Von:
Kai

Sehr geehrter Herr Müller,
ich begrüße ausdrücklich die aufkommende SPD-Kritik am Gesetzesvorhaben von Frau von der Leyen, Kinderpornographie im Internet mit Symbolpolitik zu bekämpfen. Leider aber fühle ich mich dabei von meiner Partei nicht wirklich gut vertreten. Das Gesetzesvorhaben gehört meiner Meinung nach komplett abgelehnt, denn ein positiver Effekt ist für mich nicht absehbar, eher sogar noch sehe ich Möglichkeiten dass es sich kontraproduktiv auswirken wird, indem den Tätern ein Frühwarnsystem geboten wird.
Mittlerweile 2 umfangreiche Versuche von Carechild und dem AK-Zensur haben folgendes ergeben:
1. viele als Kinderpronographie gebrandmarkte Seiten, die auf den Sperrlisten der anderen Ländern stehen, enthalten eben dies nicht.
2. Eine Abschaltung der entsprechenden Seiten ist mit einfachen Mitteln sehr schnell erreichbar.Dem gegenüber stehen neu anzuschaffende Technologien und Personal das dafür ausgebildet wird, während der Effekt, wie gesagt für mich kein positiver sein kann.
In der Anhörung gestern wurde einmal mehr klar, dass das Vertrauen in das BKA nicht haltbar ist unter anderem dadurch, dass das BKA die Lüge verbreitet, in den anderen Ländern seien die Listen "Hoch wirksam" (
snurl.com ) , was Björn Sellström (Chefermittler in Schweden) klar verneint. (
snurl.com )
Presseberichte dazu, dass andere Interessenten schon in den Startlöchern stehen, gibt es reichlich aktuell. Allen voran über Herrn Gorny für die Musikindustrie und Hessen mit dem Bedürfnis, das Glücksspielmonopol zu sichern.
Nun berichtet heute die Frankfurter Rundschau, dass das Kinderschutzgesetz von Frau von der Leyen durch die SPD gestoppt werden soll und unterstellt einen Kuhhandel, bei dem die SPD die Kinderpornosperren durchwinkt im letzten Absatz. (
snurl.com )
Meine Fragen an sie lauten, wie viel Wahrheit steckt in diesem letzten Absatz und wie stehen sie zum Gesetzesvorhaben der Kinderpornosperren.
Mit freundlichen Güßen
Kai