Wohnort
Tempelhof
Wahlkreis
Tempelhof-Schöneberg WK 4 , über Wahlkreis eingezogen
Ergebnis
33,5%
Landeslistenplatz
1
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In den rot-schwarzen Koalitionsverhandlungen wurde entschieden, dass die Verbeamtung von Lehrkräften in Berlin weiterhin nicht stattfindet. 2004 wurde mit der Unterstützung aller Parteien der Berliner Landespolitik beschlossen, Lehrerinnen und Lehrer künftig als Angestellte und nicht als Beamte einzustellen. (...)
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Frage zum Thema Schulen
16.11.2011
Von:

Sehr geehrter Herr Müller,

zunächst möchte ich von Ihnen wissen, ob es richtig ist, dass, wie der Tagesspiegel heute berichtet, es weiterhin keine Verbeamtung von Lehrern in Berlin geben wird. Sollte dies falsch sein, freue ich mich sehr über eine Richtigstellung. Sollte diese Information richtig sein, bitte ich Sie um eine Stellungnahme, was Sie persönlich und Ihre Fraktion planen, um die Wettbewerbsfähigkeit Berlins sowohl als Lehrer-Arbeitgeber als auch als Schulstandort (Stichworte: Qualität, Motivation der angestellten Lehrer) wieder herzustellen. Sehr treffend wurde die Situation gestern ebenfalls im Tagesspiegel dargestellt ( www.tagesspiegel.de ): Berlin bildet aus, aber kann seine jungen Lehrer nicht halten. Vor allem diejenigen, die gut bis sehr gut abschneiden, kehren der Stadt den Rücken - vor allem, da sie es als eine Ungerechtigkeit empfinden, dass z. B. in Brandenburg und Hamburg (um nur die aus meinem Kenntniskreis attraktivsten Länder zu nennen) verbeamtet wird bzw. einfach ein weit höheres Einkommen angeboten wird. Den meisten geht es dabei übrigens nicht um die Verbeamtung: es geht schlicht um eine Gleichbehandlung. Aus dem selben Kenntniskreis weiß ich, wer bleibt: Lehrer, die sich als Quereinsteiger oder über den zweiten Bildungsweg qualifizieren, da diese sich in Berlin schon so stark verankert haben, dass sie die Einbußen in Kauf nehmen, mäßige Absolventen, da diese in anderen Bundesländern wenig Chancen haben und einige wenige Idealisten. Zusammengefasst ist es also ein Hoffen auf Idealisten, dass die Bildungqualität in Berlin nicht absinkt. Wie will Berlin junge, engagierte, gute und von modernen Lehrmethoden überzeugte Lehrer/innen halten? Die Antwort "durch Anhebung des Einstiegsgehalts" ist mir dabei schon bekannt, diese vernachlässigt jedoch, dass diese Einstiegsgehaltsstufe bis zur Rente beibehalten wird somit keine Aussicht auf eine Anhebung besteht. Vielen Dank

.
Antwort von Michael Müller
bisher keineEmpfehlungen
28.11.2011
Michael Müller
Sehr geehrter Herr ,

in den rot-schwarzen Koalitionsverhandlungen wurde entschieden, dass die Verbeamtung von Lehrkräften in Berlin weiterhin nicht stattfindet. 2004 wurde mit der Unterstützung aller Parteien der Berliner Landespolitik beschlossen, Lehrerinnen und Lehrer künftig als Angestellte und nicht als Beamte einzustellen.

Seit der Regierungsübernahme von Klaus Wowereit 2001 hat die SPD den Schuldenabbau vorangetrieben, denn solide Finanzen sind auch die Grundlage für mehr Generationengerechtigkeit. Anders als die Renten werden Pensionen von Beamten aus den laufenden Steuereinnahmen der Länder bezahlt, wodurch die entstehenden Pensionsforderungen auf das Konto nachfolgender Generationen gehen und diese damit belasten.

Wir nehmen die Forderungen der angestellten Lehrerinnen und Lehrer in Berlin und die Abwerbung von gut ausgebildetem Personal sehr ernst. Deshalb hat 2009 eine deutliche Anhebung des Lehrergehalts stattgefunden, das Einstiegsgehalt wurde um 1200 Euro brutto auf 3846 Euro erhöht. Zudem wurden deutlich mehr Studien- und Referendariatsstellen geschaffen.

Die wichtigste Voraussetzung für guten Unterricht sind gut und in ausreichender Anzahl ausgebildete Lehrerinnen und Lehrer. Deshalb wurde in den Koalitionsvereinbarungen festgehalten das Unterrichtsausfall und Lehrermangel verhindert werden müssen und verpflichtende Fortbildungen für Lehrkräfte eingeführt werden. Dabei sollen die Schulen ein eigenes Budget erhalten, mit dem sie das Fortbildungsprogramm den jeweiligen Bedürfnissen der Schule entsprechend ausrichten können. Für die Arbeit an Brennpunkten sollen die besten Lehrkräfte durch besondere Anreize, wie beispielsweise weniger Stunden, begleitende Fortbildungen, Coaching und Supervision, gewonnen werden.

Wie angesichts der Finanzlage Berlins zusätzliche Anreize für angestellte Lehrerinnen und Lehrer in ihrer Berufslaufbahn geschaffen werden können, wie zum Beispiel durch weitere Lohnsteigerungen oder Stundenminimierung, wird noch geprüft.

Mit freundlichen Grüßen
Michael Müller
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Frage zum Thema Finanzen
25.02.2012
Von:

Sehr geehrter Herr Müller!

Heute habe ich auf www.morgenpost.de geselesen, dass sie eine jährliche Erhöhung der BVG-Preise in Höhe des Inflationsausgleiches einführen möchten.

Meine Frage:
Wird dieser Inflationsausgleich auch zukünftig allen Berliner Landesbeamten gewährt?
Werden die Abgeordneten Berlins in Zukunft auch nur den jährlichen Inflationsausgleich als Maßstab für die Erhöhung der Diäten berücksichtigen?

Mit freundlichen Grüßen

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Frage zum Thema Verkehr und Infrastruktur
20.03.2012
Von:

Sehr geehrter Herr Müller,

meine Frage betrifft den Posten im Haushaltsentwurf 2012 "Unterhaltung von Radwegen". Ich bin fassungslos ob der Meldung, dass die Mittel in diesem Bereich sogar im Vergleich zu den bereits sehr bescheidenen Vorgaben des Koalitionsvertrages nochmals auf nunmehr 1 Mio Euro halbiert wurden. Angesichts des vielfach desolaten Zustandes der Berliner Radinfrastruktur halte ich dies für verantwortungslos.

Insbesondere fällt natürlich das krasse Ungleichgewicht zu den vorgesehenen immensen Investitionen in den Straßenbau auf. Da eine Förderung des Radverkehrs im Vergleich zu anderen Verkehrsmitteln finanziell besonders effizient ist, stellt sich die Frage, ob es hier nicht erheblichen Nachbesserungsbedarf gibt [1,2].

Wie stehen Sie zu diesem Problem?

Mit freundlichen Grüßen,



[1] www.adfc.de
[2] www.buergerliste.at
Antwort von Michael Müller
bisher keineEmpfehlungen
16.04.2012
Michael Müller
Sehr geehrter Herr ,

grundsätzlich liegt die Zuständigkeit für die Instandhaltung und den verkehrssicheren Zustand der Berliner Straßen (Hauptverkehrs-/Nebenstraßen einschl. Radwege sowie Ortsdurchfahrten der Bundesstraßen) eigenverantwortlich bei den Tiefbauämtern der Bezirke.

Zur Erfüllung dieser Aufgabe erhalten die Bezirksämter im Rahmen der Globalzuweisung von der Senatsverwaltung für Finanzen Mittel für die Tiefbauunterhaltung, deren Höhe und Verteilung sich an den bezirklichen Anteilen an der Gesamtstraßenfläche orientiert (Veranschlagungsleitlinie Tiefbau). Insgesamt erhalten die Bezirke hierfür 2012 und 2013 planmäßig jährlich rd. 32 Mio. €. Diese sind allerdings nicht zweckgebunden.

Um gezielt den stark sanierungsbedürftigen Zustand der vorhandenen Radwege zu verbessern bzw. deren Verfall einzuschränken, wurde erstmalig mit dem Doppelhaushaltsplan 2008/2009 im Einzelplan der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung (Kapitel 1270, Titel 52108 - Unterhaltung von Radwegen) ein Ansatz von 1 Mio. € pro Jahr aufgenommen. Diese Mittel werden seitdem den Bezirken für abgestimmte Maßnahmen zweckgebunden zusätzlich zur Verfügung gestellt. Der Ansatz wurde in den Folgejahren auf 2 Mio. € jährlich erhöht.

Im Zeitraum 2008 bis 2010 wurden damit 23,6 km Radverkehrsanlagen saniert.

In der Abwägung des Senats aufgrund notwendiger Maßnahmen zur Konsolidierung des Berliner Haushalts konnte entgegen der Anmeldung unserer Verwaltung (weiterhin 2 Mio. € jährlich) für 2012/2013 jeweils nur ein Betrag von 1 Mio. € veranschlagt werden. Im Rahmen der aktuellen Haushaltsberatungen ist durch den Ausschuss für Bauen, Wohnen und Verkehr beschlossen worden, diese Ansätze wieder um jeweils 1 Mio. € auf 2 Mio. € zu erhöhen. Diese Beschlussempfehlung steht unter dem Vorbehalt der endgültigen Entscheidung des Abgeordnetenhauses zum Haushaltsgesetz 2012/2013.

Darüber hinaus werden den Bezirken ebenfalls zweckgebunden aus dem Einzelplan der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt zusätzliche Mittel zur Verbesserung der Infrastruktur des Radverkehrs (Neubau) zur Verfügung gestellt (Kapitel 1270, Titel 72016, 2012/2013 pro Jahr 3,5 Mio. €). Mit diesen Mitteln sollen durch die Bezirke schwerpunktmäßig in der Innenstadt und in den bezirklichen Zentren durch Lückenschließung zusammenhängende Netzteile mit Radwegen und Radfahrstreifen geschaffen werden.

Mit freundlichen Grüßen
Michael Müller
 
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Frage zum Thema Verkehr und Infrastruktur
01.05.2012
Von:

Sehr geehrter Herr Müller,

Anfang Juni eröffnet ja dann der neue Großflughafen BER (Berlin-Brandenburg-International), und Verbindungstechnisch ist es dann relativ gut angebunden, durch die S-Bahn, den Regional- und Fernverkehr, sowie durch einige Buslinien, sowohl von BVG als auch von Brandenburgischen Busunternehmen.

Aber ich wäre nach wie vor dafür, dass man auch eine U-Bahn-Anbindung von Berlin aus dahin schaffen sollte, und zwar sollte man die U7 von Rudow aus dahin verlängern!

Wie sehen Sie das?

Oder wären Sie für anderweitige Optimierungen an ÖPNV-Verbindungen?

Mit freundlichen Grüßen


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